Persimone, Kaki, Sharonfrucht

Immer mehr exotisches Obst erobert den deutschen Markt. Das
kann für Verwirrung sorgen, wenn sich Früchte wie Kaki, Persimone
und Sharoni zum Verwechseln ähnlich sehen. Was ist der Unterschied?

Die Kaki (/Diospyros kaki/) ist ursprünglich in Zentralchina
beheimatet. Die Beerenfrucht gehört zur botanischen Familie der
Ebenholzgewächse und wächst an zehn Meter hohen Bäumen. Es gibt
eine große Vielzahl unterschiedlicher Kakisorten, die orangegelb,
orange bis rot gefärbt sein können. Sie unterscheiden sich auch in
ihrem Gehalt an Tanninen (Gerbstoffen), die im Mund zusammenziehend
wirken und ein pelziges Gefühl auf der Zunge hinterlassen. Bei reifen
Früchten sind diese Effekte allerdings etwas abgemildert. Alle
Kakifrüchte sind reich an Ballaststoffen und Karotinoiden.

Die eigentliche „Kaki“ ist in Deutschland meist die italienische
Sorte „Tipo“. Die blass gelb-orangen Früchte sind kugelig geformt
und haben einen milden Geschmack mit einer herben Komponente. Sie sind
nur im reifen Zustand genießbar, wenn sie eine saftige und weiche
Konsistenz haben. Dazu wird am besten der Stielansatz keilartig
herausgeschnitten und die Frucht halbiert. Anschließend lässt sich
das geleeartige Fruchtfleisch bequem löffeln. Die dicke, lederartige
Schale wird in der Regel nicht gegessen.

Bei der „Persimone“ handelt es sich überwiegend um die
Kaki-Sorte „Rojo Brilliante“, die vor allem in Spanien angebaut
wird. Sie ist eher länglich und hat eine hellrote Schale. Die Frucht
kann bereits in festem Zustand mit Schale wie ein Apfel gegessen
werden. Das gilt auch für die gelb-orange Sharonfrucht (Scharoni),
die von einem israelischen Züchter stammt. Sie ist etwas kleiner als
die Persimone und ähnlich wie eine Fleischtomate geformt. Die Frucht
wird hauptsächlich in Israel in der fruchtbaren Sharonebene zwischen
Haifa und Tel Aviv angebaut. Es handelt sich hierbei um die Kakisorte
„Triumph“, die Aromen von Quitte, Birne und Aprikose vereint.

Kakifrüchte aller Sorten sind in Deutschland fast ganzjährig
erhältlich. In den Herbst- und Wintermonaten finden Verbraucher sie
überwiegend aus den Mittelmeerländern wie Spanien und Italien in den
Regalen. Bei Zimmertemperatur können harte Exemplare innerhalb
weniger Tage nachreifen. Reife Früchte dagegen sollten nicht länger
als zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Heike Kreutz, www.aid.de

Kiwano

Die Gurke mit Hörnern

Sie ist gelb-orange, stachelig und hat ein leuchtend grünes Fruchtfleisch, das an Götterspeise erinnert. Die bizarre Kiwano hat ihre Heimat in Afrika südlich der Sahara. Inzwischen wird die Kletterpflanze auch in Portugal, Kenia, Neuseeland, Italien und Israel angebaut.

Die Kiwano hat einen Wasseranteil von 90 Prozent, ist kalorienarm und ballaststoffreich. Zudem enthält sie wichtige Mineralien wie Kalium und Magnesium sowie die Vitamine B und C. Ihr Geschmack ist erfrischend säuerlich mit einer leichten Gurkennote. Die Italiener bezeichnen die Exotin als „Lemonbana“, ein Fantasiewort aus Zitrone und Banane. Dabei gehört die Kiwano ( Cucumis metuliferus ) zu den Kürbisgewächsen und ist mit Melone und Gurke näher verwandt. Die länglich-runde Frucht ist etwa 10 cm lang, 5 cm dick und mit Stacheln bedeckt, die an kleine Hörner erinnern. Daher wird sie auch Hornmelone oder Horngurke genannt.

