Reisebericht: Auf der MS Europa 2 von Teneriffa nach Bilbao

Eigentlich wollten wir ja nicht mehr mit der Hapag-Lloyd fahren, nach der desaströsen Erfahrung vor ziemlich genau drei Jahren. Aber mittlerweile gibt es den Kapitän nicht mehr und auch das Management wurde ausgewechselt.

Captains Pool Party MS Europa 2 HapagLloyd

Reisebericht: Auf der MS Europa 2 von Teneriffa nach Bilbao

Und wir hatten auf der EUX immer viel Spaß gehabt. Dann bekam ich eine email vom Emocean Reisebüro, die eine 12 Tagestour mit 30% Rabatt angeboten hat. Die Route war günstig für uns. Ab Teneriffa, wo wir eine Ferienwohnung haben, nach Bilbao.
Die 12 Tagereise kostete für drei Personen, zwei Erwachsene & 1 Kind, 7.668,00 EUR. 
Das ist kein Spottpreis. 638 € pro Tag. Aber für das, was man geboten bekommt, durchaus angemessen. 

Übrigens, anders als bei den meisten anderen Luxusreedereien fahren Kinder bei Hapag-Lloyd gratis mit. Und theoretisch gibt es auch noch Kinderbetreuung. Theoretisch, weil es auf unserer letzten Reise auf der Europa keine Kinderbetreuung gab, das war eher betreutes Reisen für Senioren. 

Was hat sich geändert?

Es gibt nicht mehr die Position des General Managers auf den Schiffen. Der Hotelmanager muss das jetzt alles machen. Johann Schrempf, der Garant des perfekten Service, ist jetzt Group General Manager und muss statt einem Schiff individuell alle fünf Schiffe aus der Ferne leiten. 

Die Besatzung ist deutlich internationaler geworden. Deutsche (oder Österreicher/ Schweizer) sind weniger an Bord. Allerdings haben die Kirgiesen, Tunesier und Türken, die den Hauptteil des Servicepersonals bilden, oft gut Deutsch gelernt. Im Housekeeping habe ich keine Deutschen mehr gesehen. 

Der Empfang, der in Manila auf der MS Europa großartig war, war hier eine Nummer kleiner. Während in Manila ein Spalier von vielleicht 30 weiß-livrieten Mitarbeitern uns erwartete, waren es jetzt eher ein gutes Dutzend, die aber, wie üblich auf dem Schiff, extrem freundlich waren. 

Die mitfahrenden Gäste waren überwiegend im Rentenalter, meist flott dabei. 12 Kinder von 3-7 Jahren waren an Bord. Der Umgang ist freundlich und wertschätzend. Man grüßt sich oft in den Gängen. Die Tour war gut verkauft und knapp ausverkauft. (480 Passagiere von 500 möglichen – bei über 300 Crew Migliedern).

Wir hatten die niedrigste Kategorie gebucht, selbst diese ist sehr anständig. Einziger Nachteil unserer Balkonsuite (alle Kabinen haben auf der Europa 2 einen Balkon und werden Suite genannt, obwohl es nur ein Raum ist) war, dass diese einen „Mittelbalken“ hatte, von dem es runtertropfte, wenn wir nachts über den Ozean führen. Wir hatten also immer einen feuchten Boden und feuchte Stühle, die jedoch schnell tagsüber trockneten. 

Die Kabine war sehr gut in Schuss, wenn auch nicht so perfekt wie die letzten Male. Das ist aber Jammern auf höchsten Niveau. Wenn das jetzige Niveau gehalten wird, ist das sehr gut. Die Stewards (Zimmermädchen und -Jungs) geben sich Mühe, haben nicht ganz so den perfekten Überblick und das Gespür für den Gästewunsch wie früher. Man hat den Eindruck, sie sind müde.

