Harald Wohlfahrt kritisiert den medialen Koch-Hype

Sternekoch Harald Wohlfahrt, der bewusst auf Auftritte in TV-Kochshows verzichtet, kritisiert den medialen Koch-Hype: „Eine zweischneidige Sache. Sie sorgt für mehr Aufmerksamkeit, verleitet aber auch zu qualitativ fragwürdigen Spektakel-Kochen. Es ist fatal, wenn das Berufsbild veralbert und verzerrt wird“, sagte Harald Wohlfahrt, seit 23 Jahren mit drei Sternen ausgezeichnet und womöglich der beste Koch des Landes im Interview mit dem Vielfliegermagazin „Lufthansa Exclusive“ (August-Ausgabe). Denn um eine feine Bouillon zu kochen, brauche er zwei Tage. „Das kann ich im Fernsehen in einer Stunde nicht zeigen, das ist absurd.“ Seine persönlichen Ziele definiert Wohlfahrt so: „Ich will die Kochkunst weiterentwickeln und dass die Produkte anders hergestellt werden. Dass auf den Äckern sorgsamer mit den Pflanzen umgegangen wird. Ich will meine Gäste begeistern.“

Harald Wohlfahrt zuhause – auch in seiner Küche ist Wohlfahrt der Schärfste mit CHROMA type 301

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Die magische Dinnershow

Sonntag 18.03.2012 | Wunderbar –
Seien Sie Gast beim Internationalen Kongress des Magischen Zirkels in der VillaMedia. Erleben Sie eine magische Show mit großartigen Zauberkunststücken von herausragenden Akteuren wie Hans Dillenberg und Marc Weide. Sie werden Ihren Augen, Ihren Ohren, Sie werden Ihren Sinnen nicht mehr trauen. Geniessen Sie eine fantastische Geschichte mit atemberaubenden Wendungen und purem Nervenkitzel. Möchten Sie einmal im Leben “ Roberto Robertini” der “Kleine Zauberer” aus Italien sein? Wenn ja, kommen sie! Lassen Sie sich fesseln, oder werden Sie die “schwebende Dame”.

In der einzigartigen Atmosphäre der VillaMedia und mit der außergewöhnlichen medialen Ausstattung erwartet die Gäste eine zauberhaft-fantastische Dinnershow mit allem was dazu gehört. Ein leckeres 4-Gang Menü, gute Weine und tolle Schauspieler wie z.. B. Ursula Wüsthoff, die bei dieser Show sogar in vier verschiedenen Rollen glänzt.

Kartenpreis: € 69,00 inklusive 4-Gang Menü
Einlass: 17.30 Uhr
Beginn: 18.00 Uhr
Karten nur im Vorverkauf:
www.villamedia-eventlocation.de

Künstliche Aufregung um Chips und Pommes

Künstliche Aufregung um Chips und Pommes

„Neuer“ Krebserreger ist ein alter Hut

In den letzten Tagen gab es wieder einmal Anlass zur (medialen) Besorgnis. Überschriften wie „Neuer Krebserreger in Pommes frites entdeckt“ kursierten in allen großen Nachrichtenmagazinen und Zeitungen.
Tatsache ist, dass Lebensmittelchemiker der Technischen Universität München erstmals eine Methode gefunden haben, um die Substanz Glycidamid (GA) in Lebensmitteln nachzuweisen. Das Team um Dr. Michael Granvogl spürte den krebserregenden Stoff direkt in verschiedenen Sorten Kartoffelchips und Pommes frites auf. Soweit, so gut. Die Frage ist nur, welche Schlüsse man aus dieser analytischen Neuerung zieht.
Gehen wir zurück ins Jahr 2002. Eine Nachricht aus Schweden beunruhigt Wissenschaftler, Behörden und Öffentlichkeit. In hocherhitzten Kartoffel- und Getreideprodukten wurde Acrylamid entdeckt. Eine Substanz, die bisher nur in der Kunststoffindustrie bekannt war und die wahrscheinlich krebserregend ist. Eine Welle der Unsicherheit begann und die gesamte Wissenschaft beschäftigte sich mit kaum etwas anderem als der Erforschung von Acrylamid. Ergebnis waren Empfehlungen an Verbraucher: „Vergolden statt verkohlen“ und Richtlinien an die Lebensmittelindustrie. Seitdem ist auch bekannt, dass der eigentlich gefährliche Stoff nicht so sehr das Acrylamid, sondern sein Abbauprodukt Glycinamid ist. Acrylamid wird im Körper nämlich zu GA abgebaut und das zu 95 Prozent. Die restliche Menge wird über den Urin ausgeschieden. In den Lebensmitteln wurde nun etwa ein Hundertstel der Menge an GA gefunden, das allein schon bei Aufnahme von Acrylamid im Körper entsteht. Eine verschwindend geringe Menge also.
Laut Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin ändert diese neue analytische Entdeckung nichts an der früheren Einschätzung, sondern bestätigt nur die Bewertung von 2002. Es geht immer noch um die Vermeidung einer zu hohen Acrylamid-Aufnahme durch Verringerung der Back- und Brattemperaturen bei der Zubereitung von Kartoffel- und Getreideprodukten.
Die Münchner Analytiker stellten ebenso fest, dass Kartoffelstücke in gesättigten Ölen, wie z. B. Palmöl, weniger GA enthielten. Beim zunehmend beliebteren und, wegen der ungesättigten Fettsäuren, ernährungsphysiologisch wertvolleren Sonnenblumenöl fand sich dagegen eine höhere GA-Konzentration. Granvogl legt daher nahe, „dass man zum Braten und Frittieren lieber Öle mit gesättigten Fettsäuren verwenden sollte.“ Diese Schlussfolgerung wird aber mit Sicherheit kontrovers diskutiert werden. Hebt die geringe Menge an gefundenem Glycidamid tatsächlich die gesunde Wirkung des hochwertigeren Öls auf? Eine Nutzen-Wirkung-Analyse wird folgen müssen.
Einstweilen gelten aber nach wie vor die Tipps vom aid infodienst:

