Frank Ochmann

Die Madenbeißer – Gourmetküche auf neuen Wegen

Ob Heuschrecken im Schokomantel, gebratene Wanzen oder geröstete Mehlwürmer: Insekten sind für Frank Ochmann gängige Zutaten seiner Gerichte. Im Audi.torium spricht der 50-Jährige über seine tägliche Arbeit als Insektenkoch. Den mutigen Gästen serviert Ochmann auch einige frisch zubereitete Kostproben seiner Kochkunst.

Am Mittwoch, 8. Oktober 2014, im Audi.torium Ingolstadt

eine weitere Veranstaltung ist am Samstag, 25. Oktober 2014:
Französisches Menü im AVUS
Das Team des Restaurants AVUS präsentiert ein französisches Vier-Gänge-Menü aus Variationen von der Fine-de-Claire-Auster, Ochsenschwanz-Essenz unter der Blätterteighaube, Étouffée-Taube mit Trüffel und Gänseleber sowie Tarte Tatin mit Vanille-Eiscreme.

Das Menü kostet 69 € pro Person. Für Ihre Reservierung stehen wir Ihnen gerne unter Tel. 0841 89 41071 zur Verfügung.

Audi.torium Ingolstadt www.audi.de/de/brand/de/audi-forum-ingolstadt.html#page=/de/brand/de/audi-forum-ingolstadt/gastronomie.html

„Gourmet-Festival“ in Yulin (Guangxi)

Beim „Gourmet-Festival“ in Yulin (Guangxi, China) wurden 15.000 Hunde gegessen, meldet die BILD Zeitung mit Fotos.

„Aufgespießt, die Pfoten angewinkelt und die Zähne noch im Todeskampf gebleckt – so wurden Tausende der Tiere jetzt in China zum Verzehr angepriesen“, schreibt die Bild. Die Tiere werden für den Verzehr extra gezüchtet, es handelt sich also nicht um „Waldi“ oder „Tina“, sondern um normales Schlachtvieh.

Ob jetzt die Hunde schlimmer sterben als das Schlachtvieh in Europa, mögen wir nicht beurteilen. In Indien ist Rindfleisch „iiih“, Araber ekeln sich vor Schwein, Thais essen sehr gerne Heuschrecken. Andere Länder, andere Sitten. Wir bitten radikale Hundeliebhaber uns jetzt nicht zu beschimpfen. Das süßeste Tier was der Autor jemals auf dem Arm hatte, war ein frisch geborenes Ferkel. Später endete es als Spanferkel …

Den gesamten Bild-Artikel mit Bildern finden Sie hier:
www.bild.de/news/ausland/tierquaelerei/china-gourmet-festival-15000-hunde-serviert-18563382.bild.html

360° – Geo-Reportage

Hell blinkt die Leuchtreklame in Bangkoks Vergnügungsviertel Patpong bei Nacht, laute Musik dröhnt aus den Bars. Auf den Gehwegen sind Nachtschwärmer, Prostituierte mit ausländischen Freiern, Touristen und Tuk-Tuk-Fahrer unterwegs. Mobile Garküchen bieten an jeder Straßenecke duftende Köstlichkeiten an. Auch San Supathanakuns Snacks sind sehr beliebt: Auf ihrem Verkaufskarren liegen in kleinen Blechschüsseln frittierte Heuschrecken, Wasserkäfer, Ameisensalat, weiße Seidenwürmer und knackige schwarze Skorpione. „360° – Geo Reportage“ begleitet die resolute Frau, die mit ihren krabbelnden Delikatessen ihr Schicksal selbst in die Hand genommen hat. ARTE zeigt diese Sendung im Rahmen der Themenwoche „Essen, aber richtig!“.

Dicht an dicht schieben sich Autos, Mofas und Tuk-Tuks durch Bangkok. Etwa 14 Millionen Menschen leben hier, und es werden immer mehr. Viele stammen aus dem bitterarmen Nordosten Thailands. So auch die virtuose 35-jährige Köchin San Supathanakun. Sie kam vor fünf Jahren mit einer besonderen Geschäftsidee: Dem Verkauf von köstlichen Insekten-Snacks in den Straßen Bangkoks. Insekten, frittiert oder gebacken, finden in Thailand immer mehr Liebhaber. Sans Hauptkundschaft sind junge Frauen aus ihrer ländlichen Heimat, die oft aus Mangel an Ausbildung ihr Geld in Bangkoks Vergnügungsviertel Patpong mit Prostitution verdienen. Die Insekten-Snacks erinnern die Mädchen an Zuhause. Mit ihrem Verdienst kann San ihre gesamte Großfamilie unterstützen und den Kredit für ein eigenes Haus in ihrem Heimatdorf abzahlen. Dafür musste sie allerdings ihre kleine Tochter zurücklassen, außerdem arbeitet sie täglich fast ohne Pause. Selbst um drei Uhr nachts hat sie noch keinen Feierabend, dann geht sie zum Einkaufen auf den Markt Klong Toey im Süden der Stadt. Hier gibt es Gemischtwaren, Gewürze, Gemüse und vor allem die unterschiedlichsten Insekten. Ihr Händler bezieht seine Ware meist aus dem Nachbarland Kambodscha. Am Grenzübergang werden tonnenweise lebende Insekten – Heuschrecken, Seidenwürmer und Wasserkäfer – angekarrt. In kaum einer Nacht schafft es San, mehr als vier Stunden zu schlafen. Und immer wieder setzt der Monsunregen ihre Wohnbaracke und den Vorplatz unter Wasser – doch sie hat den festen Willen, weiterzumachen.

So, 05.04. um 18:05 Uhr arte