Die 12 Tage Tour ging von Teneriffa, über Gran Canaria, Lanzarote nach Madeira, wo wir am frühen Abend ankamen und erst am nächsten Tag abreisten und nach einem Seetag nach Portimao (Algarve) kamen. Von dort ging es weiter nach Lissabon, wo wir ebenso über nacht blieben. Dann ging es weiter nach Porto. Nach Porto verliessen wir Portugal und fuhren nach La Coruna. Von dort schipperten wir mit einem Seetag nach Bilbao, dem Endpunkt der 12 tägigen Reise. 

Zu den Ausflügen können wir nichts sagen, da wir immer nur individuell unterwegs waren. 

Kinderbetreuung

Die 12 anwesenden Kinder wurden liebevoll von vier Nannies im Kids Club unterhalten, wenn sie denn wollten. Einige Kinder lebten quasi von 9-17 Uhr und von 18.30 – 22 Uhr im Kids Club. Andere – wie auch unser Sohn – nahmen das Angebot temporär wahr. Das Angebot war sehr gut. Die Nannies sind auch mit den Kindern essen gegangen und achteten darauf, dass auch Gesundes gegessen wird, sowie auf die Tischmanieren.

Ausserdem gab es ein gut funktionierendes Babyfone System, so dass die Eltern theoretisch auch abends an Bord unterwegs sein konnten. Nur im Theater hatte das System Aussetzer. 

Unterhaltung

Die war diesmal etwas vernachlässigt. Es gab Chanin, einen Sänger, von dem ich noch nie hörte. Beim ersten Konzert war es recht voll, bei seinem zweiten Konzert waren vielleicht 45 Leute im Theater. Dann gab einen Standup Comedian, Christian Schulte-Loh. Ich bin kein großer Comedy Fan, eher ein Freund des politischen Kabaretts. Schulte-Loh hatte wohl den Auftrag, niemanden weh zu tun und war so mittelmässig bissig. Not so funny. Das Publikum lies sich kaum mitreissen. Der einzige hochklassige Act kam von einer Compagnie des Schwedischen Balettänzers/Choreografen Alexander Ekman. Es gab jedoch nur eine einzige, umjubelte Vorstellung. Klassik oder Jazz waren nicht vertreten. Manchmal jammte das Bordorchester nett in der Lobby. Eine ukrainische Djane, Anett, legte bei Pool-Parties auf. 

An Parties – das bedeutet gratis Alkohol inkl. Haus-Champagner – gab es zwei. Am 2. Abend die Welcome Party des Kapitäns, zu der wir erst spät kamen, weil Junior nicht schlafen wollte. Da war der sympathische Kapitän schon weg und auch die Gäste machten sich nach der ersten Stunde langsam auf dem Weg in die Suiten. Die zweite Party gab es Mittags während des ersten Seetages. Eine mediterrane Streetfood Party auf dem Pooldeck über zwei Stunden. Auch hier wurde nicht so stark gesoffen wie früher. 

Im Nachtclub Studio 2 waren wir nie, in der Sansibar nur tagsüber, weil die den besten Kaffee machten. 

Ausserdem gab es einen wunderbaren Pianisten aus Buenos Aires, der in der Lobby und im Belvedere Cafe spielte.

Sport

In der Regel gab es zwei Kurse morgens und zwei Kurse am nachmittag, aufgeteilt auf zwei Trainer. Justin und Stefan. Justin hat eher gemütlichen Rentnersport gemacht, während Stefan („No pain, no gain“) wirklich anstrengend war. Jeder Teilnehmer machte genau so viel, wie er sich zumutete. Die Kurse von Justin waren sehr gut besucht, mindestens 15 Teilnehmer, während bei Stefan im Schnitt um die fünf. Meine Frau war sogar einmal alleine dort. Leider kollidierten die Nachmittagskurse mit der Schliesszeit des Kidsclub, so dass immer nur einer von uns teilnehmen konnte.
Ausserdem gab es einen Golf-Pro an Bord, zu dem wir nichts sagen können, da wir nicht golfen.

