Hotelkritik Bayerischer Hof, München – mit Nachtrag

22.Mai 2022. Der Bayerische Hof wird oft als das Adlon von München bezeichnet. Ein altes Traditionshotel, das mit der Zeit gegangen ist, so hört man. Hier nächtigen die Mächtigen dieser Welt, wenn die Münchner Sicherheitskonferenz tagt. Wir mussten zum US-Konsulat nach München und wollten uns was Gutes tun und buchten den Bayerischen Hof. Das war ein Fehler. Die Sterne des Bayerischen Hofs sind am erblassen. Nur die Preise sind noch fürstlich.

Bayerischer Hof – JuniorSuite mit frisch shampooniertem Teppichboden

Auf seiner Webseite bietet der Bayerische Hof folgendes Angebot:
„BLEIBE 4 NÄCHTE – ZAHLE 3. Bei einem Aufenthalt von vier Nächten, schenken wir Ihnen die letzte Nacht sowie ein kostenfreies Upgrade in unsere Deluxe-Zimmerkategorie. Beginnen Sie den Morgen genussvoll mit einem Champagner-Frühstück vom Buffet in unserem Dachgarten mit Blick über München und lassen Sie einen Abend Ihrer Wahl bei einem Vier-Gänge-Menü ausklingen. Wahlweise stehen Ihnen hier unsere Restaurants Garden, das Trader Vic´s und der Palais Keller zur Verfügung. Preis für den angefragten Zeitraum pro Zimmer und pro Aufenthalt inklusive der derzeit gültigen Mehrwertsteuer sowie Service und Eintritt in unser Blue Spa.

1.740,00  € Preis pro Nacht: 435,00  €“

Das scheint in der Tat ein gutes Angebot zu sein, denn bei booking.com kostet die einfachste Kategorie für einen Genius3 Bucher bereits 2040 € für 4 Tage zzgl 46 € p.P. Frühstück und minus 10 % Kickback sowie eine Gratis-Taxifahrt vom oder zum Flughafen (der weit draussen ist).

Da ich mein Geld noch selber durch Arbeit verdienen muss, entschied ich mich für das Reisetopia Angebot, dass ähnlich dem Hotelangebot ist, aber „nur“ 349.- (1395.-) für die DeLuxe-Zimmerkategorie kostet, bzw ein Upgrade in eine Juniorsuite bietet.

– Täglich Frühstück für zwei Personen

– Ein kostenfreies Mittag- oder Abendessen für zwei Personen

– Kostenfreier Zugang zum Spa & Fitness-Bereich

– Kostenfreies Upgrade bei der Buchung (nach Verfügbarkeit)

– Freier Eintritt in den Night Club

– Willkommensgeschenk“

Damit spare ich also 345 € und bekomme ausserdem ein Upgrade in eine Juniorsuite.
Das finde ich prima, auch wenn das Gesamtangebot noch immer recht viel Geld ist. Ein Begrüßungsgeschenk gab es jedoch nicht. Der Nachtclub hatte zu.

Nach einer mal problemlosen, aber recht teuren Anfahrt mit der Bahn, liefen wir 16 Minuten vom Bahnhof zu Hotel. Zurück werden wir nicht laufen, weil das Pflaster nicht für Rollkoffer geeignet ist. Die Fahrt mit FreeNow kostete zurück 6 € inkl. 5 € Promotion.

Beef Chow Chow im Traders Vic, Bayerischer Hof – Leider gibt es kein lokales Wasser, sondern nur Nestle

Angekommen begrüßte uns ein sehr freundlicher Rezeptionist, der sich auch nach der Anreise erkundigte. Das hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Er hat uns dann auch bestätigte, dass er eine schöne JuniorSuite für uns hätte. Ob wir alleine hochgehen oder begleitet werden möchten, fragte er noch. Wir haben uns für alleine entschieden. Antwortet man da was anderes?

