Amoma ist Pleite!

Das große Hotel-Vermittlungsportal Amoma ist zu. Insolvenz. Amoma war eines der wenigen Portale, die weder zu Expedia noch zur Priceline Gruppe gehörten und die oft sehr gute Preise hatten. Amoma hatte 2017 eine halbe Milliarde Euro Umsatz gemacht. Geführt wurde das Schweizer Unternehmen von Nicolas Artrhur zusammen mit seinem Bruder Yann Arthur. Mehrere 100 Mitarbeiter waren festangestellt.

Amoma Hotelportal
Amoma Hotelportal

Amoma behauptet die Gier der Metaportale wie Trivago, Kayak oder Hotelscombined, die für eine Weiterleitung auf Amoma eine Provision verlangten, habe Amoma zerstörte. Alle Metaportale gehören auch den großen Konzernen booking.com oder Expedia, die natürlich ein Interesse hatten, den oft billigeren Wettbewerber auszuschalten.

Eigenwerbung von Amoma: „Amoma ist die drittgrößte Online-Buchungsreservierung weltweit. Amoma bietet preiswerte Hotels zu unschlagbaren Preisen und unterstützt Reisende mit kompetenter Kundenbetreuung von Anfang bis Ende. Die Website bietet über 230.000 Immobilien in 200 Ländern und ist in 21 Sprachen verfügbar.

Auch wir buchten regelmässig über Amoma. Manchmal nur, um die Bestpreis Preisgarantie im Hotel zu erhalten. Manchmal, um den besonders günstigen Preis auszunutzen.

Wer jetzt eine Reservierung über Amoma laufen hat, hat ein Problem. Das Hotel wird den vorausbezahlten Voucher wahrscheinlich nicht anerkennen. Was sollte man machen?

Zuerst kontaktieren Sie das Hotel, sollte wie zu erwarten Ihre Buchung nicht anerkannt werden, bitten Sie das Hotel, Sie zu Sonderpreisen einzubuchen. Die meisten Hotels werden Ihnen entgegenkommen.

Parallel prüfen Sie, wie Sie Amoma bezahlt haben. Wenn es eine Kreditkartenzahlung war, informieren Sie Ihre Kreditkartenfirma per Einschreiben, dass Amoma insolvent ist und dass das Hotel den Voucher nicht anerkennen will. Bitten Sie das Hotel auch um eine schriftliche Erklärung. Verlangen Sie Erstattung der Zahlung bzw. Rückbuchung. Nach einigen Monaten sollte die Kreditkartenfirma Ihnen das Geld zurückbezahlen.

Bei Zahlung mit Paypal gehen Sie ähnlich vor. Dort stellen Sie einen Antrag auf Käuferschutz!

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