Glyphosat in Bier

Der Verein „Münchner Umweltinstitut“ berichtet in einer am 25. Februar 2016 veröffentlichten Pressemitteilung über Spuren des Pflanzenschutzmittelwirkstoffes Glyphosat in Bier.

Dazu erklärt der Deutsche Brauer-Bund:
Wie das Umweltinstitut in seiner Veröffentlichung selbst feststellt, finden sich Spuren von Glyphosat „inzwischen fast überall“. Glyphosat ist seit Jahrzehnten als Wirkstoff in einer Reihe von in Deutschland und weltweit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln enthalten, aus deren Anwendung sich bekanntlich Rückstände in Ernteprodukten und Lebensmitteln ergeben können. Unzählige Studien haben diese Spuren für gesundheitlich unbedenklich erklärt.

Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft die in Lebensmitteln nachgewiesenen Spuren wie andere europäische und internationale Institute als gesundheitlich unbedenklich ein. Der Deutsche Brauer-Bund vertraut der Einschätzung der unabhängigen Wissenschaftler. Als zuständige Behörde hat das BfR eine aktuelle Stellungnahme zum Test des Umweltinstitutes herausgegeben, die im Inter- net veröffentlicht ist: http://www.bfr.bund.de/cm/343/vorlaeufige-einschaetzung-zu-gehalten-von-glyphosat-in-bier.pdf

Der DBB weist den Vorwurf des Umweltinstitutes, die Brauereien würden ihre Rohstoffe nicht ausreichend kontrollieren, als absurd und völlig haltlos zurück. Die Brauereien in Deutschland betreiben – ebenso wie die vorgelagerten Stufen der Malz- und Hopfenerzeugung – einen hohen Aufwand, um die vier natürlichen Rohstoffe Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, die nach dem Reinheitsgebot zum Brauen verwendet werden, auf mögliche Schadstoffe zu kontrollieren.

So hat der Deutsche Brauer-Bund ein eigenes Monitoringsystem für Braumalz. Unser Monitoring zeigt, dass die gemessenen Werte stets deutlich unter den Höchstgrenzen liegen. Zu keiner Zeit konnten Überschreitungen der zulässigen Rückstandshöchstwerte bei Glyphosat festgestellt werden. Daneben gibt es staatliche Kontrollen und weitere Eigenkontrollen der Brauereien, die dafür Sorge tragen, dass keine Schadstoffe Eingang finden in die Produktion.

Die vom Umweltinstitut verbreiteten Testergebnisse sind deshalb nicht nachvollzieh- bar und nicht glaubwürdig. Da uns weder die vollständige Untersuchung vorliegt, noch die Analysemethoden hinreichend belegt wurden, müssen wir die Seriosität der Untersuchung ernsthaft in Zweifel ziehen. Auch das dargestellte „Ranking“ der Biere ist absolut unseriös, stellt doch das Umweltinstitut selbst fest, dass der Test nur auf einer „kleinen Anzahl von Proben“ beruht und „keine generelle Aussage über die Belastung des Bieres einer bestimmten Marke“ zulässt.

Selbst wenn die vom Umweltinstitut behaupteten Glyphosat-Werte im Einzelfall zutreffen würden, was wir mit Blick auf unser Monitoringsystem und die fragwürdigen Methoden der jüngsten Studie bezweifeln, müsste ein Erwachsener nach Einschätzung des BfR an einem einzigen Tag 1000 Liter Bier trinken, um ein gesundheitliches Risiko durch Rückstände einzugehen. Dieser Umstand ist auch dem Umweltinstitut bekannt. Trotzdem spricht es wider besseren Wissens von einer „gesundheitsschädigenden Wirkung selbst in kleinsten Mengen“.

Der Münchner Verein möchte mit seiner Veröffentlichung offensichtlich Einfluss neh- men auf die für Anfang März 2016 vorgesehene Entscheidung der EU-Staaten über die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat, welche von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach umfangreichen Untersuchungen befürwor- tet wird. In den vergangenen Tagen erst hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung Entwarnung hinsichtlich möglicher Glyphosat-Rückstände in Muttermilch gegeben und eine zuvor veröffentlichte Studie als falsch widerlegt. Diese Studie hatte sich derselben Analysenmethode bedient wie jetzt das Münchner Umweltinstitut.

