4l auf 100 km

Hätten Sie’s gewusst: die Flugzeuge der Lufthansa Group verbrauchen durchschnittlich rund 4 Liter Kerosin, um einen Fluggast 100 km weit zu befördern. Modernste Flugzeuge wie der Lufthansa A380 oder die Lufthansa Boeing 747-8 unterschreiten die 4-Liter-Marke bereits deutlich.

In der Lufthansa Group arbeiten zahlreiche Experten mit Hochdruck daran, den Verbrauch von Kerosin und damit die Umweltauswirkungen des Fliegens so gering wie möglich zu halten. Auf Basis der anerkannten 4-Säulen-Strategie für den Klimaschutz entwickeln sie kontinuierlich Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz im Flugbetrieb.
Mit Erfolg: Transportleistung und Treibstoffverbrauch konnten erfolgreich voneinander entkoppelt werden. Seit 1991 hat der Konzern 42,6 Prozent seiner zusätzlichen Transportleistungen CO2-neutral erbracht.

Jüngste Aktion zur Effizienzverbesserung: Das Wiegen aller losen Gegenstände in der Kabine eines Langstreckenflugzeuges. Wer glaubt, auf das Gewicht von Taschenlampen, Kleiderbügeln, Magazinen, Trolleys, Decken und Kissen zu achten, sei übertrieben, irrt. Dies lohnt gleich doppelt, denn Ökologie und Ökonomie gehen in der Luftfahrt Hand in Hand. Bereits einhundert Kilogramm weniger Gewicht auf jedem Flugzeug der Lufthansa Passage senkt die Spritkosten um 2,6 Millionen Euro pro Jahr – und vermeidet etliche Tonnen CO2-Emissionen.

Apropos Treibstoffeffizienz: Viele Menschen in Deutschland schätzen den durchschnittlichen Verbrauch von Flugzeugen fälschlicherweise um ein 10-Faches höher ein als es tatsächlich der Fall ist. Das ergab eine Meinungsumfrage der Forschungsgruppe Wahlen.

Interessante Urteile gegen Fluggesellschaften

1. Kreditkarte ist am Flughafen nicht mehr notwendig 2. bei durchgecheckten Gepäck muss sich der Fluggast beim Umsteigen nicht mehr darum kümmern

Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie haben vor einem dreiviertel Jahr Ihren Flug gebucht und jetzt will die Fluggesellschaft beim Einchecken die Kreditkarte, mit der Sie damals bezahlten, sehen? Ist mir bei der „5 Sterne“ Qatar Airways passiert. Ich hatte die Karte nicht dabei. Die ließen mich – Silberstatus mit gebuchter Business Class – nicht fliegen, bis ich die blöde Karte doch gefunden hatte. Einem Iberia Reisenden ging es 2011 schlechter. Er hatte die Karte nicht dabei und durfte nicht mit.
Er verklagte die Iberia und gewann. Wie die Richter weise entschieden, ist eine „Kreditkarte ein Zahlungsmittel und keine für den Reiseantritt notwendig Reiseunterlage“! Schön, wenn ein Gericht gesunden Menschenverstand anwendet und die Klauseln der Airlines ausser Kraft setzt. Dank ans OLG Frankfurt (AZ 16U-43/11)

Im zweiten Urteil meinte eine Airline, ganz clever zu sein. Beim Umsteigen schaffte die Airline es nicht, das Gepäck rechtzeitig ins neue Flugzeug zu verladen. Daraufhin schloss die Airline den Passagier von der Weiterreise in der vermutlich überbuchten Maschine aus und er konnte erst am nächsten Tag weiterfliegen. Dieses Vorgehen erzürnte die Richter des BGHs, die die Airline zur Zahlung von 600 Euro Ausgleich nach EU-Verordnung verdonnerten! (AZ XZR128/11). CR

