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Veröffentlicht am von Gourmet Report
5 am Tag – aber welches Obst und Gemüse?
Studie belegt: Warum die richtige Obst- und Gemüseauswahl für Ihr Herz entscheidend ist. Nicht alle Früchte schützen das Herz gleichermaßen – eine aktuelle internationale Studie zeigt, dass weniger als jeder Fünfte ausreichend Flavanol aufnimmt, obwohl er die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse isst.
Obst
5 am Tag – aber welches Obst und Gemüse?
Die in der Fachzeitschrift Food & Function veröffentlichte Untersuchung unter Beteiligung der University of Reading, der Harvard Medical School, der University of California Davis und Mars Inc. analysierte die Ernährung von über 30.000 Teilnehmern aus Großbritannien und den USA . Im Gegensatz zu früheren Studien nutzten die Forscher Biomarker im Urin, um die tatsächliche Aufnahme von Flavanolen objektiv zu messen – und kamen zu einem überraschenden Ergebnis .
Flavanol-Mangel trotz „5 am Tag“
Flavanole sind sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung, die nachweislich die Gefäßfunktion verbessern und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können . Die bisher größte klinische Studie zu Flavanolen, die COSMOS-Studie, belegte, dass eine tägliche Aufnahme von etwa 500 Milligramm Flavanolen das Risiko eines kardiovaskulären Todes um 27 Prozent reduzieren kann .
Doch die neue Untersuchung zeigt: Selbst Teilnehmer, die sich an die offiziellen Empfehlungen von fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag hielten, erreichten in weniger als 25 Prozent der Fälle diese optimale Zufuhr . Insgesamt blieben weniger als 20 Prozent der Bevölkerung über der wünschenswerten Schwelle von 500 mg täglich .
„Viele denken, dass man einfach viel Obst und Gemüse essen muss“, erklärt Studienleiter Dr. Javier Ottaviani. „Eigentlich zählt am meisten, welches Obst und Gemüse du dich entscheidest.“
Besonders bemerkenswert: Ein einziger Apfel mit Schale, eine Handvoll Brombeeren oder eine Tasse Grüntee können die tägliche Flavanol-Zufuhr deutlich erhöhen .
Praxis-Tipps für mehr Flavanol-Aufnahme
Die gute Nachricht: Kleine Änderungen im Speiseplan genügen oft, um die Flavanol-Bilanz zu verbessern. Ernährungsexperten empfehlen :
Tauschen Sie zuckerhaltige Getränke gegen eine Tasse grünen oder schwarzen Tee
Toppen Sie Joghurt oder Haferflocken mit Beeren
Snacken Sie Äpfel oder Birnen mit Schale
Integrieren Sie Weintrauben oder Kirschen in Mahlzeiten und Snacks
Genießen Sie kleine Stücke dunkler Schokolade (mindestens 70 % Kakaoanteil)
Eine frühere Studie derselben Forschungsgruppe zeigte einen interessanten Aspekt: Bei der Smoothie-Zubereitung sollte man Bananen nicht mit flavonoidreichen Früchten wie Beeren kombinieren. Das in Bananen enthaltene Enzym Polyphenoloxidase kann die Flavanol-Aufnahme um bis zu 84 Prozent reduzieren. Besser geeignet sind Zutaten mit niedriger Enzymaktivität wie Ananas, Orangen, Mango oder Joghurt .
Fazit: Qualität vor Quantität
Die Studienergebnisse stellen die gängigen Ernährungsempfehlungen nicht grundsätzlich infrage.
„Fünf Portionen pro Tag bleiben eine korrekte Botschaft“, betont Professor Gunter Kuhnle von der University of Reading. „Aber vielleicht sollten wir anfangen, besser darüber nachzudenken, welche fünf.“
Die Forscher plädieren für spezifischere Ernährungsempfehlungen, die nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der verzehrten pflanzlichen Lebensmittel berücksichtigen. Flavanolreiche Lebensmittel passen hervorragend in etablierte Ernährungskonzepte wie die Mittelmeer-Diät, die nachweislich die Herzgesundheit fördert
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