Fragen und Antworten
Wie können Glyphosat-Spuren in Getreide und damit in Biere gelangen?
Bier wird in Deutschland aus den natürlichen Rohstoffen Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut. Malz wird aus Getreide gewonnen. In Deutschland ist der Einsatz von Glyphosat beim Anbau von Getreide zu Brauzwecken nicht zugelassen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Glyphosat-Rückstände auch in Braugetreide oder Braumalz nachweisen lassen, da diese entweder durch Abdrift von zu- lässigen Anwendungen auf benachbarten landwirtschaftlichen Flächen oder den im Ausland bei Braugetreide teilweise zulässigen Einsatz von glyphosathaltigen Produkten verursacht sein können. Da die deutsche Landwirtschaft allein nicht in der Lage ist, den Braugerstenbedarf der deutschen Brauereien zu decken, werden ca. 50 Prozent des hierzulande verwendeten Braugetreides bzw. Braumalzes aus dem Ausland, vor allem Frankreich und Dänemark, importiert.

Geht von Glyphosat-Spuren in Bieren eine Gesundheitsgefahr aus?
Das zuständige Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft die bisher in Lebens- mitteln nachgewiesenen Spuren wie andere europäische und internationale Institute als gesundheitlich unbedenklich ein. Laut BfR wären „selbst die höchsten aus den Medien bekannten Gehalte (30 Mikrogramm pro Liter) so niedrig, dass die hieraus rechnerisch resultierende Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen (60 kg Körpergewicht) mehr als 1000-fach niedriger liegen würde als die derzeit als unbedenklich geltende lebenslänglich duldbare (ADI) oder einmalig duldbare (ARfD) tägliche Aufnahmemenge.“ Um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen, müsste ein Erwachsener laut BfR an einem Tag rund 1000 Liter Bier trinken. Glyphosatgehalte von 30 Mikrogramm pro Liter Bier stellen nach dem derzeitigen Stand des Wissens kein gesundheitliches Risiko dar, so das BfR in seiner Stellungnahme (vgl. http://www.bfr.bund.de/cm/343/vorlaeufige-einschaetzung-zu-gehalten-von-glyphosat-in-bier.pdf )

Was tut die deutsche Brauwirtschaft, um Glyphosat-Einträge zu vermeiden?
Um höchstmögliche Sicherheit und Qualität des in den deutschen Brauereien einge- setzten Malzes zu gewährleisten, unterhält der Deutsche Brauer-Bund ein eigenes Monitoringsystem für Schadstoffe in Braumalz, das auch Untersuchungen auf Rück- stände von Glyphosat beinhaltet. Das Monitoring zeigt, dass die in den deutschen Brauereien eingesetzten Malze ganz überwiegend frei von Glyphosat-Rückständen sind. Sofern sich in Einzelfällen Glyphosat feststellen lässt, liegen die Befunde um mehr als den Faktor 100 unterhalb der zulässigen Rückstandshöchstgrenze von Gerste und damit weit im Bereich des absolut Unbedenklichen. Die europaweit gesetzlich festgelegte Rückstandshöchstgrenze für Glyphosat in Gerste beträgt 20 mg/kg und in Weizen 10 mg/kg.

Bei der Verwendung von vermälztem Getreide bzw. Malz in Bier ergibt sich, im Vergleich zum direkten Verzehr von Getreide, eine beachtliche Verdünnung. Analysen zeigen, dass im Falle einer möglichen Belastung lediglich zwei Prozent des ursprünglich auf der Gerste befindlichen Glyphosats letztlich bis ins Bier gelangen können. In
der Praxis werden mehrere Partien von Gerste vermischt und die Biere aus verschiedenen Malzen hergestellt. Auch vor diesem Hintergrund erscheinen die behaupteten Testergebnisse nicht plausibel.

Welche Richtwerte gibt es?
Die vom Münchner Umweltinstitut beauftragte Studie erscheint schon deshalb fragwürdig, weil sie das gebraute Bier – ein Lebensmittel, das aus Getreide hergestellt wird – unzulässigerweise mit Trinkwasser vergleicht. Auch wird hier von einem „Grenzwert“ gesprochen, obwohl es für Trinkwasser lediglich einen „Vorsorgewert“ gibt, der aber keinerlei Aussage zur gesundheitlichen Bedeutung trifft. Im Übrigen ist selbst der Vorsorgewert für Babynahrung um den Faktor 100 höher als jener für Trinkwasser.

