Micha Schäfer

Ein Bericht von Bernhard Steinmann.

Der Gourmet von heute möchte nicht nur sehr gut speisen und aus interessanter Weinkarte Neuentdeckungen erkunden. Er ist vor allen Dingen offen für neue Konzepte und zwanglose Restaurants. Er sucht nicht weniger als das Restaurant der Zukunft, regionale und saisonale Produkte und eine gemütliche Atmosphäre.

Berlin, auf verschiedenen Gebieten als Trendsetter geschätzt, hat auch hier einiges zu bieten. Man nehme ein Raum- und Ausstattungskonzept wie im Nobelhart & Schmutzig in der Berliner Friedrichstraße, einen talentierten und kreativen Koch wie Micha Schäfer und den Hipster unter des Sommeliers, Billy Wagner und ein neuer Hype entsteht. Auch der Guide Michelin hat mit der Vergabe eines Sternes nicht zurückstehen wollen.

Die Ausrichtung der Küche wird als „brutal lokal“ angepriesen.
Den Begriff „lokal“ möchte ich gerne einmal als „unbestimmten Begriff“ bezeichnen.
Ich finde, er hat einen mehrdeutigen Inhalt dessen objektiver Sinn sich einem nicht sofort erschließt, sondern der unbedingt der Auslegung bedarf.

Lokal bedeutet nämlich in diesem Falle nicht nur Kreuzberg oder Tempelhof sondern auch Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Polen.
Letztlich könnte man den Begriff „lokal“ ad absurdum führen. Doch überlasse ich es jedem selbst, wie weit er diesen Begriff dehnt und auslegt. Nach meiner festen Überzeugung, arbeitet man im Nobelhart&Schmutzig mit einer durchaus engen Auslegung.

Die kleine Küchencrew wird von Micha Schäfer angeführt, der in der Frankfurter „Villa Merton“ bereits Sternenluft geschnuppert hat.

Ein Auszug aus dem Menü:
Topinambur (Grete Peschken)
Die Knolle ist gebacken, leicht karamellisiert, außen kross und innen einem Püree ähnlich. Hinzu kommt ein cremiger Joghurt und fertig ist die puristische Kreation. Eine Kleinigkeit, die uns dennoch begeistert.
Dieser Eindruck ist übrigens nachhaltig. Das heißt, dass ich in manchen Momenten noch immer begeistert bin, in anderen Momenten aber auch ob der kleinen Portion Klage führe.
Um dem Verdacht entgegenzutreten, dass man am Ende hungrig das Speiselokal verlässt, wird Brot und Butter gereicht. Wie in anderen Restaurants eben auch.
Doch bei Micha Schäfer ist dies schon der dritte Gang.

Hartweizengrieß Sironi Brot & Rohmilchbutter (Stettin / Polen),
so steht es auf der Karte.

Der aus Italien stammende Alfredo Sironi backt das empfehlenswerte Brot täglich in der Markthalle Neun in der Kreuzberger Eisenbahnstraße. Die Butter ist selbstgemacht.

Müritz Forelle / Grünkohl (Müritz Fischer)
Die Forelle ist nur leicht angegart, fast roh und butterzart. Entsafteter Grünkohl, etwas Haferkernöl und ein leicht geräuchertes Kartoffelpüree schließen die Zutaten ab.
Ein gelungener Gang.

Rosenkohl / Löwenzahn (Domäne Dahlem)
Der Rosenkohl wird gebraten und mit Semmelbrösel angerichtet.
Die geschlossenen Löwenzahnblüten wurden bereits 2013 gepflückt und eingeweckt.
Nun wird noch ein Lammfond angegossen und ein beeindruckendes Gericht mit zarten Senfnoten lässt keine Wünsche offen.

Damwild / Sellerie (Gut Hirschaue)
Der Damwildbauch ist eine Premiere für mich.
Das Fleisch wird zunächst Sous-vide gegart und danach angebraten. Dadurch wird das Fleisch außen sehr kross.
Ein Selleriepüree, aromatisch und einfach köstlich und Endivie, nur leicht blanchiert , runden die Kreation ab.
Die Bitterstoffe sind spürbar, jedoch nicht störend.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Fisch im Supermakt

Fisch war nicht immer frisch!
Jeder fünfte Fisch war am Einkaufstag oder, wenn er verpackt war, am Ablauftag verdorben. Das zeigt ein AK Test von 16 verpackten und offen verkauften Fischen aus 15 Supermarktfilialen. Es hapert bei der Lagerung – nach wie vor wird nicht gut genug gekühlt.

