Armut als Ernährungsrisiko

Armut bedingt soziale Ungleichheit und Ausgrenzung – und das oft
ein Leben lang. Kinder aus sozial schwachen Familien sind schlechter
ernährt, häufiger übergewichtig und körperlich weniger aktiv.
Erwachsene leiden vielfach unter chronischen Krankheiten. In
sozioökonomisch benachteiligten Regionen ist das Risiko für Diabetes
mellitus Typ 2 um rund 20 % und für Adipositas um fast 30 % höher als
in den am wenigsten benachteiligten Regionen. Dies zeigt eine Analyse von
Daten der telefonischen Gesundheitsbefragung GEDA des Helmholtz Zentrums
München und des Robert Koch-Instituts in Berlin. Welche Hilfen brauchen in
Armut lebende Familien? Und welche Rolle spielt die Ernährung?

Die Sektion Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
e V. (DGE) veranstaltet ihre diesjährige Ernährungsfachtagung zum Thema
„Armut als Ernährungsrisiko”. Mediziner, Ernährungs- und
Sozialwissenschaftler informieren über Ausmaß, Ursachen und Folgen von
Armut in Deutschland sowie über das Ernährungsverhalten von sozial
Benachteiligten. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie Ernährungsfachkräfte,
Gesundheitsberater sowie Lehr- und Beratungskräfte Zugang zu Betroffenen
bekommen und welche Konzepte zur Verbesserung der Lebenslage greifen. Eine
besondere Chance stellt dabei die Ernährungsbildung und Verpflegung in
Kindertagesstätte und Schule dar.

Die 21. Ernährungsfachtagung findet am 11. September 2014 von 9.00 bis
17.00 Uhr an der Universität Hohenheim statt. Die Kosten betragen
35,00 EUR, 25,00 EUR für DGE-Mitglieder, 15,00 EUR für Schüler und
bestimmte Organisationen. Für Studierende der Universität Hohenheim ist
die Teilnahme kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über die Homepage der
Sektion Baden-Württemberg unter http://www.dge-bw.de. Weitere Auskünfte
gibt die Geschäftsstelle der Sektion, Prof. Peter Grimm, Schelztorstraße
22, 73728 Esslingen, Tel. 0711 469959-10, E-Mail: mailto:zentrale@dge-bw.de

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