Food-Fotografie

Kulinarisches vor der Linse –
CHIP FOTO-VIDEO präsentiert vier Praxistipps für erfolgreiche Food-Fotografie

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, sagt ein altes Sprichwort. In Zeiten von Facebook, Instagram, Pinterest und Co. gewinnt auch die visuelle Geschmacksfrage bildlich gesprochen an Gewicht. Unzählige Food-Blogger und zahlreiche Hobbyköche präsentieren ihre kulinarischen Kreationen weltweit mit Foto im Netz. CHIP FOTO-VIDEO gibt vier Tipps, wie sich Speisen mit jeder beliebigen Kamera und ohne zusätzliche Beleuchtung von ihrer leckersten Seite ablichten lassen.

Zubereitung zeigen
Zart besaitet in Sachen Fotomodell: der Salat. Die Blätter fallen schnell in sich zusammen, sobald sie mit Dressing angerichtet werden. Für schöne Aufnahmen sollten Sie daher nur wenig Essig-Öl-Gemisch auf die grüne Komposition tropfen. Alternativ fotografieren Sie lediglich einen Zubereitungsschritt – etwa den mit Paprikastreifen, Gurkenscheiben oder anderem Gemüse gemischten Salat. Nüsse, Croutons und ähnliche Beilagen stehen auf einem Brettchen daneben. Das beschwerende Dressing fehlt in dieser Anordnung.

Perspektive wechseln
Fettiger Glanz und unappetitliche Blasen: Suppen oder Soßen ansprechend zu fotografieren benötigt etwas Übung. Fotografieren Sie möglichst bei Tageslicht am Fenster und verzichten Sie auf den Blitz. Er lässt Flüssigkeiten unansehnlich glänzen und verfälscht die Farben. Suppen lassen sich gut aus der Vogelperspektive aufnehmen, da sie eine flache, glatte Oberflächenstruktur aufweisen. Ein paar Kräuter oder ein Klecks Sahne sorgen für einen optischen Fixpunkt.

Deko-Elemente schärfen
Eine Nachspeise aus mehreren Schichten: Kleine Glasschälchen setzen die meist süße Verführung adäquat in Szene. Allerdings tut sich die Kamera an den Glasrändern schwer, exakt zu fokussieren. In diesem Fall hilft entweder manuelles Scharfstellen oder dem Autofokus eine Hilfestellung zu bieten. Zusätzliche Obststückchen oder ein Stück Minze bilden einen perfekten Fokuspunkt und werten die Leckerei auch optisch auf. Bei einheitlich hellen Farben empfehlen die Experten von CHIP FOTO-VIDEO einen andersfarbigen Hintergrund. Das bringt mehr Spannung ins Bild.

Untergrund präsentieren
Limonaden, Smoothies, Cocktails: Wenn Sie die Getränke aus einem Winkel von 30 Grad oder noch steiler fotografieren, wird der Untergrund zum Hintergrund. Gerade bei Säften und Mixgetränken eignet sich ein schönes Holzbrett gut als Präsentationsfläche. Die Maserung lenkt den Blick auf das Motiv.

Wer sich dem Niveau von professionellen Food-Fotografen annähern will, sollte mindestens drei Grundregeln berücksichtigen. „Regel Nummer eins: Achten Sie auf ausreichend weiches Licht und richten Sie die Kamera so ein, dass das Bild leicht überbelichtet. Dann strahlt das Geschirr weiß“, rät Florian Schuster, Chefredakteur CHIP FOTO-VIDEO. „Überladen Sie die Teller zudem nicht mit Essen, damit jede Komponente klar zu erkennen ist. Und: Wählen Sie Geschirr, das wenig bis keine Muster und Verzierungen aufweist, um ein unruhiges Gesamtbild zu vermeiden.“

Weitere Praxistipps für gelungene Food-Fotografie finden Sie in der kommenden CHIP FOTO-VIDEO 09/2015. Das Magazin ist im Handel sowie im CHIP Kiosk erhältlich.

www.chip.de

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