Sante de Santis ist tot

Einer der beliebtesten TV Köche ist am Sonntag völlig überraschend gestorben.
Sante de Santis verstarb an seinem Wohnsitz Stuttgart an einem Herzinfarkt. Sante wurde nur 50 Jahre alt. Er hinterlässt seine Ehefrau Claudia und die Töchter Guilia und Chiara.

www.santedesantis.de/

15. fish international

15. fish international bietet viel Neues von Symposium bis „Räucherkiste“

Die Fischwirtschaft macht sich bereit: Von Sonntag bis Dienstag, 14. bis 16. Februar 2016, trifft sich die Branche zur bereits 15. fish international in der Messe Bremen. Auch diesmal setzen die Organisatoren wieder neue Akzente. So lenken sie in einem Symposium den Blick auf Chancen der Seafood-Branche, bitten zu Spezialverkostungen, haben den Bereich Aquakultur deutlich vergrößert und laden zum Besuch der parallelen Messe GASTRO IVENT und erstmals der Hausmesse der Fleischer-Einkauf AG (FAG) ein, einem der führenden Unternehmen für den Fleischereibedarfshandel im Norden.
Abgesehen davon: Das Team der fish international wird viele angestammte Anbieter wie den Großhändler Transgourmet Seafood aus Bremerhaven oder den niederländischen Produzenten Parlevliet & Van der Plas begrüßen. Zahlreiche Aussteller sind hingegen zum ersten Mal in Bremen oder erstmals nach einiger Zeit Pause: zum Beispiel der größte deutsche Verarbeiter, die Deutsche See in Bremerhaven, und der Weltmarktführer für Fischbearbeitungsmaschinen, Nordischer Maschinenbau Rud. Baader aus Lübeck.

„Die Ausstellerakquise macht riesig Spaß, denn die Messe wird sehr gut angenommen“, freut sich Projektleiterin Sabine Wedell von der Messe Bremen. Alle Aussteller versammeln sich diesmal in der größten Halle auf dem Gelände, der Halle 5. „Wir haben die Dienstleistungsflächen wie etwa Kühlräume von hier weg verlegt. So können wir sogar mehr Ausstellungsfläche als bisher bieten, sorgen aber für kürzere Wege.“

Die fish international ist das deutsche Forum der Besucher aus Erzeugung, Verarbeitung, Handel, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung schlechthin für Information, Diskussion und Austausch – auf der Messe wie auf der traditionellen Schleppnetzparty am Sonntagabend. Zu den Themen, die die Branche besonders umtreiben, gehört aktuell die Frage: Wie begeistern wir noch mehr Verbraucher für Fisch und Meeresfrüchte? Sabine Wedell: „In einem kompakten Symposium stellen Insider spannende Ansätze vor.“

Eine große Rolle spielt für Einkäufer und Gastronomen stets, auf der fish international quasi als Vorkoster der Verbraucher neue oder beliebte Frisch-, Feinkost- oder TK-Produkte kennenzulernen – das wissen die Messeorganisatoren aus Besucherbefragungen. Erstmals bittet das Team dafür in die „Räucherkiste“. In Workshops kosten die Besucher hier Räucherware, schmecken Unterschiede, erfahren Wissenswertes – und genießen einfach.

Wer Fisch spannend in Szene setzt, darf auf Interesse der Verbraucher hoffen. Manche Händler räuchern schon in ihren Geschäften – ein appetitanregendes Schauspiel, das die Frische der Produkte unterstreicht. Unter dem Motto „Faszination Feuer“ wird die Theken-Sonderschau diesen Trend aufgreifen. Neben Räucherofenmodellen sind erstmals auch Tandur-Öfen zum Einbauen für das Garen auf exotische Art zu sehen.

Verbraucher wollen wissen, woher ihre Nahrungsmittel stammen, und der Gesetzgeber hat die Wirtschaft zum Nachweis verpflichtet. Ein Messebereich stellt darum technische Lösungen und Dienstleistungen für Rückverfolgbarkeit vor – wichtig für die gesamte Branche. Besonders an den Handel wendet sich dann die Verleihung des Seafood Star. Der Branchen-Oscar des FischMagazins prämiert zum Beispiel interessante und ausgefallene Konzepte im Einzelhandel.

Parallel zur fish international erwartet die FAG ihre Kunden in Halle 7. Die GASTRO IVENT bietet in der Halle 6 Impulse und Lösungen für die Gastronomie. Hier sind modernste Kassensysteme, Kücheneinrichtungen, hochwertige Lebensmittel, Getränke und vieles mehr zu finden. Spitzenköchinnen – „Chefs on High Heels“ – veranstalten Tastings, große Themen sind auch Streetfood und Kaffee.
Für alle Messen gilt ein gemeinsames Ticket. Die Fisch- und die Gastro-Messe sind Sonntag und Montag von 10 bis 18 Uhr, Dienstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die FAG-Messe findet zu den genannten Öffnungszeiten am Sonntag und Montag statt.

www.fishinternational.de

kulinart Stuttgart

Am 14. und 15. November 2015 bietet kulinart, die Messe für Genuss und Stil, im Römerkastell Stuttgart wieder ein ebenso hochwertiges wie vielseitiges Programm mit Delikatessen und Design.

Im letzten Jahr besuchten fast 7.000 Genießer, Kenner und Neugierige die Genussmesse kulinart in der Phoenixhalle im Römerkastell. Dieses Jahr präsentiert kulinart mit rund 70 handverlesenen Ausstellern sowohl alte Branchenhasen als auch spannende Start-ups, darunter internationale Foodfinder und regionale Genusshandwerker, Spirituosen-Hipster und Weinbau-Altmeister, querdenkende Wohndesigner und Kochprofis.