Trinken

Hier gab es eine große Veränderung. Während früher nur Kaffee gratis war, waren jetzt die meisten Softdrinks und Wasser inkludiert. Die Minibar ist weiterhin gratis: In den einfacheren Suiten mit Softdrinks und zwei Flaschen Bier, in den besseren Kategorien inkl. harten Alkohol. Es wird zweimal täglich aufgefüllt. 

Mittlerweile wird ein Getränkepaket für 44 € p.P. und Tag angeboten. Dieses beinhaltet auch Champagner und mittelpreisige Weine, sowie Cocktails. 

Am Ankunftstag begrüßte und eine halbe Flasche Haus-Champagner. Zusätzlich bekamen wir vom Reisebüro eine Flasche Moet&Chandon. Zum Geburtstag bekam ich vom Kapitän wieder eine halbe Flasche. 

Wir tranken in den Restaurants oft ein Glas Champagner (0,15l für 12,90 €), meine Frau manchmal ein Glas Rotwein. 

Am Ende zahlten wir 190 € für Getränke, was wir günstig fanden.

Essen

Hapag-Lloyd Cruises, wie viele andere Kreuzfahrtgesellschaften auch, wirbt offensiv mit Gourmet Essen. Gourmet gab es nicht. Auch wenn viele Gäste der Meinung waren, dass dem so sei. Trotz der Nutzung von hervorragenden Grundprodukkten schaffte die Küche es nicht, diese „gourmet-mässig“ zu verarbeiten. Nein, schlecht war das Essen nicht, aber eben kein „Gourmet“ Essen. Wir besuchten jedes Restaurant einmal. In der Regel aßen wir im Yachtclub, dem unkomplizierten Buffet-Restaurant ohne Jacket- und lange Hosen-Zwang. Obwohl auch dort viele Herrschaften Jacket trugen und die Damen auch gerne mal zeigten, was der Kleiderschrank hergibt. Man konnte aber tragen, was man wollte. Das interessierte niemanden.

Weltmeere

Das ist das große, elegante Hauptrestaurant. Es wurde von einem jungen Österreicher geführt, der auch verantwortlich für alle Fine Dining Restaurants auf Deck 4 war. Wie in allen Restaurants/Bars auf der Europa 2 ist der Service fantastisch und Stufen besser als das Essen. 

Die Zubereitung war oft schlampig. Garzeitpunkte wurden nicht eingehalten, gewürzt wurde frei nach Schnauze. Besonders der Salzverbrauch muss enorm sein. Ich bin zugegeben salzempfindlich. Meine Frau gar nicht. Aber meine Bratkartoffeln, die eher an Pommes erinnerten, waren selbst ihr zu salzig und sie mochte auch nicht die komplett verkohlten Zwiebeln. Junior, ein Pommes Liebhaber, liess die Hälfte der Fritten zurück, weil es auch ihm zu salzig war. 

Mein paniertes Kalbsbries war etwas zu lange in der Pfanne und sehr knusprig. Das war nicht so schlimm, wie der undefinierbare grüne Brei, der auf dem Bries war und kaum abging und den Geschmack des Bries komplett überlagerte. 

Die Weltmeere haben Mittags und Abends (19-21.30 Uhr) ohne Reservierung geöffnet. Ebenso Frühstück.

Tarragon – Deck 4

Das Tarragon ist das französische Fine Dining Restaurant. Es wäre besser, sie würden sich auf gehobene Bistro-Küche konzentrieren, als komplizierte Gerichte zu basteln. Warum muss es die Schnecken so elaboriert geben (an Sellerie-Petersiliencreme unter einem Crouton-Toast Dreieck), wenn die meisten Gäste sich über sie gebacken in Knoblauch- oder Kräuterbutter freuen würden?
Durch den fantastischen Service denken viele Gäste, es wäre Sterneküche! 

Das Essen war insgesamt gut, die Bouillabaisse sogar sehr gut. Für ein Bistro.

