Rentier-Ranch

Hardys Rentiere: Von Verkaufshelfern zur Attraktion

Ein amerikanisches Märchen mitten in der Prärie des Bundesstaats Illinois

Rentier-Ranch wird Touristen-Magnet – Und Rentiere fliegen doch!

Es geschah in der Weihnachtszeit anno 1995, als der Grundstein für „Hardy’s Reindeer-Ranch“ gelegt wurde – heute ein Markenzeichen für ein außergewöhnliches Ganzjahresziel in Rantoul, gerade mal 200 Kilometer südlich der Weltstadt Chicago gelegen. Rantoul liegt mitten in der Prärie, die dem US-Bundesstaat den Beinamen „Prairie State“ bescherte. Zu den Attraktionen gehört neben der Rentier-Ranch das sehenswerte Chanute Air Museum zur Geschichte der zivilen und militärischen Luftfahrt.

Julie und Mark Hardy hatten damals die Idee, sich zwei Rentiere anzuschaffen, um den Verkauf ihrer farmeigenen Weihnachtsbäume, die inzwischen die stolze Zahl von 5.000 erreicht haben, anzukurbeln. Die tierischen Verkaufshelfer wurden auf der Stelle zu Publikumslieblingen, und die findigen Hardys witterten ihre Chance. Flugs flogen sie nach Alaska und erwarben weitere 13 der beliebten nordischen Geweihträger, die in Boeing 747 ihre Reise in die Prärie von Illinois antraten: „Es ist wahr. Rentiere können fliegen!“, behaupten Mark und Julie deshalb zu Recht, wenn auch in Anlehnung an das Weihnachtsmärchen vom Santa Claus, der auf seinem von Rentieren gezogenen, mit Geschenken beladenen Schlitten vom Himmel herabschwebt.

Die Hardys haben ihr Geschäftsfeld erweitert. Sie veranstalten ganzjährig Rentier-Touren (3 US-Dollar pro Person) mit „Rentier-Kuss“ für Mutige, Feste nach Western-Art in ihrer Banquet Hall mit der 100 Jahre alten Bar und betreiben in einer alten Scheune einen Souvenir- und Geschenke-Laden ( www.reindeerranch.com ).

Nähere Informationen zu Chicago erteilt das Fremdenverkehrsbüro Chicago & Illinois, Frankfurt/Main, Telefon 069-255 38 280, www.gochicago.de .

Die Ursprünglichkeit Alaskas erleben

Wanderfreunde und erdgeschichtlich interessierte Touristen finden im Denali National Park in der Region Fairbanks (Alaska) ihr neues Mekka. Während der etwa vierstündigen Denali Natural History Tour durch die Taiga-Landschaft erklärt der Führer die geologischen Strukturen und bringt den Besuchern die heimischen Tier- und Pflanzenarten näher. Auch die Geschichte der menschlichen Besiedelung der Region wird nachgezeichnet. Bei schönem Wetter bietet sich den Teilnehmern zudem ein guter Ausblick auf die Berge der Alaskakette.

Der Streifzug durch die alaskische Taiga wird täglich angeboten und kostet für Erwachsene rund 50 Euro, für Kinder von zwei bis elf Jahren etwa 28 Euro. Unter der Telefonnummer 00 1 / 80 02 76 72 34 kann die Tour vor Urlaubsbeginn gebucht werden.

Das Wort „Denali“ bedeutet in der Sprache der Athabasken, der Ureinwohner Alaskas, „der Große“, was sich auf den Mount McKinley bezieht. Seine 6.193 Meter – es ist der höchste Berg Amerikas – können bei zahlreichen Aktivitäten wie Wandern oder Raften bewundert werden. Der Denali National Park ist geprägt von kristallklaren Flüssen, Seen, Gletschern und weiten Wiesen. Naturliebhaber können viele Tiere wie Elche, Grizzlys und Karibus (Rentiere) entdecken – selbst das auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten verzeichnete Dall-Schaf. Im 24.500 Quadratkilometer großen Park dürfen sich die Besucher größtenteils frei zu Fuß bewegen, für private Fahrzeuge sind nur die ersten 15 Kilometer freigegeben. Tiefer in den Park gelangen Gäste mit den regelmäßig verkehrenden Shuttle-Bussen. Der Denali National Park liegt rund zweieinhalb Autostunden von der Stadt Fairbanks entfernt.

Mehr Details über den Denali National Park gibt es unter www.denalinationalpark.com
Allgemeine Informationen über Fairbanks – auch deutschsprachig – unter www.explorefairbanks.com