Deutschland gilt als das Bierland schlechthin. Doch die Vorlieben und präferierten Marken unterscheiden sich regional teils deutlich – und erzählen spannende Geschichten von Lokalpatriotismus, Tradition und neuer Offenheit. Eine aktuelle Studie von Coffeeness hat anhand von Google-Suchanfragen analysiert, welches Bier in jedem Bundesland aktuell am meisten interessiert – jenseits von Werbebudgets und klassischer Marktforschung.
Deutschlands Biersorten der Regionen
Große Player & regionale Helden: Die meistgesuchten Biere pro Bundesland
Krombacher steht in Brandenburg, Bremen, Hamburg und Niedersachsen ganz oben – gemeinsam mit Bitburger (in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland) dominieren die beiden etablierten Marken rund die Hälfte der Bundesländer.
Doch daneben sorgen regionale Brauereien für Identität und Vielfalt:
- Augustiner (Bayern und Berlin): Bayerns Stolz, Münchens Brau-Ikone, führt auch Berlins Suchtrends an.
- Paulaner (Baden-Württemberg, Thüringen): Weltbekannt und trotzdem in seiner Ursprungstradition verwurzelt.
- Beck’s: Lokale Ikone in Bremen, stark in Schleswig-Holstein.
- Jever: Niedersachsens herbes Pils und friesisches Original – gegen den Trend starker Konkurrenz.
- Störtebeker (Mecklenburg-Vorpommern): Maritimer Stolz mit kräftigem Charakter.
- Radeberger (Sachsen): Ostdeutsche Brautradition – seit 1872 fest in regionaler Hand.
Siehe vollständige Studienauswertung (PDF)
Regionale Eigenheiten und Identitäten
Bayern bleibt Bierland:
Augustiner als Traditionsmarke kommt nicht nur in München, sondern auch im digitalen Berlin auf Platz 1 – regionales Markenbewusstsein trifft auf moderne Urbanität.
Der Norden bleibt eigenständig:
Jever und Störtebeker prägen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Suchstatistik – herber Geschmack, markante Identität und maritimer Esprit stehen im Fokus.
Ostdeutsche Treue zu Radeberger:
Auch nach der Wiedervereinigung behauptet sich Sachsens Brau-Flaggschiff als Suchfavorit und Beispiel für regionale Markenstärke.
Was Google-Daten (nicht) zeigen
Suchanfragen spiegeln Interesse, Neugier und Informationswunsch wider – weniger tatsächliche Konsumhäufigkeit. Dennoch sind sie ein verlässlicher Indikator dafür, wie wichtig regionale Marken und Braugeschichten für das Selbstverständnis im Land sind.
Qualität schlägt Marketing
Die Coffeeness-Studie zeigt: Werbebudgets können lokale Verbundenheit nicht ersetzen. Tradition, Handwerkskunst und Authentizität sichern Marken wie Jever, Störtebeker oder Radeberger ihre Nische neben den branchendominierenden Konzernen.
Inspiration für Genießer und Touristen
Was uns bei dieser Analyse besonders freut: Regionale Brauereien halten sich wacker gegen die großen Konzerne. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Qualität, Tradition und echter Verbundenheit.
Weiterführende Links und Quellen
Deutschlands Biersorten der Regionen
Zusammenfassung
Deutschlands Biersorten der Regionen: Regionale Brauereien halten sich wacker gegen die großen Konzerne. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Qualität, Tradition und echter Verbundenheit.
