Sandy Lane – das Sehnsuchtshotel auf Barbados – Hoteltest

Wir testeten das „6 Sterne Leading Hotel of the World“ („TUI Werbung“).

Sandy Lane Beach

Der Test ist ein reines Zufallsprodukt. Wir wohnten nacheinander in zwei Ferienwohnungen direkt am Strand im Süden der Insel. Dort, so stellten wir fest, gibt es eine leichte Brandung, die für ein 20 Monate altes Baby unvorteilhaft ist. Ausserdem wollte meine Frau auch Urlaub statt Frühstück machen. So suchten wir ein Hotel an der ruhigeren Westküste.


6.8.21

Wir fuhren mit unseren Mietwagen an die Westküste und besuchten das Coral Reef Club Hotel und das Waves by Elegant (Marriott). Im Coral Reef, einem SLH, waren die Leute sehr nett, aber die Zimmer waren nicht auf dem Stand der Zeit. So blies z.B. die Split Unit der Klimaanlage ins Bett. Der Service imponierte jedoch. Am Strand hatte jeder kühles Wasser an seiner Liege. Das Coral Reef kostete um die 400 €. Da es uns nicht überzeugte, sind wir in das Waves. Das Haus, zur Marriott Autograph Collection gehörend, machte einen recht abgewohnten Eindruck und der Service war robust, das Publikum eher schlicht. Brauchen wir nicht für 500 €/Nacht.

Etwas ratlos sind wir nun ins Sandy Lane gefahren. Hier zeigte man uns gerne Zimmer und die Anlage. Man versprach uns ein Angebot zu machen, das wir dann am Abend auch hatten.

Wir mussten doch schlucken. 15.000 US Dollar soll die Ü/F für die 10 Tage kosten. Da es sich um die Promotion „60 years return“ handelte, hatten wir ein Lunch, ein Dinner und insgesamt 6 Stunden Massage inkludiert. Auch wurden zwei Nächte nicht berechnet.
Für die acht Tage ohne Essensgutschein bestellten wir „“MAP für 184 US Dollar. MAP ist ein „Mealplan“ für Dinner. Noch einmal 1472 US$. Jetzt waren wir schon bei 16.472 $ (knapp 1400 €/Nacht). Dazu kommen noch Snacks und Getränke. Das ist verdammt viel Geld. Was wir wohl erwarten können?

Zwischenzeitlich gingen emails noch hin- und her, die das gesamte Angebot besser erklärten. Der Verkauf des Sandy Lane antwortete sehr schnell. Man fragte uns, ob sie uns abholen können. Wir hatten ja einen Mietwagen, deswegen brauchten sie es nicht. Aber ich bat darum, dass Gepäck zu holen. Uns selber avisierte ich für 15 Uhr.

Wertung: Sehr gut

Das Sandy Lane baute ein ehemaliger englischer Politiker auf einer Zuckerrohrfarm in den 60er Jahren. Hier machten Mick Jagger und Jerry Hall, Jackie Kennedy und Onassis sowie viele andere Urlaub. 1998 kauften fünf Iren das Hotel, rissen es ab und bauten es wieder wie heute auf. Die Investition soll fast eine halbe Milliarde US $ gewesen sein. Es gibt ca. 110 Zimmer in 4 Flügeln und eine große Villa. Rechts und links bauten sich die Eigentümer selber große Residenzen.
Heute gilt das Sandy Lane Hotel als eines der besten und teuersten Resorts in der Karibik. Das mit „teuer“ können wir schon mal bestätigen.

Sandy Lane Beach vom Meer

Webseite und Social Media
Sandy Lane präsentiert sich da mit „Sandy Lane’s legendary style makes it one of the most prestigious resorts in the world.“ Das ist eine klare Ansage, die man bei dem Zimmerpreis auch erwarten kann. Auf der Webseite gibt es von den Restaurants auch Speisekarten.

Social Media ist gut gepflegt und aktuell.

Wertung: Sehr gut

Lage
Die Lage an der Westküste erlaubt schöne Sonnenuntergänge. Sandy Lane liegt ungefähr in der Mitte der Westküste an einem schmalen, öffentlichen Strand. Die Brandung ist zwar gering, aber das Meer ist nach wenigen Metern tief abfallend. Für kleinere Kinder scheint mir die Südküste doch besser zu sein. Ich fand es auch angenehmer, 20 m nicht tiefes Wasser zu haben, aber das ist sicher Geschmacksache.

10.8.21 Anreise
Punkt 12 war ein Bus da und Adrian übernahm das Gepäck, dass wir später im Zimmer wiederfanden.
Wir waren um 14.30 Uhr da und wurden freundlichst mit einem sehr süssen, roten Fruchtgetränk begrüßt. Wir mussten nun unter Aufsicht einen Schnelltest machen. Und dann wurde uns mitgeteilt, dass wir bis mindestens 16.30 Uhr auf das Zimmer warten müssen.