Léa Linster ist Lufthansa Star Chef

Eine der wenigen Frauen, die sich fest in der Spitzenregion der Kochkunst etabliert haben, wird im Januar und Februar 2011 die Fluggäste der Lufthansa First und Business Class auf Langstreckenflügen mit ihren Menüs verwöhnen: Léa Linster aus Luxemburg ist in diesen beiden Monaten Lufthansa Star Chef. Sie kocht schnörkellose, herausragende Gerichte, bei denen der Geschmack der einzelnen Zutaten unverfälscht erhalten bleibt. So steht der Titel eines ihrer bekannten Kochbücher „Einfach und genial“ auch für die Bordmenüs, die sie für Lufthansa kreiert hat. Eines ihrer Highlights sind ihre Madeleines, die die Business Class Gäste zum Kaffee genießen können. Ein Booklet mit Rezepten zum Mitnehmen soll die Fluggäste zum Nachkochen zuhause inspirieren.

Auf der Vorspeisen-Etagere in der First Class finden sich Gelee von Entenstopfleber und Geflügel mit Selleriesalat und Rote Bete Vinaigrette, weiterhin Lachstatar mit konfierten Zitronen und Fenchelsalat sowie Mousse von Tomaten und Paprika mit Pinienkernpesto. Nach einer weißen Zwiebelrahmsuppe mit Parmesan-Croutons oder jungem Blattsalat mit gebratenen Austernpilzen, Kirschtomaten und Paprika stehen vier Hauptspeisen zur Aus-wahl. Von Léa Linster entwickelt und zusammengestellt sind Seezungenfilet und Flusskrebse an Estragonsauce mit Blattspinat und Bandnudeln, Mehlknödel mit Schwarzwurzelgemüse oder Stuben-Küken auf Rosmarinsauce mit Rotkohl und Rösti. Zum Dessert locken Léas Crème Brûlée mit Macadamia-Eis oder Carrée von Mousse au Chocolat mit Orangensauce. Käse wie Bleu d’Auvergne, Fougerus oder Livarot runden das deliziöse Mahl ab.

Alternativ zum Star Chef Menü stehen als „Lufthansa Classics“ im Januar Königsberger Klopse mit roter Bete und Petersilienkartoffeln und im Februar Sauerbraten mit Rotkraut und Kartoffelklößen auf der Speisekarte.

Auch in der Business Class ist für kulinarische Genüsse gesorgt. Zur Vorspeise wählt der Fluggast zwischen Wildterrine mit Bohnensalat und Senf-Schmandsauce, Forelle süß-sauer mit buntem Gemüse und Venusreissalat oder bunten Blattsalaten mit Tomate, Paprika, Zucchini, Kürbis und Karotte. Zum Hauptgang werden von Léa Linster kreierte Hechtklößchen und Riesengarnelen in Hummersauce mit Blattspinat und Bandnudeln oder Waldpilzragout mit Schnittlauchknödeln gereicht. Kleine gefüllte Windbeutel an Schokoladensirup und Vanillesauce, Obstsalat und verschiedene Käsesorten schließen das Menü für Genießer.

Außerdem gibt es als „Lufthansa Classics“ in der Business Class zum Hauptgang im Januar Rinderroulade mit Gemüsefüllung, Erbsen, Karotten und Kartoffelpüree, im Februar Hühnerfrikassee mit Champignons, Spargel und Gemüsereis.

Populär wurde die luxemburgische Spitzenköchin Léa Linster durch ihre Auftritte im Fernsehen, mit ihren Kolumnen und Kochbüchern. Ihr internationales Renommee in Feinschmeckerkreisen erwarb sie sich allerdings durch die tagtägliche, preisgekrönte Arbeit in der Küche ihres Restaurants Léa Linster Cuisinière. Der weithin bekannte Gourmet-Tempel liegt in Linsters luxemburgischem Heimatort Frisange. Seit 1991 betreibt die einstige Bocuse-Schülerin Léa Linster zudem im Nachbarort Hellange das „Letzebuerger Kaschthaus“, das nur für private Veranstaltungen buchbar ist. Hier wird eher bodenständig luxemburgisch gekocht. Im Pavillon „Madeleine by Léa Linster“ in Kayl, ihrem jüngsten Projekt, bietet die umtriebige Köchin Spitzengastronomie zu moderaten Einstiegspreisen.

