Saft wird teurer

Die dramatische Steigerung der Kosten bei Rohstoffen, Halbwaren, Energie, Treibstoff und bestimmten Hilfsstoffen hat die betriebswirtschaftliche Situation in der deutschen Fruchtsaftindustrie weiter stark zugespitzt. Die Kostenerhöhungen stehen im krassen Widerspruch zu den Niedrigstpreisen für Fruchtsäfte und Fruchtnektare und andere hochfruchthaltige Produkte, die seit langem im deutschen Handel erzielt werden.
Wenn man in die benachbarten Länder der Europäischen Union schaut, sieht man Preise für diese Produkte, die bis zu 30 % höher sind als in Deutschland. Sowohl der Handel als auch die Industrie dieser Länder sind damit in der Lage, den notwendigen Raum für Innovationen und Investitionen zur Verfügung zu haben.

Diese aktuelle Kostenentwicklung für die deutsche Fruchtsaftindustrie hat zur Folge, dass in den nächsten Wochen – sicher mit Wirksamkeit vor dem Jahresende – die Preise pro Liter Fruchtsaft, abhängig von den Fruchtarten, um ca. 8 bis 10 Cent steigen werden.

Die hohen technischen Aufwendungen und Kosten für Qualitätskontrollen, die die Unternehmen der deutschen Fruchtsaftindustrie bei der Herstellung ihrer qualitativ hochwertigen, authentischen und naturnahen Produkte haben, können mit den gegenwärtig am Markt zu erzielenden Preisen und den jetzt zusätzlich dramatisch gestiegenen Kosten nicht mehr ausgeglichen werden. Aus diesem Grunde ist eine Erhöhung der Preise in den vorgenannten Größenordnungen unabdingbar.

Anuga Drinks

Zur Anuga Drinks präsentiert sich die internationale Getränkebranche vielseitig und trendbewusst. 556 Unternehmen aus 68 Ländern zeigen ein breites Spektrum: von alkoholfreien Getränken, Mineralwasser und Fruchtsäften bis hin zu Bier, Biermixgetränken, Spirituosen und Wein. Die Anuga Drinks ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für die nationale und internationale Getränkewirtschaft. Führende Unternehmen sind ebenso präsent wie mittelständische und kleinere Unternehmen. Die Anuga Drinks belegt eine Bruttoausstellungsfläche von 40.000 m? in den Hallen 13.2 und 13.3.
Die Verbraucher haben rund um den Globus nach wie vor Durst auf Gerstensaft. Das belegt u.a. die von ACNielsen angefertigte Studie „What’s Hot Around the Globe – Insights on Growth in Food and Beverages 2004“. Danach beläuft sich das Umsatzwachstum im Bereich Bier für den Vergleichszeitraum 2003/2004 weltweit auf fünf Prozent bzw. 3,1 Milliarden Euro. Zunehmend gefragt sind Bier und andere Alkoholika insbesondere in den so genannten Schwellenländern. Die Marktforscher ermitteln hier für die Kategorie alkoholische Getränke ein überdurchschnittliches Umsatzplus von elf Prozent.

Die Kategorie alkoholfreie Getränke ist nach Erhebungen von ACNielsen weltweit der umsatzträchtigste Warenbereich mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. So beträgt das weltweite Umsatzplus bei Sport- und Energiedrinks zehn Prozent, acht Prozent Steigerung stehen für kohlensäurenfreie Produkte zu Buche.

Ungebrochener Beliebtheit erfreuen sich in Deutschland Biermischgetränke, wenngleich die zweistelligen Zuwachsraten der vergangenen Jahre aktuell nicht erreicht werden. Nicht minder innovationsfreudig zeigen sich die Anbieter in ihrem traditionellen Metier. Die Brauer offerieren den Verbrauchern neue Geschmackrichtungen wie zum Beispiel Pilz in der milden Version, aber auch ansprechende Gebindeformen und komfortable Bierkästen.

Mineralwasser ist in Europa nach wie vor der Durstlöscher Nummer 1. Allerdings scheint die Zeit vorbei, in der man sich allein mit Sprudel oder stillem Wasser begnügte. Heute sind Produkte mit funktionalem Zusatznutzen gefragt. Und so bietet die Industrie mittlerweile eine breitgefächerte Palette an so genannten Aquaplus-Getränken an. In Deutschland stieg der Umsatz mit diesen Produkten in den ersten vier Monaten dieses Jahres um rund 20 Prozent auf knapp 200 Millionen Euro.

