Intervall Fasten: Eine Woche kein Fleisch könnte vor Diabetes Typ2 schützen

Gelegentlicher Fleischverzicht könnte vor Typ-2-Diabetes schützen

Wer weniger isst, lebt länger und gesünder – darauf verweisen zahlreiche Studien zur positiven Wirkung des (Intervall-)Fastens. Doch neben der verminderten Kalorienaufnahme spielt auch das Verhältnis der einzelnen Nahrungsbestandteile eine wichtige Rolle. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DIfE, Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, konnten nun im Tiermodell zeigen, dass allein die Reduzierung der Aminosäure Methionin* Typ-2-Diabetes verhindert. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im FASEB Journal.

Fleisch mit turbo Messer
Fleisch – öfter mal eine Woche ohne wäre gesünder
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Gesund fasten

Wer sich etwas Gutes tun will, der fastet. Nicht nur, weil man dadurch Fett abbauen und den Stoffwechsel in Schwung bringen kann – auch giftige Stoffe, die sich abgelagert haben, können ausgeschieden werden. Der Darm regeneriert sich, und die Stimmung steigt. Fastende können sich richtig euphorisch fühlen. Wie das Fasten funktioniert, zeigt die folgende Übersicht.

Forscher bestätigen den Nutzen
Wissenschaftliche Erkenntnisse untermauern heute, was schon lange überliefert ist: Durch Fasten kann sich der Körper ganzheitlich regenerieren. Gleichzeitig kann man den ungesunden Seiten des modernen Lebensstils entgegenwirken und einen Impuls erhalten, mehr für die eigene Gesundheit zu tun. Der Körper erholt sich wieder von den Folgen einer ungesunden Ernährung mit Fast Food und zu viel Fett, Zucker und Zusatzstoffen. Es ist, als werde beim Computer der Reset-Knopf gedrückt – man bekommt eine Chance, sich durch den bewussten Verzicht auf das Essen von Überflüssigem und Belastendem zu befreien.

Verschiedene Kuren
Nicht jeder fastet gleich: Täglich nur Tee, Wasser oder Säfte trinken und Brühe schlürfen, das ist vor allem für üppigere, dabei aber gesunde Menschen geeignet. Und so gibt es je nach Konstitution die passende Kur, die oftmals auch von einem Therapeuten begleitet wird. Dies ist etwa bei der F.X. Mayr-Kur der Fall, bei der unter anderem festere Brötchen mit Milch gekaut werden. Hat man einen empfindlichen Magen, kann eine Trinkkur durch Haferschleim oder Ähnliches ergänzt werden. Es ist ebenfalls möglich, mit Molke zu fasten. Wer krank ist, sollte den Hausarzt um Rat fragen und mit ihm gemeinsam überlegen, ob und wenn ja wie am besten gefastet wird.

Darauf sollte man achten
Wer richtig vorbereitet ist und sich an bestimmte Regeln hält, kann wieder mehr Energie durch das Fasten gewinnen:
1. Peu à peu loslegen und erst einmal nur leicht Bekömmliches wie Reis und Gemüse essen.
2. Viel Flüssigkeit – bis zu drei Liter pro Tag – kurbelt die Ausscheidung über Niere und Darm an. Geeignet sind zum Beispiel Kräutertees, Wasser oder Gemüsebrühe.
3. Zigaretten, Kaffee und das Glas Wein zwischendurch sollten tabu sein.
4. Der Darm kann mit Hilfe eines natürlichen Passagesalzes wie F.X. Passage SL aus der Apotheke entlastet werden. Es wird in Wasser aufgelöst und fördert die Entleerung und Reinigung, die ein Gefühl von Leichtigkeit zur Folge haben.
5. Mehr als sonst zu schlafen und sich Ruhe zu gönnen, fördert die positiven Effekte der Fastenkur.
6. Auch beim Sport lieber entspannt joggen statt sich hektisch im Fitnessstudio zu überfordern.
7. Ein Saunabesuch, warme Duschbäder und ausgiebige Spaziergänge in der Natur machen den Körper wieder frisch und fit.
8. Feste Nahrung gut kauen – so lautet das Motto nach den Tagen des Verzichts.
9. Das Ende der Fastenkur sollte der Beginn einer neuen Art der Ernährung sein – jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, auf gesunde Mischkost umzustellen.
10. Wie lange man das Fasten verträgt, das ist unterschiedlich und sollte mit dem Arzt besprochen werden. Wer gesund ist, kann rund eine Woche lang lediglich trinken.