Ihren Michelin-Stern, den sie sich bereits fünf Jahre nach der Übernahme und Umwandlung des geerbten Café-Restaurants in einen Gourmet-Tempel erkochte, hält sie inzwischen seit mehr als zwanzig Jahren ohne Unterbrechung. Stolz ist sie auf ihre Auszeichnung mit dem legendären „Bocuse d’Or“ im Jahr 1989. Sie ist die erste und bislang einzige Frau, die diese begehrte Trophäe bislang erhalten hat. Ihr Kredo ist, dass Kochen nicht nur eine technische Kunstfertigkeit sei sondern Kunst an sich. Und diese könne nur mit Liebe und Leidenschaft dafür gelingen.

Das Lufthansa Star Chef-Programm
Bereits seit Januar 2000 heben Lufthansa-Passagiere auch kulinarisch ab: Phantasievolle Menüs, kreiert von Spitzenköchen aus aller Welt, machen die Reise für den Fluggast zum „himmlischen Genuss“. Berühmtheiten der internationalen Kochwelt wie Harald Wohlfahrt (Baiersbronn), Dieter Müller (Bergisch Gladbach), Daniel Boulud (New York) oder Paul Bocuse (Lyon) konnten bereits als Lufthansa „Star Chefs“ gewonnen werden. Seit Anfang 2005 gestalten darüber hinaus international bekannte Spitzenköche mit besonderem Be-zug zu der jeweiligen Region spezielle Menüs auf ausgewählten Langstrecken nach Deutschland. Darüber hinaus werden seit November 2010 zur Hauptspeise unter dem Titel „Lufthansa Classics“ im monatlichen Wechsel traditionelle, deutsche Gerichte angeboten.

Die Flugreihenfolge bestimmt der Fluggast und nicht die Airline

Der Bundesgerichtshof erklärte Regelungen der Lufthansa und British Airways für unwirksam, wonach Tickets verfallen, wenn sie nicht in der gebuchten Reihenfolge genutzt werden. Damit wollten die Airlines verhindern, dass Tickets für Flüge mit Zwischenlandung (z. B. ein Fernflug mit Zubringerflug) nur für den Fernflug genutzt werden, erläutern ARAG Experten. Denn oft ist der Preis für beide Flüge zusammen niedriger als der Preis, der bei Buchung des Langstreckenflugs allein anfällt. Außerdem wollen sie sich so dagegen absichern, dass Fluggäste bei günstig angebotenen Hin- und Rückflügen Flüge nur Teilstrecken nutzen und so zu einem geringeren Preis fliegen, als wenn sie von vornherein die tatsächlich geflogene Strecke gebucht hätten (BGH, Az.: Xa ZR 5/09).

Singapore Airlines startet täglichen A380-Liniendienst nach Melbourne

Singapore Airlines startet täglichen A380-Liniendienst nach Melbourne

Der Eröffnungsflug der Singapore Airlines A380 nach Melbourne, der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Victoria, hob am Dienstagabend vom Flughafen Changi in Singapur ab und landete auf dem Flughafen Melbourne am frühen Mittwochmorgen.

Mit 453 Fluggästen an Bord des 471-sitzigen, doppelstöckigen Flugzeugs, verließ SQ227 Singapur um 21:00 Uhr und landete in Melbourne um 5:45 Uhr, 25 Minuten früher als geplant. Die A380 startete in Melbourne zum Rückflug um 15:50 Uhr mit 450 Passagieren an Bord und landete in Singapur um 21:40 Uhr am Mittwochabend (alle Zeitangaben in Ortszeit).

Melbourne ist die zweite australische Stadt und die sechste Stadt innerhalb des Streckennetzes von Singapore Airlines, die mittlerweile von der A380 angeflogen wird. Singapore Airlines führt derzeit 21 wöchentliche Flüge zwischen Singapur und Melbourne durch, einschließlich des täglichen A380-Dienstes.

