Kartoffel-Projekt am BIORAMA

Ausflugstipp: Schulze eröffnet Kartoffel-Projekt am BIORAMA

Termin: Sonnabend, 25. Juli

Eröffnung: 11.00 Uhr

Ort: 16247 Joachimsthal

unter dem Wasserturm beim BIORAMA

Welchen Weg eine Kartoffel vom Feld bis auf den Teller nimmt, was Kartoffeln so wertvoll macht und wieso es einen Zusammenhang zwischen der Erhaltung alter Kartoffelsorten und biologischer Vielfalt gibt, kann am kommenden Wochenende, 25. und 26. Juli, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin unter dem Wasserturm am BIORAMA-Projekt ergründet werden. Am Sonnabend eröffnet Brandenburgs Agrar- und Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze die Schau: „Die Kartoffel ist ein Geschenk der indianischen Hochkulturen an die Menschheit. Obwohl sich der Brandenburger Kartoffelanbau inzwischen in Richtung Nischenproduktion bewegt, gilt die Knolle immer noch als Nationalspeise der Märker.“

Im Rahmen des regionalen Gemeinschaftsprojekts „Kartoffel-Kultur“ hat im BIORAMA im Jahr der Biosphärenreservate eine Ausstellung Premiere. Mit Frühkartoffeln aus diesjähriger Ernte wird darüber hinaus die Neugier auf die umfangreiche Palette alter Sorten geschürt und mit altem Handwerkszeug vor Augen geführt, wie mühsam der Erwerb des täglichen Essens einst war. Was man mit Kartoffeln noch so anstellen kann, zeigen Kinder beim Kartoffeldruck.

Zudem wird dafür geworben, alte Kartoffelsorten wie die „Odenwälder Blaue“ oder „Rote Tannenzapfen“ aus den Genbanken wieder in die Gärten und kleinen Äcker und natürlich auf die Teller zu bringen.

Seit einem knappen halben Jahr beschäftigen sich das Biosphärenreservat und seine Projektpartner, der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (VERN e.V.), der Kranichland e.V. aus Parlow, das BIORAMA-Projekt, die Naturwacht und der Parlower „Gasthof am Speicher“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Spezialisierungen heraus mit der gerade für Brandenburg so bedeutenden Kulturpflanze und damit für den Erhalt von Artenvielfalt auch bei Kulturpflanzen.

1990 erreichte die gesamtdeutsche Kartoffel-Fläche noch 548.403 Hektar, um sich bis ins Anbaujahr 2009 auf etwa 267.400 Hektar zu reduzieren.

Weniger als ein Prozent der Ackerfläche in Brandenburg

Im Erntejahr 2006 betrug die Kartoffelanbaufläche in Brandenburg noch 11.337 Hektar. Das waren gerade einmal 1,08 Prozent der gesamten Ackerfläche (1.042.200 Hektar). In diesem Jahr werden in Brandenburg nur auf 9.300 Hektar Kartoffeln angebaut (0,9 Prozent der Ackerfläche).

Aber auch die Entwicklung des Pro-Kopf-Verbrauchs in Deutschland verdeutlicht die rückläufige Tendenz des Kartoffelanbaus. Während 1949/1950 noch 202 Kilogramm Frischkartoffeln verzehrt wurden, waren es 1969/1970 nur noch 90 Kilogramm. 1999/2000 halbierte sich dieser Wert nochmals auf 41,6 Kilogramm. Der Anteil an Verarbeitungsprodukten wie Püree, Puffer, Klöße, Chips und Kroketten nahm jedoch weiterhin zu.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich hingegen beim Vergleich der Kartoffelerträge. Während um 1900 nur 120 Dezitonnen je Hektar geerntet wurden, waren es 1950 mit 245 Dezitonnen je Hektar gut doppelt so viel und erreichte im Jahre 2000 mit 433 Dezitonnen je Hektar einen Spitzenwert.

Zentren des Kartoffelanbaus im Land sind der Fläming und die Prignitz.