Da wir schon Hunger und den Lunch Voucher hatten, gingen wir auf die Terrasse, dem einzigen geöffneten Outlet zu der Zeit. Es dauerte 30 Minuten, bis uns jemand erklären konnte, was der Gutschein beinhaltet. Reiche Leute fragen wohl nicht. Wir können alles von der Lunchkarte essen, so viel wir wollen und so oft, nur Getränke sind extra. Bis auf das sehr gute Leitungswasser. Das haben wir dann immer gerne genommen, anstelle von Evian oder San Pellegrino. Muss das sein? In der Karibik Wasser aus Italien oder Frankreich importieren. Und dann Schilder im Zimmer haben, man will die Umwelt retten … Dazu kommt, dass das Wasser in Barbados von der Natur mehrfach gefiltert und ausgesprochen wohlschmeckend ist. Schade ist, dass man es nicht auch carbonated anbietet.
Wir aßen bescheiden, was die Qualität anging. Meine Frau bekam eine alte, vertrocknete Artischocke mit Dip als Vorspeise, die anstandslos zurückgenommen wurde. Ich hatte eine Pizza Margherita, die nicht besonders schmeckte. Typ Dr. Oetker. Der Tuna Tartar war gut, die Soja Sauce wurde in einem Gefäss zum Baden gereicht. An den belanglosen Nachtisch erinnere ich mich nicht mehr. Das ganze Essen dauerte 2 Stunden. Und zwar nicht, weil wir so viel aßen.
Wir gingen dann zur Rezeption, um die Zimmerschlüssel zu holen. Es sollte uns jemand begleiten. Das wurde schwierig. Nach 5 Minuten kam eine genervte Mitarbeiterin, die uns wortlos zum Zimmer brachte, es aufschloß und verschwand. Das war fast skurril.

ziemlich alte Artischocke als Vorspeise mit Dip. Konnte man nicht mehr essen.

Wir zogen uns schnell um und sind zum Strand runter.

Bewertung: Noch ausreichend

Der Zimmerschlüssel

Normalerweise gehe ich in kein Hotel, wo die Gäste wie Vieh markiert werden. Auf Barbados fing das schon am Flughafen so an. Dort gab es je nach Impfstatus verschiedene Bändchen, die an einem Arm befestigt wurden und die man unter Strafandrohung nicht abmachen durfte. Im Sandy Lane ist ein elastisches RFID Armband – ähnlich einem Fitnessband, nur ohne Display – der Zimmerschlüssel. Rosa in klein, oliv in größer. Die Idee fand ich nicht gut. Im Laufe des Aufenthalts habe ich mich aber sehr damit angefreundet. Sie haben halt immer den Schlüssel dabei und können ihn weder vergessen noch verlieren. Und die Farben scheinen auch keinen Hintergrund zu haben. Hier war mein Vorurteil dumm1

Bewertung: Sehr gut

Das Zimmer 422
Wir haben ein Ocean Room gebucht. Das Zimmer ist inkl. Balkon 70 qm groß. Der Balkon ist größer als manche meiner Hotelzimmer in Paris. Das Balkongitter bekam einen Kletterschutz, so dass unser Kleinkind nicht hoch klettern kann.
Zwischen dem Hotel und dem Meer standen gewaltige Mahagonibäume, so dass man nur durch die Zweige etwas Meer sah. Und der Meerblick kostete 200 $ Aufpreis!
Für das Baby bekamen wir ein Babybett gestellt, sowie einige Geräte wie Flaschenwärmer, Wickeleimer und einen Plüsch-Frosch.

Meeresblick Sandy Lane Hotel, Zimmer 422

Das Bad war sehr groß, Badewanne und Dusche getrennt. WC ist ein extra Raum mit Bidet.
Es gibt umfangreiche Guest Amenities, die nie erneuert wurden. Selbst Hygienebeutel wurden nicht erneuert. Duschgel, Shampoo, Conditioner und Body Lotion waren in sehr großen Flaschen (210 ml). Die ersten drei jeweils in der Dusche und an der Badewanne. Laut meiner Frau war die Qualität bis auf den Conditioner gut.

Alle funktionierenden Steckdosen sind ausschliesslich für amerikanische Stecker, die Eurosteckdosen im Bad (for shaver) funktionieren nicht. Aber es gibt 6 USB Anschlüsse. Am Schreibtisch sind USB und Steckdosen gut erreichbar. Das ist vorbildlich. Adapter waren nicht vorhanden. Wir hatten aber genug eigene.

Sieht so eine Obstplatte in den Tropen aus?

Der Obstteller war mit langweiligem Obst bestückt. Da erinnerte nichts an die Tropen. Die Weintrauben waren zum größten Teil nicht mehr verzehrfähig. Sie gammelten von unten.
Das dreiseitige Begrüßungsschreiben des GM war nur mit unserem Namen personalisiert. Ansonsten betrafen die meisten Punkte uns nicht, da wir bereits länger auf Barbados waren, was dem Hotel gut bekannt war. Neuankommende Gäste müssen innerhalb des Hotelgeländes während ihrer Quarantäne bleiben und dürfen nicht an den Strand oder in den Spa-Bereich. Alle Gäste sollen 2x am Tag Fieber messen. Danach wurden wir NIE gefragt! Dann kommt eine Verkaufslitanei und bewirbt u.a. den MAP Mealplan, den wir ja schon vorher bestellt hatten. Die einzige wertvolle Information war am Ende: Trinkgeld ist unnötig, erst am Ende soll man für alle geben. Das ist angenehm. Insgesamt war das Begrüßungsschreiben extrem unpersönlich und machte einen lieblosen Eindruck. Unakzeptabel bei dem Anspruch des Hauses. Hier sollte der Direktor seine Sekretärin besser anleiten.

Und wir lernten: Vornehme Menschen müssen auf dem Balkon keine Wäsche trocknen. Es gab keine Vorrichtung zum Trocknen. Aber auf jedem Balkon sah man Wäsche behelfsmässig trocknen. Hier scheint der Gast noch nicht perfekt zum Hotelkonzept zu passen und das Hotel versteht die Wünsche der Gäste nicht.

Baby Bett: es fehlte eine Decke und Kopfkissen – das scheint aber der Standard zu sein

Der Schuhputzservice war lausig. Die Schuhe wurden eher gestreichelt als fachgerecht geputzt.