Doch kulinart ist nicht nur eine Veranstaltung für Genießer – hier lassen sich jedes Jahr auch aktuelle Trends ablesen, wie z. B. Vegan Food und verantwortungsvolles Produzieren. Veranstalterin Conny Krenn dazu: „kulinart 2015 zeigt, dass Nachhaltigkeit und bewusste Ernährung auch Spaß machen dürfen – und am besten mit Leidenschaft serviert werden.“.

Zum Beispiel von Musikmanagerlegende Andreas „Bär“ Läsker (Fanta4), der gemeinsam mit Filmproduzent Kai Binder die erste vegane Fastfood-Kette Deutschlands gegründet hat: XOND. Der Name (bitte schwäbisch aussprechen) ist Programm: XOND ist schnell, gesund, bio, vegan und beweist, dass sich Fast-Food und gesundes Essen in Bio-Qualität nicht ausschließen. Die erste XOND-Filiale wird Anfang 2016 in Stuttgart eröffnet – auf der kulinart feiert das XOND-Konzept sozusagen seine Vorpremiere.

Für leckere Verpflegung vor Ort sorgen auch Angelika Thiele und Günther Bacher. Im stylishen „Mauls & More“-Mobil servieren sie schwäbische Maultaschen mit Kartoffelsalat, veganes Süßkartoffelcurry und südafrikanischen Rindfleischtopf zu. Die Gewürze dazu kommen von der „Lemon Pepper Kompanie“ – einem von insgesamt fünf feinen Gewürzanbietern auf der diesjährigen kulinart.

Freunde internationaler Feinkost werden auch bei „Marokko-Gourmet“ und „All Orient“ fündig, genießen ein paar Schritte weiter echten Rum von der Karibikinsel Martinique, entdecken die US-Barbecue-Kultur und den American Lifestyle von „American Heritage“ oder lassen sich bei „Can-Gourmet“ mit mallorquinisch-mediterranen Spezialitäten verwöhnen.

Das Gros der Messe ist jedoch fest in regionaler Hand. So bringen mit dem „Nürtinger Käsekontor“ und der „Vino Vino Bodega“ gleich zwei Anbieter das Flair der Nürtinger Altstadt auf die kulinart. Mit einer ausgefallenen Idee überrascht Newcomer „Mix dein Brot“: Aus über 40 Zutaten kann man sich hier seine individuelle Bio-Brotbackmischung zum Selberbacken zusammenstellen.

Wer gut isst, der soll auch gut trinken. Auf der kulinart besteht auch in diesem Bereich kein Anbietermangel. Ob „Burgunder von den Kiwis“ von Neuseeland-Auswanderer und Ex-Remstal-Winzer Kai Schubert, Frank Hallers charakterstarke Weine aus der traditionsreichen Kulturlandschaft des „Cannstatter Zuckerle“ oder die Manufakturweine der Weingärtnergenossenschaften Cannstatt und Untertürkheim oder Hochprozentiges aus dem Schwarzwald wie die „Marder-Edelbrände“ oder der „In-Gin“ Monkey 47 – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Köstliche Erfrischung versprechen auch die alkoholfreien Getränkealternativen auf der kulinart, wie die klare „Glam Cola“ aus Kreuzberg und der Limo-Tee „Gloria“.

Zum Abschluss noch etwas Süßes? Vom „Lagerhaus an der Lauter“ darf man raffinierte Köstlichkeiten aus der eigenen Chocolaterie sowie aromatische Kaffees erwarten. Julia Brodbeck aus München bietet mit ihrem „CHOCQLATE Set“ gleich die komplette Grundausstattung für den Hobby-Chocolatier: In rund 20 Minuten fertigt man mit ihren Zutaten seine eigene Schokoladenkreation – 100 % vegan und fair gehandelt. Aline John hat ihre Pâtisserie „Tarte & Törtchen“ in Stuttgart bereits um ein schönes Café erweitert − auf der kulinart ist sie mit ihren Kreationen ein beliebter Stammgast.

„Bewusste Ernährung“ – das ist der Megatrend, der sich durch fast alle Aspekte der Messe zieht. Kein Wunder, schließlich findet man hier die Idealbedingungen, um sich persönlich über Herkunft, faire Herstellungsbedingungen und Handelswege der Waren zu informieren, und das oftmals direkt bei den Händlern oder regionalen Erzeugern.

Begleitet und unterstützt wird die Messe wieder von langjährigen Partnern: Das Einrichtungshaus „Uhl – Schöner Leben“, schafft mit innovationsfreudiger Küchen- und Wohnkultur den passenden Rahmen für die Köstlichkeiten der Messe. Die Brauerei Meckatzer lädt die Besucher auf ihr Allgäuer Sonntagsbier ein (und bei den Meckatzern ist jeder Tag ein Sonntag!). Und Thorsten Strotmann verzaubert sie mit Charme, Humor und unfassbaren Kunststücken hautnah in seiner „Magic Lounge“.

Wie sagt es OB Kuhn so treffend in seinem Grußwort zur Messe: „kulinart trifft in der Landeshauptstadt auf ein Publikum mit passender Lebenseinstellung: Den schönen Seiten des Lebens geneigt, für bewusstes und neues Geschmackserleben bereit.“

www.kulinart-messe.de

kulinart 2015 – Messe für Genuss und Stil
14. und 15. November 2015 – Stuttgart im Römerkastell, Phoenixhalle
Öffnungszeiten: Samstag 12-22 Uhr und Sonntag 10-19 Uhr
Eintritt für Besucher: 10,- €

AutumnES

Messe für Genuss & Lebensart

Das Leben mit allen Sinnen genießen, weg vom Gewöhnlichen, hin zum Besonderen. So präsentiert
sich AutumnES, die erste Messe in Esslingen für Genuss & Lebensart. Treffen Sie Hersteller
ausgefallener Produkte und Spezialitäten aus den Bereichen Dekoration, Schmuck, Mode und
Genuss mit Sinn für Hochwertiges und Stilvolles. Die Messe präsentiert sich einem breiten und
interessierten Publikum in außergewöhnlichem Rahmen und historischem Ambiente – facettenreich
und bunt, einzigartig und charmant. Genießen Sie eine wundervolle und farbenprächtige
Jahreszeit und besuchen Sie uns auf der AutumnES – Messe für Genuss & Lebensart.

