Saskatoons

In Deutschland sind die Beeren mit dem Aroma von Mandel und Kirsche noch kaum bekannt
Sie haben einer kanadischen Provinzstadt ihren Namen gegeben und wurden von den dortigen Ureinwohnern als Nahrung, Medizin und Handelsware geschätzt: die Saskatoons. In Deutschland sind die kleinen dunkel­violetten Beeren der erlenblättrigen Felsenbirne (lat. Amelanchier alnifolia) den Wenigsten bekannt.

Streng genommen sind Saskatoons gar keine Beeren, sondern wie Äpfel und Birnen so genannte Scheinfrüchte. Die erbsengroßen Früchte, die große Ähnlichkeit mit Blaubeeren haben, können von Juli bis August geerntet werden. In der kanadischen Küche kommen die nach Kirsche und Mandeln schmeckenden Saskatoons auf verschiedenste Art und Weise zum Einsatz: Die frischen Früchte werden in Gelees, Marmeladen und Kuchen verarbeitet, ihr Saft gibt Marinaden und Dressings einen feinen Geschmack und getrocknet gelten sie als leckerer Snack für Zwischendurch. Auch ihr ernährungsphysiologischer Wert ist nicht zu verachten. Saskatoons enthalten viel Vitamin C, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Ihre vielen Samen machen sie außerdem zu kleinen Ballaststoffpaketen. Noch sind Saskatoons in Deutschland kaum erhältlich, werden jedoch von einigen Feinkostläden vertrieben. aid, Friederike Küter

Kiwano

Sie ist orange, oval und hat lauter zackenartige Auswüchse auf ihrer dicken Schale. Mit ihrem grünen Innenleben und den hellgrünen Kernen macht die Kiwano im Anschnitt einen fast futuristischen Eindruck. Neben Ananas und Bananen landen immer mehr exotische Früchte auf unseren Obsttheken und oft steht man etwas ratlos davor. Welche Teile der Frucht sind überhaupt essbar und was fange ich damit an?
Kiwanos kommen ursprünglich aus den Kalahari-Gebieten Afrikas, werden heutzutage jedoch hauptsächlich in Kenia, Neuseeland und Israel angebaut. Botanisch gesehen gehören die Früchte, die auch Horn- oder Geleemelonen genannt werden, zu der Familie der Kürbisgewächse und zwar zu der Gattung der Gurken. Das schmeckt man sogar ein wenig, denn zu der feinsäuerlichen Note mischen sich Melonen- und Gurkenaromen. Wenn sich die Schale gelb färbt, dann ist die Kiwano reif. Man kann sie entweder längs durchschneiden und das Fruchtfleisch herauslöffeln oder man verwendet es für Blatt- oder Meeresfrüchtesalate. Natürlich lassen sich auch Desserts damit verfeinern und, wie viele exotische Früchte, macht sich die Kiwano sehr gut als Dekor. aid, Friederike Küter

Tipps zum gut Kirschen essen

Von Juni bis August ist in Deutschland besonders gut Kirschen essen – die heimische Süßkirsche hat Saison. Ob auf Wochenmärkten oder im Supermarkt, überall locken die saftigen roten Früchte. Was viele Verbraucher nicht wissen: Süßkirschen sind ein echtes Powerobst mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollen sekundären Pflanzenstoffen, aber wenigen Kalorien. Die Ernährungsexperten der Gesundheitskampagne 5 am Tag empfehlen daher, kräftig zuzugreifen, denn frisch geerntet schmecken Süßkirschen besonders lecker.
Deutschland ist das Kirschenland schlechthin und so verwundert es nicht, dass der Verbraucher bei dem vielfältigen Kirschangebot fast schon die Qual der Wahl hat. Besonders begehrt sind die tiefroten, festfleischigen Knorpelkirschen wegen ihres bissfesten und aromatischen Fruchtfleischs. Die Herzkirsche gehört zu den Süßkirschen mit etwas weicherem Fruchtfleisch. Ihren Namen verdankt sie ihrem herzförmigen Aussehen und herrlich süßen Geschmack.

Powerobst Süßkirsche

Süßkirschen versprechen mehr als nur geschmacklichen Hochgenuss. Bei nur 60 Kalorien pro 100 Gramm sind Süßkirschen ein ideales Schlankobst. Die kleinen roten Früchte sind wahre Vitalbömbchen und somit sehr gesund. Zahlreiche Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamin B1, B2, B6, C, Betacarotin, Folsäure, Kalium, Zink, Phosphor und Eisen wirken unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen entgegen und unterstützen die Struktur des Bindegewebes. Verstärkt wird die gesundheitsfördernde Wirkung des Steinobstes durch den hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Besonders reichlich vorhanden sind Anthocyane, also rote Pflanzenfarbstoffe, die aufgrund ihrer entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung Erkrankungen wie zum Beispiel Gicht entgegenwirken. Darüber hinaus schützen sie den Organismus vor zellschädigenden freien Radikalen. Aber nicht nur Ernährungsexperten kommen bei Süßkirschen ins Schwärmen. „Süßkirschen gehören zu den Obstsorten, die es mir besonders antun: Sie erfrischen, schmecken köstlich nach Sommer und sind darüber hinaus auch sehr gesund. Besonders lecker sind sie natürlich selbst gepflückt vom Baum“, beschreibt die ehemalige Leichtathletin Heike Drechsler ihre Vorliebe für die roten Powerfrüchtchen. Wer in den Kirschmonaten also kräftig zugreift, hat ganz schnell eine der fünf empfohlenen Portionen Obst und Gemüse am Tag „vernascht“.