Die Speisekartoffelproduktion hat sich in Brandenburg zu einem Spezialzweig entwickelt, der schwerpunktmäßig in wenigen Betrieben überlebt hat wo traditioneller Anbau mit Investitionen in Produktionstechnik, Rodetechnik, Beregnung und Lagerung verbunden wurde und sich neue Vermarktungsstrategien und Absatzwege erschließen ließen. Aber auch für die verbliebenen Speisekartoffelproduzenten ist es schwierig, die Rentabilität langjährig stabil zu sichern, da die Preisschwankungen vor allem in Abhängigkeit vom witterungsbedingten Angebot in Menge und Qualität von Jahr zu Jahr groß sind.

240.000 Euro für BIORAMA

2006 eröffnete die vom Agrar- und Umweltministerium geförderte Aussichtsplattform des BIORAMAS auf dem einstigen Wasserturm von Joachimsthal. Hier verbindet das von den Engländern Sarah Phillips und Richard Hurding initiierte BIORAMA-Projekt Natur und Kunst. Zum Projekt gehört neben der vom Ministerium mit 240.000 Euro geförderten Aussichtsplattform beispielsweise eine Kunst-Villa, die Anwohnern und Künstlern Raum für Ausstellungen, Begegnungen und künstlerische Arbeit bietet, darunter oft Kunst-Projekte mit Bezug zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Gemüseanbau 2008

Gemüseanbau 2008: Größere Anbauflächen, gute Ernte, weniger Betriebe

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mit Blick auf die morgen beginnende „Fruit Logistica“ in Berlin mitteilt, bewirtschafteten im Jahr 2008 nahezu 11 000 landwirtschaftliche Betriebe eine Anbaufläche von knapp 118 000 Hektar Gemüse in Deutschland. Nach den aktuellen Ergebnissen aus der allgemeinen Gemüseanbauerhebung 2008 hat die Zahl der Betriebe damit seit der letzten Erhebung im Jahr 2004 um mehr als 6% abgenommen, während die für den Gemüseanbau genutzte Anbaufläche um gut 5% oder 6 000 Hektar zunahm. Die Entwicklung der Gemüseanbauflächen spiegelt sich auch in der Gemüseernte des Jahres 2008 wider: Mit 3,4 Millionen Tonnen wurde die größte deutsche Gemüseernte seit der Wiedervereinigung eingebracht. Gegenüber dem Erntejahr 2004 bedeutet dies eine Steigerung von gut 6%.

Auch die Gemüseanbaufläche weist mit knapp 118 000 Hektar einen neuen Höchststand auf. Sie setzt sich zu 99% aus Anbauflächen im Freiland und zu 1% aus Flächen unter begehbaren Schutzabdeckungen zusammen. Letztere zeigten gegenüber dem Jahr 2004 einen Zuwachs um 130 Hektar auf 1 500 Hektar (+ 9%).

Die bedeutendste Gemüseart ist nach wie vor der Spargel mit einer Anbaufläche von rund 21 600 Hektar. Ebenfalls große Anbauflächen weisen im deutschen Gemüseanbau Möhren und Karotten mit 10 200 Hektar, Speisezwiebeln mit nahezu 9 000 Hektar, Weißkohl mit 6 800 Hektar sowie Frischerbsen mit 5 300 Hektar auf.

Bedeutende Ausweitungen der Anbauflächen im Freiland wurden im Vergleich zum Jahr 2004 neben Spargel mit einer Zunahme um 1 800 Hektar (+ 9%) vor allem bei Zuckermais um 660 Hektar (+ 56%), bei Radies um 480 Hektar (+ 17%), bei Feldsalat um 430 Hektar (+ 23%), bei Porree/Lauch um 400 Hektar (+ 17%), bei Lollosalat um 400 Hektar (+ 41%) sowie bei Buschbohnen um 390 Hektar (+ 9%) festgestellt. Rückläufig waren vor allem die Anbauflächen von Blumenkohl mit – 860 Hektar (- 15%) und von Kopfsalat mit – 620 Hektar (- 21%). Damit zeigt sich, dass die modernen Salatarten wie zum Beispiel Lollosalat den klassischen Kopfsalat immer weiter zurückdrängen.