Konkret zeigt der AK Test: Drei Fischproben (19 Prozent) waren lebensmittelrechtlich zu beanstanden. Davon waren ein offen verkaufter Fisch bereits am Einkaufstag und zwei verpackte Fische bereits am Ablauftag schlecht. Das heißt: Die Fische rochen unangenehm und schmeckten säuerlich.

Drei weitere Fischproben (19 Prozent), davon ein offen verkaufter und zwei verpackte, wiesen erhöhte Keimzahlen auf. Sie waren aber noch am Einkaufs- und Ablauftag in Ordnung.

Frischfisch sollte in der Vitrine auf schmelzendem Eis bei bis zu maximal zwei Grad Celsius gelagert werden, verpackter bei bis zu maximal vier Grad Celsius. „Leider gibt es bei der Kühlung nach wie vor Probleme“, kritisiert AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. In sieben von 16 Verkaufsvitrinen fehlte die Temperaturanzeige. In neun Vitrinen gab es eine Temperaturanzeige. Die angezeigte Lufttemperatur lag dort bei fast allen bei unter zwei oder bei unter vier Grad Celsius. „Leider zeigen die Thermometer nicht immer die tatsächliche Lagertemperatur an. Nur bei zehn von 16 Vitrinen entsprach die tatsächliche Lagertemperatur den geforderten Werten. Die höchste nachgemessene Lagertemperatur in den Vitrinen lag bei acht Grad Celsius“, betont Schöffl.

Die Kerntemperatur im Fisch passte somit auch nicht immer. Bei der Hälfte der Produkte lag sie über den geforderten Maximaltemperaturen von zwei oder vier Grad Celsius. „Die höchste Produkttemperatur lag bei 7,3 Grad Celsius“, weiß Schöffl. „Wird die Kühltemperatur nicht lückenlos eingehalten, leidet auch die Qualität der Fische.“

Tipps für die KonsumentInnen:
+ Kühl bleiben: Frischer Fisch sollte beim Heimtransport und dann auch zu Hause so gut wie möglich gekühlt werden. Nicht zu lange lagern, schnell aufbrauchen!
+ Eiskalte Alternative: Tiefgefrorene Fische bieten eine gute Wahlmöglichkeit. Der Fisch wird nach dem Fang rasch gefroren und dadurch entstehen geringe mikrobielle Belastungen.

Zur Untersuchung: Die AK hat 16 Fischprodukte eingekauft, zum Beispiel Lachsfilet, Lachssteak, Bachsaiblingfilet, Zanderfilet, Karpfen. Von den 16 Proben waren neun vorverpackt, sieben offen von der Fischvitrine. Insgesamt wurde in 15 Supermarktfilialen von vier Supermarktketten eingekauft. Die sensorische und mikrobiologische Untersuchung wurde bei den offen eingekauften Produkten am Tag des Einkaufs, bei verpackten am Tag des angegebenen Haltbarkeitsdatums von der Lebensmittelversuchsanstalt Klosterneuburg durchgeführt.

SERVICE: Die AK Erhebung zum Fisch finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

Lieber Pad Thai statt heimischem Schweinsbraten

Was der Bauer nicht kennt…: Diese Aussage scheint beim Thema Essen keineswegs auf deutsche Urlauber zuzutreffen. Das Reiseportal www.weg.de hat rund 1.000 User nach ihren kulinarischen Vorlieben auf Reisen befragt. Wichtigste Ergebnisse: Die Deutschen legen nicht nur prinzipiell großen Wert auf gutes Essen im Urlaub, sie sind auch sehr offen für Neues.

Lieber Pad Thai statt heimischem Schweinsbraten
Rund 43 Prozent der Befragten gaben an, dass kulinarische Erlebnisse für sie im Urlaub mit am wichtigsten sind. Etwa 55 Prozent stufen Essen immerhin als wesentlich für gelungene Ferien ein, auch wenn es für sie nicht an erster Stelle steht. Gerade mal zwei Prozent finden gute Speisen weniger wichtig, sie wollen nur satt werden. Bei neuen Geschmacksrichtungen sind die Deutschen zudem offen. Mehr als drei Viertel der Befragten probieren demnach gerne landestypische Speisen. Etwa 20 Prozent kosten gerne von Ungewohntem, wollen es allerdings nicht zu exotisch haben. Nicht einmal zwei Prozent bestehen dagegen auf deutsche Küche.