Das saubere Zimmer ist hochwertig und ohne Abnutzungserscheinungen oder Flecken. Es gibt einen Schminktisch mit Hocker und einen Schreibtisch mit einem unbequemen Stuhl, den ich nach dreimaligen Nachfragen durch einen Bürostuhl ersetzen konnte.
Die Schränke sind ausreichend groß dimensioniert. In dem Umfang findet man sie heute selten. Für uns reichten Sie genau.

Einzig die vier Telefone des Zimmers funktionieren nicht immer einwandfrei, was wir meldeten, es änderte sich aber nichts. Die Klimaanlage kühlt 2°C kühler als sie laut Einstellung soll. Das Internet war instabil. Nach drei Tagen Beschwerde bekamen wir einen Router aufs Zimmer, der das Problem löste. Danach war das Internet gut. Ich befürchte aber, sie werden nach unserer Abreise den Router wieder rausnehmen und der nächste Gast wird das selbe Problem haben.
Die nicht alkoholischen Getränke der Minibar sind im Zimmerpreis enthalten und werden im Laufe eines Tages zu unregelmässigen Zeiten wieder erneuert. Es gibt eine Nespressomaschine mit je fünf Original-Kapseln Espresso und koffeinfreien Kaffee sowie lokale H-Milch im Kühlschrank.
Neben lokalem Banks Bier, stand Heineken, Weißwein und Champagner im Kühlschrank. Daneben waren fünf 200 ml Flaschen mit hochwertigen Spirituosen.

Anstelle eines Lichtschalters gibt es in jedem Raum ein Panel, mit dem man diversen Sachen steuern kann. Sobald man das System verstanden hat, ist es praktisch. Auch ist auf dem Nachtisch jeweils ein Display, das vieles steuert.
Gardinen und Vorhänge laufen zuverlässig elektrisch und verdunkeln perfekt.

Das Telefon im Sandy Lane Hotel funktionierte oft nicht

Der große, gerahmte Fernseher ist gleichzeitig eine moderne Informationstafel. Leider funktionieren viele Bereiche nicht oder sind falsch.
Im Hotelinfo, wo ich hoffte, einen Directory zu finden, wird man auf fünf Restaurants hingewiesen. Es sind aber nur zwei! Und über Hochzeiten wird informiert. Aber nicht über Frühstückszeiten oder überhaupt Essenzeiten. Wenn man auf Hotel Services „Arrival“ geht, stürzt das System ab. International News bringen britische News. Hotel Activities bringt gar nichts. Filme kosten 26 US$. Via TV Guide bekommt man US Programme und BBC Nachrichten. Der Reiter Chromecast ist ja prima, um Filme aus den deutschen Mediatheken zu sehen, funktionierte aber nicht.
Ein Room Menu lag bereit. Ein TV Programm nicht.
Eine Tageszeitung wird nicht angeboten. Am 5. Tag fanden wir eine beim Frühstück. Die waren immer schnell vergriffen.
Ich vermisste ein kleines Notizheft mit Kugelschreiber, wie man es in jedem Hotel findet. Auch gab es keine Stationary. Notizen machte ich mir auf Magazinen.

Wo wohl die anderen drei Restaurants sind? Eins soll der Golfclub auf der anderen Seite der Strasse sein.

Die Hausdame ist unsichtbar. Ich habe sie nie gesehen.

