Nur die Besten in die Flasche

„Nur die besten Demeter-Äpfel dürfen in die Flasche“, das sagt Rolf Clostermann selbstbewusst. Viele Arbeitsschritte und noch mehr Sorgfalt sind notwendig, um am Ende des achtwöchigen Gärungsprozesses einen Apfel-Secco von höchster Reinheit zu erhalten. Gemeinsam mit seiner Frau Thea führt der gelernte Obstbau-Techniker in dritter Generation den Neuhollandshof in Wesel-Bislich am Niederrhein.
Schon auf der Plantage beginnt der Selektions-Prozess. Nur einwandfreie Früchte ohne Faulstellen dienen als Ausgangsprodukt des Seccos. Die so vorsortierte Ware wird bei einem renommierten Safthersteller vor der Pressung ein weiteres Mal auf Qualität geprüft. Clostermann ist bei der Auswahl der Äpfel so penibel, weil Äpfel mit Faulstellen den Geschmack des späteren Seccos negativ beeinflussen – ein bitterer „Abgang“ wäre die Folge.

Der frisch gepresste Saft geht nun per Transporter zum öko-zertifizierten Winzer, der die Herstellung des Seccos übernimmt. Dem frischen Apfelsaft werden Reinzuchthefe zur Aromabildung und Öko-Zucker beigegeben. Der Zucker wird von den Gärhefen wie natürliche Fructose angesehen und zu Alkohol umgesetzt. Nur so erreicht man den gewünschten Alkoholgehalt des Seccos von 11 Prozent. Während des rund achtwöchigen temperatur-kontrollierten Gärungsprozesses entsteht zunächst Apfelwein. Nach der Filtration wird der fertige Apfelwein in Drucktanks gepumpt und für eineinhalb Wochen unter einem Imprägnierdruck von 2,5 Bar eingelagert. Danach erfolgt unter schonender Zugabe von Kohlensäure die Abfüllung auf die Flasche.

Drei Dinge machen den Apfel-Secco von Clostermann einzigartig: Die ausschließliche Verwendung von Demeter-Äpfeln, die konsequente Verwendung von einwandfreier Ware ohne jegliche Faulstellen und der hohe Alkoholgehalt von 11 Volumen-Prozent. Da Alkohol auch als Geschmacksträger fungiert, kommt so der Geschmack von reifem Obst besonders zur Geltung.

Die verschiedenen Seccos haben die Clostermanns nach ihren beiden Kindern Leslie und Linus benannt. Dabei steht Leslie für den lieblichen und Linus für den halbtrockenen Secco. Die Hundedame Emmily, die mit zur Familie gehört, war die Namensgeberin für die knochen-trockene Variante, die voll im Trend zu liegen scheint. Zu beziehen sind die Seccos über den Biofachhandel für EUR 7,95 oder ab Hof. Preis und Lieferbedingungen auf Anfrage unter Tel. 02859 325.

www.bio-obst-clostermann.de

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