Der Eintritt von 5 € wird beim Warenkauf im Rahmen der Messe einmalig wieder gutgeschrieben.
Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre erhalten freien Eintritt.

Öffnungszeiten:
Samstag, 17. Oktober 2015 von 11 – 18 Uhr
Sonntag, 18. Oktober 20015 von 11 – 17 Uhr

www.autumnes.de

Insider Guide NYC: Corona, Queens

Queens – der derzeit angesagteste Bezirk von New York City

Corona liegt direkt an der Subway-Linie 7, deren Erweiterung am gestrigen Sonntag feierlich eingeweiht wurde. Die Untergrund-Station Hudson Yards in Manhattan an der Ecke 34. Straße und 11. Avenue ist die erste Neueröffnung seit über 20 Jahren und verbindet nun die wachsende Westseite Manhattans mit dem angesagten Queens. Locals geben im monatlichen Insider Guide des New Yorker Tourismusbüros ihre Geheimtipps für dieses lebendige Viertel preis. Die Dokumentation und Infos zu weiteren Highlights der Gegend einschließlich einer Karte finden sich unter www.nycgo.com/insiderguides.

Marty Markowitz, Vizepräsident der Abteilung “Borough Promotion and Engagement” bei NYC & Company empfiehlt: „Besucher sollten auf keinen Fall das unglaubliche Gastroangebot, die kulturellen Institutionen auf Weltklasseniveau und die Spitzenevents des Viertels verpassen.“

Corona entdecken wie ein Einheimischer
Kunst & Kultur:
Der Queens Zoo ist die Heimat von Pumas, Papageien, Brillenbären, Bisons, Seelöwen und vielen anderen exotischen Tieren.
Nur wenige Schritte vom Queens Zoo entfernt befindet sich die New York Hall of Science, ein Wissenschafts- und Technologiezentrum, in dem Kinder und Familien innovative und interaktive Exponate spielerisch entdecken. Bis zum 31. Oktober sind „Wellen“ das Thema.
Tipp: Connected Worlds – ein Video auf der Website vermittelt einen ersten Eindruck, wie Zauber durch Technik vermittelt werden kann.
In der Nähe des Wahrzeichens Unisphere im Flushing Meadows Corona Park bietet das Queens Theatre eine Reihe Aufführungen der darstellenden Künste – von Theater über Tanz und Konzert bis hin zu diversen kulturellen Programmen. Im Oktober im Programm: Jessica Lang Dance.
Das kürzlich renovierte Queens Museum beherbergt eine vielfältige Sammlung an Kunstwerken sowie Robert Moses “Panorama der Stadt New York”, ein Modell der fünf Stadtbezirke. Tipp: Die Tiffany Ausstellung – hier findet man Glas- und Lampenkunst, der man nicht nur nah kommt, sondern auch ihre Geschichte in Zusammenhang mit New York kennenlernt.
Das Louis Armstrong House Museum, wo die Jazz-Legende und seine Frau fast 30 Jahre lebten, widmet sich den Leistungen Armstrongs und seiner Bedeutung für die Welt des Jazz.

Essen & Trinken:
Leos Latticini (bei den Einheimischen besser als „Mamas“ bekannt) befindet sich in einem seit 80 Jahren bestehenden, dreifassadigen Gebäude und beherbergt einen Laden, der ebenso lange für seine freundlichen Besitzer, die leckeren Sandwiches, frische Pasta und handgemachten Mozzarella bekannt ist.
Die pulsierende Tortilleria Nixtamal bietet authentische mexikanische Küche mit Tortillas, die täglich frisch zubereitet werden.
Besucher, die Lust auf authentische kubanische Küche haben, gehen ins Rincon Criollo, ein Familienbetrieb, der traditionelle kubanische Gerichte nach Rezepten seiner ursprünglichen Heimat Havanna zubereitet.
Mit mehr als 20 verschiedenen Füllungen ist das Empanadas Café der richtige Ort für einen dieser knusprigen Leckerbissen.
Eine Reise nach Corona ist nicht komplettiert ohne den Genuss eines Nachtischs in der El Hornero Bakery, einer kolumbianischen Bäckerei, und ohne den Besuch des Lemon Ice King of Corona. Dort können Besucher seit über 60 Jahren handgemachtes italienisches Eis aus echten Früchten in etwa 40 Geschmacksrichtungen schlemmen. Die Eisdiele ist übrigens im Vorspann der Serie King of Queens zu sehen.

Freizeit im Freien:
Einer der größten Parks in NYC, der Flushing Meadows Corona Park, war 1939 und 1964 Schauplatz der Weltausstellung. Heute ist es ein Naherholungsgebiet, wo man Sport betreibt oder einfach entspannt.
The Queens Botanical Garden am östlichen Ende des Parks ist mit seinen riesigen Waldflächen, Feuchtgebieten, Wiesen und Gärten gilt bei Einheimischen und Besuchern als beliebter Ort zum Entspannen. Bis zum 20. September findet dort noch die Reihe Shakespeare in the Garden statt. Aufgeführt wird die Komödie A Midsummer Night’s Dream.
Das USTA Billie Jean King National Tennis Center wurde aufgrund der Ausrichtung der US Open-Tennismeisterschaften jedes Jahr im Sommer bekannt. Dort finden das ganze Jahr über auch kleinere Turniere statt ab. Wenn keine Turniere stattfinden, können Tennisfans die Plätze für den eigenen Gebrauch mieten.