Es muss nicht immer das Hotelbuffet sein
Weitere Erkenntnis: Die Urlauber sind beim Essen keineswegs auf das Hotel fixiert. Rund ein Fünftel entdeckt lieber Lokale außerhalb. Etwa zwei Drittel wechseln zwischen Hotelrestaurant und Restaurants am Urlaubsort ab. Lediglich 15 Prozent speisen überwiegend im Hotel, da sie wissen, was sie dort erwartet. Spontan scheinen die Deutschen bei der Suche nach Restaurants zu sein. 70 Prozent ziehen nämlich meist auf eigene Faust los. Ansonsten recherchieren Urlauber über Bekannte (36 Prozent), das Internet (38 Prozent) oder folgen der Empfehlung des Rezeptionspersonals (30 Prozent). Gut 41 Prozent fragen auch Einheimische (Mehrfachantworten erlaubt).

Im Urlaub schmeckt es anscheinend besonders
Offensichtlich hat der Gaumen auf Reisen eine besonders positive Wahrnehmung. Denn fast 71 Prozent der Deutschen scheint es im Urlaub besser zu munden als daheim. Nur zehn Prozent essen lieber zuhause. Und dass die kulinarischen Eindrücke auch in der Heimat noch nachwirken, zeigen die Antworten von etwa 81 Prozent, die nach der Rückkehr Gerichte aus den Ferien nachkochen.

Jüngere Urlauber vertrauen auf das Internet
Beim Blick auf die Antworten von Männern und Frauen zeigt sich: Das starke Geschlecht sieht sich wohl nicht so gerne selbst am Herd. Frauen kochen die Rezepte aus dem Urlaub häufiger nach als die Männer. Auseinander gehen die Ergebnisse auch bei den jungen Reisenden und den Urlaubern im besten Alter. Während die Befragten zwischen 18 und 30 Jahren Restaurants am Ferienort gern auf eigene Faust oder mittels Internet recherchieren, suchen diejenigen über 60 Jahren verstärkt den Kontakt zu Einheimischen, um so zu den besten Restaurants zu gelangen.

Wilco Berends

Nach dem großen Erfolg der ersten Heavenly Rembrandt Veranstaltung im letzten Jahr, schließen sich der Rembrandt Tower Boardroom und das Rembrandt Haus Museum erneut für ein außergewöhnliches Kultur-Erlebnis zusammen. Vom 21. September bis zum 4. Oktober – Rembrandts Todestag – gastiert Heavenly Rembrandt im Dachgeschoss des Rembrandt Towers in Amsterdam. Dinner Gäste dieses kurzeitigen Kulturrestaurants können inmitten einer Auswahl von Reproduktionen der Aktstudien Rembrandts und seiner Schüler ein Michelin prämiertes Menü sowie einen einzigartigen Ausblick auf die niederländische Hauptstadt genießen. Souschefs von fünf Michelin-prämierten Restaurants der Niederlande stellen gemeinsam mit dem ebenfalls Michelin-gekrönten Starkoch Wilco Berends (Restaurant “De Nederlanden”) die fünf Gänge des Menüs zusammen. Die ausgestellten Aktstudien fungieren dabei als exklusive Vorschau der Ausstellung „De Naakte Waarheid. Tekenen naar naaktmodellen in Rembrandts tijd’“ (Die nackte Wahrheit: Zeichnung von Akt-Modellen zu Rembrandts Zeiten), die Besuchern ab 2016 im „Museum het Rembrandthuis“ in Amsterdam offen steht.