Weniger essen statt völlig zu verzichten
Auch eine reduzierte Ernährung kann einen Effekt bringen, wenn Fasten nicht möglich oder erlaubt ist. Auf dem Speiseplan können Joghurt, Reis, gedünstetes Gemüse oder Haferschleim stehen. Wichtig ist es jedoch, den Darm zu reinigen, Belastendes zu meiden, sich zu bewegen und sich gut auf das Fasten vorzubereiten, indem man die Regeln beachtet.

www.heilfasten-tipps.de

DKGD warnt vor unkontrolliertem Fasten

Wichtige Informationen über Fasten, Nulldiät sowie die Vor- und Nachteile von Heilfasten

Dass unkontrolliertes Fasten und Heilfasten ein Gesundheitsrisiko darstellen kann, darauf macht heute das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik (DKGD) aufmerksam. In wenigen Tagen beginnt die diesjährige Fastensaison in Deutschland, und viele Menschen versprechen sich (zu) viel davon und sind nicht über die gesundheitlichen Risiken informiert, mahnt Sven-David Müller, Vorsitzender des DKGD. Für viele Menschen ist es nicht leicht zu erkennen, ob eine Fastenklinik oder ein Fastenarzt seriös agiert, und wir möchten mit unserer Warnung erreichen, dass wir kritischer mit der Methode Fasten umgehen, erläutert Müller, der sich seit mehr als 20 Jahren wissenschaftlich und praktisch mit den verschiedenen Fastenformen (Heilfasten, Fastenkuren, Nulldiät oder Entschlackungskuren) befasst.

Fasten kann gefährlich sein
Fasten kann gefährlich sein, denn der Bedarf an lebenswichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen wird bei den Fastenkuren nicht gedeckt. Es ist nicht paradox, von einem Gesundheitsrisiko zu sprechen, das Heilfasten darstellt. Der menschliche Organismus ist beispielsweise lebensnotwendig auf die Zufuhr von Aminosäuren angewiesen. Ist der Aminosäure-Bedarf bei einer Heilfastenkur nicht gedeckt, greift der Körper auf Eiweißbausteine in der Muskulatur zurück. Heilfasten schädigt nachweislich den Herzmuskel, und daher ist es nicht verwunderlich, dass jedes Jahr Menschen, die in einer Fastenklinik fasten, in die Notaufnahme eines Krankenhauses eingeliefert werden.

Heilfasten macht Sportler schwach
Proteinarmut, die Fasten kennzeichnet, führt zum Muskelabbau. Durch den Muskelabbau ist Heilfasten auch nichts für sportlich aktive Menschen, denn Fasten macht Sportler schwach. Der Aufbau von Muskulatur ist mühsam und nur durch gezieltes Training, eine angepasste Ernährungsweise und viel Disziplin zu erreichen. Der mühsam gestraffte Körper und die durch Fitnessübungen erreichten Muskelzuwächse können schon innerhalb von 14 Tagen Fastenkur wieder zunichte gemacht werden. Wer wert auf einen attraktiven, sportgestärkten Körper legt, solle nicht fasten, empfiehlt Sven-David Müller.

Kranke dürfen nicht fasten
Besonders Kranke dürfen nicht fasten, da sie durch die unzureichende Ernährung schwer geschädigt werden können. Kontraindiziert ist Fasten für Diabetiker, Depressive, Essgestörte, Immungeschwächte sowie Krebskranke, und natürlich dürfen auch Schwangere und Stillende nicht fasten. Vor dem Antritt einer Fastenkur sollten Fasteninteressierte ihren Hausarzt befragen und gegebenenfalls auch den Kardiologen, um eine Schädigung des Herzens, die im schlimmsten Fall zum Tode führen kann, auszuschließen. Außerdem sollten sie sich intensiv mit dem Fastenarzt unterhalten und sich über die vielfältigen Risiken aufklären lassen. Nur wenn ein Fastenarzt darauf hinweist, dass Fasten auch gesundheitsschädlich sein kann und nicht für alle Menschen geeignet ist, kann er überhaupt als seriös bezeichnet werden. Während des Fastens kommt es zu vielen unangenehmen und bedenklichen Erscheinungen, auf die im Aufklärungsgespräch hingewiesen werden muss, macht Sven-David Müller deutlich. Fasten führt sehr häufig zu Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Übersäuerung, Gallenkoliken, Hyperurikämie und Gicht, Kältegefühl, Muskelabbau und dem Jojo-Effekt. Viele Menschen brechen die Fastenkur frühzeitig ab.

Heilfasten macht nicht schlank
Dass Heilfasten nicht schlank, sondern dauerhaft dick machend ist, erstaunt sicher viele Fastenbefürworter. Viele Menschen, die in den nächsten Wochen mit einer Fastenkur beginnen, möchten Körpergewicht abbauen. Aber Heilfasten und auch andere Fasten-Methoden sind nicht in der Lage, das Problem Übergewichtiger zu lösen. Beim Fasten geht insbesondere Muskelmasse verloren. Auch der Wasserverlust ist hoch. Aber Fettgewebe baut das Fasten kaum ab. Nach dem Fasten kommt es durch den Muskelverlust zum ausgeprägten Jojo-Effekt. Eine Kombination aus Fasten und Sport ist besonders gefährlich, da es in dieser Kombination zu ausgeprägten Proteinmangelzuständen mit deutlichem Muskelverlust kommt. Ganz einfach ausgedrückt machen Fasten und Heilfasten dauerhaft dick und führen zu Cellulite, entzaubert Sven-David Müller die Effekte des Fastens. Wer abnehmen möchte, braucht eine anständige Ernährungsweise mit ausreichender Proteinzufuhr. International zur Bekämpfung von Adipositas bestens bewährt und wissenschaftlich anerkannt ist das proteinmodifizierte Fasten. Aber eine gezielte Ernährungsumstellung, Intensivierung der Alltagsbewegung und die Aufnahme eines kombinierten Ausdauer- und Kraftsportprogramms sowie eines Verhaltensprogramms mit Entspannungstechniken wie Autogenes Training ist die erste Wahl des Diätexperten Sven-David Müller zur Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas. Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. setzt sich für ganzheitliche Übergewichtsbehandlung ein.