Er reservierte sich von der Kreditkarte gleich 1800 € – ohne Rückfrage – „es ist ja nur geblockt, falls Sie in den Spa gehen etc“.
Wenn ich eine Tageszeitung haben möchte, kostet das knapp 5 € am Tag extra. Als ich fragte, wieso, meinte er, beim Frühstück gäbe es kostenlose Zeitungen.
Ich fragte, in welchem Restaurant wir heute Abend essen können. Er sagte, heute geht es gar nicht. Die Gutscheine seien für das Garden Restaurant (Küchenchef Philipp Pfisterer, 15 GM) oder das Traders Vic. Garden hat zu und Traders ist ausgebucht. Ich bat, noch einmal das Traders Vic anzurufen. Ja, ist nicht. Sind voll.

Im 6. Stock angekommen, finden wir ein muffig stinkendes, recht kleines Zimmer (ich schätze es auf unter 35 qm, also noch nicht einmal die günstigste Kategorie?). Diese Zimmer soll bei booking.com 850 €/Nacht ohne Frühstück kosten?
Ich lehne das Zimmer ab und rufe die Rezeption an. Herr Demeglio bringt uns Schlüssel für den 5. Stock. Dieses Zimmer riecht stark nach Chemie. Wie wir später erfahren, wurde der Teppichboden zwei Tage vorher gereinigt und wegen des schlechten Wetters hatte man das Fenster geschlossen. Auch dieses Zimmer akzeptieren wir nicht. Es war aber eher 45 qm, wenn auch schlecht geschnitten. Man guckt z.B. aus ca. 10m Entfernung auf einen kleinen 32“ TV. Das Zimmer hat ein kleines Fenster.

Die Flure im Bayerischen Hof werden gerne als Lager missbraucht

Das dritte Zimmer (693) roch am besten, aber auch nicht gut. Es war offenbar eine richtige Suite von ca 70 qm. Es gab rechts ein Schlafzimmer und links ein kleines Wohnzimmer, dazwischen Bad und Ankleidezimmer. Das haben wir jetzt behalten. Bei Booking.com kostet die billigste Suite 2300 €/Nacht + Frühstück. Unglaublich! Wer zahlt 9200 € für 4 Tage? Frühstück 46 € extra, pro Person! Da sind die Angebote von Reisetopia der Hit!
Originell: Beim Öffnen der Toilette haben wir die Klobürste gefunden!

Jetzt haben wir ein Zimmer, aber das Essensproblem bleibt. Die nächsten Nächte sind wir schon ausserhalb gebucht, u.a. sind wir bei Otto Kochs Kochschule, wohin heute? Der nette Portier aus Ischia sagte, ganz akzeptabel sei die Küche im Eataly am Viktualienmarkt.

Ich entscheide mich dafür, selber im Traders Vic anzufragen. Wir kennen die Kette gut aus Bahrain, wo wir romantische Stunden hatten, aber keine kulinarischen Höhepunkte feiern konnten. Im Traders Vic sind sie genauso nett wie überall im Haus. Der Mann an der Tür fragte die Chefin und sie sagte, wenn wir in 90 Minuten durch sind, dann könne sie uns einen Tisch geben.
Wir hatten wie immer in Bahrain Beef Chow chow, das man selbst nachgrillt (13,60), Dim Sum (17,50), eine Seafoodplatte für eine Person (42,50) mit Beilagenreis (6,90) und 3 Kugeln Eis (9,60). 2 Vorspeisen, 1 Hauptgericht und drei Kugeln Eis und eine Flasche (leider Nestle)Wasser. Das sieht mir nicht aus wie zwei 4-Gang Menüs oder eine übertriebene Bestellung. Trotzdem mussten wir neben den Gutscheinen noch 35 Euro nachzahlen.
Kulinarisch war es wie erwartet uninteressant. So schade, dass ausgerechnet heute die Küche vom Pfisterer zu hat!

Ansonsten wunderten wir uns immer wieder über das Hotel. Am Schreibtisch gab eine einzige Steckdose, kein USB. Auf Wunsch brachte man mir einen Dreifachstecker. Auch brachte man uns einen Wasserkocher. Und wir entdeckten ein Schild, das man eine Nespressomachine bekommen kann. Die bestellten wir. Als sie kam, meinte der Mitarbeiter, die vier beiliegenden Nespresso Pro Pads seien gratis, weitere kosten dann! Wirklich, bei 2300 € Zimmerpreis? Erstaunlich!
Und wenn Sie eine Cola aus der Minibar nehmen (0,2l), zahlen Sie 6,40 €!
Im Bad gab es zwei Ministückchen Seite für 4 Positionen (Badewanne, Dusche und zwei Waschbecken), es wird nicht nachgelegt.
Junior hat seine Schuhe gut eingesaut gehabt. Also haben wir sie vor die Tür gestellt und bekamen sie am nächsten Morgen leicht geputzt zurück. Eingetrockneter Matsch war noch an mehrere Stellen. Das war keine Glanzleistung!