Besonders hohe Erntemengen erbrachten im Vergleich zu vorangegangenen Jahren und speziell gegenüber 2004 Porree/Lauch mit 99 300 Tonnen (+ 41%), Spargel mit 92 700 Tonnen (+ 28%) und Feldsalat mit 21 100 Tonnen (+ 27%). Dagegen sanken gegenüber 2004 vor allem die Erntemengen von Eissalat mit 102 400 Tonnen (- 30%), Rettich mit 20 600 Tonnen (- 27%) und Blumenkohl mit 125 200 Tonnen (- 17%).

Herausragende Ernteerträge im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2007 ergaben sich vor allem bei Porree/Lauch mit 370 Dezitonnen je Hektar (+ 16%), bei Knollensellerie mit 436 Dezitonnen je Hektar (+ 15%), bei Rosenkohl mit 179 Dezitonnen je Hektar (+ 14%) und bei Spargel mit 50 Dezitonnen je Hektar (+ 12%)
. Unterdurchschnittliche Ernteerträge gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt wurden bei Eissalat mit 223 Dezitonnen je Hektar (- 16%), Rhabarber mit 213 Dezitonnen je Hektar (- 13%) und Rettich mit 267 Dezitonnen je Hektar (- 12%) festgestellt.

Die umfangreichsten Gemüseanbauflächen liegen weiterhin in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In diesen fünf Ländern werden 70% der gesamten Gemüseanbauflächen bewirtschaftet, wobei der Schwerpunkt des Unterglasanbaus mit knapp einem Drittel der Anbaufläche in Baden-Württemberg liegt.

Die ausführlichen Ergebnisse bietet die Fachserie 3, Reihe 3.1.3 „Gemüseanbauflächen 2008“ sowie Reihe 3.2.1 „Wachstum und Ernte – Gemüse 2008“ die im Publikationsservice von Destatis unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort „Gemüse“, kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

Sehr gute Spargel– und Erdbeerernte 2007

Wieder sehr gute Spargel– und Erdbeerernte 2007 zu erwarten

Die Spargelernte 2007 hat nach Mitteilung des
Statistischen Bundesamtes mit bundesweit durchschnittlich 50
Dezitonnen je Hektar (1 Dezitonne = 100 Kilogramm) wieder ein sehr
gutes Ernteergebnis erbracht. Der Ernteertrag von Spargel liegt damit
um 16% über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre.
Zurückzuführen
ist dies überwiegend auf die warme Witterung im April, den daraus
folgenden frühen Vegetationsbeginn und einen um circa zwei Wochen
vorgezogenen Beginn der Ernte. Auf Basis der Ernteschätzungen von
Ende Juni sind auch bei Erdbeeren mit rund 116 Dezitonnen je Hektar
sehr hohe Ernteerträge zu erwarten. Hier zeigen die ersten
Schätzungen eine durchschnittliche Steigerung des Hektarertrages von
etwa 8% gegenüber dem sechsjährigen Mittel von 2001 bis 2006. Nur in
den Jahren 1999 und 2006 wurden bei Erdbeeren ähnlich hohe
Hektarerträge erzielt.

Die Anbauflächen beider Kulturen sind in den letzten 15 Jahren in
Deutschland kontinuierlich gestiegen und haben im Jahr 2006 mit
18.400 Hektar ertragsfähiger Spargelfläche und 14.100 Hektar
Erdbeeren ihre vorläufig größte Flächenausdehnung erreicht.

Die bedeutendsten Spargelanbauländer sind Niedersachsen,
Nordrhein–Westfalen und Brandenburg, die 2006 zusammen über mehr als
die Hälfte der ertragsfähigen Spargelanbauflächen verfügten.
Besonders hohe Ernteerträge wurden mit über 55 Dezitonnen je Hektar
in Thüringen, Niedersachsen und Hessen ermittelt. Auch beim
Erdbeeranbau waren Niedersachsen und Nordrhein–Westfalen neben
Baden–Württemberg und Bayern mit gemeinsam 71% der Anbaufläche im
Jahr 2006 die bedeutendsten Länder. Die höchsten voraussichtlichen
Ernteerträge bei Erdbeeren wurden mit über 140 Dezitonnen je Hektar
in Hessen, Niedersachsen und Bayern geschätzt. Regional ist aber
durch Frosteinbrüche, Trockenheit und den Mangel an Erntehelfern mit
letztendlich geringeren Ernten zu rechnen.