Eine Vielzahl an Hotel-Optionen, die jedem Budget und Geschmack entsprechen, können Reisende problemlos länger in Queens, New York bleiben. Die besten verfügbaren Preise erfährt man unter www.nycgo.com/hotels. Buchungen sind über den exklusiven Hotelbuchungspartner von NYC & Company, Booking.com, möglich.

Das war CHEF-SACHE 2015

27. & 28. September 2015 in Köln

Bereits zum siebten Mal konnten die Veranstalter das Cologne Avantgarde Cuisine Festival als vollen Erfolg verbuchen. Insgesamt ließen sich 3100 Besucher, darunter wurden weit mehr als 200 Michelinsterne gezählt, von den Kochshows der weltbesten Chefs beeindrucken. Daneben staunten sie über Produktneuheiten auf der Ausstellerfläche, genossen zahlreiche Tastings und fieberten mit den Teilnehmern der spannenden Kochwettbewerbe. Am Abend traf man sich auf zwei herausragenden Partys und ließ die Tage gemeinsam Revue passieren.

Sonntag, 27. September 2015
Als sich die Türen des Palladium in Köln um Punkt 11 Uhr am Sonntag öffneten, war es schon offensichtlich, dass die folgenden zwei Tage dem aktuellen Motto der CHEF- SACHE vollkommen gerecht wurden: The Culinary Revolution is now; daran blieben mit dem Blick auf das bevorstehende Programm und auf die beeindruckende Liste von innovativen Austellern keine Zweifel.
Der große Zuschauersaal, in dem die insgesamt zehn Bühnenshows stattfanden, leerte sich zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung und schon der erste Punkt des prall gefüllten Programms zog den Großteil der kulinarisch Interessierten in die Sitzreihen. Was auf der Bühne zwischen Ralf Bos, Thérèse und Jonnie Boer, Tim Raue, Sascha Stemberg, Frank Nagel und Mike Hoffmann diskutiert wurde, polarisierte nicht nur innerhalb dieser Talkrunde. Das Thema, in welche Richtung sich die Gastronomie entwickelt oder sich entwickeln sollte, wurde während der zweitägigen CHEF-SACHE immer wieder angeregt besprochen.

Als eine Möglichkeit, was ein Restaurantbesuch in der Zukunft bieten könnte, sieht Tim Raue, der mittlerweile mehrere Gastronomiekonzepte in Berlin betreibt, zum Beispiel in der virtuellen Realität. Das Publikum staunte nicht schlecht über die Idee, mithilfe einer entsprechenden Brille, für ganz besondere Erlebnisse zu sorgen.
Bei dem japanisch stämmigen Peruaner Mistuharau Tsumura, aus dem Maido in Lima, ging es dann um die Fusion beider Kulturen, die er in sich vereint. Auf der Bühne gab er tiefe Einblicke in sein Nikkei Food, das Japan und Peru miteinander kollidieren lässt. Dazu gehören viele Produkte, die in Europa kaum bekannt sind, wie beispielsweise Popeye Crab, Achatschnecken und Papa Seca.

Als im Anschluss an diese Vorführung das Catering von Transgourmet eingeläutet wurde, begann gerade die zweite Runde des Cru-de-Cao-Awards auf der AEG- Bühne. In diesem Rahmen bereiten Azubis und ausgebildete Patissiers im Wettstreit schokoladige Kreation zu. Die Fachkundige Jury zeigte sich von allen Teilnehmern des Dessert-Wettbewerbs sichtlich begeistert. Gewinnen konnte allerdings nur einer je Kategorie: Lukas Leisner bei den Junioren und Eric Lehr bei den Mastern.

Seit mittlerweile fünf Jahren ist CHEF-SACHE in Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur Coppeneur bemüht, auch dem süßen Bereich die verdiente Beachtung einzuräumen. Deshalb ist es beinahe schon Tradition, dass sich auch auf der Hauptbühne ein Vortrag mit Dessertgängen beschäftigt.

In diesem Jahr übernahm das kein geringerer als Massimo Bottura, aus der Osteria Francescana in Modena. Er präsentierte neben weiteren Gerichten seinen signature dish „Oops! I dropped the Lemon tart!“. Wer den italienischen Koch kennt, weiß aber, dass er niemals nur Gerichte präsentiert, sondern immer auch einen Teil seiner Philosophie und so nahm er das Publikum mit nach Italien und in seine Welt. Zum Abschluss seiner Präsentation holte er das Publikum zu einem Massenselfie auf die Bühne.

Auch der Jock Zonfrillo, aus dem Orana in Adelaide, entführte die Besucher in seine Wahlheimat, nach Australien. Der gebürtige Schotte bereitete nicht nur Känguru Fleisch direkt in der Holzkohle zu, er zeigte auch sehr einleuchtend was es mit dem australischen Bush Food auf sich hat, welchen Stellenwert es einnimmt und warum er daran arbeitet, es in der allgemeingültigen Kultur des kleinen Kontinents zu etablieren.

Award Zeremonie: Den Abschluss des Programms am Sonntag bildete die große Zeremonie der Preisverleihung. Alle Teilnehmer des Coppeneur Cru-de-Cao-Awards konnten sich über tolle Preise freuen.

