DER FEINSCHMECKER

Wer erinnert sich noch an die erste Crème fraîche, an strenge Köche mit Kochmützen oder an die Toskana-Fraktion? All diese Entwicklungen hat DER FEINSCHMECKER in vier Jahrzehnten begleitet und kommentiert.

Mit dem opulenten Jubiläumsheft, das am 9. September erscheint, feiert Deutschlands führendes Magazin für Genuss und Lebensart seinen 40. Geburtstag. 1975 kam die erste Ausgabe auf den Markt, die sich ganz dem Lebens-Genuss widmete – damals ein fast ebenso unerhörtes und risikoreiches Unterfangen wie die Wahl von Margaret Thatcher zur Parteivorsitzenden im selben Jahr. Wie viel hat sich seitdem getan! Auf den Tellern, in den Gläsern, in den Restaurants!

So erinnert der Stuttgarter Kult-Koch Vincent Klink daran, wie wir Deutschen den Weg vom „Wienerwald“ zum Wasabi fanden. Die vier berühmtesten Köche Deutschlands – Eckart Witzigmann, Harald Wohlfahrt, Dieter Müller, Joachim Wissler – kreieren ein Jubiläumsmenü mit legendären Gerichten aus vier Jahrzehnten; Master-Sommelier Hendrik Thoma blickt auf 40 Jahre Weingeschichte zurück, dazu geben wir Tipps, wie man einen 40. Geburtstag pannenfrei übersteht – samt Rezepten für Party-Food und Tipps für fulminante Schaumweine. Der Münchner Barchef Charles Schumann schenkt uns einen Jubiläumscocktail, und Gastro-Papst Wolfram Siebeck gibt ein großes Interview, bevor er nach vielen Jahren als streitbarer Kolumnist in den verdienten Ruhestand geht.

Und noch ein Highlight zum Fest: Der Jubiläumsausgabe liegt auch die neue Ausgabe des großen FEINSCHMECKER-Guides „Die 500 besten Restaurants in Deutschland 2015/2016“ bei. Mit den besten Adressen für den Genuss von Sylt bis zum Bodensee.

Außerdem in der Jubiläumsausgabe: Ein Round Table, bei dem prominente Restaurantgäste zu Wort kommen, bekennende Viel-Esser, die sagen, was sie im Lokal nervt und was ein Menü unvergesslich macht. Die Werberin Karen Heumann oder der Filmproduzent Nico Hofmann geben spannende Antworten. Zusätzlich baten wir Experten, in die Zukunft zu schauen: Wie werden wir in 40 Jahren essen, kochen, ausgehen, uns ernähren? Und natürlich empfiehlt DER FEINSCHMECKER auch hier die besten Restaurants der Zukunft.

Die Jubiläumsausgabe des FEINSCHMECKER ist jetzt im Handel erhältlich und kostet 9.95 Euro.

VIVANI Schokolade, nicht nur Bio – auch Koscher

Die Ecofinia GmbH lässt ihre Schokoladen der Marke VIVANI als Koscher zertifizieren.



Wer in Deutschland lebt und die jüdischen Speisevorschriften einhält, kennt das folgende Problem: Es ist schwer, koschere Nahrung im normalen Einzelhandel zu kaufen. Die dort erhältlichen Lebensmittel werden meist in industrieller Massenfertigung hergestellt, was die Beurteilung, ob ein Produkt koscher ist oder nicht, nahezu unmöglich macht.

Zwar produzieren einige deutsche Unternehmen koschere Produkte, allerdings sind diese meist für den Export bestimmt und deshalb nur selten im Handel zu finden. Eine Tatsache, die Menschen, die die Kaschrut einhalten, vor Schwierigkeiten stellt, da sie die benötigten Erzeugnisse nur bei ausgewählten Händlern und meist zu erheblich höheren Preisen erwerben können. Diese Problematik hat auch Andreas Meyer, der Geschäftsführer der Ecofinia GmbH erkannt und seine VIVANI-Schokoladen zertifizieren lassen. „Nachdem uns vermehrt Anfragen erreichten, ob unsere Produkte auch koscher seien, haben wir entschieden, uns zertifizieren zu lassen, damit jüdische Konsumenten die die Kaschrut beachten, guten Gewissens VIVANI-Schokoladen genießen können.“