Was regelt das Reinheitsgebot?
Im Unterschied zu Brauereien in Europa dürfen deutsche Brauereien für Bier, gebraut nach dem Reinheitsgebot, bis heute keine künstlichen Aromen, keine künstlichen Farbstoffe, keine künstlichen Stabilisatoren, keine Enzyme, keine Emulgatoren und auch keine Konservierungsstoffe verwenden. Das Bierbrauen bleibt nach wie vor auf die Verwendung der vier natürlichen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe beschränkt. Alle Rohstoffe unterliegen einer kontinuierlichen und umfassenden Rückstands- und Schadstoffkontrolle über alle Verarbeitungsstufen.

www.reinheitsgebot.de

Normandie

Schätze der Normandie: Wenn Monsieur zum Calvados bittet  – von Philip Duckwitz

Rot leuchten die Äpfel auf den Feldern allerorts in den Gemeinden des Bezirks Calvados, der in der französischen Normandie liegt. So rauh die Küste hier ist, so malerisch ist das Hinterland. Und Äpfel spielen hier eine wichtige Rolle. Denn wie der Name des Bezirks schon verkündet, kommt hier der berühmte Calvados, das flüssige Gold der Normandie her. Auch die Vorstufe des Apfel-Branntweins, der Cidre, stammt von hier. Und allerorts duftet es nach dem frischen runden Obst, dass reif an den Bäumen hängt.
Monsieur Bedù, den ich hier treffe, ist ein Experte in Sachen Calvados, denn er lebt und liebt diesen Branntwein. Und so ist eine Führung über das Chateáu du Breuil im Herzen der Normandie, nur 30 Kilometer vom bekannten Küstenort Honfleur entfernt, allein schon ein Erlebnis für sich.
Seit nunmehr 20 Jahren beschäftigt sich der aus Saint Quentin in der Picardie stammende Monsieur mit dem flüssigen Gold der Normandie, nachdem er sein Handwerk bei der berühmten Cognac-Brennerei Hennesy gelernt hat und 1994 beschoss, in einer kleineren Destillerie Fuß zu fassen. Seitdem widmet er sich dem Calvados und trägt dessen Ruf in alle Welt, als dass auch dieser hochqualitative Branntwein eine internationale Berühmtheit erlange. So schwärmt Monsieur Bedú vom Calvados, vom Leben in der Normandie und seinen geistreichen Früchten, dass der Funke der Leidenschaft für Land und Leben in der Gegend überspringt zu mir als Reisendem und sich das Gefühl von Bodenständigkeit gepaart mit der Erhabenheit der regionalen Erzeugnisse bei mir ausbreitet.

Vom Apfel in die Flasche – der Weg des Calvados
Und dann will ich es genau wissen: Wie entsteht der Calvados? Gewaschen, gemaischt  und vom Fruchtfleisch getrennt ergibt sich ein Maischesaft, der nach Gärzeit von sechs Wochen bereits 4,5% Alkoholgehalt enthält. Das Fruchtfleisch selbst wird als Viehfutter verwendet. Nur der reine Saft  ist Grundstoff für den hier produzierten Calvados, denn würde man Zucker hinzugeben, verlöre der Saft an Bukett. Mit viel Geduld, genauer Überwachung des Gärungsprozesses und einer gehörigen Portion Erfahrung des Kellermeisters wird zunächst Cidre aus dem Saft. Erst jetzt, so lerne ich, beginnt die Destillation, die zweimal vollzogen wird, bevor aus 27 Kilo Äpfeln schließlich 20 Liter zur Reife bereitstehender Calvados entsteht. In Eichenfässern, deren Auswahl, Maße und Qualität von besonderer Bedeutung sind, lagert der Calvados nun bis zu 20 Jahre. Je jünger und kleiner das Fass ist, desto schneller verläuft der Reifeprozess, denn desto mehr Branntwein tritt in Verbindung mit dem Holz.  Junge Calvados-Sorten werden daher vom Kellermeister oft in neue Fässer gefüllt, bevor sie später in alten Fässern zu Ende reifen können, sie „wandern“ also regelmäßig von einem Fass zu anderen.
Bereits berauscht von den Erläuterungen des Monsieur Bédu wandle ich durch die düsteren Lagerhallen, in denen mir der moderig-ehrwürdige Duft alter Eichenfässer entgegenschlägt. Fässer, so weit das Auge reicht, gefüllt mit flüssigem Gold in verschiedenen Stadien denke ich bei mir. Und   ein Duft reifen Calvados strömt in meine Nase, als der Monsieur eines der Fässer öffnet um ein Stück Lebensgefühl in die Luft entweichen zu lassen. Holz, Luft und Alkohol verbinden sich hier zu einer wunderbaren Mischung, die mit Geduld und Leidenschaft des Kellermeisters zu einem flüssigen, geistreichen Elixier werden. Vermählung nennt man es hier, wenn der Meister junge und alte Branntweine wie bei einer Hochzeit zu einer erlesenen Sorte Calvados verbindet.