Rheumatiker können von gezieltem Fasten profitieren
Bei bestimmten Krankheiten hat gezieltes Fasten für Patienten wissenschaftlich nachweisbar positive Effekte, und so können beispielsweise Rheumatiker davon profitieren. Aber auch hier gilt, dass ausreichend Aminosäuren und natürlich alle anderen lebenswichtigen Nähr- und Wirkstoffe zur Fastentherapie gehören müssen. Ein Beispiel für eine solche Fastenmethode ist das proteinmodifizierte Fasten. Diese Form des Fastens ist im Gegensatz zu Heilfasten wissenschaftlich bestens abgesichert und aus ernährungsmedizinischer Sicht als anerkannte Methode zu bezeichnen. Es verwundert nicht, dass alle seriösen wissenschaftlichen Fachgesellschaften vor dem Fasten und Heilfasten warnen. Weder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung noch die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin oder staatliche Institutionen haben sich jemals für Fasten und Heilfasten eingesetzt. Im Gegenteil: In jedem Jahr warnen alle ernstzunehmenden Institutionen vor den Gefahren des Fastens.

Pro und Kontra Fasten: Sven-David Müller gehört zu den Fastenkritikern
Da Fasten, Heilfasten und auch die Nulldiät aus ernährungsmedizinischer Sicht in vielen Fällen kritisch zu bewerten sind, gehört Sven-David Müller zu den Fastenkritikern. Leider verhalten sich viele Fastenärzte und Fastenkliniken unseriös und klären ihre Kunden oder Patienten nicht adäquat auf. Sie verschweigen viele Kontrapunkte, die gegen eine Fastenkur sprechen, und heben nur die positiven Faktoren hervor. Mit seinem Buch „Gesundheitsrisiko Heilfasten“ macht Müller es den schwarzen Schafen in der Fastenlobby schwer: Ich lege mich gerne mit diesen schwarzen Schafen an, da sie mit Fasten und Heilfasten viel Geld verdienen möchten, aber ihrer Aufklärungspflicht unzureichend nachkommen und damit schließlich das Leben und die Gesundheit von Menschen konkret gefährden. Sven-David Müller, Master of Science in Applied Nutritional Medicine, hat angewandte Ernährungsmedizin studiert und ist staatlich anerkannter Diätassistent und Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Sven-David Müller ist Autor des Buches „Gesundheitsrisiko Heilfasten“.

Linktipps:
www.dkgd.de
www.dge.de
www.slimcoach.de

Speisen des Ramadan

Speisen des Ramadan

Desserts
Der Ramadan wird mit Süßspeisen in Verbindung gebracht, viele Konditoreien und Privatküchen erschaffen neue Variationen ihrer Desserts, zum Beispiel die Baklava, aus Blätterteig gefüllt mit Nüssen, Sahne oder Ricotta. Auch beliebt sind Basboosa mit Semolina-Kuchen, Kanofa aus gestreutem Teig, auch mit Nüssen und Sahne gefüllt, sowie Qatayif, pfannkuchenähnlicher Teig, der mit Nüssen gefüllt und frittiert wird.

Einer der interessantesten Anblicke im Ramadan ist, dem Kanofa-Bäcker zuzuschauen wie er den Teig in einem großen, offenen Ofen im Kreis wirbelt und so das Kanofa aus haarfeinen Knusperfasern backt.

Hauptgänge
Die wichtigsten Speisen auf einem Ramadan-Tisch sind ein Bohneneintopf, mit Olivenöl abgeschmeckt und mit Zwiebeln und Tomaten garniert, sowie eine beliebige Suppe. Man bricht das Fasten üblicherweise mit der Suppe, da sie ja den ganzen Tag nichts gegessen haben und die Mahlzeit deshalb mit etwas leichtem anfangen. Auch gemsichte Trockenfrüchte, zum Beispiel Rosinen, getrocknete Pflaumen und Aprikosen in Sirup, sind im Ramadan beliebt.

Ramadan-Getränke
Süßer Karkadey (Hibiskustee), Erq Sous (Lakritzgetränk), Humous (Kichererbsendrink), Minztee, Kamar el Din (Saft aus getrockneten Aprikosen), Kharoub (aus Johannisbrot) und Tamr Hindi (aus Tamarinde) sind die wichtigsten Getränke des Ramadan und werden in den meisten Hotels und Cafés angeboten. Sie alle sind Durstlöscher mit extrem hohem Vitamingehalt.