Ähnlich dem Biosiegel ist auch die Vergabe des Koscherzertifikates an strenge Richtlinien geknüpft. So wurden nicht nur alle verwendeten Zutaten, sondern auch die Produktionsabläufe in der Schokoladenfabrik genau überprüft. Nachdem die Regeln als erfüllt eingestuft wurden, stellte Rabbi Tuvia Hod-Hochwald das Zertifikat aus. Nun wird in regelmäßigen Zeitabständen kontrolliert, ob die Kriterien für die Aufrechterhaltung dieser Auszeichnung auch weiterhin eingehalten werden.

Bezogen werden können die koscheren Schokoladen im offiziellen VIVANI-Onlineshop www.bioschokolade.de . Dort sind die jeweiligen Produkte mit dem Koscher-Siegel gekennzeichnet.


Hintergrundinformationen:
Gefertigt werden die Vivani Bioschokoladen in der traditionsreichen Schokoladenfabrik Weinrich im westfälischen Herford. Für die Herstellung kommen nur ausgewählte Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau zum Einsatz. Vivani ist seit Jahren Marktführer im Bereich der Tafelschokoladen im Bio- und Naturkosthandel.*
*Quelle: biovista Auswertung 01.2010-06.2010.

Strenge Prüfung der Werbung

„Besonders gesund“ – AK will strenge Prüfung der Werbung

KonsumentInnen müssen vor übertriebenen Werbebehauptungen geschützt werden – EU untersucht gesundheitsbezogene Versprechungen in der Werbung

„Reguliert die Verdauung“, „Stärkt die Abwehrkräfte“, „Verbessert die Leistungsfähigkeit des Gehirns“ – solche und ähnliche Versprechungen verwendet die Werbewirtschaft, um KonsumentInnen zu locken. Doch nicht jedes Produkt, das als gesundheitsfördernd angepriesen wird, ist es auch tatsächlich. Gesundheitsbezogene Claims, also Werbebotschaften, werden derzeit von der Europäischen Lebensmittelagentur (EFSA) geprüft: Welche Behauptungen sind erlaubt und welche nicht zulässig? „Die Überprüfung dieser Claims muss weiterhin sehr restriktiv gehandhabt werden. Wir begrüßen die strenge Auslese gesundheitsbezogener Behauptungen zum Schutz der KonsumentInnen vor Irreführung“, sagt Harald Glatz, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Wien (AK).

Um Produkte erfolgreicher zu vermarkten als die Konkurrenz, ist die Werbewirtschaft um griffige gesundheitliche Attribute nicht verlegen. Angaben, die derzeit schon verwendet werden, müssen nun durch die Europäische Lebensmittelagentur beurteilt werden. Die Lebensmittelwirtschaft hat europaweit die unglaubliche Zahl von über 40.000 solcher Claims gemeldet, nach dem Motto „Je mehr desto besser“. Diese gemeldeten Claims wurden auf rund 4.000 Haupteinträge zusammengefasst, die nun von der EFSA zu beurteilen sind. Von den 530 bisher geprüften Claims wurden bereits 320 als unzureichend bewiesen abgelehnt. Glatz: „Das bestätigt, dass die Lebensmittelwerbung oft mehr verspricht, als sie halten kann.“ Werbliche Übertreibung mit der Gesundheit sind von Konsumenten im Gegensatz zu anderen Werbeaussagen schwer überprüfbar. Nicht alle Aussagen über die gesundheitlichen Wirkungen sind wirklich zuverlässig wissenschaftlich fundiert.