Weitere Informationen sowie das täglich aktualisierte Ausstellerverzeichnis: www.anuga.de

Olivenöle: Verbotene Wärmebehandlung und schädliche Weichmacher

Wer Olivenöl der Güteklasse „Nativ Extra“ kauft, sollte erstklassige Produkte erwarten dürfen. Die Untersuchung der Stiftung Warentest für die Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test zeigt jedoch zum Teil erschreckende Ergebnisse. Von den 26 geprüften Ölen aller Preisklassen, darunter auch drei mit Basilikum, sind gleich neun „mangelhaft“.
Nicht nur im Geschmack enttäuschten viele Produkte, auch verbotene Wärmebehandlung konnte mittels neuer Prüfmethoden nachgewiesen werden. Und ausgerechnet zwei Bioöle waren am höchsten mit gesundheitsgefährdenden Weichmachern belastet.

Olivenöl wird von Ernährungsexperten wegen seiner positiven Zusammensetzung hoch gelobt: Ölsäure beeinflußt den Cholesterinspiegel günstig, sekundäre Pflanzenstoffe können vor Krankheiten schützen. Umso bedauerlicher ist es, dass keines der untersuchten Öle frei von Schadstoffen ist.

Auch wenn die Gehalte meist gerade über der Nachweisgrenze liegen: Erstmals wurden Weichmacher entdeckt. Vier Substanzen konnten nachgewiesen werden, darunter DEHP (Diethylhexylphthalat), das als besonders gesundheitsgefährdend gilt. Es greift in den Hormonhaushalt ein und schädigt so Fortpflanzung und Entwicklung. Mit drei bis vier Esslöffeln des Gut & Gerne Olivenöls überschreitet ein 60 Kilo schwerer Mensch bereits die toxikologisch tolerierbare Menge .

Außerdem gelang es den Testern, mit neuen Prüfmethoden unerlaubte Wärmebehandlungen schon bei Erhitzungstemperaturen unter 100 Grad Celsius aufzudecken. Sieben native Olivenöle extra und zwei Basilikumöle waren nachweislich thermisch behandelt.

Geschmacklich enttäuschend: Nur drei der 23 „Nativ-Extra“-Öle sind sensorisch „sehr gut“. Viele erfüllten lediglich die Mindestanforderungen, vier waren sogar deutlich fehlerhaft und fielen durch.

www.warentest.de

Olivenöl – Kauf ist eine Vertrauensache, wir haben bisher nur gute Erfahrung mit Olivenölen der Firma Bosfood, einem Großhändler für Gourmet Restaurants, gemacht. Auch preislich gibt es leckere Öle zu guten Preisen. www.bosfood.de

Mit DVD-Rekorder nach New York

Wer glaubt, Flüge nach Amerika gäbe es nur im Reisebüro oder Internet, der irrt. Inzwischen hängen Fluggutscheine im Kaufhaus an der Kleiderstange, liegen im Elektronikhandel zwischen Fernsehern und DVD-Rekordern oder sogar beim Lebensmitteldiscounter an der Kasse. Eine neue Form der Werbung greift derzeit um sich: Angeblich hochwertige Produkte werden mit scheinbar kostenlosen Flügen kombiniert. STIFTUNG WARENTEST online rechnet nach, ob sich dieses Angebot für den Käufer lohnt.
Weiterhin berichten die Warentester über die Daunenjacken Aktion von Karstadt incl. NYC Flug für 200 Euro und über die Penny Aktion für 189 Euro.

