Gewürz-Sommelier

Die beliebte Qualifizierungsreihe zum Gewürz-Sommelier startet im Februar 2017 zum vierten Mal. Für die Teilnahme an den Kursen vergibt die Adalbert-Raps-Stiftung drei Stipendien, die sowohl die Kosten des Lehrgangs als auch der Unterbringung decken. Bewerben kann sich, wer über eine abgeschlossene Ausbildung in der Lebensmittel- oder Gastronomiebranche verfügt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Seminarreihe erarbeiten sich unter Anleitung von Experten umfassende Kenntnisse über die Vielfalt der Gewürze, ihre Geschmackswelt und ihre Kombinationsmöglichkeiten. Durch intensive Sensorik-Schulungen und zahlreiche Praxiseinheiten lernen die zukünftigen Gewürzspezialisten die Heil- und Gesundheitswirkungen kennen. Sie erfahren außerdem welche Qualitätsunterschiede es bei Gewürzen und Kräutern gibt und woran man sie erkennt. Erstmalig demonstrieren erfahrene Sommeliers aus den Fachbereichen Wein, Käse, Bier und Edelbrände bei Verkostungen wie ihre Produkte vom professionellen Food Pairing und Food Completing profitieren. Abgerundet wird das abwechslungsreiche Programm mit Exkursionen und Betriebsbesichtigungen. Nach sechs zweitägigen Seminarblöcken stellen die angehenden Gewürz-Sommeliers ihr neu erlerntes Wissen in einer mündlichen sowie schriftlichen Prüfung unter Beweis und erhalten nach Bestehen das Zertifikat.
Zu Ehren ihres Gründers Adalbert Raps vergibt die Stiftung für die Ausbildung zum Gewürz-Sommelier seit 2014 jährlich drei Stipendien in Höhe von je 2.500 Euro. Mit diesem Engagement eröffnet die Stiftung Gewürzinteressierten den professionellen Zugang zur Gewürz-Welt und zu neuen beruflichen Perspektiven. Die diesjährigen Stipendiaten, Christoph Landwehr und Susanne Peters, konnten ihre Gewürzkompetenz bereits in ihre jeweiligen Berufe einbringen. Gewürz-Sommelière Peters setzt Gewürze nun gezielter und mit spielerischem Ansatz bei Social Sense, einer gemeinnützigen GmbH in München, für das Integrationsprojekt „Gaumen Freunde – gutes Essen, Gutes tun!“ ein. Der Kölner Rohstoffeinkäufer Christoph Landwehr hat sich mit seiner neu erworbenen Gewürzexpertise für das Sensorik-Panel bei seinem Arbeitgeber Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG qualifiziert.
Der Intensiv-Lehrgang zum Gewürz-Sommelier wird vom bayrischen Cluster Ernährung am Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) ausgerichtet. Aufgrund der großen Nachfrage wird das KErn im Herbst 2017 voraussichtlich eine zweite Seminarreihe starten. Die Adalbert-Raps-Stiftung hat ihre Kooperation bereits zugesagt und wird erneut drei Stipendien vergeben.

Die Förderung richtet sich generell an alle, die eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium im Lebensmittelbereich und berufliche Erfahrung in Lebensmittelindustrie, Handwerk, Gastronomie oder Handel vorweisen können. Interessierte können sich noch bis zum 5. Dezember bei Simone Aigner unter info@raps-stiftung.de bewerben.

Weitere Informationen zu den Kursinhalten finden sich unter www.cluster-bayern-ernaehrung.de/qualifizierungen/gewuerz-sommelier und speziell zu den Stipendien der Adalbert-Raps-Stiftung unter www.raps-stiftung.de/engagement/projekte-zu-ehren-des-stifters/stipendien-gewuerz-sommelier.

Termine für das Frühjahr 2017:
20.02.2017 – 21.02.2017     Gewürz-Sommelier | Kurs 4     Block 1 in Kulmbach
20.03.2017 – 21.03.2017     Gewürz-Sommelier | Kurs 4     Block 2 in Kulmbach
03.04.2017 – 04.04.2017     Gewürz-Sommelier | Kurs 4     Block 3 in Kulmbach
08.05.2017 – 09.05.2017     Gewürz-Sommelier | Kurs 4     Block 4 in Kulmbach
22.05.2017 – 23.05.2017     Gewürz-Sommelier | Kurs 4     Block 5 in Klingenberg am Main
12.06.2017 – 13.06.2017     Gewürz-Sommelier | Kurs 4     Block 6 in Kulmbach

1976 durch Nachlassverfügung des Apothekers und visionären Industriellen Adalbert Raps gegründet, setzt sich die Kulmbacher Stiftung seit fast 40 Jahren engagiert für soziale Projekte sowie für Forschungsleistungen in der Lebensmittelbranche ein. Die Adalbert-Raps-Stiftung ist stiller Gesellschafter der RAPS GmbH & Co. KG.

Oishii! Essen in Japan

Das Linden-Museum Stuttgart zeigt von 15. Oktober 2016 bis 23. April 2017 die Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“.

„Oishii!“ – „Es schmeckt mir!“ – ist das in Japan geläufigste Wort, um Wohlgeschmack am Essenstisch zu signalisieren. Es ist ein Ausdruck, der einhergeht mit der sozialen und kulturellen Identität des Essenden. Denn Essen ist in Japan weit mehr als Ernährung. Es ist mit allen Bereichen des menschlichen Lebens verbunden und ermöglicht den Blick auf die verschiedensten Aspekte der Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Linden-Museum Stuttgart in einer großen Sonderausstellung der japanischen Ess- und Trinkkultur. Schwerpunkte der Ausstellung sind der Anbau von Reis und seine Bedeutung für die japanische Gesellschaft, der „heilige Trank“ Sake, die Rolle von Fisch, Meeresfrüchten und Algen sowie Gemüse, Nudeln und Würzmitteln in der Küche. Aber auch die Welt der Teetraditionen, die Kultur des Picknicks und das Bentô werden aufgegriffen.

Wie haben sich Ernährungsgewohnheiten im Lauf der Geschichte verändert? Welche komplexen technologischen Leistungen sind für die Gewinnung und Zubereitung von Nahrung notwendig? Wer isst wann was? All diesen Fragen spürt die Ausstellung nach, lenkt den Blick zugleich auf eine reiche materielle Kultur und regt den Besucher an, sich über die eigenen Nahrungsgewohnheiten bewusst(er) zu werden.

Präsentiert werden Originale aus der eigenen Sammlung von Tuschen über Holzschnitte bis hin zu Keramik, darunter wertvolle Objekte, die noch nie gezeigt wurden. Ergänzt werden diese durch Leihgaben aus dem In- und Ausland. Multimediale Elemente schlagen die Brücke zwischen den historischen Exponaten und der Gegenwart und bringen auch japanische Stimmen ins Spiel.
 