„Die Europäische Lebensmittelagentur muss an der bisher verfolgten restriktiven Beurteilungspraxis festhalten“, fordert Glatz. Die gesetzlichen Anforderungen an gesundheitsbezogene Werbung waren in der Vergangenheit in Österreich immer sehr restriktiv. Ein EuGH Urteil im Jahr 2003 hatte allerdings dazu geführt, dass das strenge österreichische Zulassungsverfahren aufgehoben werden musste. Erst mit Verabschiedung der europäischen „Health claims“-Verordnung unterliegen seit 2007 solche Werbeaussagen wieder einer spezifischen Regelung: Neue gesundheitsbezogene Werbebotschaften (Claims) müssen nach einem EU-Zulassungsverfahren bewertet werden; bereits bestehende Claims werden überprüft, ob sie wissenschaftlich ausreichend abgesichert sind.

Wer kocht das beste Landmenü?

WDR, Mittwoch, 23.09. um 21:00 Uhr

Land und lecker

Wer kocht das beste Landmenü?

Thema: Heute: Landmenü bei der Pferdezüchterin

Rund 50 Pferde, drei Nichten und ein Tierarzt – das sind die Rahmenbedingungen, die in die Menüplanung von Gabriele Briem einfließen müssen. Die Schulpädagogin, die mit ihrem Pferde züchtet, tritt an mit Kräuterrahmsuppe, Düsseldorfer Senfrostbraten und zu frisch gerührter Mousse aus weißer Schokolade zum Nachtisch.

Vorher allerdings hat sich noch der Tierarzt zum Schwangerschaftstest bei einer Zuchtstute angesagt. Außerdem reisen zwei jugendliche Nichten aus Brandenburg an, die beschäftigt werden wollen, und Nichte Nummer drei, findet, dass die Kräutersuppe ihrer Tante ein bisschen nach Gras schmecke. Gründe genug also, Gabriele Briem aus der Ruhe zu bringen. Denn schließlich geht es um einen Wettbewerb und das strenge Urteil der anderen fünf Landfrauen. Aber die Nichten engagieren sich beim Blumenschmuck, die „Grassuppe“ wird mit Sahne verfeinert. Und bei der üppigen weißen Schokoladen-Mousse sind sich ohnehin alle einig: Perfekt! Wenn da nur nicht die Kalorien wären.

Strenge Regeln, wenn Lebensmittelwerbung sich an Kinder richtet

AK: Strenge Regeln, wenn Lebensmittelwerbung sich an Kinder richtet
EU-Richtlinie zur audiovisuellen Kommunikation rasch umsetzen

„Die Werbung mit oft zu fetten und süßen Kindersnacks boomt, vor allem im Kinderfernsehen“, kritisiert AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Eine EU-Richtlinie zur audiovisuellen Kommunikation will die Bewerbung von fetten, zuckerreichen und zu salzigen Produkten im Kinder-Fernsehen mit freiwilligen Maßnahmen beschränken, selbstverpflichtende Maßnahmen der TV-Sender sind zu wenig – die AK verlangt strenge Regeln: Keine Werbung für zu fette, salzige oder süße Produkte für Kinder (bis zu 14 Jahren). Klare Informationen für Jugendliche, wie fett, süß und salzig Kindersnacks sind.

In Österreich ist bereits jedes fünfte Kind von sechs bis 14 Jahren über dem Normalgewicht, übergewichtig oder schon fettleibig. Nicht nur zu wenig Bewegung, sondern auch zu viel fette oder zuckerhältige Lebensmittel sind die Gründe dafür.

Ein AK Test von 41 Kinderlebensmitteln zeigte kürzlich: Zwei von drei der untersuchten Produkte sind nicht empfehlenswert. Sie sind häufig fett und süß. So ist zum Beispiel bei mehr als der Hälfte der untersuchten Produkte der Zuckergehalt hoch. Der Fettgehalt ist bei 34 Prozent hoch. Vitamine werden oft nicht gezielt und damit sinnlos verabreicht. Bei der Beurteilung wurden die Kriterien der AK Ernährungsampel herangezogen. „Auch die Werbung lässt zu wünschen übrig“, sagt Schöffl. „Bei fast allen Proudkte fanden sich Sujets, vor allem Comics, die besonders Kinder ansprechen.“

Drei Tipps der AK Konsumentenschützer für Eltern und ihre Kinder:
Wasser ist am besten als Durstlöscher. Verdünnte Fruchtsäfte oder ungezuckerte Früchte- oder Kräutertees sind besser als gesüßte, gefärbte Erfrischungsgetränke.