Ist das geistreiche Getränk der Normandie dann endlich zur Abfüllung bereit, wird es in handversiegelten Flaschen ausgeliefert. Ich schaue zu, wie der Korken dabei geschickt um die Flasche gebunden und in die Versieglung integriert wird, damit er nicht verloren geht.

Probieren geht über studieren – eine Verkostung ist mehr als tausend Worte
Je älter ein Calvados ist, desto vollmundiger, abgerundeter und weniger nach Alkohol schmeckend wird er. Und wieder treffe ich auf die Zahl fünf, denn fünf Reifegrade werden im Chateau du Breuil in Flaschen abgegeben. Der einjährige Calvados ist nicht trinkbar und fast reiner Schnaps. Aber der acht-, zwölf-,  fünfzehn- und zwanzigjährige Calvados sind ein Hochgenuss mit Steigerung nach Altersklasse. Charakterisiert sich der 8-jährige noch als eine Komposition aus kräftigen Parfums der Normandie und komplexen Aromen, aus Haselnuss und Mandeln mit Vanille-Abrundung, so kennzeichnet den 12-jährigen als guten Kompromiss zwischen 8 und 15 Jahren ein weiches voll-fruchtiges Tannin, das ihm eleganz verleiht. Angekommen beim 15-jährigen Calvados erkennt man den subtilen Geschmack nach Apfel wieder, der erst in seinem Abgang von holzigen Aromen der Eichenfässer dominiert wird. Der 20 jährige Calvados schließlich eröffnet sich mir wie ein Tor zum Himmel. Die angenehme Bernsteinfarbe verspricht bereits den Genuss reichhaltiger und ausgewogener Aromen, deren Fruchtigkeit und Eleganz bei mir auf der Zunge ein wahres Wohlgefühl auslöst. Keine Spur von erkennbarem Alkoholgehalt hinterlässt diese Krönung der Calvados-Produktion trotz seiner 41% bei mir. Wohlig ist derAbgang, ein Getränk für warme Kaminabende im Winter, wenn man den Sommer in der Normandie Revue passieren lassen möchte.

Ja und natürlich gibt es noch verschiedene Sorten, die veredelt wurden, mit Schokolade als exzellente Komposition, mit Whiskey als Zugeständnis an alle Unentschlossenen zwischen Schottland und Frankreich, oder solche Calvados-Sorten, die als Mixgrundlage für Cocktails gut geeignet sind. Nicht zuletzt ist der Pommeau, ein aus vergorenem Apfelsaft und Calvados kreiertes Getränk ein hervorragender Aperitif.

Die Umgebung – Honfleur und Deauville als malerische Seebäder der Normandie
Nach so vielen Freuden flüssigen Goldes zieht es mich zur Erkundung der Gegend rund um das Chateau du Breuil. So besuche ich am Nachmittag das kleine und beliebte Städtchen Honfleur mit seinem malerischen Yachthafen, umrahmt von dicht zusammengedrängten Häuschen, die bunt und anmutig daherkommen. Enge, verwinkelte Gassen, in denen sich Galerien und Kunsthäuser jeder Ausrichtung finden, gepaart mit Angeboten süßester und geistreichster Leckereien aus der normannischen Gastronomie und zahlreiche größere und kleinere Cafès und Restaurants prägen das Stadtbild dieser Hafenstadt, von der ausgehend einst die Seeleute zur Entdeckung des kanadischen Quebecs aufbrachen. In der Sonne dieses herbstlichen Nachmittags flanieren Besucher entspannt an den Ufern des Hafens, genießen das Flair des Seebads, das auch zu dieser Jahreszeit zu einem erholsamen Spaziergang an seinen Ufern einlädt.

Der Markt rund um das Hafenbecken ist eine Augenweide für Leib und Magen. Frischer Meeresfang, Jakbobsmuscheln, Lobster, Seebrassen oder Rochen liegen lachen den Kulinariker an. Fleisch, Wurst und vor allem Käsesorten der Normandie füllen die Stände, dass sich die Balken biegen. Im Land der guten Küche verwundert es mich kaum, dass die Schätze des Meeres und die Spezialitäten des Lands allerorts in höchster Qualität zu finden sind.