10 Tipps für eine erfolgreiche Fastenkur im Alltag

Fasten leicht gemacht – 10 Tipps für eine erfolgreiche Fastenkur im Alltag

Fasten, Entschlacken, Entgiften und Abnehmen – mit Beginn der vorösterlichen Fastenzeit verspüren viele Menschen wieder den Impuls zu innerer Reinigung und Ballast-Abwerfen für Körper, Geist und Seele. Beliebteste Ziele einer Fastenkur jenseits des Abnehmens: spirituelle Erfahrung und innere Ruhe durch Beschränkung und Besinnung auf das Wesentliche, Stärkung der inneren Freiheit und Willenskraft, und wieder lernen, auf die innere Stimme und Weisheit des eigenen Körpers zu hören – als Neustart in eine bewusstere Lebensweise nach dem Fasten.

Doch wie faste ich richtig, und wie halte ich am besten durch – auch wenn ich mir dazu keine Auszeit nehmen kann? Denn der Geist ist willig, aber….

Hier 10 praktische Tipps für erfolgreiches Fasten im aktiven Alltag. Und falls es jetzt trotz allem noch nicht so recht klappen will: Ein kurzes Fasten oder „Light-Fasten“ jetzt, und eine längere Fastenkur im wärmeren Frühjahr wenn es leichter fällt!

1. Mit dem Mond fasten: Der nächste Vollmond ist am Sonntag, den 28.2.- ideal für einen Fasten(neu)einstieg noch vor Ostern. Der nächste günstige Vollmond wäre dann wieder am 30. März und am 28. April) In den abnehmenden Mond hinein zu fasten unterstützt spürbar die Entschlackungs-, Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse sowie das Abnehmen allgemein.

2. Ein freies Wochenende ist ideal für den Beginn einer Fastenkur, weil Sie dann genug Ruhe für die erste große Darmreinigung und die Umstellung von Körper und Psyche auf die Fastenprozesse haben.

3. Einige Umstellungstage vor dem Fasten, in denen man den Konsum an Nikotin, Koffein, Alkohol, „Junk Food“ und Fleisch schon reduziert und sich an eine stärker pflanzliche, vollwertige und basische Ernährung herantastet, erleichtern den Einstieg. So fällt es nach dem Fasten auch leichter, nicht sofort in schlechte alte Gewohnheiten zurück zu fallen sondern mit einer bewussteren Ernährung den Fastenerfolg zu halten.

4. Darmreinigung: Glaubersalz, Einlauf, Colon-Hydro oder Salzwasser?

Auch wenn es nicht sehr einladend klingt – eine gründliche Darmreinigung oder Darmspülung zu Beginn des Fastens und idealerweise auch regelmäßig während einer mehrtägigen Kur sind ein wichtiger Pfeiler für den Erfolg. Kopfweh und andere unangenehmen Symptome werden oft durch Rückvergiftung aus dem Darm verursacht, wenn ausscheidungspflichtige Abfall- und Giftstoffe aus dem Darm mangels Stuhlgang über die Darmschleimhaut wieder aufgenommen werden. Wer sparsam und hart im Nehmen ist, bevorzugt für die Darmreinigung das billige Glaubersalz aus der Apotheke: unangenehm, aber effektiv. Ein Einlauf ist wesentlich angenehmer, erreicht aber nicht den ganzen Darmtrakt. Colon-Hydrotherapie, die professionelle Darmeinigung beim Heilpraktiker oder Fastenarzt, ist sehr effektiv wenn auch teurer – auch sehr interessant, weil man sehen kann, welch unglaublichen Mengen im Darm abgelagert sein können. Ein guter Mittelweg ist die Salzwasserspülung – das Trinken von 1 Liter lauwarmem Wasser, in das man 2 leicht gehäufte Teelöffel Meersalz oder – besser noch – mildes Indussalz eingerührt hat, und zwar morgens auf nüchternen Magen (und bitte für die nächste Stunde in der Nähe einer Toilette bleiben!). Erstaunlicherweise können auch nach mehrwöchigem Fasten (dies bitte nur unter therapeutischer Aufsicht!) noch uralte Ablagerungen aus dem Darm ausgeschieden werden.