“Die A380 ist weiterhin äußerst populär bei den Fluggästen. Die Buchungsnachfrage für den planmäßigen A380-Liniendienst auf der Strecke zwischen Singapur und Melbourne ist hervorragend. Seit Einführung der A380 im Oktober 2007 wurden mehr als 1,8 Millionen Fluggäste befördert und mehr als 4.600 kommerzielle Flüge absolviert. Unsere A380-Kunden genießen die ruhige Atmosphäre in der Kabine, unsere innovativen Bordunterhaltungsprodukte und den freundlichen Service unserer Kabinencrew. Auf Strecken, die mehrmals täglich von verschiedenen Flugzeugtypen angeflogen werden, entscheiden sich viele Fluggäste für die Verbindung, die mit dem umweltfreundlicheren Super-Jumbo geflogen wird“, sagt Huang Cheng Eng, Singapore Airlines Executive Vice President, Marketing and the Regions.

Die A380 ist mit den exklusiven Singapore Airlines Suites ausgestattet, ein privater Rückzugsbereich in der Luft. Jede Suite ist mit Schiebetüren, höhenverstellbarem Sichtschutz und einem luxuriösen Ledersitz versehen, der vom weltbekannten Möbelhersteller Poltrona Frau angefertigt wurde. Zum Schlafen wird für den Fluggast ein komplettes Bett mit bequemen Kissen und Daunendecke von der Kabinenbesatzung hergerichtet.

Mit 86 Zentimetern ist der Singapore Airlines Business Class-Sitz der breiteste seiner Klasse. Komplett höhenverstellbar mit einer leicht zu handhabenden Bedienungskonsole kann der Sitz in jede gewünschte Sitz- oder Liegeposition eingestellt werden. Die Rückenlehne lässt sich einfach herunterklappen, so dass ein komfortables, komplett flaches Bett entsteht. Das intelligente Design ermöglicht dem Fluggast im Bett zu entspannen, Filme oder TV-Sendungen zu schauen, zu lesen oder zu essen und sich ganz wie zu Hause zu fühlen.

Durch den Einsatz moderner Materialien bietet der ergonomisch konzipierte Economy Class-Sitz den Fluggästen mehr Beinfreiheit und persönlichen Freiraum. Mit intelligenten Neuerungen, wie der dezenten Leselampe und höhenverstellbaren Lederkopfstützen verspricht die Singapore Airlines Economy Class mehr Komfort und Privatsphäre als je zuvor.

Fluggäste in allen drei Klassen genießen köstliche Bordmenüs, die von weltbekannten Chefköchen, wie Matt Moran aus Australien oder Sam Leong aus Singapur kreiert wurden. Das Erlebnis Essen wird durch die Verwendung von feinstem Porzellan aus dem Hause Givenchy noch gesteigert und mit einer großen Auswahl an erlesenen Weinen und Spirituosen abgerundet.

KrisWorld, das mehrfach ausgezeichnete Bordunterhaltungsprogramm von Singapore Airlines bietet mehr als 1.000 Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Fluggäste haben die Wahl aus 120 Filmen, einschließlich der neusten Hollywood-Kassenschlager, asiatischer und internationaler Filme sowie mehr als 170 beliebten TV-Sendungen. Kinder und alle Junggebliebenen können sich bei einer großen Auswahl an interaktiven Spielen gegenseitig herausfordern oder sich verschiedene Sprachen mit dem Fremdsprachenlernprogramm aneignen.

Singapore Airlines startete den A380-Liniendienst nach Sydney im Oktober 2007 und hat anschließend London, Tokio, Paris, Hong Kong und nun Melbourne in die Liste der A380-Ziele aufgenommen. Singapore Airlines hat momentan zehn A380 im Liniendienst, weitere 9 Festbestellungen und eine Option auf weitere sechs A380.

zu buchen bei Opodo

Aer Lingus fliegt jetzt auch nach London!

Aer Lingus fliegt jetzt auch nach London! Nutzen Sie Air Lingus tolle Angebote und fliegen Sie ab April diesen Jahres jetzt auch von München nach London. Besuchen Sie aerlingus.com und überzeugen Sie sich von den günstigen Tarifen.