Den gesamten Bericht über die vermeintlichen oder wirklichen Billigflüge finden Sie unter www.stiftung-warentest.de/online/freizeit_reise/meldung/1297410/1297410.html

Verbraucherforen im Internet: Trügerische Empfehlungen

Verbraucherforen im Internet erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Anbieter wie ciao.de und dooyoo.de bieten auf ihren Websites die Möglichkeit, Bewertungen zu gekauften oder genutzten Produkten abzugeben und so andere Verbraucher bei der Kaufentscheidung zu unterstützen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat jetzt Produktbewertungen bei den genannten virtuellen Meinungsbörsen überprüft – mit erschreckendem Ergebnis: Neun von zehn Bewertungen erwiesen sich als unhaltbar.
Die Idee hinter Angeboten wie ciao.de und dooyoo.de ist simpel. Wer ein Produkt gekauft oder benutzt hat, kann an virtuellen „Schwarzen Brettern“ seine Meinung über das jeweilige Produkt kundtun, um so anderen Verbrauchern bei der Kauf-Entscheidung zu helfen. Die Bewertung erfolgt per Stern-Vergabe: Ein Stern steht für miserabel, fünf Sterne bedeuten „Spitzenprodukt“. Neben dieser einfachen Bewertung steht es jedem Nutzer offen, einen Bericht über das getestete Produkt zu schreiben, in dem die Vor- und Nachteile benannt werden. Als Fazit steht dann eine Kaufempfehlung – oder eben eine Warnung.

Mangelhafte Produkte teils hymnisch gefeiert

Gerade letzteres scheint aber eher die Ausnahme zu sein. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich einige der Kommentare und Bewertungen genauer angeschaut. Dazu wurden zehn Produkte ausgewählt, die die Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ beurteilt hat. Anders dagegen die Bewertung in den Verbraucherforen. Neun der zehn Produkte, die bei der Stiftung Warentest durchfielen, wurden in den Meinungsportalen teils hymnisch gefeiert. Bei durchschnittlich 4,1 von fünf Sternen lag bei Ciao die Wertung der zehn Produkte, bei dooyoo sogar mit 4,2 noch etwas höher.

Während die Stiftung Warentest etwa einen Entsafter als „zu laut“ beurteilte, lobte ein Ciao-Nutzer das Gerät als ト ausgesprochen leise ヤ . Ein Sprudel, dem von der Stiftung „deutliche geschmackliche Fehler mit einer Kunststoff- und Karbonnote“ attestiert wurden, bewirbt ein Ciao-Tester als ト durchaus frisches Wasser, das nicht so streng schmeckt“. Ein Ananassaft, der laut Stiftung Warentest einen „ananasuntypischen Geschmack“ aufwies und auf „verdorbene Früchte“ hindeutete, schmeckt bei einem Dooyoo-Tester „wirklich nach Ananas“.

Traumnoten für gefährliche Geräte

Werden bei Getränken vorrangig Gaumen und Magen in Mitleidenschaft gezogen, können sich andere Laien-Bewertungen mitunter als gefährlich erweisen. So ließ sich ein Hobby-Bewerter zu einem euphorischem Lob über eine Fritteuse animieren: „Fett satt, ich habe inzwischen fast alle Bewusstseinsstufen der Frittierwissenschaften durchlaufen.“ Insgesamt 48 mal wurde in beiden Portalen zum Kauf dieser Fritteuse aufgefordert, die mit einer Traumnote von fünf Sternen bewertet wurde. Die Stiftung Warentest sah in dem hoch bewerteten Gerät eher einen Alptraum: Die Fritteuse liegt bei den Acrylamid-Werten weit über der Norm und ist damit gesundheitsgefährdend.

Brisanz gewinnen die Ergebnisse vor allem durch die enorme Reichweite dieser Portale. dooyoo beispielsweise zählt 450.000 Mitglieder und ist damit ein wichtiger Multiplikator, wenn es um Kaufberatung im Internet geht. Wer online schon einmal nach einer Produktbewertung gesucht hat, weiß, dass Portale wie Ciao und dooyoo stets unter den ersten Treffern in Suchmaschinen auftauchen. Kein Wunder, denn alleine auf den Servern von dooyoo liegen eine Million Erfahrungsberichte über eine halbe Million Produkte – von Digitalkameras bis Winterreifen, von Gummipuppen bis Rentenversicherungen.