Wertung: befriedigend

Frühstück im Restaurant Bajan Blue
Wann genau das Frühstück serviert wird, habe ich nicht rausgefunden. Es steht nirgendwo und die Mitarbeiter gaben unterschiedliche Antworten.
Das Frühstück nennt sich „Full Englisch“ und in der Tat ist es für Briten gedacht. Wir hörten wirklich von Gästen den Satz: „The best breakfast I ever had!“ Besonders beim Brot und Aufschnitt wird der englische Einfluss sichtbar. Alles Brot muss aufgetoastet werden. Es gibt kein Vollkorn oder richtiges Roggenbrot. Das „multigrain“ scheint auch eher Weizen mit ein paar zermahlten Körnern zu sein. Die Croissants waren unglaublich schlecht. Das ist besonders erwähnenswert, da die Exec. Pastry Chefin eine Französin ist. Wie kann das sein? Mit dem französischen Frühstücksgebäck hat das nichts zu tun, eher mit der amerikanischen Variante „Kreussents“. Ich vermute, dass es sich um billige TK Ware zum Aufbacken handelt. Man behauptete stolz, man backe alles selber. Bagel und Muffins waren schon vorgeschnitten, wie man das aus der Packung kennt.
Als Aufschnitt gab es jeden Tag Cheddar Scheiben, die sich schon gebogen haben, guten Kochschinken und guten Lachs mit weniger guten Sahnemeerettich, sowie Cream Cheese.
Eine große Enttäuschung ist das Obst. Jeden Tag gibt es das gleiche, importierte Zeug: Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren von Driscoll aus den USA, rote kernlose Trauben, Ananas, Cantaloupe und Honigmelone. Einzig die gute Wassermelone scheint lokal zu sein. Das Driscoll-Zeug war von hoher Qualität, aber oft nicht oder schlecht gewaschen. Die Melonen waren unreif, nur Ananas aus Costa Rica und die lokale Wassermelone waren prima.
Auf den lokalen Märkten findet man dagegen Mango, Papaya, Custard Äpfel, Soursop, Platain Bananas, Kirschähnliche, Aki und anderes. Warum nicht hier?
Es gibt Waffeln und American style fluffy Pancakes, die meist schon gut abgekühlt sind. Warum keine Live-Station, was sich räumlich anbietet? Personal gibt es genug.
Dann gibt es Würstchen, Speck, Baked Beans, Pilze und Grilltomaten. Die üblichen Eierspeisen, sowie Egg Benedicte von der Livestation. Man wartet auf sein Ei, es wird nicht an den Tisch gebracht.
Es gibt eine Saftstation, die frischen Saft macht. Die Smoothies sind arg mit Zucker versetzt. Irritierend ist, dass dort eine große Büchse „Ananassaft“ stand. Also offenbar nicht alles frisch.
Sehr gut gefiel mir der lokale Kokosnusssaft, den es leider nicht jeden Tag gab. Das Fleisch der Kokosnuss gab es gar nicht. Der frische Saft wird angeliefert.
Cappuccino oder Latte werden in sehr großen Gefässen gereicht und schmecken nicht besonders. Die WMF Vollautomaten müssen vielleicht noch einmal besser eingestellt werden. Oder sollte nicht eine Siebträgermaschine in der Preiskategorie möglich sein?
Espresso Macchiato ist ein Ausweg. Oder die Nespressomaschine auf dem Zimmer.
Ich fragte den italienischen F&B Manager, wo er Kaffee trinkt. „Zuhause“ war die Antwort, die ich gerne glaubte. Er habe eine Alukanne. ich trank auch lieber auf dem Zimmer Nespresso als die Plörre im Restaurant.
Der Service ist liebevoll, aber oft hilflos. Tische bleiben ewig nicht neu eingedeckt, oft fehlt das Buttermesser oder der Kaffeelöffel. Butter fehlte zu 50 %, wird dann auf Nachfrage geliefert, mal schnell, mal weniger schnell, so dass das Toast erkaltet. Die Wilkin & Son Konfitüre ist zwar immer da, aber nicht die fünf verfügbaren Sorten, sondern meistens nur 2-3 Sorten, diese dann mehrfach. Eine Kontrolle fehlt, obwohl fast immer die Exec. Chefs da waren.
Am vorletzten Tag sprach ich mit dem F&B Manager. Ich dachte vorher, das wäre der Oberkellner. Als er hörte, dass ich Aufschnitt vermisste, versprach er mir für den letzten Tag ein Aufschnittplatte, die ich dann auch bekam. Sie war von bester Qualität und riesig groß. Leider schafften wir sie nicht. Nett sind sie alle im Sandy Lane Hotel.

Frühstückseier – Präsentation im „6 Sterne Hotel“ (TUI) Sandy Lane – der Exec. Chef stand daneben

Bewertung: befriedigend

Room-Service
Room Service wird rund um die Uhr angeboten und wenn man die vielen Carts vor den Türen sieht, wohl gerne in Anspruch genommen. Wir gehen gerne ins Restaurant und haben deswegen den Service nicht angenommen.
Verwundert waren wir allerdings, dass wir die Frühstücksbestellkarte erst am 5.Tag vom Abendservice aufs Bett gelegt bekommen haben. An dem Tag, an dem die Belegung deutlich runtergegangen ist.
Ohne Bewertung

Housekeeping

Wir baten darum, dass zwischen 9.30 und 10.30 Uhr, wenn wir frühstücken, das Zimmer gereinigt wird. Das klappte manchmal, manchmal nicht.
Der Turndown-Service kam das erste Mal um 21 Uhr, als wir bereits wieder auf dem Zimmer waren. Wir baten dann um Service um 19 Uhr, wenn wir zu Abendessen sind. Das klappte auch ein paar mal und war oft ausgezeichnet. Manchmal wurden die benutzten Tassen und Gläser der Minibar ausgetauscht und die Handtücher ersetzt. Die ganzen nutzlosen Kissen vom Bett geholt und die Slipper ans Bett gestellt. Besonders der Abendservice war sehr inkonsistent. Auch hier fehlte die Leitung.
Die Slipper wurden mit der Sohle ineinander gestellt, was recht häßlich ist. Meine Slipper sahen nach einer Woche mistig aus, ersetzt wurden sie nicht.
Die Hausdame habe ich nie zu Gesicht bekommen.
Am vorletzten Abend kam der Service spät und vergaß die Handtücher zu erneuern, so dass wir plötzlich nur noch 2 statt 6 Handtüchern hatten. Der Abendservice hat nur den Müll abgeholt.
Von einem Haus mit so hohem Anspruch hätte ich erwartet, das zugesagte Zeiten eingehalten werden und die Services immer gleich gut sind.