Insgesamt war auch hier der Service unter dem tunesischen Maitre äusserst angenehm. Seite Mitarbeiter arbeiteten professionell auf Augenhöhe. Besonders erwähnenswert war Kim Cürten, die unseren Sohn sehr subtil überzeugte, diverses Essen zu probieren. Aber auch alle anderen Mitarbeiter würde ich sofort abwerben, wenn ich ein Restaurant hätte. 

Das Tarragon gilt unter den Gästen als das hochwertigste Restaurant an Bord.

Serrinissimo – Deck 4

Das italienische Fine-Dining Restaurant. Keine Pizza. Auch hier wieder das gleiche Problem. Man möchte hyper-kreatives Fine Dining anbieten. Das Personal zur Entwicklung der Gerichte ist da gewesen, aber das Personal zur Umsetzung wechselt alle vier Monate und versteht die Gerichte auch nicht. 

So hatte ich ein Vitello Tonnato Classico. Unser Kellner Giuseppe, ein Ox&Klee Mann, warnte mich. Das wäre eine modernisierte Form. Spannend, was dann kam. Mir, wie 95% der Gäste, wie mir ein weiterer Kellner verriet, wäre aber die traditionelle Form „Classico“ lieber gewesen. Es war trotzdem nicht „unlecker“, aber nicht das, was ich erwartet hatte. Meine Frau nahm Spaghetti mit Meeresfrüchten und war sehr zufrieden. Als Hauptgericht hatten wir Ochsenbäckchen bzw. Leber Venezianischer Art. Beides war gut. Junior bestellte Penne al Ragu und bekam sehr rentnerfreundliche gekochte Farfalle, mit denen er hochzufrieden war.

Wir hatten einen schönen Abend im Serrenissimo, was aber weniger an der durchaus guten Küche lag, sondern mehr am glücklich machenden Service. Wie es ja auch oft an Land beim Italiener ist. 

Die Gäste lieben das Serrinissimo. Der bekannte Berliner Galerist Friedmann-Hahn bezeichnete die Küche gegenüber einem anderen Gast als „fantastisch“. 

Sakura

Eigentlich hätten wir es uns sparen sollen. Wir kannten es aus vorherigen Reisen. Wie überall auf der Europa2 begeisterte auch hier der Service. Wenn der Service annoncierte, hatte man den Eindruck sie würden Dreisterneküche liefern. 
Stattdessen ist es das, was man bei einem Vietnamesen oder Chinesen bekommt, der als Japaner firmiert. Mit einer Ausnahme: die Zutaten sind stets hochwertig! 

An Fisch gibt es immer Lachs (Wildfang aus Chile), Maguro Tuna aus Japan (gefangen im Atlantik) und Hamachi. Es gibt Sashimi und ein paar Makis. Ausserdem „japanische“ Gerichte. Man fragt sich, wieso es nur drei Fische auf dem Schiff gibt, dass über die Weltmeere schippert. Die Antwort lautet „zur Qualitätssicherung“. Es soll immer überall genauso gut schmecken.

Es war jetzt kein kompletter Reinfall, wenn auch überhaupt nicht wie in Japan. Der philippinische Küchenchef war öfter in Japan und weiß, wie es schmecken sollte. Er sagt aber, jedes Mal, wenn er „japanisiert“, beschweren sich die Gäste. Sie wollen es so haben, wie sie es von Zuhause kennen, nur in besserer Qualität. Das liefert er. Das ist sein Auftrag.
Und die Gäste sind zufrieden. Nur so ein paar Spinner wie ich maulen. 

Elements

Das ist das unnötigste Restaurant. Es ist asiatisch inspiriert und soll wohl irgendwelche asiatischen Hochküchen vertreten. Aber davon überzeugt nichts. Der verantwortliche Souschef ist ein Inder. Vermutlich wäre es am besten, ein indisches Gericht zu bestellen. Das hatten wir aber nicht, sondern Thai, Vietnamesisch und Japanisch. Es schmeckte aber nichts danach. Es war noch nicht einmal besonders schmackhaft. Der indische Küchenchef hat alles glattgebügelt. Der Service war immer hervorragend!