Tipps zum gut Kirschen essen

Beim Kauf von Süßkirschen können die Verbraucher wenig falsch machen, wenn sie die Früchte genau in Augenschein nehmen. So ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen besonders hoch, wenn die Süßkirschen frisch auf den Tisch kommen. „Heimische Früchte kommen auf dem kurzen Wege zum Verbraucher und zeichnen sich so durch eine besondere Frische und Qualität aus. Wichtigstes Indiz für Frische ist ein glatter, grüner Stiel. Der sollte nie fehlen, denn Süßkirschen ohne Stiel trocknen schnell aus und verlieren so ihre kostbaren Inhaltsstoffe „, erläutert Walter Strutz, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, das Gründungsmitglied im 5 am Tag e.V. ist. In den Einkaufskorb sollten nur reife Früchte wandern, da Süßkirschen zu den Obstsorten gehören, die nicht nachreifen. Qualitativ gute Früchte sind prall und fest, sie haben eine glänzende Fruchthaut mit intensiver Färbung. Süßkirschen sind sehr druckempfindlich und daher vorsichtig zu transportieren. Falls sie nicht am selben Tag verzehrt werden, halten sich Süßkirschen am besten lose ausgebreitet im Kühlschrank frisch. Die leckeren Früchtchen können so problemlos zwei bis drei Tage aufbewahrt werden.

Mit Süßkirschen (ver-)zaubern

Süßkirschen schmecken nicht nur „solo“, sondern auch in Kuchen, Torten, Kompott, Konfitüre oder Desserts. Kinder lieben eingefrorene Kirschen, die im Sommer als erfrischende und gesunde Bonbons gelutscht werden. Hierfür sind die Kirschen am besten zu entsteinen, damit keine Gefahr des Verschluckens besteht. In Leinenstoff eingenäht sind Kirschkerne wunderbare Bettwärmer oder Wärmepackungen bei Verspannungen oder Unwohlsein.

Melonen machen schlank: Runde Früchte voller Wasser gegen dicke Bäuche!

Dicke Melonen sind die idealen Schlankfrüchte, denn sie haben einen hohen Wassergehalt und kaum Kalorien, berichtet heute Diplom Oecotrophologin Claudia Reimers von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Zudem eignen sich die kugeligen Früchte hervorragend als Durstlöscher für heiße Sommertage. Melonen können bis zu 20 Kilogramm auf die Waage bringen. Trotz ihrer Größe enthalten sie kaum Kalorien, nur etwa 25 bis 30 Kilokalorien pro 100 Gramm, denn sie bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser. Botaniker unterscheiden die großen Wassermelonen mit rotem säuerlichem Fruchtfleisch und die kleineren, süß schmeckenden Zuckermelonen. Die bekannteste unter den Zuckermelonen ist die Honigmelone. Wassermelonen haben den höchsten Wasseranteil, während Zuckermelonen mit ihrem Gehalt an Beta-Karotin, Vitamin C, Calcium und Kalium auftrumpfen können. Melonen sind die runden, ovalen oder walzenförmigen Beeren einer in den Tropen und Subtropen vorkommenden Liane. Verwandt sind die großen Früchte mit Gurken, Zucchini und Kürbissen. Melonen lassen sich bei 85 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und 15 Grad Celsius bis zu drei Wochen nach der Ernte lagern. Verbraucher erkennen reife Melonen an ihrem zarten aromatischen, fruchtigen Duft und am dumpfen, hohlen Klang, wenn man auf die Frucht klopft, weiß Ernährungsexpertin Claudia Reimers. Weiterhin sollten Melonen im Verhältnis zu ihrer Größe eher schwer sein und eine unversehrte Schale haben, die weder feuchte noch weiche Stellen aufweist. In Scheiben oder Würfel geschnitten, bietet das rohe Fruchtfleisch der Melonen einen köstlichen, kalorienarmen Genuss für Gaumen und Figur. Ein besonderer Clou ist ein Kugelausstecher, mit dem sich kleine Bällchen aus dem Fruchtfleisch herausschneiden lassen. Außer als Dessert eigenen sich Melonen weiterhin als Zwischenmahlzeit oder als Beilage zu Fleisch, Geflügel und Meeresfrüchten. Köstlich schmecken Melonen auch im Frühstücksmüsli oder in Obstsalaten, so Ernährungswissenschaftlerin Reimers abschließend.
Tipp zum Jahr des gesunden Abnehmens: Selbstgemachter Eistee mit Melonen als Erfrischung für Zwischendurch: Dafür benötigen Sie sehr starken Früchtetee, einige Melonenkugeln, etwas Zitronensaft, flüssigen Süßstoff und Eiswürfel. Den Früchtetee nach dem Zubereiten mehrere Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen, Eiswürfel und Melonenkugeln dazu geben und mit Zitronensaft und Süßstoff abschmecken. Fertig!