In der folgenden Bekanntgabe der Gewinner der großen Best oft the Best Wahl hagelte es Applaus für die Besten in der gesamten Gastronomie. Moderiert wurde das Spektakel von der Schauspielerin Michaela Schaffrath und Thomas Ruhl, dem als Initiator der CHEF-SACHE dieser Wettbewerb besonders am Herzen liegt. Die Wahl, die von der gesamten Branche vorgenommen wird, zählt mittlerweile zu einem der wichtigsten Auszeichnungen für Köche, Restaurants, Servicemitarbeiter und Unternehmer.

Die ersten Plätze des Rankings vergab die Branche an:
Bos Food als bestes Unternehmen, Ralf Bos als Grand Seigneur, Daniel Kiowski als Meister der Weine, Yildiz Bau als Mrs. Feel Good, The Table als Hot Spot, Christian Bau als Nationalheld und Joachim Wissler gemeinsam mit Christian Bau als Impulsgeber.

Im Anschluss trafen sich alle zum Get Together auf der großen Norge Fjordparty. Bei gutem Wein aus Österreich und Spanien gab es Kreationen von norwegischem Fisch, die von neun jungen und angesagten Köchen zubereitet wurden. Das waren: Sonja Baumann und Erik Scheffler, Jan Philipp Berner, Serkan Güzelcoban, Frédéric Morel, Benjamin Pfeifer, Jan Simon Reis, Anton Schmaus und Claudia Schröter.

Montag, 28. September 2015
Bei strahlendem Sonnenschein begann der zweite Tag der CHEF-SACHE. Trotzdem war das Palladium schon am frühen Morgen mit Besuchern gefüllt, als Sven Elverfeld, aus dem aqua in Wolfsburg, die Bühne betrat. Gekonnt bewies er in seinem Vortrag, warum er zu den besten Köchen Deutschlands zählt. Die Ergebnisse seiner Arbeit deuten in den letzten Jahren sicher darauf hin, dass seine Kreationen erwachsen geworden sind. Er gilt zwar immer noch als Meister der Interpretation von Klassikern, doch das ist nicht mehr mit einem Augenzwinkern zu verstehen, sondern als ernstzunehmende Weiterentwicklung.

Beinahe nahtlos ging es in die zweite Bühnenshow des Tages über, in der Eric Menchon, aus dem Le Moissonnier, eindrucksvoll darstellte, wie er mit der sogenannten Satellitentechnik seinen Weg gefunden hat. Seine Gerichte entspringen ohne Zweifel der französischen Kochkunst, ohne allerdings den gängigen Klischees zu entsprechen. Serviert werden sie auf einem Hauptteller, der von mehreren kleinen umkreist wird. Jeder für sich ein stimmiges Konzept, doch zusammen ergeben sie ein perfektes System.

Dann trat Christian Bau, aus dem Victor’s Fine Dining in Perl-Nenning, auf die Bühne. Davon abgesehen, dass er in beeindruckender Weise präsentierte, was ihn in seiner Küche derzeit inspiriert, nutzte er die Gunst der Stunde, sein Wort gezielt an das Publikum zu richten. Er appellierte an viele der Blogger, die sich doch bitte etwas seriöser in die Thematik des jeweiligen Restaurants einzuarbeiten hätten, wenn sie dort essen und darüber schreiben wollten. Auch dafür ist CHEF-SACHE da, denn wo sonst präsentiert sich die Branche in einem solchen Umfang und ist so direkt zu erreichen.

Zeitgleich mit diesen drei deutschen Köchen, die am Montagmorgen auf der Bühne standen, ging es auch auf der AEG-Bühne wieder richtig rund. Dort wurde der Sous Fresh Chefs Inspirations Award ausgetragen, den Lars Middendorf für sich gewinnen konnte. Moderiert und unterstützt wurde der Wettbewerb von Hanjo Wimmeroth und dem Spitzenkoch Christian Mittermeier von der Villa Mittermeier.

Gut gestärkt vom Transgourmet Catering nahm das Publikum am Mittag wieder im Saal Platz, in dem sich während der Pause einiges getan hatte. Mittlerweile stand auf der Bühne ein kleiner Wald, in dem offensichtlich gerade ein Reh von einem Jäger erlegt worden war. In diese Szenerie bettete Stefan Wiesner, aus dem Rössli in Echolzmatt, seine Show. Eindrucksvoll demonstrierte er seine kompromisslose Philosophie, die auch vor den ungewöhnlichsten Zutaten aus der Natur keinen halt macht. Eine Fichte, die er vor dem Publikum fällte, diente nicht bloß als Feuerholz.

Das mussten die meisten Zuschauer erst einmal auf sich wirken lassen. Nur gut, dass es ohnehin eine kleine Pause gab, um die Spuren des Waldes auf der Bühne zu beseitigen. Für Magnus Ek, aus dem Oaxen Krog aus Stockholm, war dann wieder alles in Ordnung gebracht. Er zeigte, dass er sich in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt, sich aber niemals vom Grundgedanken seiner New Nordic Cuisine entfernt hat. Er ist eher einer der leisen, wenngleich doch sehr deutlichen Töne. Seine Kreationen irritieren nicht, er bindet den Gast förmlich in seine Kunst mit ein.

Den krönenden Abschluss der Chef-Sache bestritt dann Grant Achatz, aus dem Alinea in Chicago, der insbesondere für die unvergleichliche Präsentation seiner Gerichte bekannt ist. Er berichtete dem gebannten Publikum von seiner vergangenen Reise durch Spanien, wie ihn die Tapaskultur beeindruckt habe und ihn zu ganz eigenen Interpretationen inspirierte. Auf Bildern der spanischen Vorbilder platzierte er seine Auslegung der kulinarischen Kleinigkeiten. So wird Bezug und Differenz auf wunderschöne Art ganz deutlich. Als Grant Achatz dann zwei Damen aus dem Zuschauerraum auf die Bühne bat, die an einem eigens dafür aufgebauten Tisch Platz nahmen, und er ihnen ein Dessert wie ein Gemälde direkt auf den Tisch auftrug, waren restlos alle von seiner Kunst überzeugt.