5. Kreislauf stabilisieren, Kältegefühle vermeiden

Wer zu niedrigem Blutdruck tendiert, leidet bei reinem Tee- oder Saft-Fasten oft an Schwäche, Kreislaufproblemen und Kältegefühlen. Beim Buchinger-Fasten wird Honig und Gemüsebrühe gegeben, damit Blutzucker und Kreislauf nicht ganz absacken. Gerade in der kälteren Jahreszeit, oder auch für Menschen, die im aktiven Alltag fasten und dabei evtl. auch noch Sport treiben wollen, ist das Neera-Trinkfasten eine gute Alternative: Dabei bereitet man ein Fastengetränk aus 2 EL frisch gepresster Zitrone (Zitrone unterstützt Fastenprozesse ideal), 2 EL dunklem Neera-Baumsirup – einer mineralreichen Spezialmischung aus Palm- und Ahornsirup-, sowie einer Prise anregendem Cayennepfeffer, vermischt mit 3 dl Wasser beliebiger Temperatur („heiße Zitrone“!). Davon trinkt man 6-12 Gläser pro Tag, je nach Bedarf. Die guten, „langsamen“ Kohlenydrate des Baumsirups versorgen Gehirn und Muskeln mit einem Mindestmaß an Energie, so dass ein gutes Leistungsniveau und auch die gute Laune aufrecht erhalten wird. Das ausgewogene Verhältnis von Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium dieses speziell für das Neera-Trinkfasten entwickelten dunklen Sirups unterstützt ebenfalls die Fastenprozesse. (Die „Zitronensaftkur“ kann zwar auch mit Ahornsirup gemacht werden, aber die Fastenerfahrungen mit dem weiter entwickelten Neera-Sirup sind wesentlich positiver, auch was die Stabilisierung danach anbetrifft.) Dazu wärmende Tees wie Ingwertee, Yogi-Tee etc., evtl. sogar mit dem Neera-Drink mischen.

6. Trinken, trinken, trinken!

2-3 Liter Flüssigkeit braucht der Körper während einer Fastenkur, um die sauren Schlackenstoffe und Stoffwechselabfallprodukte aus Zellen und Gewebe hinauszuspülen – in Form von Kräutertees, ayurvedischem Ingwerwasser oder reinem, belebten Wasser. Kaffee und Alkohol sollten beim Fasten tabu sein (außer vielleicht ein Kaffee oder Espresso am Morgen bei großer Kreislaufschwäche). Bei viel Sport und Hitze/Schwitzen hilft eine zusätzliche salzige Gemüsebrühe.

7. Basische Mineralstoffe helfen, die Säureflut beim Fasten zu bewältigen (die Mehrzahl der westlichen Menschen ist übersäuert bzw. hat Mineralstoffmängel, für sie wäre reines Wasserfasten äußerst ungesund). Daher die unterstützende Wirkung des Neera-Baumsirups und der basisch wirkenden frischen Zitrone. Basenpulver kann zusätzlich hilfreich sein, innerlich angewendet in 2-stündigem Abstand zum Fasten-Drink, oder äußerlich als Basenbad für Haut und Gewebe. Wer Neera-Fasten und Saft-Fasten kombinieren will, sollte auch 2 Stunden Abstand zwischen den einzelnen „Mahlzeiten“ einhalten.

8. Bewegung – Fasten und Sport, Fasten und Yoga
Bewegung aller Art – Yoga, Tai Chi, Ausdauersport oder leichtes Training unterstützt die Ausscheidungsprozesse, vertieft den Atem, verhindert Muskelabbau und macht gute Laune. Mit Neera-Fasten fühlt man sich auch beim Sport oder intensiver Gartenarbeit erstaunlich leistungsfähig, dank der guten Kohlenhydrate und ausgewogenen Mineralstoffe des Neera-Sirups.

9. Meditation und Kreativität: Fasten schenkt nicht nur viel Zeit – viele Fastenden erfahren einen echten Energie-und Kreativitätsschub! Die freie Zeit (kein Einkaufen, kein Kochen) kann man ideal für Entspannung, Yoga, Tai Chi und Meditation nutzen, zum Lesen oder Musik hören, für kreative Tätigkeiten wie Schreiben oder Malen, für Spaziergänge oder auch für gründlichen Hausputz und äußere Entrümpelungs-Aktionen. Entspannungstraining hilft übrigens auch nach dem Fasten – denn Stress ist bekanntlich ein Dickmacher!

10. Umstellungstage danach: Fastenbrechen auf keinen Fall mit Sahnetorte oder Schnitzel! Die Verdauungsenzyme müssen erst langsam wieder in Aktion treten – daher achtsam sein, besonders bei Fett und Eiweiss! Idealerweise einen Entlastungstag pro Woche weiter beibehalten oder 2x pro Woche Dinner-Cancelling. Um den Darm wieder in Schwung zu bringen, sind Flohsamen und viel Wasser eine der besten und angenehmsten Hilfen. Um nach einer Neera-Fastenkur das neue Gewicht zu halten, helfen ein paar Neera-Light-Tage pro Woche, bei denen man eine Mahlzeit ausfallen lässt und durch 1-2 Gläser Neera-Drink ersetzt, oder ein Trinkfastentag pro Woche – den man sogar unbegrenzt beibehalten kann.

Medikamente beim Fasten übrigens nur in Absprache mit Ihrem Arzt oder Therapeuten reduzieren! Ein gesunder Mensch kann 10 – 14 Tage alleine fasten – längere Kuren sollten auch mit therapeutischer Begleitung erfolgen!