Auch mein nächstes Ziel, Deauville, zeigt sich in der Sonne des Oktobers von seiner besten Seite. Weiß glänzend erhebt sich das Städtchen über seinem prachtvollen Yachthafen. Das Flüsschen Toques ist zu dieser Ze
it gerade ob seiner Nähe zum Ärmelkanal auf Ebbe und die Gezeiten rufen ein lustiges Bild des Flusses hervor, denn alle Schiffe liegen nun buchstäblich auf dem Trockenen. Bemerkenswert ist auch die breite Promenade am Strand, die zu einem ausgedehnten Flanieren am Meer einlädt. Dabei fällt mir als interessantes Detail des Badestrandes auf, dass die Umkleidehäuschen nach berühmten Film-Schauspielern aus aller Welt benannte sind.

Mondän geht es auch zu, als hier die alljährlich im Oktober stattfindende Oldtimer-Rally Paris-Deauville in dem Küstenort eintrifft und sich ein alter Wagen schöner als der andere durch die herausgeputzten Straßen schiebt. Da sieht man blitzendes Chrome, herrlich geschwungene Karosserien und Kostüme der 20er und 30er-Jahre passend zum Baujahr der Fahrzeuge. Damen die zu Diven werden, Autonarren und dekadente Jetsetter füllen die Straßen und verleihen dem Ort das Flair, dessen Ruf ihm vorauseilt. Ein kleiner Badeort mit Weltklasse.
Gesäumt von kleinen Bars und Cafès bietet das Stadtufer mir als Reisendem einen erholsamen Abschluss des Tages im goldgelben Sonnenlicht des Abends, golden wie der Calvados, den ich zuvor genossen habe, denke ich bei mir, bevor ich diesen eindrucksvollen Aufenthalt in der Normandie beende.

Kurz notiert:

Wie kommt man hin?
Empfehlenswert für eine entspannte Anreise ist eine Anfahrt über Paris mit dem Thalys (ab Köln oder München) und eine Weiterfahrt mit dem TGV direkt nach Deauville. Hier empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten, um die Gegend zu erkunden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erobern ist. Nicht empfehlenswert ist eine Anreise von Deutschland mit dem eigenen Auto, da so neben den in Frankreich hohen Kraftstoffkosten auch die extrem teuren Autobahngebühren anfallen.

Unterkunft rund um Breuil-en-Auge
Über den Hügeln der En-Auge am Randes Dorfs Pierrefitte En-Auge liegt das Anwesen „La Chaumiere Chemin de la Cóte Blanche“, das von dem Ferienhausbetreiber Belvilla vermietet wird. Dieses malerische Haus im normannischen Fachwerk-Stil ist ein mietbares Schmuckstück für bis zu 4 Personen und bietet zudem ein riesiges Grundstück am Sonnenhang. Diese Unterkunft ist zu empfehlen, wenn man echtes, normannisches Flair sucht.
http://www.belvilla.de/ferienhaus/pierrefitte-en-auge-kinder-see-4-personen-FR-14130-16  

Essen und Trinken
Ein wahrhaftiger Restaurant-Tipp ist das familiengeführte Haus „le Comptoir la Table“. Hier erlebt der Gast nicht nur original französisches Flair gepaart mit echter Gastfreundschaft und Offenherzigkeit. Nicht zuletzt sorgt auch der quirlige Küchenchef, der sehr an einen bekannten, französischen Schauspieler der 70er Jahre erinnert, für eine positive Stimmung unter den Gästen.
Die frische Küche des Restaurants bietet vor allem Muschel- und Fischprodukte aus der Region, wie Jakobsmuscheln oder Hummer. Die Wohnzimmer-artige Einrichtung der Speisedestination sorgt zudem für eine heimelich-wohlige Atmosphäre.
http://tinyurl.com/8qsqp8s  

Excellent ist das Restaurant „Le Dauphin“ in Breuil en Auge unweit des Chatéau du Breuil. Der liebevoll eingerichtete Gastraum und die hochklassige Küche des Spitzenkochs Regis Lecomte, der das Gault Millau-Restaurant führt, lassen beim Gast keinen Wunsch offen und spiegelt hervorragend die normannische Küche der Region wieder.
http://www.ledauphin-restaurant.com/

Das Chateau du Breuil en Auge
Das Cahteau du Breuil und die Calvados-Produktion können täglich eingehend und in vollem Umfang besichtigt werden. Täglich geöffnet von 9-12 und 14-18 Uhr ist das Schloss ganzjährig (außer an Weihnachten) geöffnet.
www.chateau-breuil.fr