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120.000 Kilometer müssen Bienen zurücklegen, um den Nektar für 500 Gramm Honig zu sammeln. Das entspricht einer Flugstrecke von insgesamt drei Erdumrundungen. Bienen nehmen für die Ernährung der Menschen und im gesamten Ökosystem wichtige Funktionen wahr: Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und sorgen damit für die Nahrungsgrundlagen von Menschen und Tieren.

Das Sammelgebiet eines Bienenvolkes erstreckt sich in der Regel über eine Fläche von etwa 50 Quadratkilometern. Von der Bestäubung durch Honigbienen hängen in Deutschland wichtige landwirtschaftliche Erträge im Pflanzen- und Obstbau ab. Mehr als 550 verschiedene Honig- und Wildbienenarten sind in Deutschland heimisch und sichern die biologische Vielfalt. Eine neue App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft informiert über den bienenfreundlichen Garten mit wichtigen Blüh- und Nahrungspflanzen für Bienen.
Weitere Informationen unter www.bmel.de/bienenapp.

Quelle: BMEL, Deutscher Imkerbund

Ungarn führt Standardglas für Honig ein

Ungarn führt Standardglas für Honig ein

Ungarischer Imkerverband betreibt Qualitätssicherung – Deutscher Imkerbund stand beratend zur Seite

Der ungarische Imkerverband (HBF) hat Anfang dieses Jahres ein Einheitsglas mit Qualitätssiegel für den Honig seiner Mitglieder eingeführt. Ziel ist es, den guten Ruf des ungarischen Honigs langfristig zu sichern. Der Deutsche Imkerbund e.V. (DIB) stand im Vorfeld der Einführung dem HBF beratend zur Seite. Der Behälterglashersteller O-I ist mit der Produktion der Gläser beauftragt und war auch bei der Designentwicklung maßgeblich beteiligt.

Ungarn ist der zweitgrößte Honigproduzent in Europa und hält circa fünf Prozent am weltweiten Honigexport. Rund 25.000 Tonnen produzieren die ungarischen Imker jährlich. Vor allem der Akazienhonig ist im Ausland sehr beliebt. Seit rund zwei Jahrzehnten kratzen allerdings Honigfälscher am guten Ruf des ungarischen Bienensaftes. Daher hat sich der HBF für die Einführung eines versiegelten Standardglases entschieden.

Das neue 730ml Einheitsglas garantiert für die Herkunft und die hohe Qualität des Honigs, da es ab Werk nur unter strenger Aufsicht an die Mitglieder des HBF ausgeliefert wird. Auf dem Glas, das rund ein Kilogramm fasst, ist der Umriss Ungarns in Form sechseckiger Bienenwaben eingraviert. Im Zentrum befindet sich das Logo des HBF. Ein Siegel mit Identifikationsnummer und Hologramm schützt den Inhalt vor nachträglichen Manipulationen.

O-I beriet beim Design
Unterstützung bei der Design-Entwicklung erhielt der HBF von O-I, einem der weltweit größten Hersteller von Glasverpackungen. „O-I verstand und unterstützte sofort den Grundgedanken dieses Projekts: nämlich dass das neue Design die Botschaften des Verbands an seine Mitglieder spiegeln soll. Neben seinem ansprechenden Aussehen sollte das neue Glas die hohe Qualität und die Unverfälschtheit seines Inhalts betonen und zeigen“, so Attila Nagyernyei, Vorsitzender der HBF-Vereinigung für den Bezirk Tolna und Initiator des neuen Honigglas-Projekts. Produziert werden die Gläser im O-I Werk in Orosháza, Ungarn.

Vorbild Deutscher Imkerbund
Das Vorbild für die qualitätssichernden Maßnahmen des HBF stammt aus Deutschland. „Wir haben bereits seit 1925 ein Einheitsglas für die Vermarktung des Echten Deutschen Honigs eingeführt. Auch unsere hohen Qualitätsstandards haben sich bereits über Jahrzehnte bewährt. Mit unseren Erfahrungen haben wir den ungarischen Kollegen bei der Umsetzung der neuen Maßnahmen gerne geholfen“, so Manfred Hederer, Vorstandsmitglied des DIB.

Die deutschen Imker haben schon häufiger die Beratung anderer Imkerverbände bei der Qualitätssicherung übernommen. So auch in Zypern. „Dort ging es hauptsächlich um die Lösung qualitativer Problemen. In Zypern wurde damals das gesamte Bienenwachs ausgetauscht, da dieses bei Messungen schlechte Ergebnisse brachte“, erklärt Hederer.