Eine Reise nach Irland buchen schon ab €39. Genießen Sie ein kulturelles Erlebnis
oder einfach einen erholsamen Urlaub, und nutzen Sie dazu unsere tollen niedrigen Tarife nach Belfast, Cork and Dublin.

Alle Tarife verstehen sich für eine Strecke inklusive Steuern und Gebühren. Die Bearbeitungsgebühr je Fluggast und je Strecke von €5 für Kreditkartentransaktionen oder Lastschriftverfahren ist nicht im Preis enthalten. Alle Tarife unterliegen den Geschäftsbedingungen und sind abhängig von der Verfügbarkeit.

zu buchen bei Opodo

Fluggastrechte

Fluggäste in Deutschland verschenken rund 100 Millionen Euro Entschädigung pro Jahr – Passagier-Rechte-Spezialist EUclaim setzt Ansprüche für Fluggäste nach EU-Recht durch

Ab sofort können Reisende, deren Flüge stark verspätet, umgebucht oder annulliert wurden oder die nicht befördert wurden, ihre Ansprüche auf Entschädigung über die Webseite www.euclaim.de einfordern. Das geltende Recht sieht vor, dass Fluggesellschaften hier bis zu 600 Euro an ihre Passagiere zahlen müssen. Der niederländische Spezialist für Passagier-Rechte EUclaim, der jetzt ein Büro in Deutschland eröffnet hat, sammelt weltweit alle relevanten Flugdaten und prüft, ob ein Flug wegen „höherer Gewalt“ verschoben oder annulliert werden musste. Ist dies nicht der Fall, kann der Fluggast EUclaim beauftragen, die Ausgleichszahlung einzufordern. Im Jahr beläuft sich die Summe, auf die Passagiere in Deutschland bisher verzichten, auf geschätzte 100 Millionen Euro. Die durchschnittliche Höhe der Entschädigungsansprüche liegt bei 455 Euro pro Fluggast.

Dem Passagier entstehen vorab keine Kosten. Im Falle eines Gerichtsverfahrens übernimmt EUclaim das finanzielle Risiko. Nur bei Erfolg behält der Dienstleister rund ein Viertel der Ausgleichszahlung für seine Arbeit und anfallende Gebühren ein. Alle Ansprüche können im Internet unter www.euclaim.de eingereicht werden. Dort erfährt der Fluggast auch, ob seine Forderung Aussicht auf Erfolg hat und wie hoch die Entschädigung ausfallen könnte.

Die EG Verordnung 261/2004 regelt die Entschädigungsleistungen für Passagiere, die von Nichtbeförderung, Annullierung, extremer Verspätung oder unfreiwilliger Herabstufung der Reiseklasse betroffen sind. Demnach haben Fluggäste in allen Fällen, die von der Fluggesellschaft verschuldet wurden, ein Anrecht auf eine zusätzliche Entschädigungszahlung zwischen 250 und 600 Euro.

In der Praxis berufen sich die Fluggesellschaften häufig jedoch auf „höhere Gewalt“ und zahlen nicht. Dagegen vorzugehen ist für den einzelnen Fluggast in der Regel sehr schwierig. EUclaim sammelt kontinuierlich die Daten sämtlicher Verkehrsflüge und verfügt so über ein präzises Bild der tatsächlichen Flugbewegungen. Auf dieser Basis kann EUclaim nachweisen, ob sich eine Fluglinie unberechtigt auf höhere Gewalt beruft. Die gespeicherten Beweise führen meist zu einer außergerichtlichen Einigung.

Ausgleich nach Flugausfall

WDR-Wirtschaftsmagazin markt: Fluggast düpiert Lufthansa und
Luftfahrtbundesamt/ Airline muss Entschädigung für Flugausfall zahlen