Weitere Infos und praktische Anleitung zum Neera-Fasten:
www.neera-kur.de

Eine Fastenkur gibt Impulse für eine gesündere Lebensweise

Fasten als Startsignal

Eine Fastenkur gibt Impulse für eine gesündere Lebensweise

Die Fastenzeit kann Anlass sein, zu neuer, gesünderer Lebensweise aufzubrechen. „Das Fasten ist eine bewusste Unterbrechung eingeschliffener Lebensgewohnheiten und fördert dadurch langfristig ein positives Gesundheitsverhalten“, sagt Professor Andreas Michaelsen, Chefarzt der naturheilkundlichen Abteilung des Immanuel-Krankenhauses, Berlin, in der „Apotheken Umschau“. Von absoluter Nulldiät raten Michaelsen und andere Experten ab. Sie empfehlen das „modifizierte Fasten“. Dabei nimmt der Fastende maximal 500 Kilokalorien pro Tag zu sich – als Saft, Gemüsesuppe, Molke oder Buttermilch. Dazu muss reichlich getrunken werden: mindestens drei Liter am Tag kalorienfrei als Tee oder Wasser. Eine Fastenkur sollte idealerweise mindestens sieben und nicht länger als 14 Tage dauern. Michaelsen sieht bei diesem Vorgehen keine nachteiligen Effekte: „Mangel ist für unseren Organismus leichter zu tolerieren als Überfluss. Genetisch sind wir dafür besser ausgestattet, als täglich dem übervollen Kühlschrank ausgeliefert zu sein.“ Das modifizierte Fasten unter professioneller Anleitung gilt als ein idealer Einstieg für Übergewichtige, die eine langfristige Gewichtsreduktion anstreben. Menschen, die einmal unter einer Essstörung gelitten haben, sollen auf Fasten verzichten.

Infos rund um das Thema gesunde Ernährung unter www.apotheken-umschau.de/ernaehrung

Fastenzeit: Deutsche streichen Alkohol und Süßes

Fastenzeit: Deutsche streichen Alkohol und Süßes
DAK-Studie: Jeder Zweite hat schon gezielt auf Genussmittel verzichtet / Bayern vorne / Vor Ostern gute Vorsätze auffrischen

Kein Alkohol, Naschverbot oder Raucherpause: Nach den Karnevalstagen beginnt am Aschermittwoch für viele Deutsche eine längere Fastenzeit. Jeder Zweite hält einen gezielten Verzicht auf bestimmte Genussmittel über mehrere Wochen für sinnvoll. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK*. In Bayern ist die Zustimmung zum Fasten besonders hoch, in den ostdeutschen Bundesländern eher gering.

„Das Ende der Karnevalszeit ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, über ihren Lebensstil nachzudenken und die guten Vorsätze für 2010 aufzufrischen“, erklärt DAK-Expertin Silke Willms. „Wer es in den nächsten sieben Wochen bis Ostern schafft, kein Bier zu trinken, nicht zu rauchen oder sich besser zu ernähren, der tut sich und seiner Gesundheit einen großen Gefallen. Der kurze Verzicht kann so zu einem anhaltenden Gewinn werden.“

Frauen sind eher zum Verzicht bereit als Männer

Nach der DAK-Umfrage würden 64 Prozent der Befragten beim Fasten am ehesten auf Alkohol verzichten. Danach werden Süßigkeiten (59 Prozent) und Zigaretten (39 Prozent) genannt. Nur jeder Vierte würde über Wochen Computer oder Internet auslassen. 15 Prozent wären bereit, das Auto stehen zu lassen und auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Frauen sind generell eher als Männer bereit, für eine bestimmte Zeit Genussmittel und Konsumgüter zu streichen. Den jüngeren Befragten würde vor allem der Verzicht auf das Internet schwerfallen.

In den vergangenen Jahren hat die Mehrzahl der Deutschen schon mindestens eine Fastenzeit eingelegt. 35 Prozent der Befragten gaben an, „schon öfters“ für mehrere Wochen auf ein Genussmittel oder Konsumgut verzichtet zu haben. In Bayern waren es 41 Prozent der Menschen, in den ostdeutschen Bundesländern nur 30 Prozent. Weitere 17 Prozent haben bundesweit bislang einmal gefastet. Weitere 12 Prozent haben noch nie gefastet, könnten sich dies aber durchaus vorstellen. Überhaupt nicht in Frage kommt der bewusste Verzicht für 34 Prozent der Befragten. In Baden-Württemberg ist die Ablehnung mit 24 Prozent besonders gering.