Nur sehr langsam beruhigte sich der Ansturm auf den amerikanischen Koch, als der seine Vorführung beendet hatte, so dass die Bühne erst nach einiger Zeit für das große Finale freigegeben werden konnte. Mit einem großen Dank an das gesamte Team der CHEF-SACHE, insbesondere an die Bühnenchefs Nicole Grün, Bettina Seitz, Axel Heldmann, Thomas Hildebrand und Marcus Schneider und an alle, die dabei geholfen haben, dass die Veranstaltung so tadellos ablief, verabschiedete sich Thomas Ruhl bei allen Besuchern. Viele von ihnen erkundigten sich noch beim Verlassen des Palladiums nach dem Termin für die achte CHEF-SACHE. Im nächsten Jahr findet die Veranstaltung am 25. & 26. September 2016 statt.

Für einige der Besucher war die CHEF-SACHE aber immer noch nicht vorbei. Für diejenigen, die eine der hartumkämpften Karten für die abschließende Port Culinaire Shipwrecked Party ergattert hatten, stand der iSi-Shuttleservice vor der Veranstaltungshalle bereit. Das Fest ging nach mehrfachen Aussagen bis in die frühen Morgenstunden.

Messe Fisch & Feines, Bremen

„Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“: Wer Winston Churchill zustimmt, kommt Anfang November in die Messe Bremen. Von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. November 2015, verwöhnt die Fisch & Feines die Gaumen der Besucher. Kinder kochen und probieren derweil leckere und gesunde Snacks bei den BESSERESSER – Aktionstagen Kinder- und Jugendernährung im Foyer der Halle 1.

Die Fisch & Feines hat Tradition. „Wir setzen aber jedes Jahr auch neue Schwerpunkte“, sagt Projektleiter Jürgen Fricke. So veranstalten renommierte Köche aus Bremen und der Umgebung erstmals an allen Messetagen ein Showkochen. Das Motto lautet: „Traditionelles neu interpretiert“. Auch sitzt diesmal die Biostadt Bremen samt Partnern mit im Boot. Sie will auf der Messe dafür werben, mehr Bioprodukte in der Region zu erzeugen, zu handeln und zu verzehren. Darum kennzeichnet sie die entsprechenden Betriebe auf der Messe mit einem Hinweisschild.

Insgesamt sind in den Messehallen 1, 2 und 3 dann regionale Erzeuger, Delikatesswarenhändler, Winzer oder handwerklich arbeitende Brauer besonderer Biere anzutreffen. Rund ein Drittel der Aussteller präsentieren sich erstmals – ein Paradies für Entdeckungsfreudige, denn auf der Fisch & Feines sind fast nur Produkte zu bekommen, die es so in Supermärkten nicht gibt. „Unsere Messe steht für nachhaltigen Genuss“, erläutert Jürgen Fricke. „Darum genügen alle Produkte strikten Qualitätskriterien.“

Zu den neuen Ausstellern gehört zum Beispiel einer der wenigen Trüffelbauern in Deutschland. Vor fünf Jahren legte Gunter Kahlo seine erste Plantage mit Bäumen an, an deren Wurzeln die kostspieligen Delikatesspilze wachsen. Seit einigen Monaten kann er die ersten Sommertrüffel ernten: „Wir lassen daraus zum Beispiel Trüffelkäse herstellen“, berichtet Kahlo. Warum er anbaut und nicht sammelt? Schließlich gibt es Vorurteilen zum Trotz nicht nur in Frankreich oder Italien, sondern auch hierzulande reichlich Trüffeln, „in Deutschland ist das Sammeln aber verboten.“

Außerdem gibt es zum Beispiel Fisch und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle, Biobrot oder -eis, Marmelade aus Rosenblüten, Käse, Wurst aus Wildfleisch und viele andere Delikatessen, darunter Saucen. Zu den Anbietern zählt diesmal die Bremer Justizvollzugsanstalt Oslebshausen. Hier entstehen eine Tomaten-Salsa und ein Mango-Chutney, die Fernsehkoch Steffen Henssler im Zuge der Serie „Henssler hinter Gittern“ 2014 entwickelte.

Und zu trinken? Da gibt es Kaffee in vielen Röstvarianten, das morgendliche Wachwerden soll aber auch Kakao mit Guarana erleichtern. Zum leckeren Essen können sich Weinliebhaber mit guten Tropfen eindecken – zum Beispiel in einer Vinothek oder direkt bei Winzern, darunter dem mit 21 Jahren wohl jüngsten Vertreter seiner Zunft. Bier-Fans kosten sich derweil durchs Craft Beer Event in Halle 3. Hier rinnen Spezialitätenbiere in die Gläser.

Zur Einstimmung auf die delikaten Messetage bitten die Organisatoren und manche Aussteller ab September bis kurz vor der Fisch & Feines in die „Foodmanufaktur“: An 16 Terminen lernen Teilnehmende in Bremen und Umgebung Brotbacken, Pralinenmachen, Bierbrauen, Räuchern und anderes mehr (Anmeldungsinfos auf der Website der Fisch & Feines unter dem Menüpunkt „Aktionen“).

Die Fisch & Feines ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Ticket kostet neun Euro, am Freitag ab 15.00 Uhr 5 Euro. Es gewährt auch Einritt zu den zeitgleichen Messen ReiseLust und CARAVAN Bremen.