Ausführliche Ergebnisse stehen im Publikationsservice des
Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen als
Fachserie 3, Reihe 3.2.1 "Wachstum und Ernte – Gemüse" zum
kostenlosen Download zur Verfügung.

Ernteschätzung 2007: Viele Süß-, aber wenig Sauerkirschen

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes
ist mit einer guten Süßkirschenernte von 37.000 Tonnen zu rechnen, während nach ersten Schätzungen nur 27.000 Tonnen Sauerkirschen geerntet werden können. Letzteres ist vor allem auf umfangreiche
Rodungen von Sauerkirschenanlagen zurückzuführen, deren Flächen
gegenüber 2002 um nahezu 19% auf 3.400 Hektar reduziert wurden. Der
Süßkirschenanbau nahm in dieser Zeit nur um 1% ab und erfolgt
bundesweit auf einer Fläche von über 5.400 Hektar.

Diese Ergebnisse zur ersten Kirschenernteschätzung in diesem Jahr
basieren auf der nach fünf Jahren in 2007 turnusmäßig durchgeführten
allgemeinen Baumobstanbauerhebung im Marktobstbau.

Nach der ersten Ernteschätzung in Erzeugerbetrieben des
Marktobstbaus zum 10. Juni dieses Jahres ist insgesamt eine gute
Süßkirschenernte zu erwarten: Die voraussichtliche Erntemenge von
37.000 Tonnen wird etwa 14% über dem Mittel der letzten zehn Jahre
liegen und der erwartete durchschnittliche Ertrag von 68 Dezitonnen
je Hektar ist der höchste seit der Umstellung der Ernteermittlung von
Baumerträgen auf Flächenerträge im Jahr 2005. Mit Spitzenwerten bis
zu über 90 Dezitonnen je Hektar wird in Niedersachsen, Nordrhein-
Westfalen und Baden-Württemberg gerechnet, während in den neuen
Bundesländern durch Frühjahrsfröste und Unwetter deutliche
Ertragseinbußen eintreten werden.

Die erwartete Sauerkirschenernte von 27.000 Tonnen wird das Mittel
der letzten zehn Jahre bundesweit voraussichtlich um 11%
unterschreiten. Der durchschnittliche Ernteertrag sinkt nach ersten
Berechnungen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 11%. Die höchsten
Erträge werden mit über 100 Dezitonnen je Hektar in Rheinland-Pfalz,
Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein erwartet, der vermutlich
niedrigste mit unter 40 Dezitonnen je Hektar in Mecklenburg-
Vorpommern. Damit bleibt Rheinland-Pfalz bei der Erntemenge weiterhin
das bedeutendste Bundesland für die Sauerkirschenerzeugung.

Mit mehr als 2.100 Hektar befinden sich 39% der Anbauflächen von
Süßkirschen im Marktobstbau in Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern
(600 Hektar), Brandenburg (550 Hektar), Niedersachsen (540 Hektar)
und Rheinland-Pfalz (470 Hektar) mit insgesamt 40% der Anbaufläche.

Gegenüber dem Jahr 2002 wurden vor allem in Brandenburg (- 170
Hektar), Bayern (- 100 Hektar) und Niedersachsen (- 50 Hektar)
größere Flächen aus der Erzeugung genommen, während Neuanpflanzungen
besonders in Sachsen-Anhalt (+ 70 Hektar), Rheinland-Pfalz (+
60 Hektar) und Baden-Württemberg (+ 50 Hektar) angelegt wurden.

Die Anbauflächen von Sauerkirschen im Marktobstbau wurden in allen
Bundesländern reduziert, wobei allein in Rheinland-Pfalz 300 Hektar
gerodet wurden. Die wichtigsten Anbauregionen sind im Jahr 2007
Sachsen (850 Hektar), Rheinland-Pfalz (830 Hektar) und Thüringen
(610 Hektar). Diese drei Bundesländer verfügen über gut zwei Drittel
der deutschen Sauerkirschenanlagen.

