Goodbye, British Airways

Vielflieger kennen das. Man fliegt jahrelang mit „seiner“ Airline und ist mehr oder weniger zufrieden. Die Preise sind akzeptabel, das Loyaltyprogramm gut und die Sitze bequem.
Eines Tages jedoch ändert sich das. So geht es uns mit British Airways. Als erstes stellte ich fest, dass die Preise von unserer Rennstrecke plötzlich 60% teurer wurden, obwohl sich die Kerosin Preise halbierten. Statt 2000 Euro für Bahrain – Berlin via London werden jetzt 3000 in der Businessklasse aufgerufen.
Da fliegen wir jetzt Kontrastprogramm: für 250 Euro Return mit Pegasus Airlines. 1750, bzw jetzt 2750 Euro gespart! Und das mal drei. Das ist richtiges Geld. Da zahle ich gerne 80 Euro Aufpreis pro Kopf hin- und zurück für die Notausgangsreihe und 15 Euro für die Lounge in Istanbul.

British Airways „verbesserte“ jetzt sein Loyaltyprogramm. Die Vielflieger Foren toben. Eine wahre Verschlechterung, die man als Verbesserung verkauft. Nimmt man den Kunden gar nicht ernst? Veralbern kann ich mich selber.

Die Maschinen werden immer älter und die Sitze immer kaputter. Und schmutzig ist es in den Maschinen auch. Bisher, heute nicht, gab es immer feuchte Tücher zur Erfrischung, die wir auch dazu benutzen, den Sitzplatz zu säubern. Gibt es nicht mehr. In der Businessklasse gab es bisher einen gefüllten Kulturbeutel. Jetzt gibt es noch eine Stofftasche, die an einen Turnbeutel erinnert, aber viel dünner ist. Selbst der billige Plastikkamm fehlt nun im Beutel.
Und das Catering war nur gut, als Simon Hulstone zu den Olympischen Spielen auftischte. Das heutige Essen in der Business Class Mittelstrecke war bis auf das sehr gute Obst – wie man Orangen und Grapefruits filetiert, kann Alex Moser vom Hyatt zeigen – nicht für den menschlichen Verzehr geeignet und ist wohl außerhalb von Großbritannien eher ungenießbar.

Das Umsteigen in London Heathrow war schon immer eine Katastrophe. Unfreundliche Abfertigung, langatmig und trotz Fastlane ewig dauernd. Dazu kommt, daß das Gate erst 20 Minuten vor Gatesschluß angegeben wird, man deswegen immer in Eile ist. Wenn die Airline sich verspätet ist das wohl in Ordnung, wenn jedoch Sie sich 2 Minuten verspäten, werden Sie nicht mitgenommen. Auf dem Flughafen kobern einen die Verkäufer schlimmer als die Mädchen von St. Pauli an, damit man Duty Free Zeug kauft. Wobei es ja gar nicht zollfrei ist, da der Anschlussflug in die EU geht.

In der First Class Lounge, die wir durch Status betreten dürfen, ist es genauso schmuddlig wie in der Businessklasse Lounge. Theoretisch wird hier am Tisch bedient. Jedoch sind die Kellner mufflig unmotiviert. „Sir, you’ll get at the Buffet.“ Und warum steht es auf der Karte? Nach 30 Minuten kommt dann ein Breakfast Sandwich, von außen verkokest, das Spiegelei hart, der Bacon lecker, das Toast ungenutztere und alles ziemlich kalt. Dazu kommt, dass das Internet unzuverlässig ist.
Merkwürdig, wie BA mit seinen besten Kunden umgeht, die 4000-18.000 Euro für Ihren Flug zahlten.

Innereuropäische Anschlussflüge sind eine Zumutung in der Business Class. Man sitzt eng wie in der Eco, nur der Mittelsitz ist blockiert. Man zahlt aber das dreifache. Noch nicht einmal eine deutsche Zeitung gibt es.

Deswegen, liebe BA, sei nicht verwundert, wenn wir jetzt erstmal andere Airlines nehmen, die sich mehr Mühe geben (Cathay, Qatar) oder billiger sind (Lufthansa, Pegasus). Wenn Du Deine Kunden wieder ernst nimmst, kommen wir gerne wieder.

Allerdings kann man die Meilen derzeit super bei anderen Airline Partnern von Oneworld einsetzen, mit guter Verfügbarkeit. Für wenige Meilen und sehr geringen Aufpreis benutzen wir S7, Quantas und airberlin. Letzte sogar bis nach Teneriffa. British Airways bietet einzig von und nach London innereuropäisch gute Angebote an, bei denen sich der Meilen Einsatz auch lohnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwölf + dreizehn =

*