Vor dem Verzehr wird die Kiwano zunächst gründlich gewaschen. Man isst die Frucht wie eine Kiwi: einfach längs durchschneiden und das geleeartige Fruchtfleisch mit Kernen herauslöffeln. Wer die Kerne nicht mag, passiert das Fruchtfleisch durch ein Sieb. Das ist allerdings mit etwas Aufwand verbunden. Die Schale der Kiwano ist nicht essbar, lässt sich aber gut als dekoratives Gefäß für Salate und Drinks verwenden.

In Obstsalaten wird die Frucht gerne mit Äpfeln, Bananen, Ananas und Nüssen kombiniert. Sie ist ein Hingucker im Eisbecher, Cocktail und auf dem Buffet. Aber auch Desserts, Smoothies und pikante Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten profitieren von dem außergewöhnlichen Aroma.

Die Kiwano ist ganzjährig im Handel erhältlich. Beim Einkauf sind reife unbeschädigte Früchte die beste Wahl, die orange-gelb gefärbt sind und feste Stacheln haben. Bei Zimmertemperatur sind sie wenige Tage haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Broschüre „Exoten und Zitrusfrüchte“ –
Bestell-Nr. 1281, Preis: 6,50 Euro –
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1281

Warum ist Käse gelb?

Viele Käsesorten sind gelb, obwohl sie aus weißer Milch hergestellt werden. Warum dies so ist, erklärt die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM).

Josef Stemmer, Milch- und Käseexperte der LVBM, zu der Frage:
Wie wird aus weißer Milch gelber Käse?

Ob Käse gelb ist, hängt vom Futter der Kuh ab. Haben die Kühe hauptsächlich frisches Gras gefressen, das viel vom gelben Naturfarbstoff Beta-Carotin enthält, ist dieser auch in der Milch zu finden. Butter und Käse aus der Frühjahrs- und Sommermilch sind daher auch gelber als die gleichen Produkte, die im Spätherbst und Winter hergestellt werden. Daher müsste die Milch eigentlich gelb sein, die Milch ist aber ein besonderer Saft aus Wasser, Eiweiß, Milchzucker, Mineralien, Vitaminen und Fett. Die Fetttröpfchen umschließen das Beta-Carotin, sodass es in der Milch nicht sichtbar ist. Die Lichtreflektion lässt die Milch zusätzlich weiß aussehen. Im Laufe der Käse- und Butterherstellung konzentriert sich das Fett und Beta-Carotin wird frei, was den Produkten den appetitlichen gelben Farbton gibt. Je mehr Gras die Kühe fressen können, je höher der Fettgehalt des Käses ist, desto kräftiger ist der Gelbton. Zusätzlich führt eine längere Reifezeit bei Käse zu einer stärkeren gelblichen Farbe.

Tipp: Nutzen Sie für die Gestaltung von Käsetellern die unterschiedlichen Farbtöne von Frischkäse, Camembert, Edamer und Bergkäse. So ist die Vielfalt auf den ersten Blick zu sehen und die Auswahl verführt zum Probieren.

Kaki

Süßes Aroma mit einem Hauch Vanille

Die exotische Kaki hat ein fruchtig-süßes, leicht vanilliges Aroma und sorgt für Abwechslung auf dem winterlichen Speiseplan. Sie schmeckt nicht nur pur, sondern eignet sich auch für Obstsalate, Konfitüre, Pfannkuchen, Muffins und Kuchen. Kinder lieben einen süßen Kaki-Smoothie, für den das Fruchtfleisch von Kakis und Orangen mit Zitronensaft, Joghurt und Wasser püriert wird. Kaki verfeinert auch pikante Speisen – etwa fruchtige Soßen und Chutneys. Ein süß-scharfes Kaki-Dressing passt zu winterlichen Salaten mit Möhren und Rote Beete, Weiß- oder Rotkohl. Dabei ist die Kaki sehr gesund und enthält reichlich Ballaststoffe, Eisen, Phosphor und Kalium sowie die Vitamine A, B und C.