Das Landgericht Köln hat in einem Urteil gegen die Lufthansa die
Möglichkeiten der Airlines zur Umgehung einer Ausgleichszahlung nach
Flugausfällen und -verspätungen deutlich eingeschränkt. Das Urteil
korrigiert damit gleichzeitig eine Fehleinschätzung des
Luftfahrtbundesamtes. Das berichtet das WDR-Wirtschaftsmagazin
„markt“ heute um 21.00 Uhr. In dem geschilderten Fall
hatte die Lufthansa nach einem Flugausfall eine Ausgleichszahlung
verweigert, die den Fluggästen nach einer EU-Verordnung seit 2005
zusteht. Der Ausfall des Fluges wurde mit einem Defekt an der
Notbeleuchtung begründet. Dies sei ein sicherheitsrelevanter und
unvorhersehbarer Defekt, was die Fluggesellschaft ihrer Einschätzung
nach von der Zahlungsverpflichtung entbinde, argumentierte die
Lufthansa. Der Fluggast hingegen – selbst Luftfahrtexperte – sah das
anders, klagte vor Gericht und düpierte dort die Lufthansa wie auch
die Aufsichtsbehörde.

Nach Einschätzung der Richter konnte die Lufthansa nicht beweisen,
dass sie alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hatte, um den
Flugausfall zu vermeiden. Das Luftfahrtbundesamt hatte das noch
anders gesehen und musste später eine Fehleinschätzung eingestehen.
Auch mit der Argumentation, es habe nur eine Verspätung vorgelegen,
da der Fluggast nach einer Umbuchung ja mit viereinhalbstündiger
Verzögerung sein Flugziel erreicht habe, kam die Lufthansa nicht
durch. Fällt der gebuchte Flug aus, handelt es sich immer um eine
Annullierung, sagten die Richter. Peinlich für die Lufthansa: Der
versierte Fluggast konnte ihr nachweisen, dass der Defekt an der
Notbeleuchtung schon Stunden vorher festgestellt worden war und die
Lufthansa mit dem Defekt noch einen Flug durchgeführt hatte.
Gleichzeitig stellte er fest, dass die gebuchte Maschine nur zu unter
50 Prozent ausgelastet war.

Streik am Flughafen

Rechte der Flugpassagiere bei Verspätung oder Annullierung des Fluges

Rechte als Fluggast, Reisender und Flugpassagier gegenüber dem Reiseveranstalter, Reisebüro oder der Fluggesellschaft, wenn der Flug auf Grund eines Streiks des Bodenpersonals am Flughafen verspätet war oder annulliert und gestrichen wurde.

von Rechtsanwalt Jan Bartholl, Münster

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will ihren Forderungen in diesen Tagen mit gezielten Warnstreiks Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft teilte mit, dass an den Flughäfen Düsseldorf, Berlin-Tegel, Hamburg, Frankfurt am Main, München, Hannover-Langenhagen, Saarbrücken, Nürnberg, Stuttgart, Münster-Osnabrück und Köln-Bonn zu Warnstreiks aufgerufen wird. Damit sind für die betroffenen Fluggäste, Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber erhebliche Einschränkungen, Behinderungen und Störungen im Betriebsablauf vorprogrammiert. Der Schwerpunkt der Streiks wird auf die Personen- und Gepäckabfertigung gelegt. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di koordiniert die Arbeitsniederlegungen und Streikmaßnahmen zentral aus dem Hauptsitz in Berlin. Die Gewerkschaft informierte die Presse, die betroffenen Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber über nähere Einzelheiten der Warnstreiks. Linienfluggesellschaften wie Lufthansa und andere reagieren auf die angekündigten Arbeitsniederlegungen mit der vorsorglichen Streichung und Annullierung bestimmter Flüge. Andere Fluggesellschaften warten die Entwicklung und die Folgen der Arbeitsniederlegungen ab. Die Flughafenbetreiber organisieren in Abstimmung mit den Fluggesellschaften unterschiedliche Reaktions- und Notpläne, die den Betriebsablauf sicherstellen sollen.

Treten die Mitarbeiter der Gepäckabfertigung, des Sicherheitspersonals, der Flugzeugabfertigung am Boden, der Bodenverkehrsdienste und die Be- und Entlader der Flugzeuge in den Ausstand, hat das häufig die Streichung vieler Flüge zur Folge. Einige Airlines bieten den Flugpassagieren im Vorfeld kostenlose Umbuchungen an. Andere erteilen ihren Fluggästen Fluggutscheine, wenn diese ihre Ansprüche auf Beförderung aus den bezahlten Flugtickets aufgeben. Zudem bieten einige Airlines an, die Kosten für Bahnfahrten zu übernehmen.