Bewertung: ausreichend

Restaurant Bajan Blue am Abend

Das recht hübsche Restaurant bietet jeden Tag ein anderes Länder-Themen-Buffet an. Das Buffet kostet p.P. 341 BBD (143 €). Das ist ambitioniert. Es werden hochwertige Grundmaterialien benutzt, aber die Umsetzung ist oft mangelhaft oder weit weg vom Thema. Dazu kommt, dass oft gar nicht die auf der Karte angebotenen Sachen da sind. Dazu der französische Küchenchef, der seit 8 Jahren hier einen gemütlichen Posten zu haben scheint: „Die Karten sind alt und müssen überarbeitet werden. Entschuldigung.“ Wurden sie aber nicht während der nächsten 8 Tage.
Hochwertiges Büffet ist immer eine schwierige Sache. Hier zeigt die Europa2 sich vorbildlich, mit einer Mischung aus Büffet und Live Cookingstations. Viele Hotels weltweit bekommen das ganz gut hin. Das Sandy Lane Hotel aber leider nicht.
Auch De Cecco Nudeln schmecken nach 30 Minuten in der Bain Marie zerkocht. Man hat nicht das Gefühl, dass es eine Aufsicht gibt, sondern dass jeder Posten macht, was er will. Die Spezialitäten sind jeweils frei interpretiert. So ist beim Griechischen Abend das Gyros nicht Schwein vom Drehspiess, sondern wahlweise pfannengebratenes Rind, Huhn oder Krabbe in einer Pitatasche mit etwas Gemüse. Das schmeckte übrigens in der Kombination durchaus gut. So etwas ganz typisches wie Tarama oder Moussaka gab es nicht. Dafür Serrano und Parmaschinken. Beide sind übrigens lecker gewesen. Die würde ich mir zum Frühstück wünschen.
Die Gerichte haben immer berühmte Namen, aber die Ausführung ist anders. Lobster Thermidor z.B. kommt als eine Art Suppe mit Hummerstücken. Ein Eclair hat Sprinkles wie ein Eiskreme bei Baskin Robbins und ist mit einer klebrig süssen Masse gefüllt. Sushi ist kalifornisch/philippinischer Stil, Sashimi ist schlecht zerschnittener roher Fisch, der in großen Gefäßen gebadet werden soll, in denen Soja Sauce ist.
Die Speisezubereitung ist leider inkonsistent. Man isst eine fast perfekt Foie Gras, man holt sich dann eine Zweite. Die ist ausgetrocknet. Oder umgekehrt. Das passierte uns oft. Würde Mildred Scheel noch leben, würden Sie Mahnwachen vor der Lammkotelett Grillstation organisieren. Lammkotelett vom Grill gab es jeden (Themen)Tag. Leider begeisterte es nie. Gut waren dafür die einheimischen Fische Dolphin (MahiMahi), Red Snapper und Baracuda.
Je weniger verarbeitet die Produkte sind, umso besser schmecken sie in der Regel. Die Alaska Krabbe beispielsweise war (meist) von hervorragender Qualität.

authentisches Sushi? Eher Philippinisch kalifornisch, schön süffig

An Tagen, an denen wenig los war, wie dem italienischen Büffet, wird ab 20 Uhr zwischen den Gästen für das Frühstück vorbereitet und die Gäste werden vernachlässigt.

Die Essensqualität ist wie in einem Robinson Club. Vielleicht von der Produkt-Qualität höher. Meilenweit weg von Fine Dining. Aber wie in fast jedem Buffet-Restaurant isst man tendenziell zu viel.

Sandy Lane Buffet Restaurant

Fast immer ist die gesamte Führung am Abend zu sehen. Exec. Pastry Chefin, Küchenchef, Exec. Souschef, Souschef und F&B Manager. Alle sind schon viele Jahre im Haus tätig. Obwohl nun alle da sind, passiert wenig. Immer sind irgendwelche Schilder falsch, aber keiner ändert sie. Essen ist immer mehr als genug da, aber die Qualität stimmt nicht. Wie kann es einen italienischen Abend geben, der nichts mit italienischem Essen zu tun hat, obwohl der seit fast 5 Jahren tätige F&B Manager Neapolitaner ist. Zu seiner Ehrenrettung kann man anführen, dass selbst die a la carte Spaghetti al Ragu der Babykarte al dente sind. Die Sachen der Babykarte – für Kinder unter 3 – sind generell kostenlos. Es wird einem aber immer die Kinderkarte vorgelegt, deren Sachen man bezahlen muss.
Man könnte mit etwas Engagement hier tolle Dinge zaubern. Aber ob das mit der derzeitigen Führung möglich ist, bezweifele ich.
Auf der anderen Seite war ich persönlich recht dankbar, dass das Buffet nicht Weltklasse war. So habe ich in den 10 Tagen Aufenthalt im Sandy Lane Hotel nicht zugenommen!

Bewertung: ausreichend

Restaurant L’Acajou – 1. Stock

Das Fine Dining Restaurant hat eine eigene Brigade. Da meine Meinung von der Koch- oder Servicequalität des Sandy Lane bisher nicht sehr hoch war, war mein Interesse oben zu essen, nicht ausgeprägt. Allzumal unser Baby eine zickige Phase hat, die Fine Dining kompliziert machen kann.
Die eher uninspirierend wirkende Karte, die gar nicht oder nur minimal geändert wird, lockte auch nicht. Man kann sie im Internet sehen. Trüffelöl-Gerichte sind seit den 90ern auch nicht mehr mein Ding.
Aber wie haben wir uns geirrt.
Der Auftakt war wie gedacht. Wir bekamen leckere Lavache Cracker, Mini-Gummi-Baguettes und ein Ciabatta, das schlechter war als das am Büffet unten!
Danach kam ein Amuse aus Sellerieschaum. Dann wählte meine Frau eine Burrata, die erstaunlicherweise innen nicht flüssig war.
Ich war ganz mutig und wählte ein Arborio Risotto. Zu meiner Freude war das Risotto so, wie es sein sollte. Es war zwar nicht mein Geschmack, da die Erbsen zu dominant waren, aber an der Handwerklichkeit des Risottos konnte man nichts kritisieren. Es war schön schlotzig.
Als Hauptgericht hatten meine Frau einen mit Miso marinierten Kabeljau und ich einen in der Pfanne gebratenen Heilbutt mit Couscous. Der Kabeljau war prima, der Heilbutt an der Grenze zum Trocknen.
Dann gab es Panacotta Pre-Dessert, dass etwas zu süss war.
Zum Nachtisch wählte meine Frau ein Gin & Tonic Baiser mit Eiscremefüllung. Das weiche Baiser war auch zu süss, insgesamt aber ein rundes Damen-Dessert.
Ich hatte Mut gefasst und wählte das dekonstruierte Tiramisu. Das war jetzt wirklich in seine Bestandteile zerlegt. Das war originell und hätte jeden Autisten beglückt, war geschmacklich nicht durchdacht, aber originell.
Der Service war durchgehend gut, nur kleinste Mängel bemerkte ich.