Bayerischer Hof – Toilette mit integrierter Bürste

Die Usability des Zimmers war nicht gut. Wenig Steckdosen, eine Dusche mit Duschkopf so groß, dass man sich beim Einstellen der Temperatur an die Wand drücken muss (und den Bauch einziehen!), sehr rutschige Dusche mit wackligem Edelstahlablauf und unschön aussehenden Boden, Handtuchhalter genau vor dem Waschbecken (immer im Weg), Klimaanlagenregler aus dem letzten Jahrtausend, keine Uhr, TV bleibt hängen, mirror screen oder casting geht nicht, usw. Die Zimmertür entsperrt man wie eine Garage mit Knopfdruck auf einer Fernbedienung , die an einem schweren Metall hängt, auf dem die Zimmernummer steht. So etwas unpraktisches und unsicheres habe ich lange nicht mehr gesehen! Dann war die Batterie alle. Der Rezeptionist dachte, ich sei zu blöd, so eine Fernbedienung zu bedienen.
Besonders nervig: Langsames Internet (3,4 Mbit) muss für alle Geräte alle 24 Stunden neu eingebucht werden, was nicht problemlos geht (Tipp: http://10.10.100.230 aufrufen!) Ich habe vier Geräte, das sind 15 Minuten nutzlos verschenkt jeden Tag! Am letzten Tag ging keines unserer Geräte, die in Kalifornien designed wurden, ins Internet! Auf meine Anfrage wurde mir mitgeteilt, da man ausgebucht sei, ist das Internet überlastet und einige kommen halt nicht mehr rein! 1 Stunde nutzlose Versuche für nichts. Eine Entschuldigung gab es nicht. So ein Gast ist auch ein gewaltiger Störfaktor, vermute ich. Ohne Gäste würde der Hotelbetrieb bestimmt besser laufen!

Bayerischer Hof: Siffig ausschauender Plastikboden der Dusche

Irritierend fand ich, dass viele Flure als Lager missbraucht werden. So stand oft ein Glasständer, Stühle und Tische im Flur. Die Lager hatten offene Türen. Das machte keinen guten Eindruck.

Frühstück gibt es von 6 – 11 Uhr in Buffetform. Am Ein- und Ausgang ist ein Flaschenhals. Hier steht man an. Vor uns die Herrschaften hatten kein Prepaid Frühstück und mussten vor Betreten der Räumlichkeit bezahlen. Gleichzeitig kommen Gäste raus und es ist eine Drängelei. Sollte für 46 € nicht die Möglichkeit bestehen, am Tisch – NACH dem Essen – zu zahlen? Hallo Gastfreundschaft!
Die Auswahl ist gut, aber reflektiert keineswegs den Preis,. Die heisse Küche ist lieblos. Das Spiegelei SunnySide up ist komplett durch, die Hollandaise der Eggs Benedict kam einmal komplett zerronnen an, vom Oberkellner an den Tisch gebracht. Der Frühstücksspeck war entweder labbrig oder atomisiert. Dann lieber 6 € mehr zahlen und ein wahrhaft luxuriöses Frühstück wie es das ADLON in Berlin bietet.
Zeitungsauswahl gibt es bis 9 Uhr. Auf meine Frage warum, antwortete der Empfangsherr “Die Rezeption schickt uns nicht mehr!“. Wer zu spät kommt, liest DIE WELT.
Das Frühstück war nach 9 Uhr schon etwas ausgedünnt. Einige Brötchen fehlten, Obst fehlte. Die Qualität des Brotes war bemerkenswert gut. Bei den anderen Positionen ist noch viel Luft nach oben. Beim Obst sollte man besser den Zustand kontrollieren (gammelige Trauben z.B.). Und auch mal saisonal anpassen!
Das Frühstück ist ohne Abwechslung jeden Tag identisch. Draussen fängt die Erdbeerzeit an, am Hotel geht sie spurlos vorbei. Schade. Gemüseauswahl gibt es NULL. Keine Tomaten, kein Paprika, keine Radieschen. Man ist sehr stolz, dass man Champagner zum Frühstück hat.
Aber bitte, wer trinkt Alkohol schon am Morgen? Während der gesamten vier Tage sahen wir genau zwei Herrschaften, die sich ein Glas nahmen. Selbst die prolligen osteuropäischen Blogger, die offensichtlich die Kontrolle über ihr Leben verloren haben (lt. KL), tranken ihn nicht.