Die Kaki ( Diospyros kaki ) ist ursprünglich in Ostasien beheimatet und zählt zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen. Die Kaki gehört zur botanischen Familie der Ebenholzgewächse und wächst auf bis zu zehn Meter hohen Bäumen.

Im Handel ist überwiegend eine Neuzüchtung der Kaki, die kernlose Sharonfrucht, erhältlich. Sie kommt aus Israel und ist nach der fruchtbaren Sharonebene benannt. Die gelb-orange Sharonfrucht sieht ähnlich aus wie eine Tomate und gilt als besonders aromatisch. Sie kann auch in hartem Zustand mit Schale gegessen werden, da sie wenig Gerbstoffe (Tannine) enthält. Die rot-orange Kaki dagegen ist kugeliger und hat einen milden Geschmack mit einer herberen Komponente. Sie ist nur im reifen Zustand genießbar, wenn sie eine saftig-weiche Konsistenz hat.

Eine Sharonfrucht kann man essen wie einen Apfel. Eine reife Kaki ebenso, falls man aber die Schale nicht mag, kann man sie auslöffeln wie eine Kiwi.

Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Die exotischen Früchte sollten keine Druckstellen aufweisen. Bei Zimmertemperatur können harte Exemplare noch nachreifen. Reife Früchte dagegen sollten nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Der edle Austernpilz

Der Austernpilz hat sich als Kulturpilz auf dem Markt durchgesetzt und wird von Feinschmeckern wegen seines kräftigen Aromas geschätzt. Der edle Pilz schmeckt in einem sommerlichen Salat mit Rucola und Basilikumblättchen, in einer bunten Gemüsepfanne, in der Quiche, im Risotto und zu italienischer Pasta. Die Delikatesse lässt sich auch wunderbar mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten kombinieren. Ganz einfach gelingt eine Austernpilzcremesuppe: Zwiebeln und Knoblauch werden angeschwitzt und die Pilze hinzugegeben, mit Gemüsebrühe aufgefüllt, gegart und püriert. Majoran, Pfeffer, ein Schuss Sherry und Sahne runden den Geschmack ab.

Der Austernpilz, auch Austernseitling genannt, ist gelegentlich in heimischen Laubwäldern zu finden. Seine Fruchtkörper wachsen traubenförmig an Stämmen toter und geschwächter Pflanzen. In Deutschland wird er erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts kultiviert. Die Zuchtpilze gedeihen heutzutage überwiegend auf Substratsäcken aus Getreidestroh – in großen Hallen und gestapelt auf Hochregalen. Für eine gute Entwicklung braucht der Austernpilz ausreichend Licht. Die Ernte erfolgt durch Abbrechen oder Schneiden der ganzen Traube. Von großen ausgewachsenen Trauben werden fast nur die Hüte verkauft, weil die Stiele leicht zäh sein können. Der Hut des Austernpilzes ist muschelförmig und erinnert an eine Auster. Er kann einen Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern erreichen und ist je nach Art und Anbaubedingungen unterschiedlich von weiß über gelb bis braun gefärbt. Das Fleisch ist weiß, fest und hat einen aromatischen kräftigen Geschmack.

Beim Einkauf sollten Sie nur zu frischen Pilzen greifen, die prall und saftig aussehen und keine trockenen Stielenden haben. Austernpilze sind wie alle Zuchtpilze in der Regel kaum verschmutzt. Am besten reinigt man sie mit Küchenpapier von Stroh- oder Substratresten und hält sie nur, falls notwendig, ganz kurz unter fließendes Wasser. Große ältere Exemplare sind oft zäh und sollten daher nicht verwendet werden. Am besten werden frische Pilze direkt nach dem Kauf verarbeitet. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist die empfindliche Ware ein bis zwei Tage haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Björn Freitag

Wenn die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, kriegen die Deutschen wieder Lust auf die erfrischende Sünde im Hörnchen. Rund 150 der verführerischen Kugeln isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Das sind ca. 7,7 Kilogramm Eis.

Am beliebtesten sind trotz aller ausgefallenen Neukreationen noch immer die italienischen Klassiker – angeführt vom Vanilleeis, dicht gefolgt von Schokolade.

