Loyalty Programme der Airlines

Um Kunden zu binden, bieten auch alle Airlines Loyalty Programme an.  Die Programme sollten dem Kunden Freude machen.
Soweit so gut. Sie machen dem Kunden aber auch viel Ärger. Gerne vergessen Fluggesellschaften  nämlich die Miles dem Kunden gutzuschreiben.
Jetzt hat der Kunde den schwarzen Peter und kann der Airline hinterherlaufen. Die Airlines sind da sehr unterschiedlich.

Die ansonsten gute Turkish Airline – European Airline of the Year – versagt mittlerweile komplett. Hatte sie früher einen einfachen und sehr schnellen email Service, so muss man heute über ein Webinterface seine Ansprüche anmelden – und hört nichts mehr von den Türken.
Wobei sich das Meilensammeln bei den Partnern der größten Allianz, der Star Alliance, angeführt von Lufthansa, selten lohnt. So wollte ich mit meinen Miles einen Parisflug buchen. Kostete mit Miles knapp 200 Euro, ohne Miles 99 Euro.

Auch die Emirates, die keiner Allianz angehört, hat ihr Meilenprogramm letzten Monat deutlich verschlechtert, quasi entwertet.

Wer mit der zweitstärksten Allianz, dem Sky Team fliegen will, sollte am besten mit DELTA Meilen sammeln. Erstaunlicherweise hat die US Gesellschaft den kompetenten und schnellsten Service, während KLM und Air France per email unerreichbar sind.

Die Kleinste der drei großen Allianzen ist die von British Airways angeführte oneworld. Hier scheint auf Service ein gewisser Wert gelegt zu werden.  Der Executive Club Service von BA braucht zwar ein paar Tage, antwortet dann aber auch prompt auf Rückfragen. Weltklasse ist der topbonus Gold Service der Air Berlin. Keine Airline antwortet schneller und hilft besser.  Auch die ab Oktober zu oneworld gehörende Qatar Airways ist flott im Beantworten von Fragen, aber weniger kompetent als Topbonus Gold der Air Berlin. Nur bei IBERIA sollte man keine Punkte sammeln. Die haben NULL Service. Besser ist die Mitgliedschaft bei einer guten Gesellschaft wie BA oder Air Berlin.
Erfreulicherweise zockt British Airways nicht mit künstlich hochgeschraubten Steuern und Gebühren ab.  Bei kurzen Flügen zahlt man neben Punkten 42 Euro. Das ist fair im Vergleich zum Wettbewerb.
Bei der Dachorganisation oneworld sollte man nie nachfragen. Die sind immer extrem genervt!

All das sind Momentaufnahmen. Morgen kann es schon wieder ganz anders aussehen. Da kommt ein neuer Manager, der 200.000 Euro pro anno weniger für Werbung ausgibt und dafür vier neue Mitarbeiter einstellt, die sich intensiv um die guten Kunden kümmern. Oder ein anderer, der meint, Statuskunden werden genug verwöhnt, man muss jetzt mehr sparen.

Nachtrag: Seit 4/2015 hat British Airways sein Programm verschlechtert. Meilen sammeln wird jetzt deutlich schwerer.

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