Verbraucherzentrale NRW – food-monitor 06.09.2005

Ein Brot ist so gut wie seine Inhaltsstoffe

www.gourmetbrot.de – mit dieser neuen Internetseite öffnet das Cafe Müller im Ski-Weltcuport Willingen die Pforten seiner Bäckerei mit dem Brot-Warenkorb weltweit. „Brote sind meine Leidenschaft“, sagt Bäckermeister Wolfgang von der Heide. Nach dem Motto „Ohne Zusatzstoffe – natürlich!“ werden ausschließlich High-Quality-Produkte angeboten, die nach dem Cafe Müller-Reinheitsgebot gebacken werden. Mit Natur belassenem Meersalz von der Algarve in Portugal, Natursauerteig und Weizensauerteig, Weizenkeimen und Frischhefe, frischer Milch vom Bauern und Mehlen aus der Region entstehen die Brote und Backwaren. Allesamt tragen sie das Gütesiegel „Qualitätsmarke Hessen“. Das Cafe Müller ist Mitglied im Verein „slow baking“ e.V. Die Internetseite www.gourmetbrot.de bedeutet aktiven Verbraucherschutz.
Der Kreativität beim Backen sind keine Grenzen gesetzt. Das Cafe Müller verwöhnt seine Kunden mittlerweile mit 13 Gourmetbroten und acht Bärlauchspezialitäten für jeden Geschmack.

Mit dem „Stollen im Stollen“ – der Willinger Christinenstollen erlangt seine außergewöhnliche Qualität durch die Lagerung im still gelegten Schieferbergwerk bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit – hat das Cafe Müller einen „Zacharias Stollen Champion Award“ gewonnen.

www.gourmetbrot.de

Matthias Ruta bereitet „Köstlichkeiten aus aller Welt“ zu

„Alle sprechen davon Afrika zu helfen – warum nicht einen fairen Preis für unsere Produkte zahlen? Ich hoffe, dass die Faire Woche 2005 den Gedanken des Fairen Handels weiter verbreitet und dass in Zukunft noch mehr Menschen bei ihrem täglichen Einkauf zu fair gehandelten Produkten greifen!“ sagte heute der Botschafter Südafrikas Moses M. Chikane. Zur Eröffnung der bundesweiten Fairen Woche 2005 lud er gemeinsam mit dem Forum Fairer Handel in die Südafrikanische Botschaft zu „Köstlichkeiten aus aller Welt“ ein.
Maria Gubisch, Vorstandsmitglied des Weltladen-Dachverbands und diesjährige Sprecherin für das Forum Fairer Handel sagte: „Der Faire Handel ist effektive Entwicklungspolitik und nachhaltiger Umweltschutz zugleich. Jeder Kauf von fair gehandelten Produkten trägt zu mehr Gerechtigkeit und Stabilität in der Welt bei.“

Spitzenkoch Matthias Ruta (Eurotoques) bereitete live Fingerfood aus afrikanischen Fairhandelsprodukten zu, z.B. Fleischbällchen mit Datteln und Chilisauce oder Tarte au chocolat mit Mango-Konfitüre. „Für mich als Koch ist Qualität oberstes Gebot. Die mit Sorgfalt und Hingabe angebauten Fairtrade-Produkte sind für mich ihren Preis absolut wert und ich empfehle sie uneingeschränkt!“ Auch die Gäste zeigten sich von den „Köstlichkeiten“ begeistert. Ruta arbeitet mit Porsche Küchenmessern Type 301.

Anlässlich der Fairen Woche 2005 finden vom 19.-25. September bundesweit über 500 Aktionen rund um den Fairen Handel statt. Die Schirmherrschaft hat Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul übernommen. Prominente wie Marianne Rogée, Dr. Norbert Blüm und Organisationen wie Brot für die Welt, der EED oder Misereor und viele mehr unterstützen Aktionen an öffentlichen Plätzen, in Weltläden, Kirchengemeinden, Cafés, Supermärkten, Biomärkten und Kantinen.

Fair gehandelte Produkte finden Sie in Weltläden, Bio- und Supermärkten, wo sie am TRANSFAIR-Siegel zu erkennen sind.

Auf der Website www.fairewoche.de stehen ein Terminkalender und weitere Informationen zur Verfügung.

Dr. Ludger Breloh

Kulinarischer Vortrag inklusive 3-Gänge-Menü
Schenkt man den zahlreichen Werbebotschaften und Medienberichten Glauben, so stehen wir am Anfang einer Food-Revolution. Neue Lebensmittel versprechen eine bessere Gesundheit, mehr Frische und tiefere Preise. Wie werden wir uns in Zukunft ernähren? Welches sind die Chancen, welches die Risiken neuer Technologien? Was bedeuten diese Veränderungen für den Konsumenten? Wie gesunde Ernährung und Genuss zusammenpassen, erklärt Dr. Ludger Breloh am Freitag, 23. September im Restaurant „Chardonnay“ der Autostadt.