Zur Vertiefung und Ergänzung der Ausstellungsthemen gibt es ein facettenreiches Programm aus Thementagen, Vorträgen, Filmen, Festen und Workshops, das den Besucher auch einlädt, die japanische Ess- und Trinkkultur sinnlich zu erleben. Angeboten werden unter anderem Vorführungen der japanischen Teezeremonie sowie Whisky- und Sake-Verkostungen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit interdisziplinären Beiträgen zu Essen und Trinken in Japan. Kinder erhalten kostenlos ein Aktionsheft, das sie spielerisch durch die Ausstellung führt.

Adresse
Linden-Museum Stuttgart
Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, Tel. 0711.2022-3 ǀ Fax 0711.2022-590 ǀ mail@lindenmuseum.de

Öffnungszeiten
Di–Sa10–17UhrǀMi10–20UhrǀSoundFeiertage10–18Uhr Schließtage: 24.12./25.12./31.12./14.4.
Eintritt
€ 10,–/8,– / Familienticket: € 20,– (bis 2 Erwachsene + Kinder bis 18 Jahre) Kinder bis einschl. 12 Jahre frei
Audioguide: € 3,–

Führungsanmeldung für Gruppen
Dienstag bis Donnerstag 9.30 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr (Ferien: nur Donnerstag) Tel. 0711.2022-579 ǀ Fax 0711.2022-590 ǀ fuehrung@lindenmuseum.de Anmeldefrist: 3 Wochen vor Führung

www.lindenmuseum.de

Nordic Diet 2.0

Mit dem Start in den Frühling ist auch das Thema gesunde Ernährung wieder in aller Munde. Für alle, die langfristig ihre Ernährung umstellen und ihr Gewicht halten möchten, ist die Nordic Diet 2.0 der ideale Ernährungsansatz. Dahinter verbirgt sich keine Diät, sondern ein ganzheitlicher, an typisch deutsche Essgewohnheiten angelehnter Ernährungsansatz. Statt Kalorienzählen steht bewusster Genuss auf dem Programm. Entscheidend sind nur die richtigen Lebensmittel:
Traditionell, regional, saisonal und gesund sollten sie sein.

Fettgesunde und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Rapsöl und Margarine, Kohl, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse und anderes heimisches Gemüse sowie Obst, Roggenvollkorn und Fisch spielen die Hauptrolle.

Die Ursprünge der Nordic Diet 2.0: Die mediterrane Küche mit ihren typischen Zutaten Olivenöl, Tomaten, Zucchini und Seefisch hat sich als eine der gesündesten Ernährungsformen erwiesen. Doch nicht in allen Ländern entspricht dieses Ernährungsmuster den gängigen Essgewohnheiten. Je nördlicher man lebt, desto untypischer und teurer werden diese Lebensmittel. Damit eine Ernährungsumstellung im Alltag langfristig durchgehalten werden kann, ist es jedoch wichtig, viele bekannte und landestypische Lebensmittel in den Ernährungsplan zu integrieren. In Zusammenarbeit mit Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm wurden daher die Grundprinzipien der gesunden mediterranen Kost – regionale und saisonale Lebensmittel, gute Fette sowie bewusster Genuss – auf typisch deutsche Essgewohnheiten und Lebensmittel übertragen. Damit war die Nordic Diet 2.0 geboren!

Saisonal und regional essen mit der Natur: In der „Brotnation“ Deutschland spielen Backwaren eine wichtige Rolle. Hierbei ist Roggenvollkorn die beste Wahl, Weizenmehl sollte eher im Hintergrund stehen. Raps von deutschen Feldern liefert das perfekte Fett, denn es enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Genießen Sie das Öl pur für die Zubereitung von z.B. Salaten oder für das tägliche Frühstücks- oder Abendbrot in Form von Margarine oder pflanzlichen Streichfetten. Auch heimisches Gemüse (Kohl, Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte) und Obst (Äpfel, Birnen und Beeren) stehen im Fokus. Dreimal die Woche sollte Fisch, wie Hering, Lachs, Makrele, Forelle aus Atlantik, Nord- und Ostsee sowie Flüssen und Seen, auf den Tisch kommen. Fleisch hingegen sollte die Ausnahme bilden und möglichst aus Freilandhaltung oder vom Wild stammen. Wildkräuter (z.B. Bärlauch, Rauke, Brunnenkresse und Sauerampfer), Nüsse und Pilze (z. B. Steinpilze, Pfifferlinge) bereichern den Speiseplan zusätzlich. Der große Vorteil frischer und regionaler Produkte: Sie stecken nicht nur voller Vitamine und Mineralstoffe, sie benötigen auch keine langen Transportwege!

Das richtige Fett hat großen Einfluss! Fett ist ein elementarer Bestanteil unserer Ernährung und sollte laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rund 30 % der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Neben der Menge kommt es vor allem auf die Qualität an: Rapsöl und daraus hergestellte Margarine liefern die gesunden ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren alpha-Linolen- und Linolsäure. Diese sogenannten essenziellen – also lebensnotwendigen – Fettsäuren kann der Körper nicht selbst bilden, weswegen sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie regulieren den Cholesterinspiegel und unterstützen so ein gesundes Herz- Kreislauf-System.

Lästiges Kalorienzählen? Nicht nötig! Durch den hohen Anteil an Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und „guten“ Kohlenhydraten sowie Ballaststoffen, die im Rahmen der Nordic Diet 2.0 aufgenommen werden, ist sogar eine Gewichtsabnahme möglich – auch wenn man sich richtig satt isst. Das richtige Fett spielt auch hier eine wichtige Rolle: Es hält lange satt und verhindet so Heißhungerattacken. Da die Nordic Diet 2.0 auf Langfristigkeit setzt und zwischen den Mahlzeiten kein Hunger aufkommt, ist auch der ungeliebte Jo-Jo-Effekt unwahrscheinlich. Und das Beste: Starre Lebensmittelverbote gibt es nicht, nur Zucker und Salz sollten sparsam verwendet werden.