An Heavenly Rembrandt 2015 sind folgende Souschefs beteiligt: Danny Biesot vom Restaurant „De Basiliek“ in Hardewijk, Tommy Janssen, der das Restaurant „De Burgemeester” in Linschoten repräsentiert, Niels van Dooijeweert vom Restaurant „Het Koetshuis“ in Bennekom, Frank Bakkenes vom Restaurant „Vrienden van Jacob“ in Santpoort-Noord und Otto Genz, der das Restaurant „De Nederlanden“ in Vreeland vertritt. Wilco Berends erklärt: „Wie im letzten Jahr wird Heavenly Rembrandt 2015 ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis. Jeder Souschef ist für einen der fünf Gänge verantwortlich und wird ein Gericht zusammenstellen, das von dem Werk und dem Leben Rembrandts und seiner Schüler inspiriert wurde.“

Kontroverse Aktstudien
Während Heavenly Rembrandt 2015 werden elf Aktstudien von Rembrandt und seinen Schülern ausgestellt. Die Studien stellen eine Vorschau auf „De Naakte Waarheid“ (Die nackte Wahrheit) dar, eine Ausstellung mit etwa 80 Aktportraits von Rembrandt, seinen Schülern und seinen Zeitgenossen. Es ist das erste Mal, dass eine derart hohe Anzahl von Aktportraits gemeinsam gezeigt wird. Die Ausstellung findet vom 12. Februar bis 14. Mai 2016 im Amsterdamer „Musum het Rembrandthuis“ statt, Rembrandts Wohnort von 1639 bis 1658. Rembrands Aktstudien sorgten damals für großes Aufsehen, da Rembrandt im Gegensatz zu anderen Künstlern der Zeit eine realistische Darstellung seiner männlichen und weiblichen Modelle anstrebte. Ein Kurator des „Museum het huis“erklärt im Zuge jedes Heavenly Rembrandt 2015 Dinners die ausgestellten Akt-Studien.

Auf den Spuren des letzt-jährigen Erfolgs
Das erste Heavenly Rembrandt Erlebnis in 2014 stellte sich als großer Erfolg heraus. Bekannte holländische Persönlichkeiten ließen sich die ungewöhnliche Kombination aus Kunst und Gastronomie ebenso wenig entgehen wie die vielen lokalen und internationalen Gäste. Alexandra Hutter, Gründerin und Direktorin des Rembrandt Tower Boardrooms erklärt: „Die Reaktionen auf Heavenly Rembrandt letztes Jahr waren überwältigend. Die Beteiligung von fünf verschiedenen Michelin-Star Restaurants, die durchdachte Zusammenstellung des Menüs, und die Ausstellung symbolisiert auch in diesem Jahr wieder eine einzigartige Zusammenarbeit auf die wir sehr stolz sind. Wir freuen uns darauf!”

Vorabreservierung nötig
Heavenly Rembrandt steht jedem offen, aber eine Vorabreservierung über die Website ist verpflichtend. Der Preis dieses exklusiven Kultur-Dinners liegt bei € 225 pro Person und beinhaltet einen Willkommensempfang mit Champagner und Canapés, ein Amuse Bouche, ein luxuriöses Fünf-Gänge-Menü, passende Weinpaarung zu jedem Gang, Kaffee, Tee und Konfekte. € 30 des Essenspreises gehen an das Rembrandt Haus Museum um den Kauf eines Kunstwerks von einem Schüler Rembrandts zu unterstützen. Das Original-Werk, das im Studio des Rembrandt Hauses entstand, wird ebenfalls während Heavenly Rembrandt ausgestellt.

www.rtboardroom.nl/en/event/heavenly-rembrandt/

Schulessen mit Warnhinweis versehen

Undercover-Journalist Günter Wallraff sieht nach den jüngsten Enthüllungen in Schulküchen besonders die Kommunen in der Pflicht. Schulverpflegern rät er offen zu provokanten Aktionen. „Ich finde, man könnte Kommunen, Schulen und Eltern durchaus mit A-, B- und C-Standards beim Essen konfrontieren“, sagt Wallraff im Interview mit der Wirtschaftsfachzeitschrift gv-praxis (dfv Mediengruppe).

Der Preis für ein Essen nach Standard C würde zum Beispiel bei weit unter 3 Euro liegen. Zum Einsatz kämen hier überwiegend billige Fertigprodukte, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum zu Teil mehrfach verlängert werde – etwa durch tiefkühlen. „Hier sollte vielleicht ähnlich wie bei Zigaretten ein Warnhinweis draufstehen, wie beispielsweise „Essen auf eigene Gefahr“.“ Da würden Eltern ins Grübeln kommen, ist der Enthüllungsjournalist überzeugt.

