Stefan Gabányi: Schumann´s Whisk(e)y Lexikon. ZS-Verlag, München.

Gebundene Ausgabe, 39,99 €.

Man muss dem Leben immer 

um mindestens einen Whisky voraus sein.

Humphrey Bogart

Einleitung:

Whisky oder Whiskey. Wasser des Lebens. Welch tolle Bezeichnung. Die ersten Destillate wurden tatsächlich vor allem als Medizin eingesetzt. Der Genuss spielte damals noch keine Rolle. 

Die unterschiedliche Schreibweise ist geografischer Natur und wenn man sich dies genauer anschaut, wird die Verwirrung eher größer als kleiner.

Zunächst ist bedeutsam, dass die Wiege des Whiskys in Irland liegt. Doch sagen Sie das nie zu einem Schotten. Schließlich sind diese der Meinung, die Erfinder des Nationalgetränks zu sein.

Ungefähr um das Jahr 1870 verpassten die Iren ihrem Whisky eine weiteres „e“. Damit wollte man sich von den Schotten unterscheiden, die damals Probleme mit gleichbleibender Qualität hatten. Ausländische Käufer sollten so leicht erkennen, wer den besseren Whiskey in der Flasche hatte.

Und vergessen wir Deutschland nicht. Allein der Verband Deutscher Whiskybrenner (VDW) zählt 41 Brennereien und 6 Fördermitglieder aus ganz Deutschland zu seinen Mitgliedern. 

Foto: Bernhard Steinmann

Das Buch:

Mit Schumann´s Whisk(e)y Lexikon erscheint das beliebte Standardwerk in aktualisierter Ausgabe. Nach kurzer Einleitung von Charles Schumann und einem Vorwort von Stefan Gabányi taucht man direkt in die unglaublich vielfältige Welt bekannter und unbekannter Whiskysorten ein. 

Natürlich habe ich zunächst meinen Favoriten gesucht: Bruichladdich. Ab Seite 73 erfährt man, dass die Brennerei des „freundlichen Leichtgewichts“ 2012 an den französischen Konzern Rémy Cointreau verkauft wurde.

Hand aufs Herz, wer hat noch nie etwas von Jim Beam gehört?

Jim Beam ist die bedeutendste Bourbon-Marke und ein internationaler Bestseller. Die einfache Standardversion mit dem weißen Label ist seit 1942 auf dem Markt. Der Kentucky Straight Whiskey wird in den Brennereien American Stillhouse in Clermont und in der Jim Beam Distillery Booker Noe Plant in Boston bei Bardstown hergestellt. Im Buch erfährt man über diesen Whiskey noch viel mehr und man bekommt eine ungefähre Ahnung davon, wieviel Recherchearbeit in dem Lexikon stecken muss.

Natürlich fängt man nicht bei Null an. Schließlich gab es schon einige Auflagen zuvor. Dennoch bleibt genügend Arbeit bei der Whiskyreise rund um die Welt, beginnend mit La Alazana Madoc in Argentinien, über Fary Lochan in Dänemark, die Blaue Maus und viele andere in Deutschland. Nach vielen weiteren Stationen kommt Irland mit Bushmills, Jameson, Tullamore Drew und Writers Tears, um nur einige zu nennen.

Auf Schottland braucht man wohl nicht besonders hinzuweisen. Der Kenner weiß Bescheid.

Japan sollte vielleicht besonders erwähnt werden. Dort findet man Blend, Blendet Malt, Grain, Malt und sogar Rice Whisky. 

Aufgefallen ist mir dabei die Kirin Distillery Co. mit Sitz in Tokio, eine Tochter von Kirin Holding Industries, die wiederum Teil des Industrie-Konglomerats Mitsubishi ist. Das ursprünglich Kirin-Sagram genannte Unternehmen wurde 1972 als Joint Venture zwischen der Kirin Brewery Co. und dem kanadischen Konzern Seagram gegründet.

Wer befürchtet, den Dschungel unbekannter Begriffe und Spezialbegriffe nicht überwinden zu können bekommt mit dem umfangreichen Glossar ab Seite 475 eine fundierte Hilfe zur Seite gestellt. Danach werden die Whisk(e)ys der Welt aufgelistet und schließlich Hersteller und Abfüller 

aufgeführt.

Ich traue mich zu behaupten, dass die Leser von Schumann´s Whisk(e)y Lexikon das Buch immer in Reichweite haben werden. 

Zusammenfassung

Schumann´s Whisk(e)y Lexikon

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