Garantiert einfache Einbindung in den Alltag: Alle wichtigen Lebensmittel der Nordic Diet 2.0 sind zur Saison überall und relativ günstig erhältlich.

http://dagmarvoncramm.de/de/startseite/

Finalisten des Basque Culinary World Prize

Jetzt sind die 20 Finalisten des Basque Culinary World Prize bekanntgegeben worden, mit dem Chefköche der ganzen Welt ausgezeichnet werden sollen, die mit ihren Projekten die Gesellschaft durch Gastronomie verbessert haben.
Der Sieger bzw. die Siegerin wird am 11. Juli dieses Jahres von einer Jury gewählt, die sich aus den angesehensten Köchen und Experten für unterschiedliche Bereiche der Esskultur zusammensetzt. Die so ausgezeichnete Person erhält € 100.000, um sie einem Projekt oder einer Institution ihrer Wahl zu widmen, die die umfassende Rolle der Gastronomie innerhalb der Gesellschaft wiederspiegeln.
Die Basque Culinary Preisverleihung wird von dem Basque Culinary Center (BCC), einer weltweit führenden akademischen Einrichtung für Gastronomie, und der Baskischen Regierung im Rahmen der Euskadi-Baskenland-Strategie organisiert und gefördert.
Die Top 20, zu denen Küchenchefs aus Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Dänemark, Frankreich, Indien, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Südafrika, Spanien, dem Vereinigten Königreich, den USA und Venezuela gehören, zeigen die globale Reichweite dieser Auszeichnung. Die Projekte haben unterschiedlichste Ausrichtungen, die von Innovation über Bildung und Erziehung, Gesundheit, Forschung, Nachhaltigkeit, sozialem Unternehmertum und Philanthropie bis zur Erhaltung örtlicher Kulturen gehen.
Eine Generation internationaler Chefköche und -köchinnen, die ihre Rolle in der heutigen Gesellschaft erweitert und ihren Beruf neu definiert haben, indem sie neue Fertigkeiten, Kreativität, Innovation und soziale Anliegen in ihr Konzept integrieren. Der Basque Culinary World Prize ist eine Anerkennung für diese Entwicklung.
Die zwanzig, in die engere Auswahl gekommenen Küchenchefs bauen auf dem Werk einer Gruppe auf, die mit ihrer zukunftsweisenden Arbeit diese Bewegung in Gang setzte und zu der unter anderen Gaston Acurio, Ferran Adrià, Dan Barber, Heston Blumenthal, Massimo Bottura, Claus Mayer, Jamie Oliver, Rene Redzepi und Alice Waters gehören.
Der Basque Culinary Prize wird im Basque Culinary Center (BCC) in San Sebastian verliehen, einer weltweit führenden akademischen Einrichtung für Gastronomie. Die Auszeichnung wird gemeinsam vom BCC und der Baskischen Regierung im Rahmen der Euskadi-Baskenland-Strategie organisiert und gefördert.

Elena Arzak, Vorsitzende des Preis-Komitees:
„Es war sehr spannend zu sehen, dass es Köche gibt, die das Wesen unseres Berufs für Veränderungen oder für bedeutende Projekte nutzen, die auf vielfältige Weise der Gesellschaft zugutekommen. Vor ein paar Jahren noch hätten wir uns das nicht vorstellen können. Ich bin sehr stolz auf meine Kollegen.“
Joxe Mari Aizega, Leiter des Basque Culinary Center:
„Wir sind fasziniert von der Vielfalt und dem Format unserer Top 20 Finalisten, die zeigen, welche einflussreiche, positive Veränderung von Küchenchefs bewirkt werden kann, wenn sie ihre Verantwortung als öffentliches Sprachrohr übernehmen. Ihre Geschichten werden ihren Kollegen auf der ganzen Welt ohne Zweifel eine Inspiration sein, was ja das eigentliche Ziel dieser Auszeichnung ist. Die Jury wird im Sommer vor einer schweren, aber auch spannenden Entscheidung stehen, wenn sie einen Sieger küren muss.“

Die Top 20 Finalisten sind:
 Alberto Crisci (Vereinigtes Königreich), Alicia Gironella (Mexiko), Ángel León (Spanien), Ann Cooper (USA), Carlos Zamora (Spanien), Daniel Boulud (Frankreich/USA), David Hertz (Brasilien), Gabriel Garza (Mexiko), Jessamyn Rodriguez (Kanada/USA), José Andrés (Spanien/USA), Joshna Maharaj (Südafrika/Kanada), Leonor Espinosa (Kolumbien), Manoela Buffara (Brasilien), Margot Janse (Holland), Maria Fernanda Di Giacobbe (Venezuela), Massimiliano Alajmo (Italien), Nani Moré (Spanien), Rodolfo Guzmán, (Chile), Teresa Corçao (Brasilien). Außerdem Kamilla Seidler (Dänemark) und Michelangelo Cestari (Venezuela), die für ihre als Tandem ausgeführte Arbeit gemeinsam nominiert wurden.