Er ermutigt Schulverpfleger ausdrücklich, das Preisdumping offensiv anzusprechen und gegebenenfalls mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen zu untermauern. „Wenn bei Ausschreibungen am Ende trotz aller Qualitätsbekundungen immer nur der Allerbilligste den Zuschlag erhält, ist das ein Unding“, so Wallraff gegenüber gv-praxis. Schulverpfleger würden da automatisch in die Versuchung kommen, bestimmte Praktiken zuzulassen, wie etwa am Personal oder beim Einkauf zu sparen.

Doch Wallraff sieht gemeinsam mit RTL-Journalistin Stefanie Albrecht auch die Politik in der Pflicht, denn nicht alle Eltern können sich heute ein hochwertiges Essen zu einem adäquaten Preis für ihren Nachwuchs leisten. Neben bundesweiten Qualitätsstandards sehen die beiden deshalb höhere Subventionen für die Schulverpflegung als ein Mittel, das Mensaangebot langfristig zu verbessern. Einige Nachbarländer wie Norwegen würden hier bereits mit gutem Beispiel vorangehen.

Das „Team Wallraff“ hatte Anfang Juni mit seiner RTL-Reportage bundesweit für Entsetzen gesorgt. Aufgedeckt wurden unter anderem Missstände in Schulküchen. Das vollständige Interview mit Günter Wallraff und Stefanie Albrecht ist in Ausgabe 7-8/2015 der gv-praxis zu lesen.

Jörg Lawerenz

Spitzenkoch Jörg Lawerenz, der seit nunmehr einem Jahr im Schlosshotel Kronberg als Küchenchef die gastronomischen Geschicke lenkt, hat für die heissen Tage die perfekte Lösung: Die Schlossküche. Klimatisiert, von dicken Mauern umgeben und einem Rundgewölbe getragen, bietet sie auch im Hochsommer beneidenswert kühle Temperaturen um 19 Grad. „Dieser Arbeitsplatz sucht deutschlandweit seinesgleichen, erklärt er. Hier habe ich den perfekten Mix aus High-Tech und Tradition gefunden. Es herrschen Arbeitsbedingungen, die keine Wünsche offen lassen und es uns erlauben, langfristig unsere Vision der Gastronomie im Schlosshotel Kronberg umzusetzen. Neben der Hardware ist es vor allem das Entwicklungspotenzial, das ich hier sehe“, erläutert Lawerenz. Teamgeist und individuelle Förderung werden groß geschrieben in der Schlossküche. Sein Team, das er sorgfältig auswählt, persönlich coacht und dem er den faszinierenden Beruf des Kochs jeden Tag auf das Neue vorlebt, ist für ihn wichtigster Bestandteil des Erfolges. „Wir suchen immer nach vielversprechenden Talenten, die Spaß daran haben, Teil unseres tollen Teams zu sein, mit einem wohltemperierten Arbeitsplatz im Grünen und das, ganz in der Nähe der Mainmetropole Frankfurt“, lockt Lawerenz mit einem charmanten Lächeln den Nachwuchs gezielt in den Taunus.
Das Schlosshotel Kronberg, in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Ort, hat Anfang 2013 die historische Küche völlig entkernt und generalsaniert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die neue Küche in dem historischen Gemäuer ist ganz in Edelstahl gehalten und mit neuester Technik und modernsten Geräten ausgestattet, die sich wunderbar in das freigelegte Rundgewölbe einfügen. Tageslicht und offene Arbeitsbereiche ermöglichen Sichtkontakt zu allen Stationen und lassen alles großzügig, offen und hell erscheinen. Der 400m² große Bereich verfügt über eine klimatisierte Küche und eine getrennte Bankettproduktionsküche. So herrschen auch bei Hitze, Stress und Zeitdruck angenehme Arbeitsbedingungen. Wo sonst findet man eine historische High-Tech Küche mit „Coolness“-Faktor und einen Chef, der Mentor und Vorbild zugleich ist…?

www.schlosshotel-kronberg.de

Kölner Fischmarkt

Diesen Sonntag, 19. Juli 2015, ist es wieder soweit. Der bekannte Kölner Fischmarkt trumpft mit seinen rund 75 Händlern und deren breitgefächertem Produktangebot auf, welches von internationalen Delikatessen über Kunsthandwerk bis hin zu edlem Schmuck reicht und damit wohl keine Wünsche offen lässt. In der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr haben Sie genügend Zeit, um die besondere Atmosphäre der einzigartigen Flaniermeile am berühmt berüchtigten Tanzbrunnen zu genießen.