Bayerischer Hof – Klimaanlage im Jahr 2022

FAZIT: Würden wir wieder in den Bayerische Hof München gehen? Nein, eher nicht. Wir empfanden keine Gastfreundschaft, sondern Kleinlichkeit, wo man jede Sache extra zahlen sollte. Dazu kommt die Unehrlichkeit beim Einchecken, wo man uns eine niedrigere Zimmerkategorie als großzügiges Junior Suite Upgrade verkaufen wollte und der Zustand der Zimmer, die nicht gut riechen. Das unzuverlässige, langsame und unterdimensionierte Internet ist zeitraubend und für diese Kategorie unmöglich! Im Bayerischen Hof stimmen Preis-Leistung überhaupt nicht. Einzig die Mitarbeiter sind durchgehend freundlich! Das ist das große Plus des Hauses.
Obwohl wir das Haus überhaupt nicht großartig gefunden haben, war es am Abreisetag komplett ausgebucht. Es muss also viele zufriedene Gäste geben. Die Buchungslage kann aber auch mit der Messe zusammenhängen.

Der Bayerische Hof ist Mitglied bei den Leading Hotels of the World.

Ein paar Tage nach dem Besuch des Bayerischen Hofs bekam ich eine email von American Express. Ich hatte eine Promotion für die Platinum Karte freigeschaltet und sie werden mir 100 € gutschreiben. Da habe ich gar nicht mehr daran gedacht.

5.6.2022 Nachtrag

Überraschung. Email vom Bayerischen Hof in München. Linda P. von der Roomdivision schreibt mir:
Bei Ihrem Aufenthalt in unserem Hause vom 08. Mai 2022 bis zum 12. Mai 2022 haben Sie Zimmer 693 bewohnt. Leider fehlt seit Ihrer Abreise der Zimmerschlüssel und wir möchten Sie freundlich fragen, ob dieser versehentlich nicht wieder bei uns abgegeben wurden. Wir hoffen sehr, dass unser Schlüssel auffindbar ist und falls dies so ist Sie uns diesen wieder retournieren werden. Sollten wir bis 7 Tage nach der Versand dieses Schreibens keine Rückmeldung erhalten, erlauben wir uns die anfallenden Kosten für die Neuerstellung eines Schlüssels in Höhe von EUR 40,00 Ihrer Kreditkarte zu belasten. “ (Paste & Copy)
Diese Email kam drei Wochen nach der Abreise am 1. Juni. Ich schrieb am Folgetag zurück:
„.… wir haben keine Schlüssel von Ihnen mitgenommen. Wir haben 1 Schlüssel (blau) auf dem Zimmer gelassen und einen (rot) in den Schlüsselkasten beim Concierge getan. Man würde es ja merken, wenn man diesen unglaublich unpraktischen, schweren Schlüssel mitgenommen hätte. Es ist irritierend, das Sie mich nach drei Wochen anschreiben und des Diebstahls bezichtigen.

27.6.2022. Ich fragte die Presseabteilung an, ob man Stellung zum Artikel nehmen möchte. Diese Anfrage wurde genauso ignoriert, wie eine Antwort auf meine letzte Email.
Mir fehlen die Worte!

Wenn man den Bayerischen Hof kennengelernt hat, schätzt man das Hotel Palace***** in Berlin besonders. Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis! CR

Lesen Sie in unserem Blog: Hoteltest Sandy Lane Barbados: Lohnt es sich, die 1500 US$ Zimmerpreis pro Nacht zu bezahlen? Ist der Service so sensationell wie beschrieben? 