Ob in Zypern, Ungarn oder Deutschland, eines ist für Hederer klar: Honig sollte immer im Glas abgefüllt werden und zwar sowohl aus ökologischen Gründen als auch unter Marketinggesichtspunkten: „Glas war schon immer etwas Reines, das aus der Natur kommt. Es unterstreicht also den Gesundheitsaspekt des Honigs. Weil es die Qualität des Inhalts zeigt, schafft es außerdem Vertrauen. Interessant ist auch seine Wiederverwendbarkeit. Gebrauchte Gläser brauchen nur ausgewaschen zu werden und sind direkt wieder einsatzbereit.“

Über O-I

Mehr Informationen stehen unter www.o-i.com zur Verfügung.

Bienen summen auf der Grünen Woche

Als Aussteller im ErlebnisBauernhof wird
der Deutsche Imkerbund e. V. (D.I.B.) bereits zum achten Mal in den
kommenden Tagen auf der größten Verbrauchermesse in Berlin vertreten
sein. Daneben präsentieren der Imkerverband Berlin e. V., die AG
Bienenforschung der Freien Universität Berlin und verschiedene
Imkereibetriebe aus dem Bundesgebiet Interessantes rund um die
Honigbienen, die Imkerei und Echten Deutschen Honig.

Die D.I.B.-Mannschaft wird besonders das Werbethema 2008 „Jahr
der Frau in der Imkerei“ in den Mittelpunkt rücken, denn die früher
fast ausschließlich von Männern ausgeübte Bienenhaltung findet immer
mehr weibliche Anhänger. Die Obfrau für Nachwuchswerbung aus dem
Rheinland Marianne Kehres, Berufsimkerin Maria Rieken aus
Niedersachsen und Jungimkerin Diana Bott aus Hessen werden am 21.,
23. und 25. Januar auf der Bauernhofbühne zu Honigbienen und ihren
Imkereien spannende Geschichten erzählen und am lebenden Bienenvolk
interessierten Besuchern Fragen beantworten. Aus einem Angebot von
neun deutschen Sortenhonigen kann der Messebesucher seinen Favoriten
wählen und gleichzeitig für das Unicef-Kinderhilfswerk spenden.

Am 22. Januar werden Experten in einer Pressekonferenz zum
bundesweiten Bienenmonitoring-Projekt „Völkerverluste“ die
Ergebnissen des Untersuchungsjahres 2006/2007 vorstellen und im
Anschluss auf einer Podiumsdiskussion über das Thema „Gesunde Bienen
– Gesunde Umwelt, der Imker als Hüter der Natur“ sprechen.

Jugendliche werden am „Tag der Ausbildung“ in Halle 23a am 25.
Januar im Mittelpunkt stehen, wenn es heißt: „Flotte Biene – Imker –
Ein Beruf auch für Frauen“. Berufsimkerin Maria Rieken und Jessica
Franke, Auszubildende zum Tierwirt – Fachrichtung Imker im ersten
Lehrjahr, stellen sich vor und berichten von ihrem Weg zur Imkerin.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am 26.01.2007 im ICC
eine Honigprämierung mit einem Vortrag zum „Ursprung der europäischen
Honigbiene“ von Prof. Dr. Jerzy Woyke, Universität Warschau.

Noch ein Tipp der Gourmet Redaktion: Der derzeit im Kino laufende Trickfilm „Beemovie“ ist empfehlenswert. Gehen Sie mit Ihren Kindern hin!

Bundesweiter Tag der deutschen Imkerei

Zum Tag der deutschen Imkerei lädt am 7. Juli 2007 der Deutsche Imkerbund e.V. ein. Viele Imkereien und Imker-Vereine gewähren an diesem Tag Einblicke in ihre Arbeit mit Honigbienen. Interessierte können sich darüber hinaus auch jederzeit in den
rund 3.000 Ortsvereinen über die faszinierende Welt der fleißigen Insekten informieren und Imkern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Vielerorts werden Kurse, Patenschaften und das Mieten eines Bienenvolks für Anfänger angeboten.

Seit 2000 findet der Tag der deutschen Imkerei traditionell am ersten Wochenende im Juli statt. In diesem Jahr gibt es zudem einen besonderen Anlass: Der Deutsche Imkerbund e.V. feiert sein 100-jähriges Bestehen und will das Jubiläumsjahr nutzen, um
auf die große Bedeutung der Honigbienen hinzuweisen. Denn ca. 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge mit einem Umsatzvolumen von vier Milliarden Euro in Deutschland sind von der Bestäubungsleistung durch Honigbienen abhängig.