Der Ernährungsexperte verrät in einem kulinarischen Vortrag, woran man Qualitätslebensmittel erkennt, welche Produkte demnächst auf den Markt kommen und was die Verbraucher über Gen- und Designfood wissen sollten. Während des Vortrags wird den Zuhörern ein 3-Gänge-Menü serviert, mit dem unterstrichen werden soll, auf welche Weise sich gesunde und frische Lebensmittel zubereiten lassen. Serviert wird Ragout mit Gemüse und niedersächsischen Wiesenkräutern, gegrillte Kikock-Hänchenbrust auf Kürbisrisotto, Tranche von Schleswig-Holsteiner Ferse mit sautierten Pilzen und als Nachtisch ein Kastanienhonigparfait an Hollundersauce.

Die Autostadt Restaurants setzen in ihrer Produktauswahl vor allem auf regionale und saisonale Produkte, deren Erzeuger und Hersteller dem Restaurantbetreiber Mövenpick unmittelbar bekannt sind. Über schonende Gartechniken bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe der Bioprodukte erhalten.

Dr. Ludger Breloh ist Agrarökonom und hat viele Jahre das Gut Hackhausen in Solingen geführt und dort den Anbau und Verkauf von ökologisch erzeugtem Obst und Gemüse organisiert. Darüber hinaus war er Berater des Landwirtschaftsministeriums in Ecuador.

Der Vortrag von Dr. Ludger Breloh ist Bestandteil der Themenkommunikation Zukunft, Karten können unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800 – 288 678 238 reserviert werden.

„fairfleurs“

Der Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise Köhler erhielten heute von TRANSFAIR die ersten fair gehandelten Rosen aus Afrika – „fairfleurs“ – in ihrem Gästehaus in Berlin.
Bundespräsident Köhler bedankte sich für die schönen Rosen und stellte die Bedeutung des Fairen Handels für die wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität Afrikas heraus: „Ich habe die Hoffnung, dass nicht nur ein neues fair gehandeltes Produkt in den Handel kommt, sondern dass insgesamt der Gedanke des fairen Handels weiter verbreitet wird. Deshalb wünsche ich dem Blumenverkauf einen guten Erfolg, ohne die anderen fair gehandelten Produkte zu vergessen.“

Die Anwesenheit zahlreicher Botschafter aus Afrika zeigte die zunehmende Bedeutung des Fairen Handels für Afrika. Norbert Dreßen, Vorstandsvorsitzender TRANSFAIR e.V. sagte: „Alle reden davon, die Entwicklung in Afrika zu unterstützen. Durch den Kauf fair gehandelter Produkte kann jeder dazu einen Beitrag leisten. Mit der Einführung der Blumen wollen wir gerade in Afrika ein Zeichen für ein menschenwürdigeres Leben setzen.“ Inzwischen gibt es aus Afrika auch Kaffee, Tee, Südfrüchte, Wein, Kakao und Schokolade.

Test: Obstsalate, Fitnessteller & Co – jedes dritte Angebot ist verdorben

Sie gelten als die bequeme und gesunde Alternative zu Topfengolatschen oder Bratwurst: Obstalate, Fruchtcocktails oder Fitnessteller, essfertig verpackt und mittlerweile nahezu überall erhältlich. Sind sie aber nicht immer, das ist das Ergebnis eines aktuellen AK Tests. Von 12 Proben waren vier verdorben, ein weiteres knapp dran. Nur jede zweite war qualitativ voll in Ordnung und ausreichend frisch. Informativ gekennzeichnet war auch nur jedes zweite – in den meisten Fällen aber rechtlich ok, denn wenn Produkte im Bediensystem nur kurz zum Verkauf bereitgehalten werden, gelten die Vorgaben des Kennzeichnungsrechts nicht. „Aus Verbrauchersicht ist das völlig unbefriedigend“, sagt AK-Lebensmittelexpertin Petra Lehner und verlangt, „dass zumindest wesentliche Merkmale wie ´Wieviel ist drin´, ´Was ist drin´ und ´Woher kommt’s´ angegeben werden.“ Nicht nur, dass man bei jedem dritten Kauf mit einem qualitativ nicht (mehr) einwandfreien Produkt rechnen muss, sind die Fertig-Obstbecher und Fruchttassen auch empfindlich teuer. Im Schnitt kosten sie viermal soviel wie die Ausgangserzeugnisse – das teuerste ist sogar zehn mal so teuer wie selbstgemacht.
Im August wurden in Wiener Supermärkten, Drogeriemärkten, Feinkostläden, bei einem Marktstand und einem Fast Food Restaurant 12 sogenannte „ready-to-eat“-Frischeprodukte eingekauft, in Kühlboxen in die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien gebracht und auf ihre Genusstauglichkeit untersucht.