Freuen können sich Sie sich dieses Mal natürlich auf die altbewährten Fischklassiker, wie den bekannten Flammlachs oder die leckeren Kibbelinge. Der Fischmarkt ist jedoch keineswegs nur etwas für Fischliebhaber. Mit internationalen Gerichten, exotischem Käse, saftiger Wildbratwurst, sowie anderen Spezialitäten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neben Waren zum Direktverzehr sind auch einige Accessoire-, Schmuck-, Deko- und Kunsthandwerkstände anzufinden.

Für alle, die dieses Jahr nicht in den Sommerurlaub fahren, bringt das Ehepaar Ingers mit seinem handgefertigten Schmuck eingeflogen aus Spanien ein Stück Süden mit zum Fischmarkt. Individuell prägbare Kupferplättchen aus der Hauptstadt Berlin bietet zudem der neue Stand von Süssmädchen. Dort erhalten Sie auf Wunsch ein einzigartiges Unikat. Bei Frau Geissel dagegen können Sie leichte Sommerhüte in tollen Designs für Damen und Herren ergattern. Diese sind nicht nur ein toller Hingucker, sondern bieten auch den perfekten Schutz vor der Sonne.

Für die passende Stimmung und Atmosphäre unter den Gästen sorgt zudem die Band Steven-K und rundet den Tag somit ab.

Datum: Sonntag, 19. Juli 2015
Uhrzeit: 11.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Tanzbrunnen [Köln], Rheinparkweg 1

Beach Club auf Bayerisch

Lässig, mondän und zugleich bodenständig – diesen Spagat meistert die Fährhütte 14, die mit einem neuen Konzept ihre Pforten geöffnet hat. Sie ist Beach Lounge aber auch gemütliches Restaurant, bietet herzlichen Service und gehobene Küche, hat ihren ursprünglichen Charme bewahrt und setzt gleichzeitig mit modernem Design neue Maßstäbe. Und das in spektakulärer Lage: Direkt am Ufer des Tegernsees mit eigener Liegewiese, Bootsanlegesteg und Panoramablick auf die umliegenden Berge. Da kommt sofort Urlaubsstimmung auf.

So außergewöhnlich wie die Location ist auch das kulinarische Angebot der Fährhütte 14. Von Bouillabaisse bis Fleischpflanzerl, von Kalbstatar über Austern bis hin zum Wiener Schnitzel ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Verantwortlich für das neue Konzept der Fährhütte 14 sind die Althoff Hotels, zu denen auch das Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern gehört. Aber nicht nur Hotelgäste können in dem Beach Club, der sich nur 15 Gehminuten vom Althoff Seehotel Überfahrt entfernt befindet, die Füße in den Sand strecken, denn die Fährhütte steht allen Seebesuchern offen. Als Eventlocation bietet die Fährhütte 14 zudem einen außergewöhnlichen Rahmen für Hochzeiten, Jubiläen, Geburtstage oder Firmenveranstaltungen und kann dazu auch exklusiv gebucht werden. Ein Barbecue am Privatstrand, ein Open-Air-Dinner auf der Seeterrasse oder eine sommerliche Party im Lounge-Bereich machen jeden Anlass unvergesslich.

Reservierungen sind unter 08022-188220 möglich. Weitere Informationen unter www.faehrhuette14.de (coming soon).

Rueda

Die Weinroute Rueda

Für etliche deutsche Weinkenner sind Weine mit der Herkunftsbezeichnung D.O. Rueda bereits seit den 70er Jahren ein Begriff. Das für seine Weißweine bekannte Weinbaugebiet in den Provinzen Valladolid, Segovia und Avila liegt in einer Hügellandschaft auf einer Höhe von 600 bis 800 Meter zwischen den Rotweingebieten Ribera del Duero und Toro. Im Norden reicht es bis zum Fluss Duero. Die verschiedenen Rebsorten sind ungleichmäßig über die gesamte D.O.-Region verteilt. Dennoch liegt das Zentrum des Weinbaus in den Gemeinden von La Seca, Rueda und Serrada. Zur Hauptrebsorte des ca. 13.000 ha großen Gebiets gehört die Verdejo-Traube, aber auch die Trauben Viura (oder Macabeo), Sauvignon Blanc und Palomino sind für die “Denominacion de Origen” zugelassen. Die typischen kieshaltigen Böden der Weinberge lassen nur geringe Erträge zu, bringen aber starke mineralische Töne in den Wein.