Weitere
Informationen zum bundesweiten Tag der deutschen Imkerei erteilt der Deutsche Imkerbund e.V., Villiper Hauptstr. 3, 53343 Wachtberg und unter www.deutscherimkerbund.de

Das reinste Honigschlecken

Wenn es um Honig geht, sind die Deutschen längst Weltmeister: Rund
1,2 Kilogramm des beliebten Bienenprodukts werden hierzulande pro Kopf und
Jahr konsumiert oder besser gesagt vernascht.

Etwa 20 bis 25 Prozent davon
kommen aus heimischer Produktion. Eine Besonderheit in der Honiglandschaft
stellt der „Echte Deutsche Honig“ dar, der den besonders strengen
Qualitätsauflagen des Deutschen Imkerbundes e. V. (D.I.B.) unterliegt.
„Echter Deutscher Honig“ darf nicht wertmindernd wärmebehandelt werden.
Zusätzlich zeichnet ihn ein geringer Wassergehalt aus, was ihn haltbarer und
aromatischer macht. Traditionsgemäß darf dem „Echten“ weder etwas
hinzugefügt noch etwas entzogen werden. Das Bienenerzeugnis aus deutschen
Landen darf sich somit zu Recht mit den Attributen naturbelassen und
unverfälscht schmücken. Es enthält alle honigtypischen Bestandteile in
vollem Umfang, wozu beispielsweise neben zahlreichen Enzymen, Vitaminen und
Aromastoffen auch die wertvollen Pollen zählen. Dank seines vollen
Pollengehalts lässt sich seine Herkunft jederzeit nachprüfen.

Nach einer EU-Verordnung darf auch gefilterter Honig in den Handel gebracht
werden. „Ein derartig bearbeitetes Produkt ist aber nicht mehr
naturbelassen“, stellt der Deutsche Imkerbund klar und erklärt den
Unterschied.

„Beim Filtrieren werden dem Honig die Pollen entzogen. Nach der
gültigen EU-Verordnung muss die Herkunft von Honig auf dem Etikett angegeben
werden. Doch nur anhand der Pollen lässt sich bestimmen, woher der
betreffende Honig geographisch tatsächlich stammt.
Der Deutsche Imkerbund:
„Die Gefahr einer Verbrauchertäuschung ist hier nicht auszuschließen, denn
bei gefiltertem Honig lässt sich die Herkunft nicht mehr überprüfen.“

Der
Deutsche Imkerbund und seine Mitglieder wehren sich geschlossen gegen die
Filterung – mit Erfolg: Honig mit dem Aufdruck „Echter Deutscher Honig“
bleibt weiterhin ungefiltert. Auch im Gehalt an ernährungsphysiologisch
wichtigen Inhaltsstoffen ist der Echte Deutsche Honig den gefilterten
Erzeugnissen überlegen. Pollen sind botanisch gesehen die männlichen
Keimzellen der Pflanzen, die von den Bienen beim Besuch der Blüten
zusätzlich zum Nektar gesammelt werden. Sie enthalten nicht nur wichtige
Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch hochwertiges Eiweiß und viele
sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Phytosterine. Im Bienenstock
dienen sie dem Nachwuchs als Kraftnahrung.

Die Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes sind sehr viel strenger
als die Vorgaben der Lebensmittelgesetze oder der deutschen Honigverordnung.
Mehrere tausend Honigproben lässt der Deutsche Imkerbund in Eigenregie Jahr
für Jahr umfassend wissenschaftlich analysieren – Basis und Garantie für
nachweisbare Spitzenqualität und ungetrübtes Honigschleckvergnügen.

Für den
Naschvorrat zu Hause empfiehlt es sich, das süße Bienenprodukt kühl, dunkel
und trocken zu lagern. Und gut zu wissen: Je nach Sorte wird jeder
naturbelassene Honig früher oder später fest. Behutsames Erwärmen unter
40 Grad Celsius macht ihn wieder weich und flüssig. Höhere Temperaturen
schaden den wertvollen Inhaltsstoffen im Honig.