• Alberto Crisci, GB: „The Clink“, die Wohltätigkeitsorganisation von Crisci, umfasst Gourmet-Restaurants in vier britischen Gefängnissen, in denen Straftäter Kochen und Bedienen lernen und Berufsabschlüsse erlangen können, damit sie nach der Entlassung reale Beschäftigungsmöglichkeiten haben – all dies mit dem Ziel, die Rückfallquoten zu senken.
• Alicia Gironella, Mexiko: Gironella ist eine Slow-Food-Aktivistin, die sich um Projekte wie Semillatón kümmert, um die einheimischen mexikanische Maissorten zu erhalten und örtliche Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Die Samen werden in Gemeinschafts-Saatgutbanken aufbewahrt, um sie an die Bauern in der Sierra Tarahumara zum Anbau zu verteilen.
• Angel León, Spanien Der Chefkoch Angel León ist für seine provokative kulinarische Innovation in seinem Restaurant Aponiente bekannt. Als begeisterter Forscher hat er das Potenzial der Ozeane als Lebensmittelquelle erforscht und dokumentiert wertvolle Erkenntnisse, die interessante neue Möglichkeiten für kommende Generationen enthalten könnten.
• Ann Cooper, USA: Die Stiftung „Chef Ann Foundation“ bietet Schulen Instrumente und Mittel an, statt industriell zubereiteten Speisen, frische und selbstgemachte Mahlzeiten zu servieren. Ziel ist es, einen Beitrag zur Reduzierung der Fettleibigkeit bei Kindern in den USA zu leisten.
• Carlos Zamora, Spanien: Der spanische Küchenchef hat sich einen Namen für verantwortliches und nachhaltiges Restaurant- und Teammanagement gemacht und enge Netzwerke mit Bioproduzenten aufgebaut. Darüber hinaus unterstützt er soziale Initiativen wie z.B. „Depersonas“, die junge Menschen mit Lernbehinderungen schult und beschäftigt.
• Daniel Boulud, Frankreich/USA: Der französische Küchenchef Daniel Boulud ist Co-Direktor der New Yorker Wohltätigkeitsorganisation „CityMeals on Wheels“, die ältere Menschen, die keine Lebensmittel kaufen oder nicht selbst kochen können, mit gesunden Mahlzeiten versorgt. Boulud leitet außerdem „Chefs Deliver“, eine Initiative, in der führende Chefköche Gourmet-Mahlzeiten für ältere, ans Haus gebundene Menschen zubereiten.
• David Hertz, Brasilien: Als er sich vor zehn Jahren der Bewegung der sozialen Gastronomie anschloss, rief der brasilianische Küchenchef David Hertz „Gastromotiva“ ins Leben, um die Chancen der sozial Benachteiligten der Favelas von Rio de Janeiro (später auch Sao Paulo, Bahia und seit kurzem Mexiko-Stadt) durch Lebensmittel und Ausbildung in kulinarischen Fähigkeiten zu verbessern.
• Gabriel Garza, Mexiko: Angeregt durch seine Tätigkeit in einem örtlichen Zentrum für Sehbehinderte rief Garza im Alleingang „Destellos de Sabor“ ins Leben, ein Projekt, in dem Blinde lernen können, eigenständig zu kochen, was ihnen Unabhängigkeit verleiht und ihr Selbstwertgefühl sowie ihre Chancen für eine zukünftige Beschäftigung verbessert.
• Jessamyn Rodriguez, Kanada/USA: Jessamyn Rodriguez, in Harlem lebende Kanadierin, entwickelte ein 9-monatiges Ausbildungsprogramm, in dem immigrierte Frauen mit geringem Einkommen in der „Hot Bread Kitchen“ das Bäckerhandwerk erlernen können. Mithilfe einer Unternehmer-Initiative, einem Gründerzentrum für die Förderung von Arbeitskräften und Startups, wird Frauen und Männern geholfen, ihre kulinarischen Fähigkeiten zu professionalisieren, um einen gerechten Lohn verdienen und finanzielle Unabha
̈ngigkeit erlangen zu können.
• José Andrés, Spanien: Nach der Verwüstung, die der Hurrikan Katrina auf Haiti hinterließ, rief José Andrés die „World Central Kitchen“ ins Leben, um seine Kenntnisse aus seinen Chefkoch-Netzwerk für die Befähigung der Einwohner durch Kochmöglichkeiten mit sauberer Energie und Schulung in Lebensmittelsicherheit und -hygiene zu nutzen. Zusätzliche Initiativen umfassen Ernährungsprogamme in Schulen und Kochschulungen für die Beschäftigten in den örtlichen Krankenhäusern.
• Joshna Maharaj, Indien/Kanada: Der kanadische Chefkoch Joshna Maharaj arbeitet mit verschiedenen Krankenhäusern und Institutionen zusammen, um diese bei einer besseren Ernährung der Patienten zu unterstützen. Insbesondere überdenkt und konzipiert Maharaj dabei alle Elemente der Nahrungskette neu – vom Bauernhof bis zur Gabel -, all dies zugunsten gesunder, frischer und nährstoffreicher Mahlzeiten.
• Kamilla Seidler, Dänemark, und Michelangelo Cestari, Venezuela: Seidler und Cestari wurden von Claus Meyer ausgewählt, sein Melting Pot Projekt nach Bolivien zu bringen, wo sie das Restaurant Gustu eröffneten, dass gleichzeitig Kochschule ist. Gustu hat ein bis dahin nicht beachtetes Land ins kulinarische Rampenlicht gestellt. Außerdem schult und befähigt es die Einwohner durch umfassenderes Wissen und Bewusstsein bezüglich ihrer ethnischen Gastronomie.
• Leonor Espinosa, Kolumbien: Leonor Espinosa ist die Gründerin von „Funleo“, einer Organisation mit dem Ziel, die kolumbianischen Traditionen der Ernährung zu bewahren und Nachhaltigkeit und lokale Nahrungsproduktion in den Mittelpunkt zu stellen. Die Organisation legt ihren Schwerpunkt auf afro- kolumbianische, indigene Communities und unterstützt diese dabei, ihre traditionellen Feldfrüchte und Zutaten zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.
• Manoela (Manu) Buffara, Brasilien: Die brasilianische Chefköchin Manu Buffara wird für ihre Arbeit in Ilha Rasa, bei Curitiba nominiert, wo sie gemeinsam mit 20 Produzenten darum kämpft, traditionelle Zutaten, Anbaumethoden und Biodiversität zu erhalten. Darüber hinaus ermutigt sie die Einwohner, das Potenzial ihrer Landwirtschaft erforschen.
• Margot Janse, Holland/Südafrika: Die niederländische Chefköchin Margot Janse leitet „Isabelo“, eine Initiative, die mit einer einfachen Geste begann – einem nährstoffreichen Muffin, der in Franschhoek, Südafrika, an 70 Schulkinder verteilt wurde -, die sich heute zu einem Programm entwickelt hat, das 1.300 Mahlzeiten für örtliche Schulen produziert.
• Maria Fernanda Di Giacobbe, Venezuela: Maria hat eine ganze Kette aus Ausbildung, Unternehmertum und wirtschaftlicher Entwicklung rund um den venezolanischen Kakao aufgebaut. Mit „Kakao“ und „Cacao de Origen“ unterstützt sie örtliche Produzenten mit den Mitteln, die diese benötigen, um ihre Produkte zu verbessern. Außerdem hilft sie Frauen, die erforderliche Ausbildung und Instrumente zu bekommen, um selbst Schokolade- Unternehmerinnen zu werden.
• Massimiliano Alajmo, Italien: Der italienische Chefkoch Massimiliano Alajmo gründete Il „Gusto per la Ricerca“, um die Erforschung von Neoplasie bei Kindern zu fördern. Eine kürzliche digitale Initiative – Tavoli Trasparenti – zeigte, dass dieses Anliegen von 300 Top-Restaurants unterstützt wird. Der Preis der Gerichte wird gespendet, wenn die Gäste online reservieren.
• Nani Moré, Spanien: Nani Moré ist die Gründerin der „Asociación de Comedores Ecológicos“ (Verein für eine ökologische Mensa) in Katalonien. Sie leitet die Dokumentation und Kurzkampagnen für eine bessere Ernährung für Kinder und hat mit zahlreichen Institutionen zusammengearbeitet, um nachzuweisen, dass frische, nährstoffreiche Speisen, mit denen Kinder die gesunden Nahrungsmittel erhalten, die sie brauchen, auch zu niedrigen Preisen zubereitet werden können.
• Rodolfo Guzman, Chile: Rodolfo Guzman, das Beispiel schlechthin für kulinarische Innovation, interessiert sich brennend für die Entdeckung heimischer Zutaten in ganz Chile. Aus solchen hat er in seinem Forschungszentrum Conectaz in Boragó bereits hunderte neuer Gerichte und Geschmacksrichtungen kreiert. Das multidisziplinäre Mitarbeiterteam dieses Zentrums betrachtet die Zutaten auch unter dem Gesichtspunkt zukünftiger Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit.
• Teresa Corçao, Brasilien: Teresa Corçao ist die Gründerin des „Instituto Maniva“, das zur Förderung des biologischen Anbaus in Familienbetrieben und der besseren Ernährung der gesamten Gesellschaft geschaffen wurde. Das Ökokoch-Netzwerk von Maniva entstand 2009 mit dem Ziel, die ethnische Küche zu fördern und zur Kommunikation entlang der gesamten Nahrungskette anzuregen, von den Produzenten bis zu den Konsumenten.