* DAK-Umfrage, 10. bis 12. Februar 2010, 1.004 Befragte durch Forsa

Fastenstarkbiere

Fastenstarkbiere

Geistliche Rezepturen für weltlichen Genuss

Während der Frühling draußen noch auf sich warten lässt, ist’s in Bayerns Wirtshäusern warm und behaglich: Hier wird zusammen- gerückt, Bier getrunken, herzhaft geschmaust und am Stammtisch gekartelt. Den ersten Ausschank der traditionellen Fastenstarkbiere feiern Brauereien und Wirtshäuser vielerorts mit zünftigen Bockbierfesten.
Die Starkbierzeit heißt in Bayern auch „Fünfte Jahreszeit“. Jährlich wird um den Josephitag (19. März) der Starkbieranstich begangen. Das bekannteste bayerische Starkbierfest findet auf dem Münchner Nockherberg statt. Der „Salvatoranstich“ und das berühmte „Politiker-Derbleckn“ ziehen jedes Jahr Bayerns Prominenz an. Im Bierkalender unter www.bayerisches-bier.de finden Sie die Termine der Starkbierfeste aus allen Regionen Bayerns.

Die Fastenspeise der frommen Mönche – Geschichte des Fastenstarkbieres
Die hohe Schule der Braukunst hat ihren Ursprung in den bayerischen Klöstern des 11. Jahrhunderts. Denn als das einfache Volk noch schlicht drauflos braute, pflegten die schriftkundigen Nonnen und Mönche bereits präzise Rezepturen. Bier wurde von jeher als nahr- und schmackhafte Ergänzung zur eher kargen Kost, die es in den Klöstern gab, betrachtet. Besonders in der Fastenzeit versuchten die bayerischen Mönche durch gehaltvolle Getränke den Mangel an fester Nahrung zu kompensieren, denn es galt: „Flüssiges bricht Fasten nicht.“
So entwickelten die bierkundigen Geistlichen das Starkbier, um den durch das Fasten geschwächten Körper zu stärken. Denn das „flüssige Brot“, wie der kräftige Trunk von den Klosterbewohnern auch genannt wurde, hatte eine ausgesprochen sättigende Wirkung.
Heute stammen die meisten Fastenstarkbiere nicht mehr aus Klöstern, sondern aus weltlichen Brauereien. Etwa ein halbes Dutzend der Braustätten ist noch in kirchlicher Hand, z. B. die weltberühmten Brauereien der Klöster Andechs, Weltenburg und Ettal. Hier lässt sich die wohlschmeckende Spezialität direkt am Brauort genießen. Unter www.bayerisches-bier.de finden Sie alle bayerischen Klosterbrauereien.
Rein, kräftig und vollmundig ¬– was Fastenstarkbier auszeichnet
Die meisten Bock- und Doppelbockbiere werden untergärig aus Gerstenmalz gebraut. Es gibt jedoch auch obergärige Weizenbockbiere. Für alle Starkbiere gilt: Sie sind gemäß dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 nur mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut.
Für das stärkste der starken – das Doppelbockbier – ist ein Stammwürze-gehalt von mindestens 18 Prozent vorgeschrieben. Als Stammwürze bezeichnet man die Stoffe, die vor der Vergärung in der Würze gelöst sind: vor allem Zucker, aber auch Eiweiß, Mineralien und Vitamine. Bei der Vergärung wandelt die Hefe den gelösten Zucker in Alkohol und Kohlen-säure. Mit dem Stammwürzeanteil steigt also auch der Alkoholgehalt eines Bieres. Als Faustregel gilt: Der Alkoholgehalt entspricht etwa einem Drittel des Stammwürzegehalts. Ein Doppelbock hat über sieben Prozent Alkohol.

Es gibt dunklen und hellen Doppelbock. Die Farbe des Bieres hängt allein vom verwendeten Malz ab. Dunkle Malze geben dem Bier einen anderen Geschmack als helle, sorgen jedoch nicht, anders als häufig angenommen, für einen höheren Stammwürze- bzw. Alkoholgehalt.

Doppelbockbiere, ob hell oder dunkel, schmecken vollmundig, malzbetont und haben oft eine leichte Karamellnote.

Mythen vom Entschlacken, Glaubersalz und Fasten entzaubert

Glaubersalz führt ab, Entschlackung gibt es nicht und Fasten kann die Gesundheit gefährden

In wenigen Tagen beginnt die Fastenzeit. Aber viele Menschen fasten nicht aus religiösen Gründen, sondern um ihre Gesundheit zu fördern oder abzunehmen. Fasten, Saftfasten, Molkefasten und Heilfasten sind aber nicht für eine gesunde, nachhaltige Gewichtsreduktion geeignet, da eiweißmangelbedingt vorrangig Muskeln, aber kaum Fettgewebe abgebaut werden. Vor diesem Hintergrund sollte kein Mensch, der übergewichtig ist, fasten. Durch den Muskelabbau gefährden Fastende ihre Herzfunktion und fördern die Entstehung des Jojo-Effektes. Damit macht Fasten nicht schlank, sondern dick. Der Medizinjournalist vom Gesundheitsportal www.imedo.de, Sven-David Müller, entzaubert die Mythen vom gesunden Fasten, von der Entschlackung und vom Glaubersalz.