Allzugerne versuchen nicht nur die sogenannten „Billigflieger“ wie Ryanair, Easyjet, Germanwings, Buzz und andere, sondern auch etablierte Linienfluggesellschaften wie Lufthansa, KLM, Air France, British Airways oder Iberia, sich in Fällen erheblicher Verspätung des Fluges oder Annullierung auf außerordentliche Umstände oder höhere Gewalt zu berufen. Die Haftung wird dann wegen „unvorhersehbarer und außerordentlicher Umstände“ oder „höherer Gewalt“ abgelehnt. Das ist in einigen Fällen jedoch ein Vorwand und der Versuch, sich aus der gesetzlichen Verantwortung zu stehlen.
Die Fluggesellschaft muss grundsätzlich auch bei Arbeitsniederlegungen wie Warnstreiks die Beförderung ihrer Flugpassagiere sicherstellen. Dazu muss die Airline alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um die Organisation der Abfertigung und der Beförderung der Passagiere und deren Reisegepäck zum Zielort zu gewährleisten.

Es gilt zu beachten: Auch wenn eine Annullierung, eine Überbuchung des Fluges oder eine Verspätung ärgerlich sind, sollte der Flugpassagier nicht leichtfertig den Rücktritt vom Vertrag erklären und eigenmächtig für Abhilfe sorgen. Es sollte zunächst die Sach- und Rechtslage geprüft werden. Wegen der ungenauen Vorgaben durch die EU-Kommission in der EU-Verordnung bestehen zahlreiche Probleme in der Praxis. Daher sollte die Vorgehensweise in jedem Einzelfall genauestens überprüft werden, bevor unbedachte und voreilige Aktionen vorgenommen werden.

„Wilde“ außerbetriebliche Streiks und ungeordnete Arbeitsniederlegungen können im Einzelfall als „außergewöhnliche Umstände“ die Annullierung eines Fluges rechtfertigen.
Außerbetriebliche Streiks können in bestimmten Situationen zudem einen Fall höherer Gewalt darstellen. Dann entfiele die Haftung der Fluggesellschaft. Jedoch sind Situationen höherer Gewalt im rechtlichen Sinne nur außergewöhnliche und unvorhersehbare Ereignisse, die auch durch äußerste Sorgfalt des Betroffenen nicht verhindert werden können. Damit sind die sogenannten „wilden“ Arbeitskämpfe von koordinierten, organisierten und angekündigten Arbeitsniederlegungen zu unterscheiden. Waren Arbeitskämpfe und deren Folgen vorhersehbar und Arbeitsniederlegungen zeitig angekündigt und koordiniert, können Schadensersatzansprüche und Forderungen nach Ausgleichszahlungen von Flugpassagieren im Einzelfall rechtmäßig und begründet sein. Nach europarechtlichen Vorschriften haben die Airlines „alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen“, um eine Annullierung und Streichung des angebotenen Fluges zu vermeiden. Kann sich die Fluggesellschaft im Einzelfall nicht entlasten, steht dem Flugpassagier ein Anspruch auf Schadensersatz und zusätzlich ein Anspruch auf Ausgleichszahlung nach der EU-Verordnung zu. Fluggäste und Reisende sollten sich an den gesetzlichen Fluggastrechten orientieren und ihre Rechte konsequent gegenüber der Airline einfordern.

So entschied das Amtsgericht Frankfurt durch Urteil vom 09. Mai 2006 (Aktenzeichen 31 C 2820/05), dass die Kläger einen Anspruch auf Schadensersatz und Ausgleichszahlung haben, weil der Streik im konkreten Fall keinen außergewöhnlichen Umstand für die Fluggesellschaft darstellte. Die Kläger wollten von Paris nach Frankfurt fliegen. Der Flug wurde wegen Streiks des Bodenpersonals gestrichen. Die Kläger konnten den Flug wegen der Annullierung erst zwei Tage später antreten. Das Gericht sprach den Klägern Erstattung der Hotel- und Übernachtungskosten, Schadensersatz und zusätzlich eine Ausgleichszahlung in Höhe von 600 Euro pro Person zu. Das Gericht entschied, dass es sich um keinen spontanen und „wilden“ Streik des eigenen Personals der Airline handelte und dieser daher vorhersehbar war. Die Fluggesellschaft hätte sich auf die Arbeitsniederlegung einstellen und Ersatzpersonal organisieren können.