Ausführlichere Biografien der Top 20 finden Sie unter www.basqueculinaryworldprize.com

Die 20 Finalisten des Basque World Culinary Preises wurden von einem multidisziplinären Preis-Komitee ausgewählt, das vor zehn Tagen in Vitoria, Spanien, zusammentrat. Diese internationale Gruppe unter dem Vorsitz der bekannten baskischen Chefköchin Elena Arzak setzt sich aus Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Esskultur und Gastronomie zusammen.
Vorschläge kamen aus über 30 Ländern aus der ganzen Welt und insgesamt wurden über 110 Küchenchefs für Projekte nominiert, deren Inhalte von Innovation hin zu Bildung und Erziehung, Gesundheit, Forschung, Nachhaltigkeit, sozialem Unternehmertum und Philanthropie oder der Erhaltung örtlicher Kulturen reichen. Um für die Auszeichnung in Betracht gezogen zu werden, müssen die Küchenchefs von einem anderen Profi nominiert werden, der derzeit in der Welt der Gastronomie tätig ist, z.B. einem anderen Chefkoch, über Ernährung schreibenden Autoren, Nahrungsmittellieferanten oder einer Institution.

Aus diesen 20 Finalisten wird der Sieger von einer Jury ausgewählt werden, die sich aus den einflussreichsten Küchenchefs der Welt zusammensetzt: Joan Roca (Spanien) Gastón Acurio (Peru), Ferran Adrià (Spanien), Alex Atala (Brasilien), Dan Barber (USA), Heston Blumenthal (GB), Massimo Bottura (Italien), Michel Bras (Frankreich), Dominique Crenn (Frankreich), Yukio Hattori (Japan), Enrique Olvera (Mexiko), Yoshihiro Narisawa (Japan) und René Redzepi (Dänemark).
Darüber hinaus werden der Jury führende Experten verwandter Disziplinen angehören. Dazu gehören der nordamerikanische Ernährungswissenschaftler und Schriftsteller Harold McGee; Massimo Montanari, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bologna und einer der weltweit führenden Experten im Bereich Ernährungsstudien; die bekannte Romanautorin Laura Esquivel, sowie Hilal Elver, Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung für den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR).

Wein- und Kulturtage Bottwartal

Das Genussfestival auf Burg Schaubeck in Kleinbottwar!
Donnerstag, 14. bis Montag, 18. Juli 2016

Die Wein- und Kulturtage im Bottwartal zählen zu den schönsten Weinfestivals in Süddeutschland. Hier trifft sich, wer erlesene Weine, erstklassige Küche, Musik und Kultur in einer ganz besonderen Atmosphäre genießen will. Alle zwei Jahre locken die Veranstalter mit hochkarätigen Musikern, ihrem einzigartigen gemeinsamen Auftritt und Bestem aus Küche und Keller tausende Besucher nach Kleinbottwar.

Programm 2016
Ausstellung:    Menschen – Plastiken von Hilde Würtheim
        Unkörperliches  – Zeichnungen von Willi Weiner
Do, 14. Juli:        19.30 Uhr Lisa Lystam Family Band
Fr, 15. Juli:        19.00 Uhr Kulinarische Weinprobe „klassisch“
20.00 Uhr Edgar Knecht Trio
Sa, 16. Juli:        17.30 Uhr Caro Josée
20.00 Uhr Wellbad
20.30 Uhr Denis Omerovic
So, 17. Juli:        16.15 Uhr The Two
16.30 Uhr Führung mit Hilde Würtheim
17.00 Uhr „Highspeed“ Vergleichsweinprobe
17.30 Uhr Führung mit Willi Weiner
18.30 Uhr Oper im Park
19.00 Uhr „Highspeed“ Vergleichsweinprobe
20.30 Uhr Arild Andersen Trio
Mo, 18. Juli:        19.00 Uhr Kulinarische Weinprobe „Wort-Witz und Wein“
19.30 Uhr The Wakewoods
Retro-Classics zu Gast auf Burg Schaubeck

Eintrittspreise 2016
Tageskarte regulär: € 15,–
ermäßigt im Vorverkauf bis 30. Juni 2016: € 12,–
3-Tageskarte:     € 33,–

Programmheft, Info & Karten: Tel.: 07148 / 9600-0, www.wein-und-kulturtage.de

"Mehr Fett!" heißt das Motto der BRIGITTE Diät 2016

Fettsparen war das große Ernährungsmotto der letzten drei Jahrzehnte. Damit macht BRIGITTE jetzt Schluss und setzt auf eine neue „Fett modifizierte“- Diät. Heute wissen Experten, dass es die Kombination von gesunden Fetten und weniger Kohlenhydraten ist, die gesund und schlank macht. Fette liefern mehr Energie als andere Nährstoffe, machen länger satt, sorgen für mehr Genuss und unterstützen das Immunsystem.

Die 30 Rezepte der neuen BRIGITTE Diät erscheinen in Heft 2/2016 (EVT 05.01.2016) – Deutschlands Kantinen-Chefs können sich aber bereits ab sofort auf dem Service-Portal www.BRIGITTE-Diaet-Aktion.de über die zweiwöchigen Kantinen-Aktion informieren und sich anmelden, um ihren Gästen im Februar etwa „Lachsmedaillon mit Senfgemüse“, „Putengulasch mit Spitzkohl“ oder „Hähnchen-Avocado-Tagliata mit bunten Bohnen“ zu servieren.

Registrierte Küchenleiter erhalten ab Dezember 2015 exklusiv vorab die Rezepte zum Gratis- Download – zugeschnitten auf die Gemeinschaftsverpflegung und mit vielen zusätzlichen Tipps. Für den Start der Aktion am 15. Februar 2016 kann dann rechtzeitig mit den Vorbereitungen und der Planung begonnen werden. Außerdem haben die Kantinen-Chefs die Möglichkeit, kostenfreie Werbemittel wie Plakate, Tischaufsteller und Flyer zur Aktion zu bestellen. Zusätzlich stehen ihnen die BRIGITTE Diät-Expertinnen für alle Fragen rund um die Aktion, Ernährung und Diät zur Verfügung. Die BRIGITTE Diät-Aktion läuft bereits seit Jahren erfolgreich in zahlreichen Kantinen Deutschlands.