Dabei wird Vanilleeis aus Vanille gemacht, Schokoladeneis aus Schokolade und Erdbeereis aus Erdbeeren, oder etwa nicht? Bei den großen Eis-Herstellern forscht Sternekoch Björn Freitag nach: Wie viel echte Vanille ist wirklich in der Familienpackung aus dem Supermarkt? Was genau kommt ins Eis rein? Warum ist Vanilleeis gelb? Und woher kommen die großen Qualitätsunterschiede?
„Der Vorkoster“ schaut hinter die Kulissen einer traditionellen italienischen Eisdiele. Wie wird hier das Eis zubereitet? Was ist das Geheimnis von leckerem Eis? Und warum wird die Kugel in der Eisdiele immer teurer?
Eis frittieren – klar geht das, der Sternekoch zeigt, wie Sie ganz einfach leckeres Eis selber machen und auch noch frittieren können.

WDR Fernsehen, Montag, 21.Mai 2012, 20.15 – 21.00 Uhr

1000 Tipps: mit dem Motorrad durch Rumänien

Mit dem Motorrad nach Rumänien? Klar doch!
Es gibt kaum ein unverbrauchteres Reiseziel wie Rumänien und man sollte die altbekannten Klischees, die man über dieses Land und seine Menschen hört, ganz schnell über Bord werfen.

Vor einer Reise steht die Frage: wie kommt man am besten hin? Von Süddeutschland aus beträgt die Anreisedistanz bis zur rumänischen Grenze ca. 1200 km. Da gibt es kaum Alternativen zur Anreise per eigenem Zweirad (wenn man von der Anreise mit Auto und Anhänger mal absieht). Am direktesten kann man über Österreich und Ungarn anreisen. Den Plattensee/Balaton in Ungarn muß man nicht umfahren, sondern kann ihn auch in einer 10minütigen Fahrt mit der Autofähre zwischen Tihany und Szantód überqueren.

Die Einreise nach Rumänien mit dem Motorrad stellt kaum ein Problem dar, Wartezeiten wie bei den LKWs und PKWs sind eher selten. Da die Grenzübergänge Nadlac-Arad und Bors-Oradea sehr stark frequentiert sind und oft lange Wartezeiten entstehen, wird empfohlen, in der Hauptreisezeit an die kleinen Übergänge zu fahren. Für Autos muss in Rumänien eine Straßenbenutzungsgebühr entrichtet werden. Motorräder sind jedoch davon ausgenommen!

Mit der Teilabdeckung des Navis und der Gesamt-Rumänien-Straßenkarte ist auf den Straßen nur die grobe Orientierung möglich. Für ein Fortkommen auf kleinen Straßen (gelb bis weiß) sind kleinmaßstabige Karten nötig oder viel Experimentierfreude, gepaart mit Leidensfähigkeit. Die Straßenbedingungen sind unberechenbar. Die Ausschilderung ist auf den Hauptverbindungstrecken ausreichend. Je kleiner die Straßenklasse wird, desto schlechter bis nicht vorhanden ist die Ausschilderung.

Auf gelben und roten Straßen findet man nützliche Meilensteine mit Angaben zur Straßennummer und zur Entfernung zur nächstgrößeren Stadt. Nicht immer sind die gelb oder rot angemalten Steine so gut leserlich wie auf dem Foto.

Rumänische Straßen = Asphaltierte Offroadstrecken!
Federbeinteststrecken! Wir haben noch nie solche Schlaglöcher, solche asphaltierten Holperstrecken, derart aufgerissene Straßen, so unerwartete, 10cm tiefe Krater in Kurven erlebt wie in diesem Land! Es gab aber auch gute Straßen, frisch asphaltiert und glatt wie ein Babypopo, noch dazu zu Autobahnbreite ausgebaut, die haben wir wie ein Wunder empfunden.

Schafherden auf der Straße sind ein gewohntes Bild, auch trottet schon mal verschiedenes Vieh auf der Straße herum: Kühe, Ziegen, Pferde, Esel, Hühner, es springen einem Fasanen vor die Räder oder Rebhühner suchen ihr Leben unter dem Pneu zu lassen. Es gibt zwar auch Tausende Bären, aber daß diese (meist) scheuen Waldbewohner auch auf der Straße herumlungern, ist eher unwahrscheinlich.