Weitere Infos: www.fisch-feines.de

Süßer Sonntag

Schokolade, Bonbons, Lakritz – am Sonntag, dem 8. November, dreht sich alles um köstliches Naschwerk im Freilichtmuseum am Kiekeberg bei Hamburg. Von 10 bis 18 Uhr werfen Besucher einen Blick hinter die Kulissen und erfahren, wie die Leckereien entstehen. An den vielen kleinen Marktständen kann probiert und gekauft werden. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

Rund 25 kleine Manufakturen und Aussteller zeigen ihr Können und bieten ihre Waren auf dem kleinen Süßwaren-Markt an. Besucher erleben, wie filigrane Zuckerfiguren entstehen oder Bonbons gedreht werden. Die kleinen Kreationen sind sehr lange haltbar, natürlich können sie auch sofort verzehrt werden. Für Kinder gibt es ein buntes Mitmachprogramm.

Der Süße Sonntag findet im Agrarium des Freilichtmuseums statt – in der Ausstellungswelt zur Lebensmittelproduktion, Ernährungswirtschaft und Landwirtschaft. Auf 3.300 Quadratmetern können Besucher mit allen Sinnen Fragen nachgehen, wie Essen hergestellt wird.

Weitere Köstlichkeiten bietet der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg e.V. an: leckerer Kuchen in Bioland-Qualität aus der Museumsbäckerei! Im Rösterei-Café „Koffietied“ gibt es selbstgeröstete Kaffeespezialitäten. Wer zwischendurch eine deftige Mahlzeit bevorzugt, bekommt am Stand von „Stoof Mudders Kroog“ leckere Bratwürste.

www.kiekeberg-museum.de

"Nelson Müllers Landpartie" startet im ZDF

Sternekoch Nelson Müller begibt sich auf die Suche nach den Klassikern der deutschen Landküche. Sein Ziel: die Originalrezepte finden und in eigene Kreationen umwandeln. Am Sonntag, 13. September 2015, 14.00 Uhr, startet im ZDF seine „Landpartie“, weitere vier Folgen sind bis zum 11. Oktober 2015 immer sonntags zu sehen.

„Von Fischern, Krabbenfängern und Labskaus-Köchen“ berichtet die Startfolge von „Nelson Müllers Landpartie“. In Sankt Peter Ording weiht Labskaus-Experte Dirk Haupt den Sternekoch in die Geheimnisse des Gerichts ein. Nelson Müller lernt außerdem, wie man im Watt Krabben fängt und welchen Fisch Seeleute gerne in die Pfanne hauen. Labskaus erweist sich für ihn als ein Gericht so rau wie die See, so salzig wie die Nordseeluft – und so lecker. Die Zutaten verraten nicht nur viel über die geschmacklichen Vorlieben der Norddeutschen, sie verweisen auch auf den Ursprung des Eintopfgerichts: Labskaus war vor allem bei Seefahrern beliebt, weil es aus haltbaren Lebensmitteln gekocht wurde.

In der zweiten Ausgabe von „Nelson Müllers Landpartie“ rücken am Sonntag, 20. September 2015, 14.00 Uhr, „Archebauern, Messerschmiede und Schweinsbraten-Experten“ in den Blick. In den weiteren Folgen geht es dem Sternekoch unter anderem um die Thüringer Bratwurst (Sonntag, 27. September 2015, 13.50 Uhr), um schwäbische Maultaschen (Sonntag, 4. Oktober 2015, 13.45 Uhr) und um „das Beste unserer Heimatküche“ (Sonntag, 11. Oktober 2015, 14.00 Uhr).

Nelson Müller hatte zuletzt für die „ZDFzeit“ unser Trinkwasser getestet und geht am Dienstag, 6. Oktober 2015, 20.15 Uhr, im ZDF der Frage nach: „Wie gut ist unsere Milch?“, und eine Woche später, am Dienstag, 13. Oktober 2015, 20.15 Uhr, testet er: „Wie gut ist unser Kaffee?“.

http://zeit.zdf.de

39. Stuttgarter Weindorf

Zwölf Tage Gastlichkeit, Geselligkeit und Genuss

Mit Leidenschaft dekorierte Lauben, fröhliche Stimmen, klirrende Gläser, der Duft nach Maultaschen und Käsespätzle: Das Weindorf lebt von seinem besonderen Flair und weist eine große Beständigkeit auf: Die Hälfte der Wirtinnen und Wirte sind schon seit der Anfangszeit „tragende Säulen” des Festes.

Vom 26. August bis zum 6. September freuen sich 28 Weindorf-Gastronomiebetriebe sowie drei Süßwarenstationen auf Stammgäste, Besucher aus der Region und Touristen aus Nah und Fern.

Im Herzen Stuttgarts, nämlich auf dem Markt- und Schillerplatz sowie in der Kirchstraße, flanieren die Besucher an zwölf Tagen oder „hocken“ zusammen und freuen sich über landestypische Köstlichkeiten. Im Mittelpunkt steht dabei ein großes Angebot bester Weine aus Baden und Württemberg, bei dem insgesamt mehr als 500 Qualitätsweine verkostet werden können. So sind Weinfreunde in der Lage, neue Wengerter (Winzer), Rebsorten und Geschmacksvarianten für sich zu entdecken: „Unsere Wirtinnen und Wirte offerieren auf dem Weindorf ausschließlich Qualitätsweine, die von privaten Weingütern, von Weinerzeugern des VDP (Verein Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V.) und von Genossenschaften stammen“, erläutert Axel Grau, Geschäftsführer des Veranstalters Pro Stuttgart.

Neue Wirte auf Markt- und Schillerplatz
Erstmals dabei sind die Brüder Maximilian und Ferdinand Trautwein mit der gegenüber dem Rathaus liegenden Laube 29 „Zur Linde“. Sie betreiben erfolgreich das gleichnamige Lokal in Möhringen und sind seit Jahren mit ihren Eltern auf dem Esslinger Zwiebelfest aktiv.