Die BRIGITTE Diät wurde 1969 in Zusammenarbeit von BRIGITTE mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und Diätexperten entwickelt. Bis heute begeisterte sie schon Millionen von Frauen und wird von Ärzten und Ernährungsberatern befürwortet. Die BRIGITTE Diät empfiehlt 1.200 Kilokalorien pro Tag, für Männer 300 mehr. Die BRIGITTE Diät besteht aus einer Vielzahl von Rezepten für Frühstück, Mittag- und Abendessen, die im Baukastensystem zu individuellen Diätplänen zusammengestellt werden. So garantiert die BRIGITTE Diät eine ausgewogene und genussvolle Ernährung. Seit zwei Jahren empfehlen die Expertinnen der BRIGITTE Diät die Diät-Regeln „Stundenformel“, „Fatburn-Kick“ und „Kalorienbremse“. Die „Stundenformel“ lautet 4 – 4 – 10 für drei Mahlzeiten am Tag. Sie bezeichnet die Stundenzahl, die mindestens zwischen den Mahlzeiten liegen sollte. Der Hintergrund: Der Stoffwechsel verbrennt am meisten Fett, wenn man ihm ausreichend Pausen gönnt. Mahlzeiten mit „Slow Carbs“ helfen hier ideal, weil sie gut und lange sättigen. Hinter dem „Fatburn-Kick“ verbirgt sich die Erkenntnis, dass eiweißreiche Nahrung vor allem abends die Fettverbrennung ankurbelt. Hier helfen Lebensmittel mit „Slow Carbs“, da sie aus Eiweißlieferanten wie Fleisch oder Fisch komplette Mahlzeiten machen. Die „Kalorienbremse“ bedeutet, dass kohlenhydratarme Mahlzeiten den Blutzuckerspiegel niedrig halten und die Energiedichte senken. Auch hier wirken Mahlzeiten mit „Slow Carbs“ optimal, da sie genau an diesem Punkt wirken.

Kantinenchefs können sich bis zum 16. Dezember auf www.BRIGITTE-Diaet-Aktion.de für die Aktion anmelden. Danach ist das nicht mehr möglich.

Die Diagnose Zöliakie kann nur der Facharzt stellen

Bluttest und Biopsie geben Patienten Sicherheit

Bauchschmerzen und Durchfall sind typische Symptome einer Zöliakie, der Unverträglichkeit auf das Klebereiweiß Gluten. Es steckt in Getreide wie Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen. Bei Betroffenen verursacht Gluten Entzündungen im Dünndarm. Wer nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel regelmäßig Schmerzen oder Unwohlsein verspürt, dem rät Dr. Stephanie Baas, medizinische Beraterin der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V., den Gang zum Arzt: „Die Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen oder durch eine selbstverordnete glutenfreie Ernährung behandelt werden. Beides kann dem Körper schaden und Folgeerkrankungen auslösen“. Es sei daher entscheidend, dass Diagnose und Behandlung vom Facharzt vorgenommen werden.

Bei Patienten jeden Alters wird bei Verdacht auf Zöliakie ein Bluttest und eine anschließende Dünndarmbiopsie durchgeführt: „Das Blut wird auf Zöliakie-typische Antikörper untersucht. Deuten die Werte auf eine Zöliakie hin, bringt eine Magenspiegelung mit Probenentnahme aus dem Dünndarmarm Sicherheit“, erklärt Dr. Baas. Der Patient müsse sich jedoch unbedingt bis zur Diagnose glutenhaltig ernähren. Eine vorsorglich glutenfreie Ernährung verfälsche das Ergebnis.

Ein genetischer Test kann eine Zöliakie nicht bestimmen, jedoch zumindest ausschließen. „Leider werden manchmal immer noch Untersuchungen wie Stuhl- oder Speicheltests durchgeführt, die aber keine zuverlässigen Ergebnisse liefern“, warnt Dr. Baas. Ebenso wenig können Schnelltests aus der Apotheke oder IgG4-Allergietests, die bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten eingesetzt werden, eine Zöliakie anzeigen.
„Die falsche Diagnose aufgrund solcher Tests kann für den Betroffenen gravierende Folgen haben“, betont die Medizinerin. „Werden Betroffene nicht durch eine glutenfreie Ernährung behandelt, setzt sich die Entzündung im Dünndarm fort und kann weitere Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Laktoseintoleranz, Schilddrüsenerkrankungen oder Nahrungsmittelallergien hervorrufen. Ernähren sich gesunde Menschen aufgrund einer falschen Diagnose oder rein vorsorglich glutenfrei, kann auch dies zu Fehlernährung und Mangelerscheinungen führen.“
Um behandelnden Ärzten die Diagnose zu erleichtern, hat die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e.V. (DGVS) im vergangenen Jahr eine verbindliche Leitlinie zur richtigen Behandlung von Zöliakie in Deutschland herausgegeben.

Mit Fragen und für weitere Informationen über Zöliakie und ihre Diagnostik können sich Interessierte an die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. wenden: www.dzg-online.de

Mandeln als Healthfood

Eine neue Studie, veröffentlicht im Journal of the American Heart Association, hat gezeigt, dass der tägliche Verzehr von 42 g Mandeln anstelle eines kohlenhydratreichen Muffins mit dem gleichen Kaloriengehalt im Rahmen einer gesunden Gesamternährung die Risikofaktoren für Herzerkrankungen senken kann1. Neben einer erheblichen Verbesserung des LDL- und Gesamtcholesterinwerts reduzierte sich bei Verzehr von Mandeln anstelle von Muffins das Bauchfett. Alle drei Faktoren gelten als unbestrittene Risikofaktoren für Herzerkrankungen.

Herzerkrankungen gelten weltweit als die häufigste Todesursache. Schätzungen zufolge könnten allerdings 80 % der frühzeitigen Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch eine bessere Kontrolle der durch die Ernährung und die Lebensweise bedingten Risikofaktoren vermieden werden2. Während die herzgesunde Wirkung von Mandeln bereits umfassend belegt ist, ist dies die erste und bisher größte kontrollierte Ernährungsstudie, bei der (mit Ausnahme von Mandeln als Snack vs. einen entsprechenden kalorienhaltigen Snack) identische Ernährungspläne eingesetzt wurden, um neben dem allgemeinen positiven Beitrag von Mandeln zu einer herzgesunden Ernährung die herzschützenden Eigenschaften von Mandeln genau zu untersuchen und einzeln zu bestimmen. Die Ergebnisse zeigen erstmals, dass der Verzehr von Mandeln auch die partielle Körperfettmenge senken kann, insbesondere an Bauch und Beinen. Die Reduktion von Bauchfett ist ein besonders wichtiger Vorteil, da Bauchfett als Risikofaktor für das metabolische Syndrom und Herzerkrankungen gilt3.