Roomservice

Na ja, wir hatten nur einmal Room Service zum Frühstück, weil wir nach der Zeitumstellung verschlafen hatten. An Bord dauerte es, bis sich Handy & Co auf die neue Zeit einstellen. Nach der Erfahrung wollten wir auch keinen Room-Service mehr. Man bestellt bei der Rezeption.Nach 40 Minuten kamen die Bestellung. Es fehlte ungefähr 1/4. Wir haben nichts gesagt, da man ja auf dem Schiff dauernd irgendwo essen konnte. So aßen wir dann diesmal etwas zum Lunch.

Yacht Club

Fahmi Hamza ist der Maitre von Deck 9. Hamza ist eine Idealbesetzung. Der Tunesier hat auch Augen im Hinterkopf. Ihm entgeht nichts. Er sieht alles, kennt am 2. Tag jeden Gast und seine Vorlieben. Seine Mitarbeiter hat er alle gut im Griff. Und das geht so fast den ganzen Tag. 7 tage die Woche. Nach dem Frühstück kommt Lunch. nach dem Lunch hat der Grill weitergeöffnet. Dann kommt auch bald das Abendessen. Auch hier ein toller Service durch und durch. 

Der Yachtclub ist ein Büffet Restaurant mit mehreren Stationen, die teilweise mit Köchen besetzt sind. Ausserdem existiert eine sehr schöne Terrasse.

Das Frühstück wird hier und im Weltmeere angeboten. Spätaufsteher-Frühstück in der Sansibar. Die Auswahl ist sehr gut, die Qualität der Grundprodukte sehr hoch. Einzige Kritik ist, dass es kaum regionale Produkte gibt. Die Sachen werden in Hamburg gekauft und von dort verschifft. Es ist schon komisch, wenn die spanischen Erdbeeren via Hamburg kommen. Oder die Bananen aus Südamerika, statt von den Kanaren, wo sie viel leckerer sind. Und an Land sieht man dann die große Auswahl reifer Früchte, die man sich auch auf dem Schiff wünschen würde. So gibt es beim Obst immer die gleichen Sachen, die oft nicht optimal gereift sind. 

Die Backwaren waren solala, oft recht gummiartig. Einzig das „Naturbrot“ überzeugte mit schöner Kruste und herzhaften Geschmack. 

Mittags waren wir einmal da. Wir haben stattdessen eine Waffel am Nachmittag am Pool gegessen.

Abends gibt es eine große Auswahl. Am Vorspeisenbüffet gab es immer Hummer, Alaska Snow Crabs, Austern, sowie andere Meeresfrüchte. Natürlich Salate und vieles mehr. 

Ein weiteres Vorspeisenbüfft zur Selbstbedienung bietet täglich wechselnde Gerichte an, sowie Käse. 

An der Warm-Stationen werden verschiede Hauptgerichte angeboten. 

An der Dessert Station vier verschiedene Desserts, ein warmes. Gegenüber gibt es Eiskrem.

Auf der Terrasse ist die Grillstation und die Pastastation. Am Grill gibt es Kurzgebratenes – Fleisch wie Fisch, was der dortige Koch nicht immer auf den Punkt bekommt. Die Grundprodukte sind auch hier von ausgezeichneter Qualität!

Die Pasta wird vorgekocht und nur noch einmal in Wasser erwärmt. Mit „al dente“ geht da nichts. Junior war trotzdem Stammgast dort. 

Es gab einen Kaviartag. An dem konnte man endlos am Abend drei oder vier Sorten Kaviar essen. Leider konnte der Koch mir nicht genau sagen, was es für Kaviar ist.

Im Yachtclub fand jeder etwas, was ihm gut schmeckte. Kein Gourmetessen, jedoch oft sehr schmackhaft.

Fazit

Trotz leichter Schwächen immer noch hochklassig. Auch wenn das Essen kein Gourmet-Essen war, so war es recht anständig. So anständig, dass wir nie den Wunsch verspürten, an Land zu essen. Nur einmal an meinem Geburtstag taten wir dies auf Madeira, in eihem Bib-Gourmand Restaurant. 