Für Furore sorgte vor einiger Zeit die Eröffnung des VfB-Vereinsrestaurants unter Leitung der Stuttgarter Gastronomen Christian List und Alexander Scholz. Eine ganz andere Atmosphäre, aber ebenfalls beste Qualität, darf man bei der neuen „1893 – Die VfB Laube“ (Nr. 3) am Alten Schloss erwarten.

„Weindorf-Treff“: Prominent besetzte Talkrunde
Bereits zum vierten Mal zieht es die Freunde gepflegter Unterhaltung zum „Weindorf-Treff“ in Laube 16, „Alte Kanzlei“. An fünf Terminen (27. und 31.8. und 1. bis 3.9., jeweils von 17 bis 18 Uhr,) plaudern und spielen die Moderatoren von SWR4 und Stuttgarter Nachrichten mit prominenten Personen. Dabei geht es um Kultur, Wein, Musik, Sport, Filme, Politik, Kabarett und Radio – mit Sicherheit interessante Themen und Leute. Die ausführliche Broschüre hierzu liegt an den bekannten Stellen aus, vor allem aber an der Info-Laube des Weindorfs. Die Publikation ist auch unter www.stuttgarter-weindorf.de unter dem Punkt Veranstaltungen per Download verfügbar. Bildergalerien und Videoclips findet man bei SWR4.de/weindorftreff und unter stn.de/weindorftreff.

Wissenswertes zu „Wein in der Bibel“
Am Samstag, den 29. August um 18 Uhr, gibt erstmals Pfarrerin Franziska Stocker-Schwarz beim Abendgottesdienst in der Stiftskirche Gelegenheit, sich über die Aussagen in der Bibel Gedanken zu machen, die in Zusammenhang mit Wein stehen. Den Wein-Gottesdienst begleitet Stiftskantor Kay Johannsen auf musikalisch höchstem Niveau. Und beim Abendmahl wird neben dem Brot selbstverständlich auch Wein gereicht.

Sonntags: Familien-Angebote
An den beiden Sonntagen sollen zahlreiche Aktionen für die ganze Familie das gemeinsame Erlebnis begleiten. Natürlich haben die Wirte alles vorbereitet, was Kinder gerne essen. Und „Knoba-Sörwiss“, die bekannten und vielgeliebten Comedy-Kellner, begeistern kleine und große Weindorf-Gäste gleich am ersten Sonntag (30. August). Beste Unterhaltung garantiert die Puppenbühne „Mini-Max“ (14.30 und 16.30 Uhr, Rathaustreppe/ Marktplatz) und das Kinderschminken (12 bis 17 Uhr, Kirchstraße). Außerdem ist in Laube 32 eine Kinderecke eingerichtet – dort ziehen sie spannende Märchen in ihren Bann (ab 11.30 Uhr, Obertürkheimer Weinlaube). Und wer einen Sterntaler mitbringt, darf sich ein Märchen wünschen! Der Sterntaler steht auf der Facebook-Seite (www.facebook.com/StuttgarterWeindorf) und auf der Website (www.stuttgarter-weindorf.de) zum Download bereit. Bei „1893 – Die VfB Laube“ (Nr. 3) ermöglicht ein mobiler Fotostand, vorher gemachte Bilder gleich vor Ort auszudrucken. Die beliebten und sympathischen Figuren „Äffle & Pferdle“ sorgen an beiden Wochenenden (freitags bis sonntags) für Spaß und lustige Fotomotive. Sie sind auf dem gesamten Weindorf unterwegs, aber man findet sie meist in der Nähe des EnBW-Zeltes und der InfoLaube.

Klingt gut: Musikalische Unterhaltung
Musikalisch sind beide Sonntage sehr unterschiedlich gestaltet: Der erste Sonntag (30.8.) gehört den Fans der traditionellen Musik mit historischen Trachten und Original-Instrumenten. Die Volksmusikgruppen spielen an wechselnden Orten auf dem Weindorf.
Am zweiten Sonntag (6.9.) erheben die Gäste ihre Gläser zu „Gute-Laune-Jazz“ mit den „ES-music-fans“ oder erfreuen sich an einer neuen Formation der Musikschule „Young Trumpets Stuttgart“ sowie anderer Jazzmusiker aus der Region.

Lohnt sich: Anreise mit Bus & Bahn – ein Viertele “geht auf’s Haus”
Für die Anreise per Bus und Bahn gibt es einen besonderen Anreiz: Mit tagesaktuell gültigem VVS-Fahrausweis erhalten die Besucher an der Pro Stuttgart Info-Laube an den Sonntagen ab 11.30 Uhr pro Person einen Wert-Gutschein für ein zweites Viertele Wein (maximal 6 Euro). Unbedingt beachten: Bereits vor der Erstbestellung bekommt der Wirt den Gutschein!

Blick hinter die Kulissen
Wer das Fest mal von einer anderen Seite erleben und sein Wissen über das Weindorf und Wein vertiefen möchte, hat die Möglichkeit an einem der Weindorf-Rundgänge (ab 30. August, täglich 15 Uhr) teilzunehmen. Info und Anmeldung über www.translang.de oder Telefon 0711-67445750.

Wissenswertes für den Weindorf-Besuch:
Termin: Mittwoch, 26. August bis Sonntag, 6. September 2015

Geänderte Öffnungszeiten:
Täglich von 11.30 bis 23 Uhr, Donnerstag, Freitag, Samstag bis 24 Uhr.

Reservierungen nehmen die Weindorfwirte gerne entgegen!
Telefonnummern sowie weitere Informationen zum Weindorf: www.stuttgarter-weindorf.de