Die großen Straßen (auf der Karte rot eingezeichnet), sind meist einigermaßen gut zu fahren. Aber dort schiebt sich der Schwerverkehr auch hindurch. Manchmal sind die Straßen grausam kaputt, einerseits wohl wegen dem Schwerverkehr, andererseits vermuten wir, daß sie von Haus aus keinen stabilen Unterbau wie deutsche Straßen haben. Auch wird wohl meist nicht generalsaniert, sondern aus finanziellen Gründen nur geflickt. Einen weiteren Grund für die schlechten Straßen vermuten meine rumänischen Kollegen darin, daß das Baumaterial großteils auf dem Weg zur Baustelle „verdunstet“.

Über die kleineren Straßen (gelb) lässt sich kein eindeutiges Urteil fällen. Hier gerät die Zustandsbeschreibung von „ganz gut“ bis „grausam schlecht“. Das sind dann meist die Pisten, die irgendwann einmal asphaltiert oder betoniert waren und jetzt aber so schlimm zerstört sind, daß man auf Naturbelag sanfter unterwegs wäre.

Bei der kurzfristigen Beurteilung von Schlaglöchern (vor allem die wassergefüllten), ob sie fahrbar sind oder ob man ihnen besser in einem Notmanöver ausweichen sollte, prägt man sich am besten unseren Grundsatz ein: Haben die Schlaglöcher (=Pfützen) ein sichtbares Ufer, vertiefen sich also sanft, sind sie fahrbar. Haben sie jedoch kein sichtbares Ufer – dann gnade Dir Gott!

Weiße Straßen avancieren für Motorradfahrer mit Sozia (und vollem Gepäck) zur Mut- und Kraftprobe. Wir sind einen geschotterten Karpatenpaß (Pasul Kovacipeter) gefahren, dessen Untergrund streckenweise eine große Herausforderung war. Viele Pfützen, sehr ausgewaschene Bereiche, teilweise schmierige Abschnitte, stellenweise grobschotterig – und abschnittsweise mehrere dieser Zustände zusammen. Und wenn dann noch in den Bergab-Kehren zwei Hirten mit einer kleinen Kuhherde auftauchen, die nur den hüfthohen Hirtenhund in Schach halten und die anderen zwei kleineren das Motorrad attackieren lassen, rinnt schon die eine oder andere Schweißperle in den Kragen.

(Diese Strecke führt durch ein Gebiet mit Bären, wo man die Straße wegen den Bären, die dort leben, nicht verlassen darf, das steht auf Schildern und Schlagbäumen angeschrieben.) Hinweisschilder, welcher Weg zum Ziel führt, darf man natürlich nicht erwarten, da sollte man seinen gesunden Instinkt und Orientierungssinn bemühen. Und wenn das nicht hilft – für was gibt es die Trackback-Funktion des Navis?

Oft verlässt man eine normal asphaltierte Hauptstraße im Ort und steht sofort auf einer nicht geteerten Straße, wo man bei Trockenheit eine lange Staubfahne hinter sich herzieht. Man sollte sich auch von den Straßenbegrenzungen nicht allzu viel Sicherheit erhoffen. Schutzgitter, die in alle Richtungen auf halb 8 hängen und liegen; in der Wiese liegende Begrenzungszäune; in die Fahrbahn gekippte Betonpfeiler; durchgerostete Leitplanken.