Sandy Lane Burrata im a la Carte Restaurant

Die Köche kann man gut durch eine Glasscheibe beobachten. Leider hatten fast alle ihre Maske als Kinnwärmer benutzt.

Bei einem zweiten Besuch gab es wieder die gleiche Karte: 5 Vorspeisen, 5 Fisch, 5 Fleischgerichte sowie ein paar vegetarische Gerichte, die wir weniger interessant fanden. Die Jakobsmuschel-Vorspeise gab es am Vortag beim italienischen Buffet unten. Die Alaska Crab Ananas-Canneloni waren gut, der Wolfsbarsch solala und die großen Scampi gut. Das Schokoladensouffle viel zu groß und ohne flüssigen Kern.

Hier gehört das Konzept erneuert. Nur 3 Vorspeisen, und je 2 x Fisch oder 2 Fleisch + vegetarisch, aber dafür öfter abwechselnd. Das Restaurant war immer zu 2/3 leer.
Bewertung: noch gut

Sauberkeit:
Das Zimmer war immer recht gut geputzt, aber die Sachen wurden nicht aufgeräumt und zusammengelegt.

In den öffentlichen Räumen war die Sauberkeit nicht immer gegeben. Auf den Fluren und Treppenhäusern fand sich manchmal tagelang Vogelkot. Einen Vogel sah ich selten. Die Spiegel im Fahrstuhl waren über Tage verschmiert.
Das irritiert in so einem Haus. Es sollte möglich sein, 2x am Tag zu kontrollieren und ggfs zu putzen.

BeachButler & Wassersport Center
Der Beach Butler soll Dir deinen Strand Liegestuhl beziehen und Dir Handtücher bringen und Dich sonst verwöhnen. Während im Coral Reef Club immer jemand durch die Reihen ging und Eiswasser aufgefüllt hat, musste man hier fragen und bekam es dann. Es sollten auch Sorbets etc gratis gereicht werden. In den Genuss kam ich nie. Ab 17 Uhr wird probiert, abzubauen. Die Sonne ging um 18.30 Uhr unter.
Das Wassersport Center, die einem z.B. Kajaks zur Verfügung stellen, schliesst um 16.30 Uhr. Warum?
Der Ausflug auf dem Motorboot (🚤 Stunde für 2 Personen ca 150 €) zum Baden mit Schildkröte war ein Erlebnis. Capitän Big Troy und die anderen Ausflugskapitäne haben Schildkröten angefüttert, die dann mit den Touristen schwimmen. Später konnte man noch mit Dorys schwimmen.

Sandy Lane Boot – sehr emphelenswert, um mit den Schildkröten zu schwimmen

Swimming Pool
Da war der Engländer, wie wir ihn aus der Bild Zeitung auf Malle kennen. Nur ohne seinen Lieblingsfeind. Wenn ich um acht Uhr zum Sport am Pool vorbei ging, sah ich, dass alle Liegen schon reserviert waren. Überall lagen persönliche Gegenstände. Aber kein Mensch war weit und breit zusehen.
Die Poolanlage ist in der Tat sehr schön und recht groß. Wir sind aber viel lieber zum Strand – wo man zwar etwas eng lag – und haben uns den Gefahren des Meeres ausgesetzt. Merkwürdig, dass man den Liegebereich nicht vergrößert!
Wie überall auf Barbados ist der Strand öffentlich und es kommen Verkäufer, die alles Mögliche anbieten.


Spa-Bereich

Täglich benutzte ich das FitnessCenter, das gute Geräte hat und in optimalem Zustand ist.

Von 8 – 9 Uhr wird täglich ein Kurs angeboten. Meine Frau und ich wechselten uns ab. Meine Frau war begeistert von Trainer Junior, während ich recht angesäuert war. Ich war der einzige Teilnehmer. Darauf wollte die Trainerin, dass ich Gewichte stemme. Als ich das entschieden ablehnte und verlangte, die Übungen im Gymnastikraum zu machen, akzeptierte sie. Zuerst sollte ich mich an den Geräten warm machen. Danach gab es 30 Minuten recht guten Unterricht. Und dabei immer der Blick zur Uhr. Die Dame war sehr unmotiviert. Das passierte später wieder.
Wir hatten Massagen in unserem Paket gutgeschrieben bekommen. Insgesamt 6 x 1 Stunde. Als wir die einlösen wollten, hiess es plötzlich, für die gewünschten Sportmassagen müssen wir jeweils 20 USD Aufpreis bezahlen. Wobei die Therapeuten fest angestellt sind. Das empfand ich bei einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 1500 US$/Nacht doch sehr kleinlich! Wieder will das Hotel etwas mehr rauskitzeln.
Die Massagen waren sehr gut, so dass wir noch einmal eine Stunde jeweils extra buchten wollten. Als wir den Preis hörten, verzichteten wir: für 175 Euro /Stunde wollten wir uns nicht massieren lassen. Ein bestens ausgebildeter Physiotherapeut bekommt in Deutschland 90 € maximal/Stunde. Die Therapeuten im Sandy Lane verdienen nach einjähriger Ausbildung einen Bruchteil eines deutschen Physios.
Bewertung: befriedigend

Ausstattung Spa – das alles findet man im Spa-Schrank vor


Tree House – Kids Club
In dem etwas abseits gelegenen normalen Haus – kein Baumhaus – können Kinder ab 3 Jahren abgeliefert werden. Sie werden dann von den Erziehern bespaßt. Das ist natürlich prima. Unser Sohn war noch keine 2. Er durfte nur mit Begleitperson dort spielen, was er gerne tat. Eine mehrseitige A5 Broschüre wirbt dafür.