Die zwölfwöchige randomisierte, kontrollierte klinische Studie, geleitet von Wissenschaftlern der Penn State University (USA), wurde mit 52 übergewichtigen Erwachsenen mit erhöhten LDL- Cholesterinwerten, aber ansonsten gesunden Probanden durchgeführt. Die Teilnehmer hielten sich zweimal an die gleiche cholesterinsenkende Diät, die sich nur durch den täglichen Zwischensnack unterschied, der einmal aus 42 g naturbelassenen, ganzen Mandeln und einmal aus einem Bananen-Muffin mit identischer Kalorienzahl bestand. Alle Mahlzeiten und Snacks wurden auf den Kalorienbedarf zugeschnitten, der zum Erhalt des Gewichts der einzelnen Teilnehmer benötigt wurde. Die Teilnehmer befolgten die Ernährungspläne über jeweils sechs Wochen.

Die Mandel-Diät senkte gegenüber der Muffin-Diät das Gesamtcholesterin (-5,1 ± 2,4 mg / dL; P = 0,05), das LDL-Cholesterin (-5,3 ± 1,9 mg / dL; P = 0,01), das Nicht-HDL-Cholesterin (-6,9 ± 2,4 mg / dL; P = 0,01) und sonstige Lipoproteine (-2,8 ± 1,2 mg / dL; P = 0,03). Die Muffin-Diät senkte das HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin) stärker als die Mandel-Diät.

Obwohl beim Gesamtkörpergewicht und der Gesamtfettmasse kein Unterschied zu beobachten war, verringerten sich unter der Mandel-Diät die abdominale Fettmasse (-0,07 ± 0,03 kg; P = 0,02), der Taillenumfang (-0,80 ± 0,30 cm; P = 0,03) und die Fettmasse an den Beinen (-0,12 ± 0,05 kg; P = 0,02) gegenüber der Muffin-Diät.
„Unsere Forschung zeigt, dass der Austausch eines kohlenhydratreichen Snacks durch Mandeln mehrere Risikofaktoren für Herzerkrankungen verringern kann, unter anderem auch die Erkenntnis, dass der Verzehr von Mandeln den Bauchfettanteil reduzieren kann“, sagt Claire Berryman, PhD, Leiterin der Studie. „Der Verzehr von Mandeln als Snack kann eine einfache und herzgesunde Ernährungsmaßnahme zur Vorbeugung gegen das metabolische Syndrom oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.“

Die Studie ergänzt rund 20 Jahre Forschung, die belegt, dass Mandeln die Herzgesundheit fördern und die Cholesterinwerte auf einem gesunden Niveau halten können. Sie belegt, dass der regelmäßige Verzehr von Mandeln anstelle eines kohlenhydratreichen Snacks positive Auswirkungen auf die Körperfettverteilung haben kann. Aus früheren Studien ist bekannt, dass der regelmäßige Verzehr von Mandeln zu keinen signifikanten Veränderungen des Körpergewichts führte und sie damit als Bestandteil einer gewichtserhaltenden oder gewichtsreduzierenden Ernährung geeignet sind4-6.
Eine 30 g-Portion Mandeln enthält 170 Kalorien7, Eiweiß (6 g), Ballaststoffe (4 g), Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin E (8 mg), Magnesium (81 mg) und Potassium (220 mg). Mandeln sind also ein sättigender Snack und ideal für eine herz- und gewichtsbewusste Ernährung.

www.Almonds.de

1 Berryman CE, West SG, Fleming JA, Bordi PL, Kris-Etherton PM. Effects of Daily Almond Consumption on Cardiometabolic Risk and Abdominal Adiposity in Healthy Adults with Elevated LDL-Cholesterol: A Randomized Controlled Trial. Journal of the American Heart Association 2015; 4:e000993 DOI: 10.1161/JAHA.114.000993.
2 World Heart Federation, About World Heart Day,“ Web. 24 Sept. 2014. http://www.world-heart-federation.org/what-we- do/awareness/world-heart-day-2014-home/about-world-heart-day/
3 Britton KA, Massaro JM, Murabito JM, Kreger BE, Hoffmann U, Fox CS. Body Fat Distribution, Incident Cardiovascular Disease, Cancer, and All-cause Mortality. Journal of the American College of Cardiology, 2013; 62(10):921-5.
4Hollis J, Mattes R. Effect of chronic consumption of almonds on body weight in healthy humans. Br J Nutr 2007;98(03): 651– 656.
5 Tan S, Mattes R. Appetitive, dietary and health effects of almonds consumed with meals or as snacks: a randomized, controlled trial. Eur J Clin Nutr 2013;67(11):1205–1214.
6 Fraser GE et al. Effect on body weight of a free 76 kilo-joule (320 calorie) daily supplement of almonds for 6 months. J Am Coll Nutr 2002;21(3):275–283.
7 In einer aktuellen Studie wendeten die Forscher eine andere als die traditionelle Methode zur Ermittlung des Kaloriengehalts an und fanden heraus, dass diese ca. 20 % weniger Kalorien enthalten als ursprünglich angenommen. Novotny JA et al. Discrepancy between the Atwater factor predicted and empirically measured energy values of almonds in human diets. Am JClin Nutr 2012 ajcn.035782; Erstmals online veröffentlicht am 3. Juli 2012.doi:10.3945/ajcn.112.035782.
8 2007 USDA Agricultural Census. http://www.agcensus.usda.gov/Publications/2007/

Das vegan-vegetarische Jahr 2015

In den letzten Jahren erlebt die vegan-vegetarische Lebensweise einen enormen Aufschwung. „Vegan-vegetarisch“ ist als Lebensstil in der Mitte der Gesellschaft angekommen. In Deutschland leben mittlerweile 7,8 Millionen Vegetarier, das sind rund zehn Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend. Darunter leben etwa 900.000 Menschen vegan, insgesamt 1,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Diese Entwicklung wird auch an den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen deutlich.
Im Februar beginnt das Veggie-Jahr mit der Messe „VeggieWorld“, im März folgt die internationale Kampagne „Meatout“ und ab Juli finden bundesweit vegane Grillaktionen statt. Im August feiern wir das europaweit größte Veggie-Event, das „Vegan-Vegetarische Sommerfest“, in Berlin. „Mittlerweile gibt es das ganze Jahr über Feste und Veranstaltungen, bei denen eine pflanzenbetonten Ernährung im Mittelpunkt steht“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch.

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für den Veggie-Lifestyle
Die Gründe, warum sich immer mehr Menschen für einen vegetarisch-veganen Lifestyle entscheiden, sind vielfältig: wachsende Klima- und Umweltprobleme, Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Diabetes, die grausamen Bedingungen der Massentierhaltung oder sich häufende Lebensmittelskandale.