Himbeerangebot größer als im Vorjahr

Das Angebot an Himbeeren aus deutscher Erzeugung wird in diesem Jahr noch etwas größer sein als im Vorjahr. Die wichtigsten hiesigen Vermarkter von Himbeeren schätzen ihre Absatzmengen auf 12.000 Dezitonnen. 2006 hatten sie rund 11.500 Dezitonnen verkauft. Die geschätzten Absatzmengen der Erzeugerorganisationen umfassen allerdings nur einen Teil der Gesamtproduktion, die sich 2006 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf rund 72.000 Dezitonnen belief.

Der hiesige Himbeeranbau wächst schon seit Jahren. 2007 ist die Fläche bei den bedeutenden Erzeugerorganisationen im Schnitt um weitere fünf Prozent gestiegen. Im Anbaugebiet Langförden erhöhte sich das Areal um elf Prozent, in Nordrhein-Westfalen um fünf Prozent und in Mittelbaden um sieben Prozent. An der Niederelbe, am Bodensee und in Nordbaden änderte sich der Anbauumfang nicht.

Vor allem im Rheinland und in Mittelbaden steigen die Erntemengen jetzt rasch an. In der zweiten und dritten Juniwoche werden die Niederelbe und das Bodenseegebiet und ab Ende Juni Nordbaden und Langförden folgen.

Die wichtigste Himbeersorte war im vergangenen Jahr die Sorte Tulameen, die rund 50 Prozent der Absatzmenge ausmachte und somit innerhalb eines Jahres um sechs Prozentpunkte zulegte. An zweiter Stelle stand die Sorte Meeker mit einem Anteil von 13 Prozent, dahinter folgten Himbo Top mit neun Prozent und die Sorten Resa/Schönemann sowie Autumn Bliss mit jeweils sechs Prozent.
Dr. Detlef Römer / ZMP

Apfelernte 2006

Die deutschen Marktobsterzeuger werden ersten
Schätzungen von Mitte Juli zufolge mit knapp 835 000 Tonnen im Jahr
2006 eine unterdurchschnittliche Apfelernte erzielen. Nach Mitteilung
des Statistischen Bundesamtes ist dies neben den Auswirkungen der
Hitzeperiode im Juni und Juli auch auf die in vielen Regionen
Deutschlands zu nasse und kalte Witterung während der Blüte
zurückzuführen.

Die geschätzte Apfelernte der Marktobsterzeuger von knapp 835 000
Tonnen, die auf Basis der Anbauflächen aus der letzten amtlichen
Baumobstanbauerhebung im Jahr 2002 ermittelt wurde, bleibt damit um
2% hinter der Erntemenge von 2005 (knapp 853 000 Tonnen) zurück.
Gegenüber dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (909 000 Tonnen)
wird die diesjährige Ernte um etwa 8% geringer ausfallen. Auf der
deutschen Apfelanbaufläche von nahezu 31 300 Hektar wird ein
durchschnittlicher Hektarertrag von 267,1 Dezitonnen (1 Dezitonne =
100 Kilogramm) erwartet. Er entspricht dem Durchschnitt der letzten
zehn Jahre, liegt jedoch 2,4% unter dem Wert des letzten Jahres
(273,7 dt).

Die bedeutendsten Anbauregionen für Äpfel befinden sich mit
10 000 Hektar in Baden-Württemberg (hier vorwiegend am Bodensee) und
mit 6 600 Hektar in Niedersachsen (Altes Land) sowie mit 2 800 Hektar
in Sachsen. Diese drei Länder verfügen über 62% der Anbaufläche und
erzielten im Jahr 2005 63% der Apfelerzeugung. In Niedersachsen und
Baden-Württemberg wird den Schätzungen zufolge in diesem Jahr eine
geringere Apfelernte als im Vorjahr erwartet. Der bundesweit höchste
durchschnittliche Hektarertrag wird nach Stand von Mitte Juli
voraussichtlich mit 325,4 Dezitonnen je Hektar in Sachsen erreicht
werden.

Die vollständigen Ergebnisse können im Statistik-Shop des
Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/shop als
Fachserie 3, Reihe 3.2.1 „Wachstum und Ernte – Obst Juli 2006“
kostenlos heruntergeladen werden.