Qualität und Frische unbefriedigend

KonsumentInnen müssen bei jedem dritten Kauf damit rechnen, kein einwandfreies Produkt zu bekommen. Bei jedem vierten Kauf erwischen KonsumentInnen ein bereits verdorbenes Produkt – und das bei einer Produktgruppe, die als besonders gesund gilt. Die Ergebnisse zeigen, dass hinsichtlich Hygiene beim Schneiden und Verpacken Verbesserungen nötig sind und auf durchgängige Kühlung und Lichtschutz mehr Augenmerk gelegt werden muss. „Nach oben oder der Seite offene Kühlvitrinen sprechen zwar das Auge des Käufers an, tun den Produkten aber nicht wirklich gut. Besser wären verschließbare Vitrinen“, fordert Lehner.

Kennzeichnung verbesserungswürdig

Die Kennzeichnung der im Selbstbediensystem abgegebenen Produkte war bis auf zwei Proben in Ordnung. Die Kennzeichnung der im Bediensystem abgegebenen Waren ist unbefriedigend, da außer dem Preis keinerlei Informationen verfügbar sind. Hier sind konsumentenfreundlichere Vorgaben nötig. Aus KonsumentInnensicht sollten auch in Bedienung abgegebene Frischeprodukte entsprechend der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung gekennzeichnet werden müssen. Jedenfalls sollten Verpackungsdatum, Gewicht und Sachbezeichnung – bei Mischungen auch die Zusammensetzung – und wünschenswerterweise auch die Herkunft der verwendeten Waren als wesentliche Entscheidungsparameter für VerbraucherInnen kenntlich gemacht werden.

Selbermachen spart viel Geld

Besonderes Augenmerk sollten KonsumentInnen jedenfalls den verlangten Preisen widmen. Die Preise sind unterschiedlich, aber generell relativ hoch und deutlich höher als die Preise für nicht verarbeitetes Obst/Gemüse. Wer also Früchte und Gemüse unverarbeitet kauft und sich seinen Obstsalat oder Fruchtcocktail selbst herstellt, spart pro Kilo 5 Euro und mehr.

Tipps für KonsumentInnen

+ Augen auf beim Kauf. Nehmen Sie vor dem Kauf die Packung gründlich unter die Lupe.
+ Wählen sie Produkte, die am Einkaufstag verpackt wurden.
+ Sorgen Sie für kurze Transportwege nach dem Einkauf, am besten in einer Kühl- oder Isoliertasche.
+ Kontrollieren Sie nach dem Öffnen, ob die Ware arttypisch riecht. Fallen Abweichungen auf oder sind Fremdgerüche wahrnehmbar, tragen Sie das Produkt zurück zum Anbieter. Er muss es gegen einwandfreie Ware austauschen oder den Kaufpreis rückerstatten. Sollte es Probleme geben, schalten Sie das Marktamt ein.
+ Grundsätzlich gilt: So rasch wie möglich verzehren. Nur in wirklichen Ausnahmefällen und wenn das Produkt noch optimal frisch ausschaut und riecht, können sie es zu Hause oder im Büro noch einmal für kurze Zeit im Kühlschrank lagern.
+ Bei ungekennzeichneter Ware im Bediensystem soll weder Zeitdruck noch eine noch so lange Schlange an der Feinkosttheke davon abhalten, die Fragen zu stellen, die einen interessieren (was ist drin, wie viel ist drin, woher kommen die Früchte).

Die Publikation des Tests ist im Internet unter www.wien.arbeiterkammer.at abrufbar.