Zum Tee trinken auf die Azoren

Tea-time auf den Azoren: Auf der
Azoren-Insel São Miguel befindet sich das einzige europäische
Teeanbaugebiet. Wer zu Besuch auf den Azoren ist, kann Teeplantagen
besichtigen und den Verarbeitungs-Prozess
verfolgen. Anschließend wird der fertige Tee verkostet und verschiedene
Sorten können vor Ort für den Eigenbedarf oder auch als typisches
Mitbringsel von den Azoren erstanden werden.

Auf den Azoren sind die Bedingungen für Tee besonders günstig: Der sandige
Boden ist reich an eisenhaltigen Mineralien. Die hügelige Landschaft bietet
den nötigen Schutz, der das ideale Wachstum der Teepflanze garantiert.

Die
ersten Versuche auf den
Azoren Tee anzubauen, gab es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Anfangs kamen die Pflanzen aus Brasilien, bald darauf aus China. In der
Blüte des Teeanbaus gab es insgesamt 62 Teefabriken, von denen heute zwei
in Betrieb sind.

Der große
Familienbetrieb Cha (Tee) Gorreana auf São Miguel wird inzwischen in der
fünften Generation geführt und produziert pro Jahr insgesamt 40 Tonnen an
schwarzem und grünem Tee. Der Großteil der Produktion von Gorreana wird auf
den Azoren vertrieben, in
Deutschland wird der Tee als pestizidfreier Biotee vermarktet.

Erntezeit
ist von April bis September, wenn alle 14 Tage ein gutes Dutzend
Mitarbeiter mit dem Schnitt der feinsten Triebe beschäftigt ist. Die
Blätter werden nach der Ernte noch wie
früher mit einfachen Maschinen verarbeitet.

Geöffnet ist Cha Gorreana
montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr.
www.gorreana.com

Die zweite Teefabrik heißt Cha Porto Formosa und liegt oberhalb des
gleichnamigen Städtchens. Auf dieser Plantage wird ausschließlich schwarzer
Tee hergestellt. Teeproben werden hier im gemütlichen Teeraum oder auf der
Terrasse mit Aussicht
serviert.
Geöffnet ist diese Plantage montags bis samstags zwischen 10 und
18 Uhr.

Informationen zu den Azoren unter www.visitazores.org

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