Und erhöhte Vorsicht an Bahnübergängen! Besser schrittfahren, denn die Bodenwellen, Vertiefungen und Spalten können einen ganz schön aushebeln! Nachtfahrten sollte man so gut es geht meiden. Sie können zum Himmelfahrtskommando werden. Nicht nur, daß man die Schlaglöcher nicht mehr rechtzeitig sieht, sondern auch ungesicherte Baustellen und unbeleuchtete Pferdekarren machen einen die Fahrt zur Hölle. Wenn sich dann auch noch mit Tuica abgefüllte Bauern mitten auf der Straße um einen Platz auf dem Soziussitz bewerben …

Noch mehr Reisetipps und appetitmachende Videos & DVDs zu den Motorradtouren in den Karpaten: www.bikerdream.de

Deutschlands Kuh(l)tourlandschaft

Ein Land, viele Rassen, noch mehr Kühe

Rot, gelb, braun, gefleckt oder bunt – vom tiefsten Süden bis in den hohen Norden leben in Deutschland etwa 4,2 Millionen Milchkühe, die täglich zwischen 15 und 40 Liter des köstlich-weißen Rohstoffs geben. In Bayern sind vor allem Zweinutzungsrinder beheimatet, die zum einen Milch geben und zum anderen der Fleischerzeugung dienen. Am weitesten verbreitet ist das Fleckvieh mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 6.550 Litern pro Jahr, gefolgt vom Braunvieh. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft kennt alle in Deutschland vertretenen Milchkuh-Rassen ganz genau. Unter der Rubrik „Aus dem Milchland“ auf www.milchland-bayern.de erfahren sie welche Grande Dame in Bayern zu Hause ist und was sie auszeichnet.

In Süddeutschland wird die Milchkuh-Beliebtheitsskala klar und deutlich vom weitverbreiteten Fleckvieh angeführt. Die robuste Kuh mit dem braun-weiß gefleckten Fell ist bei den Landwirten der Region besonders aufgrund ihrer guten Milchleistung von durchschnittlich 6.550 Litern pro Jahr gefragt. Knapp eine Millionen Fleckvieh-Tiere grasen auf Bayerns Weideland, was einer Verbreitung von ca. 80 Prozent entspricht. Mit einem Körpergewicht von bis zu 800 Kilogramm und einem Stockmaß von bis zu 1,42 Metern gehören sie zu den Schwergewichten unter den deutschen Milchkühen. Für Abwechslung im Landschaftsbild sorgt das grau-braune Braunvieh. Es ist besonders im Allgäu vertreten und wird dort für seine Langlebigkeit und eine hohe Milchleistung von durchschnittlich 6.060 Litern pro Jahr geschätzt. Heute gibt es an die 300.000 Braunvieh-Kühe, die in den Genuss der saftig-grünen Wiesen Bayerns kommen. Sie machen gerade einmal 20 Prozent der gesamten Milchkuh-Population im Raum Süddeutschland aus.

Insgesamt zehn Milchkuh-Rassen teilen sich knapp 4,5 Millionen Hektar Wiesen und Weideland der Bundesrepublik. Sie sind braun und kräftig, schwarz-weiß und groß oder aber gelb und zahm. Eines haben die über 4,2 Millionen Milchkühe jedoch gemeinsam. Sie geben köstliche, kalziumreiche Milch und sorgen dafür, dass Deutschland mit 400 verschiedenen Käsesorten weiterhin die Spitze der Käseländer anführt.

„Restaurant-Ampel“ zügig umsetzen

Verbraucherminister stimmen am 19. Mai über eine bundesweite Hygiene-Plakette ab

Eine schnellstmögliche Umsetzung der geplanten Hygiene-Plakette für Restaurants fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Anlass ist die morgige Sondersitzung der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK), auf der über die „Restaurant-Ampel“ abgestimmt werden soll. Geplant ist eine Skala mit fließenden Farbumschwüngen von grün über gelb bis rot. Ab kommendem Jahr soll diese an der Eingangstür anzeigen, wie es um die Sauberkeit eines Betriebes steht. „Wichtig ist, dass die Verbraucher die Information verstehen. Bund und Länder sollten dies nach der Einführung überprüfen“, so Vorstand Gerd Billen.

Nach Auffassung des vzbv sollten Aushänge an den Eingangstüren erklären, worauf die Bewertung basiert und wie die „Restaurant-Ampel“ zu lesen ist. Ergänzend sei eine breit angelegte Aufklärungskampagne erforderlich, um die Bekanntheit des Systems zu erhöhen. Läuft alles nach Plan, könnte die Bundesregierung noch in diesem Jahr die nötige Rechtsgrundlage schaffen und die „Restaurant-Ampel“ zum 1. Januar 2012 bundesweit starten. „Das ist ein ganz wichtiger Schritt hin zu einer neuen Informationskultur. Der nächste ist eine umfassende verbraucherfreundliche Novelle des Verbraucherinformationsgesetzes“, so Billen.