Schauen Sie bei Lebensmitteln auf die Nährwertkennzeichnung. Je weniger Zucker, umso besser. Ist der Zuckergehalt nicht angegeben, kann man ihn aus dem Kohlehydratgehalt ableiten.

Wenn Ihr Kind hin und wieder ein Kindergetränk möchte, schaden sie sicherlich nicht. Aber: Je weniger süß, umso besser und sicherheitshalber solche ohne Süßstoffe wählen.

Tilly und die starken Köche

Kabel1, Donnerstag, 12.03., 17:15 – 17:45 Uhr

Sie ist die ‚Mutter der Kompanie‘: Jaqueline ‚Tilly‘ Tillner (46) führt ihr Ausflugslokal ‚Tillner’s‘ am Tegeler See mit einer großen Portion Herz, aber auch mit eiserner Strenge. Die resolute Chefin muss immer wieder ihre ‚Berliner Schnauze‘ einsetzen und im Team für Ordnung sorgen – z. B. als ihre Köche übersehen, dass sich der Lieferant bei der Rechnung mal eben um ein paar Tausend Euro vertan hat! Und zum Saisonstart droht jetzt das völlige Chaos am Herd …

Sicher abnehmen

Sicher abnehmen

Wer abnehmen will, dem helfen langfristige Konzepte mehr als Diät-Schnellschüsse. Auch wenn sie oft eher unspektakulär daherkommen. Statt strenge Verbote auszusprechen, berücksichtigen sie persönliche Vorlieben und Abneigungen. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Februar 2009.

Als erfolgreich hat sich zum Beispiel das Konzept der Energiedichte erwiesen. Es setzt auf voluminöse Lebensmittel, die viel Wasser und Ballaststoffe, aber wenig Kalorien enthalten. Indem sie den Magen füllen und dehnen, sättigen sie gut. Der Gewichtsverlust erfolgt zwar langsamer: ein Pfund pro Woche. Dafür droht weniger die Gefahr eines Jojo-Effektes. Professionelle Unterstützung kann helfen, am Ball zu bleiben. Neben speziellen Fachkräften wie Ökotrophologen, Diätassistenten oder Ernährungsmedizinern beraten auch Apotheker in Sachen Ernährung.

Diäten, die innerhalb kurzer Zeit einen hohen Gewichtsverlust versprechen – womöglich ganz ohne Änderung der Lebensgewohnheiten, davon raten Fachleute ab. Vorsicht ist auch angebracht, wenn weniger als 1200 kcal oder weniger als fünf verschiedene Lebensmittel erlaubt sind. Der bei diesen Maßnahmen häufig eintretende Jojoeffekt kann zudem Nebenwirkungen haben: Menschen mit Schwankungen des Gewichts, zum Beispiel durch kurzfristige Radikalkuren, leiden deutlich häufiger unter Bluthochdruck als diejenigen, die ihr Gewicht halten.

Außerdem in diesem Heft: Vitamine gegen Altersblindheit +++ Yoga: Sonnengruß und halbe Heuschrecke +++ Efeu: ein Hustenmittel, das an Wänden wächst.

Abnehmen in Essen

SWR, Donnerstag, 16.10., 22:30 – 23:00 Uhr

Silvester, die Nacht der guten Vorsätze: Fünf dicke Freundinnen aus Essen schließen einen Pakt, im neuen Jahr gemeinsam abzunehmen. Weniger essen, mehr bewegen heißt die Devise für die lebenslustigen Frauen. Sabina Begic hat es besonders schwer, sie arbeitet im Restaurant ihrer Eltern und soll, umgeben von deftigen Genüssen, aufs Essen verzichten. Susanne Begic wagt sich kaum aus dem Haus, um gar nicht erst in Versuchung zu geraten. Heike Stöppler wiederum sucht Beistand bei ihrem Freund, der mit unnachgiebiger Strenge die Kalorien zählt. Aber die Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Allen Hindernissen zum Trotz: Ein Anfang ist gemacht. Mit großem Ehrgeiz und vor allem mit viel Humor helfen die fünf Freundinnen aus Essen sich gegenseitig auf die Sprünge.