Entschlackung ist mit Fasten nicht möglich

Unter dem Begriff Schlacke ist ein Verbrennungsrückstand zu verstehen. Solche fallen im menschlichen Organismus nicht an. Schlacke ist vielmehr ein Abfallprodukt der Erzverhüttung. Im menschlichen Organismus entgiften Leber und Nieren die im Rahmen der Stoffwechselvorgänge anfallenden Produkte. Die Ablagerung von Schlacke ist im Körper des Menschen nicht nachweisbar. Keinem Wissenschaftler ist es bisher gelungen, auch nur ein Milligramm Schlacke nachzuweisen, informiert Müller. Wenn es im Körper keine Schlacke gibt, ist damit auch die Entschlackung durch Fasten ausgeschlossen. Damit ist ein wichtiges Werbeargument der Fasten-Lobby entkräftet. Beim Fasten steigt der Harnsäurespiegel im Blut an. Das kann zur Gicht führen. Außerdem kann es durch das Fasten zur Übersäuerung kommen. Genau genommen „verschlackt“ Fasten also den Organismus.

Glaubersalz führt ab

Zu den meisten Formen des Fastens (Heilfasten, Saftfasten oder Molkefasten) gehört das Glaubersalz. Genau genommen handelt es sich bei Glaubersalz um Natriumsulfat (schwefelsaures Natron). Diese Substanz zieht Wasser in den Dickdarm und wirkt damit als Abführmittel. Der Chemiker und Apotheker Johann Rudolph Glauber (1604 bis 1670) ist der Namensgeber für das Glaubersalz. Mediziner haben es früher als Abführmittel eingesetzt. Heute findet Glaubersalz praktisch nur noch in der „Fasten-Medizin“ Anwendung. In der wissenschaftlich begründeten Medizin hat Glaubersalz keine Bedeutung mehr.

Entschlacken mit Glaubersalz beim Fasten

Die so genannte Entschlackung beim Fasten ist ein Mythos, betont Medizinjournalist Sven-David Müller. Fasten führt nicht zur Entschlackung, sondern vielmehr durch den Abbau von Körperzellen zum Anstieg des Harnsäurespiegels und auch der Cholesterinspiegel steigt beim Fasten (bedrohlich) an. Fasten baut Körpersubstanz, insbesondere Muskulatur, ab und das kann zur Gicht führen. Der Einsatz von Glaubersalz ist in der Medizin obsolet und findet praktisch nur noch bei Fastenkuren statt. Glaubersalz führt ab und Glaubersalz ist nichts anderes als ein Abführmittel. Medizinischer Konsens ist, dass Menschen, die nicht unter Verstopfung (Obstipation) leiden, keine Abführmittel einnehmen sollten. Grundsätzlich sollten Obstipierte Abführmittel nur nach ärztlicher Konsultation einnehmen.

Fasten macht nicht schlank

Die meisten Menschen möchten durch das Fasten ihr Körpergewicht reduzieren. Dabei verliert der Organismus durch das Fasten große Mengen Flüssigkeit, baut Muskeln und nur nachgeordnet Fett ab. Das ist nicht das Ziel von Übergewichtigen. Der Muskelverlust führt gegebenenfalls zur Schädigung des Herzmuskels und senkt in jedem Falle den Grundumsatz. Daher leiden auch praktisch alle Menschen, die gefastet haben, unter dem Jojo-Effekt. Wer gesund abnehmen möchte, sollte täglich reichlich Gemüse und Frischobst essen, viel Mineralwasser trinken und dem Körper ausreichend Protein aus fettarmen Milchprodukten, Seefisch und Sojaprodukten zukommen lassen, empfiehlt Sven-David Müller abschließend.

Warum Fasten die Gesundheit schädigen kann und was Fasten mit autogenem Training zu tun hat, lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews (http://gesundheitsnews.imedo.de/?s=fasten&=Suchen).

Sarah Wiener in Marrakesch

Im Frühherbst 2006, mit Beginn der muslimischen Fastenzeit, reiste die Berliner TV-Köchin Sarah Wiener nach Marokko. Sie wollte den Fastenmonat Ramadan in Marrakesch erleben, der alten Handelsstadt am Fuße des Atlasgebirges, Marokkos Touristenziel Nummer eins. Ein Fernsehteam begleitete sie. Der Ramadan gebietet anders als die christliche Fastenzeit Enthaltsamkeit nur für die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In den Stunden dazwischen darf hemmungslos geschlemmt werden. Zu keinem anderen Anlass wird in muslimischen Ländern so viel gekocht, so viel gegessen, an Gewicht zugelegt und so viel Geld für Nahrungsmittel ausgegeben wie im Ramadan. 30 Tage fasten, heißt 30 Tage Festessen.

Für die Gastronomin Sarah Wiener eine ideale Gelegenheit also, hinter die Geheimnisse der arabischen Küche zu kommen. Die Kamera folgt ihren Streifzügen durch die Welt der Genüsse, bei denen sie nicht nur orientalische Rezepte kennenlernt, sondern auch die Rituale des islamischen Glaubens und die Welt der marokkanischen Frau.

So, 06.09. um 09:15 Uhr einsplus