Seit diesem Jahr gehört das Weinanbaugebiet Rueda mit seinen insgesamt 54 Weingütern und 74 Gemeinden zum Verband der Spanischen Weinrouten “ACEVIN”. Malerische Orte wie Medina del Campo, Nava del Rey, La Seca, Serrada und Pozaldez besitzen wie Rueda selbst neben den weithin bekannten Weingütern und Weinen zahlreiche kunsthistorisch interessante Baudenkmäler, die einen Aufenthalt unvergesslich machen. Jedem Touristen, der sich für eine Bodega-Besichtigung interessiert, stehen die Tore vieler Weingüter der D.O. Rueda offen, um aus erster Hand mehr über die Erzeugung der edlen Tropfen zu erfahren, sie zu verkosten und zu erwerben. Auch die tiefen unterirdischen Keller sind einen Besuch wert, wo früher die berühmten „Vinos de la Tierra de Medina“ erzeugt wurden. Sie wurden am Hof der Katholischen Könige ausgeschenkt und trugen zum frühen Ruhm des Gebiets bei. Diese Weinkeller, die oft unter den heutigen Häusern liegen, machen die Geschichte wieder lebendig. In ihnen findet der Reisende die Ruhe, die im Alltag heute so oft verloren geht.

Besonders reizvoll ist ein Besuch der Rueda-Weinroute zur Zeit der Weinlese. Zahlreiche bacchantische Freuden und Aktionen wie das legendäre Zerstampfen der Weintrauben mit bloßen Füßen, aber auch eine Skaterralley durch die Weinberge, Weinmessen, Bauern- und Handwerkermärkte, Konzerte und Verkostungen warten auf Weinliebhaber aus nah und fern.

www.dorueda.com/de/oenotourismus/

Fruchtfliegen

Fruchtfliegen haben mit der Lebensmittelhygiene zu tun

Die nur zwei Millimeter großen Fliegen der Gattung Drosophila tauchen überall dort auf, wo Obst, Fruchtsäfte und Küchenabfälle offen lagern – besonders beliebt sind faule Stellen. Im matschigen Fruchtfleisch finden die ausgeschlüpften Larven ideale Lebensbedingungen, sodass schon nach wenigen Tagen ganze Schwärme weiterer junger Fliegen um das reife Obst zu finden sind.

Beate Ebbers von www.aid.de schreibt:
Ihr Anblick verdirbt uns nicht nur den Appetit. Fruchtfliegen können auch Fäulnis- und Hefebakterien übertragen und sollten deshalb aus Küche und Speisekammer möglichst verbannt werden. Doch wie wird man die Plagegeister wieder los?

Die vielfach zu hörende Empfehlung, ein mit Essig, Obstsaft und Spülmittel gefülltes Glas offen stehen zu lassen, um die Fruchtfliegen darin zu ertränken, ist keine gute Idee. Denn genau damit werden die kleinen Insekten erst in die Küche gelockt. Die einzige wirkungsvolle Maßnahme ist, den unbeliebten Insekten die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Lassen Sie deshalb in den warmen Sommermonaten keine Früchte und Säfte offen herumliegen bzw. -stehen, sondern lagern Sie diese gut verschlossen und verpackt. Leergetrunkene Saftgläser sollten möglichst gleich gespült werden. Entfernen Sie Abfälle sofort, reinigen Sie die Behälter gründlich und sorgen Sie auch für saubere Arbeitsflächen.

Nicht nur Fruchtfliegen, auch andere Vorratsschädlinge sind im Sommer häufig anzutreffen. So kann sich zum Beispiel die Dörrobstmotte bei warmen Temperaturen besonders schnell vermehren. Der dämmerungsaktive Kleinschmetterling hat es, wie der Name vermuten lässt, auf Trockenobst, Nüsse, Schokolade und Getreide aller Art abgesehen und legt gerne in Ecken und Spalten in der Nähe von Lebensmitteln seine Eier ab. Die geschlüpften Larven können im schlimmsten Fall ganze Vorratsschränke befallen. Wer umherfliegende Falter in seiner Küche entdeckt, sollte Ausschau nach verpuppten Larven halten und auch diese so rasch wie möglich entfernen.