Die Regenschauer Dusche

Regenschauer Dusche

Regenschauer Dusche

Eine prima Idee im Hotelbad: Eine „Rainshower“ Dusche, kräftiger Regenschauer wie im Urwald. Im Hamburger Park Hyatt Hotel, laut Tripadvisor Mitglieder das beste Hotel in Deutschland, gibt es so eine prima Dusche. Jedoch kann man sich nicht darunter duschen, weil die Zuführungsstange viel zu kurz ist. So duscht man die Bank, die unter der Dusche ist. Es gibt aber auch eine konventionelle Handdusche, so dass man sich „normal“ duschen kann.

Das Hyatt ist von den Tripadvisor Lesern zum besten Hotel gewählt worden, weil die Mitarbeiter so nett und engagiert sind. Das Zimmer ist auch in einem soweit tadellosen Zustand, wie man es in einem relativ teuren fünf Sterne Hotel erwarten kann.

Aber auch vieles ist gar nicht okay. Die Klimaanlage zu ändern geht nur wenn man den Schlüssel aus dem „Schlitz“ nimmt, wieder aus dem Zimmer geht, das Zimmer mit der Karte aufschliesst, den Schlüssel einsteckt. Am Schreibtisch steht eine Art Tower, der Steckdosen anbietet. 2 Schuco, 1 US und eine Imperial. Das ist praktisch für Reisenden aus anderen Ländern. Leider hat der Tower ein Problem und die Stromversorgung geht gar nicht. Der Haushandwerker versprach einen Austausch, aber außer einem Verlängerungskabel bekamen wir dem gesamten Aufenthalt nichts weiter. So wurden unsere Geräte während der Abwesenheit nicht geladen.
Es sind auch weitere Mängel im Zimmer: Der dreigeteilte Vorhang schliesst nicht so, dass man es dunkel hat. Eigentlich eine Elementarfunktion eines Vorhanges.
Der TV, zwar ein B&O mit unverständlicher Fernbedienung, hat ein relativ schlechtes Bild. Bei Regen empfängt die Satellitenschüssel nicht mehr die öffentlich-rechtlichen Programme wie ARD & ZDF. Das Bild gefriert.
Das WLAN kostet extra. Das ist auch nicht mehr zeitgemäß.
Am Wochendende grüßten die Mitarbeiter die Gäste, am Montag war es dann wieder normal umgekehrt.

Das Frühstück, das immerhin 32 Euro kostet, bietet eine gute Auswahl, aber nicht unbedingt hochklassige Qualität wie man es von einem Hyatt gewohnt ist. Die Brötchen sind aufgebackene Industrieware, die Orangen sind gewürfelt statt filetiert. Nüsse gibt es gar nicht. Der Cappuccino ist eher unterer Durchschnitt. Das kann Hyatt besser. Wer im Peking Park Hyatt bei Daniel Leibssle oder bei Alexander Moser in Ekaterinburg war, ist besseres gewohnt.
Auch der Service ist zwar liebenswürdig, aber total überlastet. Wir mussten öfter warten, weil man den Tisch noch nicht eingedeckt hatte. Merkwürdigerweise bekommen die Gäste keine Pfeffermühle. Der Kellner soll den Gästen Pfeffer bringen. Aber der schafft es noch nicht einmal Cappuccino in akzeptabler Zeit zu bringen.
Wir bestellten poached Eggs und Eier im Glas. Die erste Lieferung kam kalt. Die nächste Lieferung dann mit hartem Eigelb. Es schien, dass es keine Leitung gab, was unsere Kellnerin bestritt. Es wären wie immer die Selben da.
Das stimmte wohl nicht ganz. Am Abreisetag trafen wir einen alten Bekannten: Thomas Heß, der Executive Souschef von Sebastian Kellerhoff (Hyatt Kiev), hatte seinen ersten Tag im Haus als neuer Executive Chef. Heß wirbelte in der Küche wie ein Weltmeister und die Eier waren dann auch weltmeisterlich. Da hat das Haus großes Glück, so einen guten und engagierten Küchenchef zu bekommen.

Exzellent ist die Location direkt an der Mönckebergstrasse, der größten Einkaufsstrasse Hamburgs.

Unsere Meinung: Das Hotel ist gut, aber sicher nicht das beste in Deutschland. Würden wieder hingehen? Eher nicht, weil Preis-Leistung nicht stimmen (280 Euro inkl. Frühstück im Doppel wurde uns angeboten). Aber dass Thomas Heß jetzt der neue Küchenchef ist, wäre ein Grund, doch noch einmal hinzugehen.

Merkwürdig bei der Abreise. Es waren keine Bellboys da, die unseren Kofferwagen rausschieben konnten. Nur der neue GM und der Concierge. Der Concierge schob dann recht widerwillig („Ich bin der Concierge!“) das Gepäck raus und bellte den Taxifahrer an: „Einladen schaffen Sie alleine!? Uns keine gute Reise gewünscht oder so, sondern sofort wieder rein, ich konnte ihm noch nicht einmal ein Trinkgeld geben. Das war  ein recht unangenehmer Auftritt für uns. Hatten wir was falsch gemacht? Bisher kannte ich es eigentlich, dass selbst ein Direktor im Hyatt kein Problem hat, dem Gast seinen Koffer zum Auto zu tragen. Irritierend. Vielleicht hatte der Concierge Stress mit dem neuen Direktor, der direkt an seinem Counter stand.

Park Hyatt Hamburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × 3 =

*