– Scharfes Anbraten von Kartoffel- und Getreideprodukten und eine zu starke Bräunung vermeiden.
– Möglichst mit Margarine braten, um eine Überhitzung zu vermeiden.
– Bratkartoffeln besser aus gekochten Kartoffeln zubereiten. Rohe Kartoffeln eine Stunde wässern.
– Die Temperatur beim Backen mit Umluft sollte 180 Grad Celsius, beim Backen ohne Umluft 200 Grad Celsius nicht überschreiten.
– Backpapier verwenden
– Pommes, Blechkartoffeln, Plätzchen, Brot, Pizza und Kuchen nicht zu stark bräunen.
– Dicke Pommes bevorzugen und gleichmäßig auf dem Backblech verteilen.
– In der Friteuse sollten 175 Grad Celsius nicht überschritten werden. Pommes in kleinen Portionen so lange frittieren, bis sie goldbraun sind. aid, Harald Seitz

Gourmet Report empfiehlt als weiteren Tipp:
– Die Dosis macht das Gift!

Sexuelle Präferenz beeinflusst Gesichts-Wahrnehmung

Zwei Forscherinnen der Universität
Zürich haben entdeckt, dass sexuelle Vorlieben die Wahrnehmung von
Gesichtern beeinflussen. Damit haben sie erstmals den neuronalen
Nachweis erbracht, dass das Aussehen bei der Partnerwahl eine Rolle
spielt. Die Ergebnisse der Studie sind in der jüngsten Ausgabe des
Wissenschaftsmagazins „Current Biology“ http://www.current-biology.com
erschienen, berichtet die Universität Zürich.

Das Forscherinnenteam um Alumit Ishai und Felicitas Kranz vom Institut
für Neuroradiologie der Universität Zürich http://www.unizh.ch hat
festgestellt, dass die Wahrnehmung von Gesichtern im menschlichen Gehirn
ein Netzwerk verschiedener Regionen aktiviert. Die beiden Forscherinnen
haben sich insbesondere für die Einflüsse von Geschlecht und sexueller
Neigung interessiert. Bereits bekannt war, dass Aufmerksamkeit,
Gedächtnis und Emotionen die neuronale Antwort auf Gesichter modulieren.
Gesichter, die Emotionen wie Glücklichkeit, Angst oder Wut zeigen, lösen
demnach größere Aktivitäten im Gehirn aus als neutrale Gesichter.

Die Forscherinnen haben untersucht, ob hetero- und homosexuelle
Versuchspersonen eine stärkere Gehirn-Reaktion auf Gesichter des von
ihnen bevorzugten Geschlechts zeigen würden oder nicht. Dazu verwendeten
sie das System der funktionellen Magnetresonanz (fMRI), das
Gehirnfunktionen wie das Gedächtnis oder die visuelle Wahrnehmung
aufzeichnet und die dazu gehörigen Gehirnregionen lokalisiert. Den 40
hetero- und homosexuellen Männern und Frauen wurden anschließend Fotos
von unbekannten und berühmten Gesichtern gezeigt. Die Probanden mussten
die Bilder als attraktiv, neutral oder unattraktiv bewerten. Dabei wurde
auch die Gehirnaktivität verschiedener Hirnregionen gemessen. Das
Ergebnis war interessant: Unabhängig von Geschlecht und sexueller
Neigung beurteilten alle Versuchspersonen die Attraktivität der
Gesichter ähnlich. Allerdings konnten die Wissenschaftlerinnen
feststellen, dass im medialen orbitofrontalen Kortex andere Aktivitäten
messbar wurden: Hier zeigten heterosexuelle Frauen und homosexuelle
Männer eine stärkere neuronale Antwort auf männliche Gesichter,
heterosexuelle Männer und homosexuelle Frauen hingegen stärker auf
weibliche Gesichter reagierten.

Im medialen orbitofrontalen Kortex befindet sich das Belohnungssystem
des Gehirns. Damit deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass
sexuelle Präferenzen die Reaktion auf Gesichtswahrnehmung im
Belohnungssystem modulieren. Wolfgang Weitlaner