Honig – Bienenfleiß & Lieblingssorte

Am sprichwörtlichen Fleiß der Bienen ist tatsächlich etwas dran: Beim Besuch
der Blüten legen die intelligenten Spezialisten enorme Wegstrecken zurück.
Bildlich gesehen umkreisen sie für ein Pfund Honig dreimal die Erdkugel.

Und
das ist noch nicht alles: Rund 83.000 Imker produzieren hierzulande mit
insgesamt etwa einer Million Bienenvölkern jährlich bis zu 25 000 Tonnen der
süßen Schleckerei.

Schleuderhonig wird grundsätzlich kalt geschleudert. Blütenhonig ist die
allgemeine Bezeichnung für Honig aus dem Nektar vieler verschiedener
Pflanzen. Farbe, Bukett und Beschaffenheit variieren deshalb von Honig zu
Honig.
Blütenhonig gibt es als so genannte Früh- und Sommertracht. Tracht
nennt der Imker die Pflanzen, die von den Bienen angeflogen werden.

Frühtracht entstammt der ersten Schleuderung im Jahr und enthält vor allem
den Nektar von Weiden, Obstgehölzen, Ahorn und anderen Pflanzen.
Sommertracht entsteht bei Schleuderung der Honigwaben zur heißen Jahreszeit.
Er setzt sich aus stark wechselnden Anteilen an Nektar und Honigtau
zusammen.
Honigtau sammeln die Bienen von Bäumen. Wald- und Honigtauhonig
wird aus dem Honigtau zahlreicher Baumarten gewonnen. Er ist dunkel,
besonders mineralstoffreich und schmeckt malzig-würzig.

Sortenhonige sind
weitere Honigspezialitäten. Hier stehen beispielsweise zart-aromatischer
Rapshonig, mild-süßer Kleehonig, kräftiger Löwenzahnhonig oder herb-würziger
Heidehonig zur Auswahl.
Die Vielfalt an Echtem Deutschen Honig beweist:
Honig ist nicht gleich Honig – deshalb einfach beim Imker in der Nähe
testen, um die persönliche Lieblingssorte herauszufinden.

Honig – von Natur aus vielseitig

Seit Anfang Mai ist sie unermüdlich im Einsatz und liefert uns leckeren
Honig: die Honigbiene. Wie viel Arbeit in einem Kilogramm Honig steckt, was
das Besondere am Honig ist und warum er so gut schmeckt, erklärt die neu
aufgelegte Broschüre „Natur pur – Alles rund um Echten Deutschen Honig“,
herausgegeben vom Deutschen Imkerbund e. V. (D.I.B.). Hier findet sich alles
über das beliebte Süßungsmittel, seine Gewinnung, seine Inhaltsstoffe,
verschiedene Sorten, Verwendungsmöglichkeiten und vieles mehr.

Einer Umfrage zufolge verwenden drei Viertel aller deutschen Haushalte
regelmäßig Honig. Eingesetzt wird er vor allem als Brotaufstrich, aber auch
zum Süßen von Tee, Kaffee und einer Vielzahl von Speisen. Echter deutscher
Honig ist ein reines Naturprodukt.

Seine Hauptbestandteile sind Frucht- und
Traubenzucker; insgesamt finden sich rund 30 verschiedene Zuckersorten
darin. Außerdem enthält Honig viele weitere Inhaltsstoffe wie Vitamine,
Mineralstoffe, Enzyme und Aromastoffe. Diese beeinflussen nicht nur den
Geschmack, sondern sind auch gesund: Einige dieser Substanzen weisen
wissenschaftlich nachweisbare gesundheitsfördernde Eigenschaften auf.
Daneben sorgen die verschiedenen Zuckerarten in naturbelassenen Honigen für
wertvolle, weil länger verfügbare Energie.

Deutscher Honig unterliegt gemäß der deutschen Honigverordnung strengen
Kontrollen: Durch den Gesetzgeber ist die Einhaltung dieser Honigverordnung
vorgeschrieben. Nur Honig, der die noch strengeren Qualitätsstandards des
D.I.B. erfüllt, erhält den grünen D.I.B.-Gewährverschluss (Banderole).
Unabhängige Labore überprüfen regelmäßig in Stichproben im Auftrag des
D.I.B. Herkunft und Qualität Echter Deutscher Honige.

Die Broschüre „Natur pur – Alles rund um Echten Deutschen Honig“ kann gegen
Gebühr schriftlich bestellt werden beim Deutschen Imkerbund e.V., Villiper
Hauptstraße 3, 53343 Wachtberg, E-Mail: DIB.Versand@t-online.de.