Corona & Service Kompetenz
Drei Tage vor der Abreise fragte ich an, ob es eine billigere Möglichkeit für den London Transit gäbe, als den beworbenen PCR Test für 200 US$. Bei der öffentlichen Test-Stelle kostet der PCR Test 50 USD, 15 Autominuten entfernt.
Nach etwas zieren bot man uns dann den ausreichenden Antigenest an, den wir angeblich auch für Germany bräuchten. Die Rezeptionistin liess uns vom BeachButler aus dem Wasser holen, da wir den Test 72 Stunden vor Ankunft machen müssten und jetzt Eile geboten sei. Als ich widersprach, rief sie ihre Kollegin auf dem Flughafen an, die es ihr erklärte. Sie sagte, der Test wäre für Germany. (Geimpfte aus nicht Risikoländer brauchen aber keinen Test.) Ich bat sie dann auszurechnen, wann wir den Test am besten machen sollten. Sie möge doch ihre Kollegen fragen. Als ich nichts hörte, habe ich dann einen Termin angesetzt.
Der wurde mir mündlich drei mal bestätigt und jedes Mal bat ich um kurze Email Bestätigung, ohne Erfolg. Das machte mich nervös, denn ohne Test lässt British Airways niemanden fliegen! Selbst als ich persönlich bei der Shift Leaderin vorsprach, bekam ich nur mündlich die Bestätigung. Erst Stunden später kam dann auch eine email.
Fast alle Mitarbeiter waren durchgehend freundlich und hilfsbereit. Jedoch häufig inkompetent und schlecht angelernt. Das würde man in einem Haus dieser Kategorie nicht erwarten. Auch die Inkonsistenz der Services. Unser Zimmer sah immer anders aus, je nach dem, wer geputzt hatte. Zwischen Weltklasse und die Hälfte vergessen. Man stand dann ohne Handtuch im Bad. Mal wurden Handtücher vergessen, dann kam der Abendservice nicht.
Oder Minibar. Ich bat darum, statt Cola Original, die Zero oder Light Version zu bestücken, obwohl wir sie selten benutzten. Das wurde gemacht. Als ich dann eine Cola mal wieder nahm, stellte ich fest, die wurden wieder gegen zuckrige Originale ausgetauscht.
Die Gäste grüßten meistens die Mitarbeiter, die freundlich zurück grüßen. Sie waren aber fast immer sehr freundlich und hilfsbereit.
Alles Petitessen, aber bei dieser Room Rate erwarte ich einfach mehr. Im Vergleich z.B. mit dem Mandarin Oriental in Bangkok (ab 400 – 500 €/Nacht, also 1/3) ist der Service auf niedrigem Niveau.
Auch wenn man den Service mit dem LHW Palace Berlin vergleicht, schneidet das Sandy Lane Hotel nicht besonders ab.

Sicherheit
Das Gelände ist von hohen Mauern umgeben, vom Strand aber zugänglich. Hier passen Security Mitarbeiter auf. Wir fühlten uns immer sehr sicher. Am Safe steht jedoch, dass alle Wertsachen auf eigenes Risiko im Safe sind und man Wertvolles bei der Rezeption einschliessen soll.

Geldgier
Das war das größte Manko. Man hatte immer das Gefühl, das Sandy Lane Hotel Barbados will jetzt hier und da noch einen extra Dollar machen. Massage im Paket, aber wenn Du eine Sportmassage willst, Aufpreis. Wenn Du Fleisch im a la Carte Restaurant essen willst, Aufpreis. Ich fragte per email an, ob einer der Hausfahrer so freundlich sein kann und im Massy Supermarkt auf dem Weg zum Flughafen oder zurück ein Paket Pushies Windeln mitbringen könnte. Sie haben ja fast immer eine Leerfahrt. Nicht eilig. Stattdessen schickten sie sofort ein Taxi zum 1,3 km entfernten Supermarkt, kauften doppelt so teure Huggies und berechneten für diesen Service, der so nicht beauftragt, sondern nur angefragt war, 40 US$ fürs Holen.
Natürlich hätte ich mich hier streiten können. Aber ich bin im Urlaub.

Hotelregeln: (Quelle Sandy Lane)

RAUCHEN
Das Rauchen in öffentlichen Räumen ist auf Barbados gesetzlich verboten. Im Sandy Lane sind alle Innenbereiche, einschließlich Gästezimmer und Balkone, Restaurants und Bars als Nichtraucherbereiche ausgewiesen.
Im Außenbereich ist das Rauchen auf der Upper und Lower Terrace, dem Bajan Blue Deck, Beach Bar, Strand und Swimmingpool erlaubt.
Sollte während Ihres Aufenthalts Rauchgeruch im Zimmer wahrgenommen werden, wird Ihnen für die Dauer Ihres Aufenthalts eine Strafe in Höhe von 250,00 US-Dollar pro Nacht in Rechnung gestellt.

TRINKGELD

Unsere Gäste können am Ende ihres Aufenthaltes ein Trinkgeld geben, wenn sie der Meinung sind, dass der Service außergewöhnlich war. Die Trinkgelder werden zu gleichen Teilen unter allen Angestellten, die nicht zum Management gehören, verteilt.

Die Trinkgeldregel finde ich sehr angenehm. So brauchten wir nie Geld mitzunehmen.