Ernährungsmagazin

WDR, Samstag, 27.09. um 09:05 Uhr

Servicezeit: Essen & Trinken – Ernährungsmagazin
Thema: Gehirnkrankheit BSE – aus und vorbei?

„Bergisch Pur“ oder“Wir aus der Region“ – solche Schriftzüge sind immer öfter auf Lebensmittelverpackungen abgedruckt. Denn Produkte aus der Region sind gefragt, selbst, wenn sie mehr kosten. Kurze Transportwege, Frische und gesicherte Herkunft sind einige wichtige Vorteile. Einkauf und Vermarktung der Produkte erfordern allerdings viel Flexibilität. Dennoch gibt es immer mehr Filialleiter von großen Supermarktketten, die auf den Lokalkolorit setzten. Ihnen macht es Spaß bei heimischen Bauern zu kaufen und in der Regel haben sie auch freie Hand.

In der Stiefelspitze im Süden Italiens wächst die Cipolla Rossa di Tropea, die einzigartige Tropea-Zwiebel. Benannt wurde sie nach dem Ort Tropea – malerisch gelegen auf den Felsen über dem Tyrrhenischen Meer. In der Region sieht man die rote und leicht süßlich schmeckende Zwiebel vielerorts. Unter anderem wird Marmelade und sogar ein Eis daraus hergestellt. Ein weiterer Klassiker der kalabresischen Küche ist das Tropeana – eine Art Pesto aus der roten Zwiebel. Zu Zeiten von BSE wurden zum Schutz der Bevölkerung strenge Gesetze erlassen, die den Umgang mit Schlachtabfällen und die Fütterung von Nutztieren regeln sollten. Mittlerweile gibt es nur noch wenige BSE-Fälle in Europa und die Gefahr scheint gebannt. Folglich werden auch die Gesetzte nach und nach wieder gelockert. Doch genau davon raten Experten ab und geben bezüglich der gefährlichen Krankheit noch längst keine Entwarnung.

Ernährungsmagazin

WDR, Freitag, 26.09. um 18:20 Uhr

Thema: Gehirnkrankheit BSE – aus und vorbei?

„Bergisch Pur“ oder“Wir aus der Region“ – solche Schriftzüge sind immer öfter auf Lebensmittelverpackungen abgedruckt. Denn Produkte aus der Region sind gefragt, selbst, wenn sie mehr kosten. Kurze Transportwege, Frische und gesicherte Herkunft sind einige wichtige Vorteile. Einkauf und Vermarktung der Produkte erfordern allerdings viel Flexibilität. Dennoch gibt es immer mehr Filialleiter von großen Supermarktketten, die auf den Lokalkolorit setzten. Ihnen macht es Spaß bei heimischen Bauern zu kaufen und in der Regel haben sie auch freie Hand.

In der Stiefelspitze im Süden Italiens wächst die Cipolla Rossa di Tropea, die einzigartige Tropea-Zwiebel. Benannt wurde sie nach dem Ort Tropea – malerisch gelegen auf den Felsen über dem Tyrrhenischen Meer. In der Region sieht man die rote und leicht süßlich schmeckende Zwiebel vielerorts. Unter anderem wird Marmelade und sogar ein Eis daraus hergestellt. Ein weiterer Klassiker der kalabresischen Küche ist das Tropeana – eine Art Pesto aus der roten Zwiebel. Zu Zeiten von BSE wurden zum Schutz der Bevölkerung strenge Gesetze erlassen, die den Umgang mit Schlachtabfällen und die Fütterung von Nutztieren regeln sollten. Mittlerweile gibt es nur noch wenige BSE-Fälle in Europa und die Gefahr scheint gebannt. Folglich werden auch die Gesetzte nach und nach wieder gelockert. Doch genau davon raten Experten ab und geben bezüglich der gefährlichen Krankheit noch längst keine Entwarnung.