Einführung zunächst nur in der Gastronomie
Ob in Restaurants und Hotelküchen hygienisch einwandfrei gearbeitet wird, können Verbraucher heute nicht erkennen. Mit der geplanten „Restaurant-Ampel“ soll das bald anders werden: Auf einem Farbstrahl, der von grün über gelb nach rot verläuft, markiert ein Pfeil, wie gut ein Betrieb bei den Hygienekontrollen abgeschnitten hat. Liegt dieser im gelb-roten oder gar roten Bereich, lässt die Hygiene stark zu wünschen übrig. Verbraucher sollten dann lieber woanders einkehren. Grundlage der Bewertung ist ein Punktesystem. Je mehr Punkte ein Betrieb erhält, desto häufiger und gravierender waren die Verstöße. Zunächst soll es die Plakette nur in der Gastronomie geben, später auch in Metzgereien, Bäckereien und im Lebensmitteleinzelhandel.

Erfolgsgeschichte Dänemark
Die Lebensmittelüberwachung verzeichnet in Deutschland seit Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau Verstöße gegen die Betriebshygiene. Mit diesem Problem kämpfte auch Dänemark und führte vor zehn Jahren den Hygiene-Smiley ein, um die Transparenz für Verbraucher zu erhöhen und den Wettbewerb unter den Unternehmen anzukurbeln. Anfänglich gab es große Bedenken, insbesondere seitens der Betriebe. Mittlerweile befürworten 86 Prozent der dänischen Unternehmer das System, unabhängig vom Bewertungsergebnis. Die Qualität des Angebots hat sich nachweisbar verbessert: 2002 wurden 70 Prozent der Betriebe mit dem fröhlichsten Smiley ausgezeichnet, 2008 waren es bereits 83 Prozent und 2009 sogar 86 Prozent. Zusätzlich wurde ein „Elite-Smiley“ für Betriebe eingeführt, die vier Mal hintereinander das bestmögliche Kontrollergebnis erzielt haben.

Deutschland ein Blütenmärchen: Die Apfelblüte beginnt bald!

Glücklicherweise galt der Apfel in früherer Zeit als lebensverlängerndes Heilmittel. Daher war er vermutlich bedeutsam genug, um auf den Handelswegen von Asien über den Schwarzmeerraum nach Mitteleuropa gebracht zu werden. Sonst können Naturliebhaber heute nicht wie jedes Jahr im Frühling in einem Meer aus Apfelblüten schwelgen. Im April explodiert die Natur förmlich, das erste Grün erfreut mit seinen zarten Farben, schon bald blüht es überall gelb und weiß. Ende April kommen dann schließlich die rosa Apfelblüten hinzu – ein einziges Blütenmärchen, das sich in den deutschen Anbaugebieten vom Alten Land bis zum Bodensee, vom Rheinland bis Thüringen erstreckt und Spaziergänger, Fahrradfahrer und andere Wochenendausflügler begeistert. Ein guter Grund, festes Schuhwerk und Rucksack zu nehmen und in die Blütenlandschaft einzutauchen. Denn der Zauber währt nicht lange: Nach durchschnittlich zwei Wochen verlieren Apfelbäume ihre Blütenpracht wieder. Doch da nicht alle Bäume gleichzeitig blühen, erstreckt sich die Blütephase meist über einen längeren Zeitraum. Denn ob der Baum an einem geschützten und sonnigen Standort steht oder zum Beispiel kühlem Ostwind ausgesetzt ist, hat ebenso Einfluss auf seine Entwicklung wie die Sorte. Bis die Blüte einmal quer durch Deutschland gezogen ist, vergehen etwa vier bis sechs Wochen: von Südwest nach Nordost und von „unten nach oben“, also von geschützten Tälern zu höher gelegenen Plantagen.