Wird der Flug mit der Begründung von Streiks gestrichen und annulliert, können Fluggäste demnach im Einzelfall Schadensersatz gemäß Artikel 5 der EU-Verordnung Nr. 261/2004 verlangen. Die Haftungshöchstgrenze der Fluggesellschaften liegt bei diesen Schadensfällen bei ca. EUR 4.800,00. Befördert die Fluggesellschaft den Fluggast nicht gemäß des ursprünglich gebuchten Fluges, steht dem Fluggast zusätzlich zum Anspruch auf Schadensersatz ein pauschalierter Ausgleich zu, der wie folgt gestaffelt ist: Bei Flügen unter 1.500 Kilometern Entfernung hat die Airline 250,00 Euro zu zahlen. Bei Flügen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern Entfernung sind 400,00 Euro und bei Flügen über 3.500 Kilometern außerhalb der EU-Grenzen 600,00 Euro zu zahlen.

Flugpassagiere können sich im Falle einer Annullierung alternativ den Flugticketpreis erstatten lassen und einen kostenfreien Rücktransport zum Abflugsort verlangen. Fluggäste können zudem eine Ersatzbeförderung zum geplanten Flugziel verlangen. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, dass die Kosten so gering wie möglich gehalten werden müssen. Das bedeutet, dass die Ausgaben für einen Flugersatz und eine andere Beförderungsmöglichkeit in angemessenem Verhältnis zu den Kosten des Flugtickets und des sonstigen Schadens stehen müssen. Welche anderweitigen Beförderungsmöglichkeiten bestehen und wieweit diese angemessen sind, kann nach genauer Prüfung der Sachlage im Einzelfall beurteilt werden. Kann sich die Fluggesellschaft im Einzelfall eines Streiks nicht entlasten, haftet sie ihren Fluggästen zudem für entstandene Schäden wie Kosten für Hotel und andere Übernachtungskosten, Wartezeiten, Kosten für Mahlzeiten, Erfrischungen, Telefongespräche, Internetzugang, anderweitige Aufwendungen und psychische und physische Belastungen.

Häufig versuchen die Fluggesellschaften Ihre Verantwortung zu bagatellisieren oder gar zu leugnen. Die Haftung, die Haftungshöhe und der Haftungsumfang werden von Fluggesellschaften regelmäßig herabzusetzen versucht. Erkundigen Sie sich genau nach Ihren Rechten und fordern Sie diese konsequent gegenüber der Fluggesellschaft ein, wenn Ihnen im Einzelfall unverschuldet ein Schaden enstanden ist. Wenn Sie unsicher sind, ziehen Sie den Rat eines fachkundigen Ansprechpartners hinzu. Die Kosten für einen Rechtsanwalt können im Einzelfall Aufwendungen darstellen, welche von der Airline oder dem Reiseveranstalter erstattet werden müssen. Verständige Ansprechpartner werden Ihnen im Einzelfall weiterhelfen.

Weitere Infos: www.ra-janbartholl.de

Handy im Flugzeug

Air France gestattet Handy-Nutzung waehrend des Flugs

Als erste Fluggesellschaft erlaubt Air France ab sofort die Verwendung
von Mobiltelefonen auch waehrend eines Fluges. Allerdings sind vorerst
nicht alle Handy-Funktionen freigeschaltet, so dass sich noch keine
Telefonate fuehren lassen, waehrend der Fluggast durch die Luft pest.

http://www.golem.de/0712/56675.html

Gourmet Report meint: Prost Neujahr, schon das Simsen wird nervtötend sein …