Rungis Express

Das dicke Ende
Wird aus der Rungis-Insolvenz jetzt der Kriminalfall Georges W. Kastner? Bei der Staatsanwaltschaft des Amtsgericht in Bonn wird es jedenfalls ab nächster Woche nicht mehr nur um die routinemässige Untersuchung einer möglichen Insolvenzverschleppung durch den früheren geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens Georges W. Kastner gehen sondern um massive Vorwürfe wegen des Verstosses gegen die „Hackfleischverordnung“. Der Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier hat gemeinsam mit der Geschäftsführung der heutigen Rungis Express AG beim Amtsgericht Bonn Strafanzeige gegen Kastner gestellt. Gleichzeitig wurde auch das Kreisveterinäramt Siegburg aktiv. Dort war man im Juli dieses Jahres bereits darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei der Übernahme der Firma durch die neuen Investoren in den Kühlhäusern grössere Partien Importfleisch teilweise noch aus dem Jahr 2001 lagerten, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Nach einer Untersuchung durch einen Veterinär wurden diese Fleischbestände ordnungsgemäss vernichtet. Inzwischen habe aber – so Kreispressesprecher Thomas Wagner gegenüber drink tank – eine Prüfung durch die hausinterne Rechtsabteilung ergeben, dass in diesem Zusammenhang möglicherweise auch strafrechtlich relevante Tatbestände vorliegen könnten. Deshalb hat das Amt den Vorgang heute an die Staatsanwaltschaft zur Prüfung weitergeleitet. Die Anwälte von Ringstmeier und Rungis Express legen nun noch eins drauf. Sie beschuldigen Kastner in ihrem Schriftsatz, er habe tiefgefrorenes Fleisch, dessen Haltbarkeitsdatum längst abgelaufen war, aufgetaut, neu portionieren und wieder einschweissen lassen. Anschliessend sei das Fleisch als Frischware verkauft worden. Teilweise habe es sich dabei sogar um sichtbar verdorbenes Fleisch gehandelt. Quelle: http://drinktank.blogg.de/

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