Immer aktuell mit dem Gourmet Report Newsletter: https://www.gourmet-report.de/newsletter/

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Bayerische Hof München

Zusammenfassung

FAZIT: Würden wir wieder in den Bayerische Hof München gehen? Nein, eher nicht. Wir empfanden keine Gastfreundschaft, sondern Kleinlichkeit, wo man jede Sache extra zahlen sollte. Dazu kommt die Unehrlichkeit beim Einchecken, wo man uns eine niedrigere Zimmerkategorie als großzügiges Junior Suite Upgrade verkaufen wollte und der Zustand der Zimmer, die nicht gut riechen. Das unzuverlässige, langsame und unterdimensionierte Internet ist zeitraubend und für diese Kategorie unmöglich! Im Bayerischen Hof stimmen Preis-Leistung überhaupt nicht. Einzig die Mitarbeiter sind durchgehend freundlich! Das ist das große Plus des Hauses.

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8 Antworten auf „Hotelkritik Bayerischer Hof, München – mit Nachtrag“

  1. Grausamer Report, also sowas ist wirklich nicht erst zu nehmen.
    Zusammengefasst: Einer sucht sich über Angebote die günstigsten Preise raus und nörgelt sich in die höchste Zimmerkategorie hoch?
    Ich denke solche Art von Menschen, die sich nur durch nörgeln und meckern „hochschlafen“ haben größere Probleme im Leben.

    1. Sie, da Sie offenbar nicht zu „solchen Menschen“ gehören, würden eher teuer in einem Zimmer zu schlafen, in dem es muffig riecht oder in dem gerade der Teppichboden frisch shampooniert wurde, statt sich zu beschweren? Und ein Downgrade würden Sie nicht reklamieren?
      Ich würde Sie gerne verstehen, daher noch eine Frage: Ist es in Ihren Augen falsch, ein preiswerteres Angebot für das identische Produkt zu nehmen?

      Haben Sie auch inhaltlich etwas zu sagen?

  2. „Leider gibt es kein lokales Wasser, sondern nur Nestle“. Bereits hier hätte man dem Instinkt folgen und das Lesen aufhören sollen. Denn schon mit dieser Aussage war klar: Die Rezension kann man nicht ernst nehmen.

    Aber schön, lesen wir weiter:

    „Er reservierte sich von der Kreditkarte gleich 1800 € – ohne Rückfrage“

    Ja, und? Jedes Hotel, in dem ich jemals war, macht das exakt so. Man hat dadurch ja auch keinen Nachteil. Und falls es dann doch den Verfügungsrahmen der Kreditkarte einschränkt, muss man sich wohl eher fragen, ob das Hotel für einen dann nicht doch eine Nummer zu groß ist.

    „Wirklich, bei 2300 € Zimmerpreis? Erstaunlich!“

    Du hast aber keine 2300 Euro bezahlt, sondern 350 Euro. Nur weil man sich ein paar Kategorien hochnörgelt, heißt das ja nicht, dass man dann auch die gleichen Leistungen bekommt.

    „Trotzdem mussten wir neben den Gutscheinen noch 35 Euro nachzahlen.“

    Was ist denn das für ein Argument? Wenn man mehr bestellt als auch dem Gutschein draufsteht, na klar muss man dann nachzahlen? Was erwartet der Autor denn?

    „Und wenn Sie eine Cola aus der Minibar nehmen (0,2l), zahlen Sie 6,40 €!“

    Und wieder: Das ist heftig, aber für Hotels in der Kategorie keineswegs ungewöhnlich.

    Die ganze Rezension klingt ein bisschen so, als wurde der Kritiker nicht mit dem Respekt behandelt, von dem er denke, er verdiene ihn.

    Es würde mich nicht wundern, wenn der Rezensent bei jeder Gelegenheit erwähnt hat, dass er für den GR schreibt, und sich dann einfach geärgert hat, dass es ihm keine weiteren Annehmlichkeiten gebracht hat.

    So zumindest liest sich das Ding hier.

    1. Nur zur Info:
      Auf den Vouchers stand ein Mehrgang-Essen …
      Wir haben zu keiner Zeit den Gourmet Report erwähnt. Wir waren Gast wie jeder andere. Sonst wäre es ja nicht objektiv.

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