DRESSCODE (KLEIDERORDNUNG)

Sandy Lane wurde in einem eleganten, aber dezenten Stil gestaltet. Wir bitten unsere Gäste, sich angemessen zu kleiden, wenn sie unsere Einrichtungen nutzen, und empfehlen, in den Restaurants und Bars keine für den Pool und den Strand geeignete Kleidung zu tragen. Körperbedeckungen sollten tagsüber im Bajan Blue, in der Beach Bar und in den öffentlichen Bereichen des Hotels getragen werden. Wir bitten Herren und Jungen über 11 Jahren, in den Restaurants, Bars und öffentlichen Einrichtungen ab 19:30 Uhr lange Hosen zu tragen.

Allerdings fiel uns auf, dass auf die Einhaltung der Regeln nicht immer bestanden wird. So sah ich Gäste barfuß beim Frühstück, unbedeckt beim Lunch und rauchend auf den Balkonen.

Merkwürdig
In der Regel ist das Management weiß und die normalen Mitarbeiter People of Color. Die Gäste sind zu 98 % weiß. In der Treehouse Broschüre sieht man auch nur weiße Kinder. Fördert man nicht schwarze Mitarbeiter?

Beach Sandy Lane

Gäste

Es scheint ähnlich wie auf der Europa2 zu sein. Man bezahlt viel, um unter sich zu sein. Die Gäste waren ausgesprochen angenehm. Nie hat man ein lautes Wort gehört, immer höflich, auch wenn nicht immer alles optimal war. Keine Neureichen. Keine Chinesen. Keine Russen. Keine Deutschen. Nur ausgesprochen angenehme Engländer und Iren. 60 % der Gäste sind Repeater. Viele Familien mit Kindern. Selbst die Kinder waren in der Regel gut erzogen und verblüfften so manches mal mit guter Erziehung. Allerdings – was die Kinder teilweise zu essen bekamen – hätte Jamie Oliver auf die Palme getrieben. Ausgewählt von den Eltern.

Letzter Tag & Flughafen Transfer
Am letzten Tag hat man uns auf Nachfrage angeboten, bis 15 Uhr das Zimmer zu behalten. Wir freuten uns, da wir so noch baden gehen konnten. ABER: Es regnete zum ersten Mal durchgehend stark, mit Blitz und Donner, so dass Baden kein Spaß machen würde.
Um 15 Uhr sollte der inkludierte Luxus-Transfer uns zum Flughafen bringen und unser Gepäck parallel im Bus. Mein Fehler: Ich kontrollierte nicht, ob alles Gepäck im Bus war. Wir fuhren dann im E-Klasse Mercedes zum Flughafen. Nach 20 Minuten, wir waren noch nicht sehr weit weg, weil der Verkehr komplett zum erliegen kam, rief die Rezeption an, das SUP sei noch da. Sie beorderten dann den Bus zurück, um es zu holen. Jetzt wurde es spannend! Für die Fahrt die normalerweise 30 Minuten dauert, brauchten wir 80 Minuten und kamen gerade eine Stunde vor Abflug an. Nur unser Gepäck nicht. Ich checkte uns ein. Wir fragten die Sandy Lane Hotel Flughafen Mitarbeiterin, ob sie das Gepäck unter Umständen mit der nächsten Maschine nachschicken könnte. Nein, das machen sie nicht! Die Crew kam auch erst 30 Minuten vor Abflug an. Die hatten auch das Wetterproblem. Die Leute am Check In waren sehr relaxed. Unser Gepäck kam 10 Minuten vor planmässigem Abflug an und wurde noch angenommen. Der Flug war eine Stunde verspätet. Glück gehabt!

Ich bat die Rezeption darum, mir meine Rechnung zu emailen. Erst nach zweimaligen Nachfragen kam die email mit der Rechnung an.
Als ich fragte, wieso meine LHW (Leading Hotels of the World) Punkte nicht gutgeschrieben wurden, bekam ich per email zur Antwort, ich müsse mich an LHW wenden … In der Tat, ist das merkwürdig. LHW sagt, nur über sie gebuchte Aufenthalte werden gutgeschrieben.

Outdoor Flughafen Check in Barbados – alles relaxed

Fazit:

Wir waren 10 Tage im Sandy Lane Hotel und haben uns einen recht guten Einblick verschaffen können. Tolle Natur, sehr gute Hardware, freundliche und willige Mitarbeiter, aber keine Führung und dadurch kein konsistenter Service. Den Direktor kenne ich nur von dem Begrüßungsschreiben. Sonst habe ich ihn nie gesehen. Wie die Hausdame. Eigentlich macht jeder Mitarbeiter mehr oder weniger sein Ding alleine. Dabei sind sie, da schlecht ausgebildet, oft ahnungslos. Auf Google Maps beschweren sich Ex-Angestellte über schlechte Behandlung und schlechte Bezahlung. Das Preis-Leistungsverhältnis für den Gast ist enorm schlecht.
Würden wir noch einmal herkommen? Vielleicht in ein paar Jahren, falls das Management gewechselt hat und die Preise sich normalisiert haben. Wir hatten ja eine schöne Zeit. CR

Gesamteindruck: 80 % / Testurteil: gut

100-81 sehr gut;    80-61 gut;    60-41 befriedigend;    40-21 mangelhaft; 20-0 ungenügend. Der Gesamteindruck ist nicht das arithmetische Mittel; die Check-Bereiche sind unterschiedlich gewertet! (Wir haben uns bei den Test an Top Hotel Kriterien gehalten)

Unsere Reise auf der MS Europa2 – Test

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