Apfelblüte bedeutet Frühlingsbeginn
Experten unterscheiden drei Blühphasen: Der Beginn ist, wenn sich die ersten Blüten am Baum öffnen. Meist ist es die mittlere einer Dolde, die als erstes aufbricht. Wenn die Hälfte aller Blüten am Baum geöffnet ist, spricht man von Vollblüte oder auch dem Beginn des Vollfrühlings. Denn für Klimaforscher ist die Apfelbaumblüte ein wichtiges Indiz für den Frühlingsbeginn. So fiel der Beginn der Apfelblüte in Deutschland in den 60er Jahren beispielsweise auf Anfang Mai, während sie mittlerweile im Schnitt rund eine Woche früher beginnt, nämlich bereits Ende April.

Apfelbäume – eine einzigartige Weiß-Rosa-Kombination
Apfelblüten von denen anderer Obstbäume zu unterscheiden ist nicht immer ganz einfach. Zunächst einmal blüht der Apfelbaum als letztes, ist also im Vergleich zu Kirsche und Co. relativ spät dran. Auffällig ist die Farbgebung der Blüte. Nur der Apfelbaum schmückt sich in zartem weiß-rosa. Auch ein Blick auf die Staubgefäße hilft weiter. Während sie bei der Birne zum Beispiel rot sind, leuchten sie beim Apfel gelb. Nicht zuletzt geben die fast rechtwinklig am Stamm ansetzenden Zweige sowie die nur leichten Furchen der relativ dunklen Rinde Auskunft.

Die Blüte feiern
Zahlreiche Besucher zieht es jedes Jahr in die Apfel-Anbaugebiete, um das Naturspektakel vor Ort zu bewundern. An den Wochenenden locken zusätzlich Blütenfeste, bei denen oft eine Königin gekürt wird, ein Fest-Umzug oder andere Aktionen rund um die Apfelblüte stattfinden. Hier eine Auswahl:

• Altländer Blütenfest, 21635 Jork, 07. – 08.05.2011
http://www.tourismus-altesland.de/bluetenfest
• Apfelblütenfest auf Burg Brandenstein, 36381 Schlüchtern-Elm, 07. – 08.05.2011
http://www.burg-brandenstein.de
• Apfelblütenfest in Dietzenbach, 63128 Dietzenbach, 17.04.2011
http://www.dietzenbach.de/index.phtml?mNavID=1799.9&sNavID=1799.860&La=1
• Apfelblütenfest in Engfurt, 84513 Töging, 01.05.2011
http://www.engfurt.de/Apfelbluetenfest2011.html
• 52. Apfelblütenfest in Höchst, 64739 Höchst im Odenwald, 06. – 09.05.2011
http://www.hoechster-maerkte.de/maimarkt/index.html
• Apfelblütenfest auf dem Latourshof, 41542 Dormagen, 01.05.2011
http://www.latourshof.de/
• Apfelblütenfest in Mammolshain, 61462 Königstein, 01.05.2011
http://www.eventoni.de/events/1137861/apfelbl%C3%BCtenfest-k%C3%B6nigstein
http://www.ogv-mammolshain.de/
• 58. Nauroder Äppelblütefest, 65207 Wiesbaden-Naurod, 07. – 10.05.2011
http://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/freizeit/feste-maerkte/feste/nauroder_aeppelbluetefest.php
• Blütenfest im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, 04924 Bad Liebenwerda, 01.05.2011
http://naturpark-nlh.de/index.php?id=66&tx_skcalendar_pi1[offset]=1304200800&tx_skcalendar_pi1[view]=detail&tx_skcalendar_pi1[uid]=404
http://www.naturpark-nlh.de
• 8. Wehrheimer Apfelblütenfest, 61273 Wehrheim, 08.05.2011
http://www.auf-reisen.de/de/Veranstaltung_Fest_0.asp?IVE=1921871&NA=Wehrheim_Apfelbluetenfest
http://www.wehrheim.de/news.html
• 132. Baumblütenfest in Werder, 14542 Werder (Havel), 30.04. – 08.05.2011
http://www.baumbluete.de/viewpage.php?page_id=9