Wir hatten Spaß an Bord und auf der Reise und werden sicher wieder einmal mit der MS Europa fahren, wenn es ein gutes Angebot gibt und eine interessante Strecke. Durch den täglichen Sport verliessen wir recht fit das Schiff, wenn auch mit zwei Kilo mehr Gewicht. Das waren bestimmt Muskeln, die wir aufbauten! 😉 Die permanente Essensverfügbarkeit hinterlässt Spuren …

Ich kenne kein Hotel, dass besseren Service anbietet als die MS Europa 2, jedoch viele Restaurants, die besseres Essen anbieten. 

Eigentlich wollte ich ja nach der Chaos Tour auf der MS Europa in 2023 und der schwachen Entschuldigung des mittlerweile ehemaligen CEO nicht mehr mit Hapag-Lloyd fahren. Nun sind wir wieder gefahren und die Entscheidung war gut! Wir werden auch gerne noch einmal fahren, wenn wir während der Schulferien eine bezahlbare Tour finden. Wir zahlen immer selber!

Trivia

Mein Sohn schrie im „Weltmeere“, als wir an der Servicetür vorbei gingen „Papa, da hängen unsere Fotos!“. Und in der Tat: Da hingen unsere Fotos zusammen mit vier anderen Fotos. Bei den Vieren handelte es sich um Gäste, die sich mal über den Service beschwerten, was ich gar nicht nachvollziehen kann. Vielleicht ein Sprach- oder kulturelles Problem.

Der Service war nicht zu toppen. Aber nicht deswegen, sondern weil die Mitarbeiter einfach Klasse sind! Das Bild hätten Sie besser in die Küche gehängt 😉

Foto Eindrücke

Hier noch ein paar Impressionen von der Reise.

Das war am Einschiffungstag. Die Suiten waren noch nicht bezugsfertig. Wir durften am Pool warten. Und natürlich gab es was zu essen und trinken: Waffel mit Eiscreme für Junior und für uns Champagner (im Prinzip so viel wie wir wollten)
Welcome Set Up in der Kabine (jetzt eine halbe Flasche Champagner, früher eine ganze)
Das hat Hapag-Lloyd drauf: Tolles Setup im Bad für Kinder. Pokemon Zahnpasta, auf der Zahnbürste eine andere Figur. Ausserdem gab es einen MS Europa 2 Luftballon, einen Rucksack …. Glückliche Kinder = Zufriedene Eltern!
Auszug aus dem Bordmagazin – Kleiderordnung MS Europa 2 von Hapag-Lloyd. Aus irgendeinem Grund hatten wir ein englisches Bordmagazin bekommen.
Minifehler – die passieren auch bei Hapag-Lloyd – die Restaurantzeiten für den nächsten Tag waren falsch angegeben. So waren wir um 10 Uhr im Weltmeere, als die gerade schliessen. Wir sind dann zum Yachtclub, der länger Frühstück hatte.
Captains Pool Party MS Europa 2 HapagLloyd

Die Mango nannten wir Lego, weil sie ähnlich hart war 😉

Tag der offenen Brücke – es gab leider nur einmal während der Tour die Gelegenheit während eines kleinen Zeitfensters

Hier sieht man recht gut die Unterschiede zwischen einem normalen Kreuzfahrtschiff (MSC – ca. 3000 Gäste) und der MS Europa 2 (knapp 500 Gäste). Funchal Hafen

Ein paar Impressionen (mit rechter Maustaste auf neuer Seite öffnen, wenn man es größer sehen mag)

Alexander Ekman Ballett – take5 auf der MS Europa2
Unsere Route – MS Europa 2

Meeresfrüchte im Yachtclub – das gab es täglich

Die Käseauswahl gab es täglich – Morgens, Mittags und Abends – und die Käse wechselten! Das werde ich wirklich vermissen!

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