Wirtschaft reagiert: vegane Supermärkte, Cafés und Kochbücher
Die Infrastruktur in Deutschland für vegetarisch und vegan lebende Menschen ist so gut wie nie zuvor. In einigen Großstädten gibt es vegane Supermärkte, in jeder mittelgroßen Stadt gibt es mittlerweile vegane Cafés und Restaurants. In Berlin gibt es aktuell 31 vegane Gastronomiebetriebe. Auch die Zahl der Neuveröffentlichungen veganer Kochbücher spricht für sich: Wurden 2011 zwölf Kochbücher veröffentlicht, waren es 2012 bereits 23, im Jahr 2013 waren es schon über 50 und 2014 wurden 77 vegane Kochbücher neu veröffentlicht.

Das vegan-vegetarische Jahr 2015
17. Januar 2015, Demo „Wir haben es satt“, Berlin, www.wir-haben-es-satt.de
23.-25. Januar 2015, V Delicious Show (im Rahmen der Internationalen Grünen Woche), Berlin, www.v-delicious.de
11.-14. Februar 2015, Erlebniswelt VEGAN im Rahmen der BIOFACH, Nürnberg, www.biofach.de
27. Februar-1. März 2015,VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen, Wallau-Hofheim, www.veggieworld.de
7. März 2015, Tag der gesunden Ernährung
20.-23. März 2015, Meatout, weltweite Aktionstage gegen Fleischkonsum, www.meatout.de
22. März 2015, Weltwassertag
24. April 2015, Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche
26. April – 4. Mai 2015, Worldwide Vegan Bake Sale 2015 – Vegane Kuchenaktionstage    
2.-3. Mai 2015, Internationale Veggie Expo, München, www.veggieexpo.de
7. Juni 2015, Der VEBU wird 123 Jahre jung (Gründung des VEBU 1892 in Leipzig)
Juli-August 2015, bundesweite vegan-vegetarische Grillaktionen, www.vegan-grillen.de
25. August 2015, Weltrohkosttag
28.-30. August 2015, Vegan-Vegetarisches Sommerfest, Berlin, www.veggie-sommerfest.de
1. Oktober 2015, Weltvegetariertag
4. Oktober 2015, Welttierschutztag
7.-8. Oktober 2015, VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen, Berlin, www.veggieworld.de
16. Oktober 2015, Welternährungstag
16.-18. Oktober 2015, VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen, Düsseldorf, www.veggieworld.de
1. November 2015, Weltvegantag
Dezember 2015, Aktion „Vegetarische Weihnachten“, www.vegetarische-weihnachten.de
Dezember 2015, vegan-vegetarische Weihnachtsmärkte, bundesweit
10. Dezember 2015, Internationaler Tierrechtstag

Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit 1892 setzt sich die Organisation mit positiver Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, den Fleischkonsum dauerhaft zu senken und eine pflanzenbetonte Lebensweise als attraktive und gesunde Alternative allen Menschen zugänglich zu machen. Der VEBU unterstützt beim Start in eine genussvolle Ernährung mit zahlreichen Angeboten und zeichnet sich durch originelle Kampagnen, vielfältige Veranstaltungen und die zielgerichtete Arbeit mit Multiplikatoren aus. Für Experten wie Verbraucher hat sich die Organisation als führende Anlaufstelle in allen Fragen des vegetarisch-veganen Lebens etabliert. www.VEBU.de

Cornelia Poletto geht in die Kantine

Für die BRIGITTE-Diät 2015 hat Starköchin Cornelia Poletto erstmalig in Zusammenarbeit mit BRIGITTE 30 leckere und kalorienbewusste Rezepte entwickelt. Alle Gerichte basieren auf den Grundlagen der BRIGITTE Slow Carb-Diät. In BRIGITTE erscheinen die Rezepte in Heft 2/2015 (EVT 7.1.2015) – Deutschlands Kantinenküchenchefs können sich ab sofort auf dem Service-Portal www.BRIGITTE-Diaet-Aktion.de über die zweiwöchigen Kantinen-Aktion informieren und sich anmelden, um ihren Gästen im Februar „Gnocchi in Zitronensauce“, „Ingwer-Hähnchenbrust mit Kokos-Curry- Spinat“ oder „Gemelli mit Brokkoli und Mozzarella“ zu servieren.

Registrierte Küchenleiter erhalten ab Dezember 2014 exklusiv vorab die Rezepte zum Gratis-Download – zugeschnitten auf die Gemeinschaftsverpflegung und mit vielen zusätzlichen Tipps. Für den Start der Aktion am 16. Februar 2015 kann dann rechtzeitig mit den Vorbereitungen und der Planung begonnen werden. Außerdem haben die Kantinen-Chefs die Möglichkeit, kostenfreie Werbemittel wie Plakate, Tischaufsteller und Flyer zur Aktion zu bestellen. Zusätzlich stehen ihnen die BRIGITTE Diät-Expertinnen für alle Fragen rund um die Aktion, Ernährung und Diät zur Verfügung.

Die BRIGITTE Diät-Aktion läuft bereits seit Jahren erfolgreich in Deutschlands Kantinen. Mittlerweile servieren rund 1.000 Betriebe regelmäßig ihren Mitarbeitern die BRIGITTE-Diät.

Die BRIGITTE Diät wurde 1969 in Zusammenarbeit von BRIGITTE mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und Diätexperten entwickelt. Bis heute begeisterte sie schon über eine Million Frauen und wird von Ärzten befürwortet. Die BRIGITTE Diät empfiehlt 1.200 Kilokalorien pro Tag, für Männer 300 mehr. Die BRIGITTE Diät besteht aus einer Vielzahl von Rezepten für Frühstück, Mittag- und Abendessen, die im Baukastensystem zu individuellen Diätplänen zusammengestellt werden. So garantiert die BRIGITTE Diät eine ausgewogene und genussvolle Ernährung. Seit zwei Jahren empfehlen die Expertinnen der BRIGITTE Diät die Diät-Regeln „Stundenformel“, „Fatburn-Kick“ und „Kalorienbremse“. Die „Stundenformel“ lautet 4 – 4 – 10 für drei Mahlzeiten am Tag. Sie bezeichnet die Stundenzahl, die mindestens zwischen den Mahlzeiten liegen sollte. Der Hintergrund: Der Stoffwechsel verbrennt am meisten Fett, wenn man ihm ausreichend Pausen gönnt. Mahlzeiten mit „Slow Carbs“ helfen hier ideal, weil sie gut und lange sättigen. Hinter dem „Fatburn-Kick“ verbirgt sich die Erkenntnis, dass eiweißreiche Nahrung vor allem abends die Fettverbrennung ankurbelt. Hier helfen Lebensmittel mit „Slow Carbs“, da sie aus Eiweißlieferanten wie Fleisch oder Fisch komplette Mahlzeiten machen. Die „Kalorienbremse“ bedeutet, dass kohlenhydratarme Mahlzeiten den Blutzuckerspiegel niedrig halten und die Energiedichte senken. Auch hier wirken Mahlzeiten mit „Slow Carbs“ optimal, da sie genau an diesem Punkt wirken.